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Kulturnachrichten

Dienstag, 26. März 2019

Goethe-Institut gründet Ableger auf Mallorca

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten die Leiterin des Kulturzentrums Casa Planas und die Direktorin des Goethe-Instituts Barcelona, wie die "Mallorca Zeitung" berichtete. Das seit 2015 in Palma bestehende Zentrum Casa Planas solle zu einer "Kulturgesellschaft" des deutschen Kultur- und Sprach-Instituts werden, hieß es. Die Zusammenarbeit umfasst ein Residenzprogramm, bei dem deutsche Kreative und Intellektuelle sich für einen Aufenthalt in Casa Planas bewerben können. Das Programm wird mit 1.000 Euro bezuschusst und soll im Laufe des Jahres starten. Ebenso seien ein interdisziplinäres Kulturfestival mit mallorquinischen und deutschen Teilnehmern sowie kleinere Festivals geplant. Darüber hinaus werden wöchentlich deutsche Filme im Original mit spanischen Untertiteln gezeigt.

Karlsmedaille für Studierendennetzwerk Erasmus

Die Karlsmedaille für europäische Medien geht in diesem Jahr an das Studierendennetzwerk Erasmus. In einer Zeit, in der die Stimmen gegen ein einheitliches Europa immer lauter würden, trete das Netzwerk Erasmus öffentlich für ein gemeinsames Europa ein, hieß es zur Begründung. Es brauche weltoffene und neugierige junge Menschen, die für ein einheitliches Europa und seine Werte einstehen. Der Preis wird am 23. Mai im Aachener Rathaus übergeben.

Umweltpreisträgerin Inge Sielmann gestorben

Die Naturschützerin Inge Sielmann, Witwe des Tierfilmers Heinz Sielmann, ist tot. Sie starb am Montag in ihrer Heimatstadt München im Alter von 88 Jahren, wie die Heinz Sielmann Stiftung am Dienstag in Duderstadt bekanntgab. Inge Sielmann hatte ihren 2006 verstorbenen Mann auf vielen Dokumentationsreisen begleitet und sich für den Umwelt- und Naturschutz engagiert. Sie war Ehrenvorsitzende der Heinz-Sielmann-Stiftung, die sie mit ihrem Mann 1994 gegründet hatte. 2017 wurde Inge Sielmann mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ausgezeichnet. Sie erhielt die Ehrung für ihr Engagement um das "Grüne Band", durch das die rund 1.400 Kilometer lange ehemalige innerdeutsche Grenze für die Pflanzen- und Tierwelt erhalten werden konnte.

Anwältinnen: Klage gegen Smollett fallen gelassen

Die Anklage gegen den Schauspieler Jussie Smollett wegen des Vorwurfs der Falschaussage gegenüber der Polizei ist nach Angaben zweier Anwältinnen des Beschuldigten fallen gelassen worden. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft von Cook County reagierte am Dienstag zunächst nicht auf Bitten, einen Kommentar abzugeben. Smollett war in 16 Punkten angeklagt worden, die mit dem Vorwurf zusammenhingen, er habe fälschlich angegeben, er sei von zwei Männern angegriffen worden, die rassistische und schwulenfeindliche Aussagen gemacht hätten. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft hatten dem schwarzen und schwulen Smollett vorgeworfen, er habe den Behörden fälschlicherweise gesagt, er sei am 29. Januar in Chicago angegriffen worden. Er habe das getan, weil er mit seiner Bezahlung für seine Rolle in der Serie "Empire" unglücklich gewesen sei und seine Karriere vorantreiben habe wollen.

Aviciis Familie gründet Stiftung

Die Familie des im vergangenen Jahr verstorbenen schwedischen DJs Avicii will eine Stiftung zu seinem Andenken gründen. Der Fokus der nach Aviciis bürgerlichem Namen benannten Tim-Bergling-Stiftung solle auf Initiativen zur Prävention von psychischen Krankheiten und Selbstmord liegen, teilte die Familie des international gefeierten DJs am Dienstag mit. Zudem werde die Stiftung in den Bereichen Klimawandel, Natur- und Tierschutz aktiv. Die Förderziele könnten in Schweden und im Ausland verfolgt werden. Der Musiker starb im April des vergangenen Jahres im Oman im Alter von 28 Jahren. Die Polizei schloss Fremdverschulden aus.

Hubert Burda Stiftung fördert Alte Pinakothek

Die Hubert Burda Stiftung unterstützt finanziell die Forschung zur italienischen Malerei an der Alten Pinakothek in München. Mit der auf vier Jahre ausgelegten Förderung wird eine volle wissenschaftliche Mitarbeiterstelle eingerichtet, wie das Haus am Dienstag mitteilte. Ziel sei, den international bedeutenden Sammlungsbestand der venezianischen Malerei der Renaissance mit Werken unter anderen von Tizian, Tintoretto und Veronese zu erschließen und eine Ausstellung zum Porträt in Venedig vorzubereiten. Die neu geschaffene Assistenzkuratorenstelle tritt zum 1. April Annette Kranz an.

Einstein-Briefe über Antisemitismus in Auktion

Mehrere Briefe von Albert Einstein stehen am Donnerstag in einem Auktionshaus in Los Angeles zum Verkauf. Unter anderem schreibt der Nobelpreisträger darin über den wachsenden Antisemitismus in Deutschland 1921 sowie über die jüdische Resistenz dagegen, wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" am Dienstag berichtete. Die Mindestgebote für die Schriftstücke liegen laut Katalog des Auktionshauses umgerechnet zwischen 2.650 und 26.400 Euro. Bei den Schriftstücken handelt es sich laut Katalog um vier handschriftliche und zwei maschinengeschriebene Briefe Einsteins sowie einen von Hand beschrifteten Briefumschlag und eine von Einstein signierte Buchseite.

Brandenburger Tor in Dunkelheit

Am Brandenburger Tor in Berlin gehen am Samstag für eine Stunde die Lichter aus: Zur sogenannten "Earth Hour" werde das Wahrzeichen Berlins um 20.30 Uhr im Dunkeln versinken, teilte die Umweltorganisation WWF am Dienstag mit. Gleichzeitig würden Tausende Städte rund um den Globus ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen, darunter das New Yorker Empire State Building oder das Taj Mahal in Indien. Mit der vom WWF initiierten "Earth Hour" soll ein Zeichen für den Klima- und Umweltschutz gesetzt werden. Auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor werden am Samstag mehr als 1.000 kleine Solarlampen im Einsatz sein und unter anderem symbolisch die fünf Kontinente zum Leuchten bringen. Teilnehmer wie Passanten könnten bei einem Fahrradkino in die Pedale treten. Die "Earth Hour" gibt es seit 2007. Damals war Sydney der Vorreiter für die Aktion.

Indische Opposition sieht Film als Wahlwerbung

Wenige Wochen vor der Parlamentswahl in Indien fordert die Opposition den Stopp eines Films über Premierminister Narendra Modi. Die Kongresspartei erklärte am Montag, eine Veröffentlichung des Films vor der Wahl verstoße gegen geltendes Recht. Sie fordert, dass er erst nach der Wahl ins Kino kommt. Der Bollywood-Streifen "PM Narendra Modi" soll am 5. April veröffentlicht werden. Kritiker sehen den Film, der Modi in durchweg positivem Licht darstellt, als Propaganda im Kampf um Wählerstimmen. Die Kongresspartei, die bei der Abstimmung im Mai auf eine Abwahl Modis hofft, hat sich deshalb an Indiens Wahlkommission gewandt, die jede Veröffentlichung von Wahlkampfmaterial genehmigen muss. Die Wahlkommission erklärte, sie habe nun die Filmemacher um eine Stellungnahme gebeten. Sie sollen belegen, dass es sich bei dem Film um Kunst handelt.

Bund soll zwei Bilder als NS-Raubgut zurückgeben

Der Bund soll zwei Gemälde als NS-Raubgut an die Erben zurückgeben. Das hat die beratende Kommission für die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter am Dienstag in Magdeburg bekannt gegeben. Es werde eine Rückgabe der im Bundesbesitz befindlichen Werke "Ansicht des Zwingergrabens in Dresden" und "Ansicht der Karlskirche zu Wien" des als Canaletto bekannten italienischen Landschaftsmalers Bernardo Bellotto an die Erben von Max James Emden empfohlen. Eine Begründung wurde zunächst nicht veröffentlicht. Aktuell befindet sich die "Karlskirche" als Leihgabe im Museum Kunstpalast in Düsseldorf und der "Zwingergraben" im Militärhistorischen Museum in Dresden.

Igor Levit zum Professor für Klavier berufen

Der weltweit gefeierte und politisch engagierte Pianist Igor Levit übernimmt zum Wintersemester 2019/2020 eine Professur für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. "Wie ich mich freue, an die Hochschule zurückzukehren, die mir die Welt bedeutet", schrieb der 32-Jährige auf Twitter, wo er fast 20.000 Follower hat. Der 32-Jährige sei eine Persönlichkeit mit vielseitigem Profil, das sowohl Solo-Auftritte als auch Kammermusik und Orchesterkonzerte umfasse, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Levit arbeitet nicht nur mit internationalen Spitzen-Orchestern zusammen, er stemmt sich auch gegen Rassismus und Ausgrenzung und wirbt für ein offenes Europa.

Europaabgeordnete stimmen für Urheberrechtsreform

Die Abgeordneten im Europaparlament haben der umstrittenen Reform des Urheberrechts grünes Licht gegeben. Am Dienstag stimmten die Parlamentarier für den überarbeiteten Entwurf. Bis zuletzt war unklar gewesen, ob eine Mehrheit für eine Erneuerung des 20 Jahre alten Urheberrechts zustande kommen würde. Gegen sowie für den Kompromiss waren Hunderttausende auf die Straße gegangen. Jetzt müssen noch die Mitgliedsstaaten zustimmen.

Musée d'Orsay benennt Meisterwerke um

Für eine neue Ausstellung im Pariser Musée d'Orsay sind Meisterwerke von Künstlern wie Manet, Matisse, Picasso oder Cézanne nach ihren schwarzen Modellen umbenannt worden. Manets berühmtes Gemälde "Olympia" etwa wurde für die am Dienstag eröffnete Schau in "Laure" umbenannt - nach der schwarzen Frau, die im Hintergrund als Dienstmädchen zu sehen ist. Für die Ausstellung "Das schwarze Modell - Von Géricault bis Matisse" haben die Kuratoren umfangreiche Recherchen vorgenommen, um die Namen der schwarzen Modelle herauszufinden. Zwar hätten Schwarze bei der Entstehung moderner Kunst in Paris eine wichtige Rolle gespielt, doch seien ihre Namen unerwähnt geblieben und ihr Einfluss in der Kunstgeschichte wegen Rassismus und Stereotypen in den Hintergrund gedrängt worden, erklärte Kuratorin Denise Murrell. Die Ausstellung ist eine erweiterte Version einer Schau in der New Yorker Wallach Art Gallery vom vergangenen Jahr. Sie ist noch bis zum 21. Juli im Musée d'Orsay zu sehen.

Gestohlener Picasso nach 20 Jahren gefunden

Ein vor 20 Jahren gestohlenes Gemälde von Pablo Picasso ist in Amsterdam gefunden worden. Ein Kunstdetektiv war dem Bild nach Tipps aus der Unterwelt auf die Spur gekommen, wie die Zeitung "De Volkskrant" am Dienstag berichtet. Die niederländische Polizei bestätigte, dass das Bild gefunden wurde. Picasso malte "Buste de Femme" 1938. Sein Wert wird heute auf 25 Millionen Euro geschätzt. Unbekannte hatten das Bild 1999 von der Jacht eines saudischen Geschäftsmannes im südfranzösischen Antibes gestohlen. "Das Gemälde ist noch in gutem Zustand", sagte Kunstdetektiv Arthur Brand der Zeitung. Die Versicherung hatte damals eine Belohnung von 400. 000 Euro ausgesetzt, dennoch fehlte von dem Kunstwerk lange Zeit jede Spur. 2015 bekam der bekannte Detektiv erstmals einen Hinweis.

Dramatikerpreis für Regisseurin Nguyen

Die Autorin und Regisseurin Caroline Guiela Nguyen bekommt den mit 15.000 Euro dotierten Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis 2019. Die Französin erhalte die Auszeichnung für ihr Theaterstück "Saigon", das beim Festival von Avignon und 2018 am Theater Odéon in Paris gezeigt wurde, sagte die Jurorin und Theaterverlegerin Ute Nyssen am Dienstag in Köln. Derzeit feiere es Erfolge bei internationalen Gastspielen. "Saigon" behandele vorurteilsfrei, aber mit starker Emotionalität das Ende des französischen Vietnamkriegs in Saigon und die Situation der Emigranten später in Paris. Nach Ansicht der Jury ist das Stück "ein richtungsweisender Schritt hin zu einem neuen politischen Theater". Die zum elften Mal vergebene, privat finanzierte Auszeichnung wird am 10. Mai in Paris im Goethe-Institut übergeben.

Netzwerk soll Senioren Internet näherbringen

Senioren in Deutschland sollen künftig besser und sicherer mit dem Internet umgehen können. Dazu planen die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und die Initiative "Deutschland sicher im Netz" den Aufbau von bundesweit 75 Standorten, an denen Internetlotsen älteren Menschen helfen, digitale Angebote auszuprobieren, wie die BAGSO in Bonn mitteilte. Der erste Standort für den sogenannten Digital-Kompass wurde am Dienstag in Gelsenkirchen eröffnet. Geboten werden Kurse sowie persönliche Beratung zum Einstieg in die digitale Welt. Außerdem sollen Internet-Lotsen ausgebildet werden.

Christen und Muslime feiern gemeinsam Marienfest

In Jordanien feiern zum zweiten Mal Christen und Muslime gemeinsam das Fest Mariä Verkündigung. Die Feier, die am Mittwoch in einem Kulturzentrum in der jordanischen Hauptstadt Amman stattfindet, steht unter der Schirmherrschaft des jordanischen Ministerpräsidenten Omar Al-Razzaz, wie das katholische Medienzentrum (CCSM) in Amman am Dienstag mitteilte. Mit ihrer mehrfachen Erwähnung im Koran sei Maria "Vorbild für die biblischen Persönlichkeiten, die neben dem Herrn Jesus Christus und einer Reihe von Propheten wie Moses, Elijah, Abraham, Johannes dem Täufer und anderen von den beiden Religionen verehrt werden", so CCSM-Leiter Rifat Bader. Ihren Ursprung hat die gemeinsame christlich-muslimische Feier des Marienfests laut Bader im Libanon. Das Land organisiert bereits seit zehn Jahren eine solche interreligiöse Feier; vor drei Jahren erklärte es Mariä Verkündigung zum staatlichen Feiertag.

Fall Kardinal Pell: Australische Journalisten angeklagt

Einige der profiliertesten Journalisten Australiens müssen wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen eine Nachrichtensperre im Fall Kardinal Pell mit Gefängnisstrafen rechnen. 23 Journalisten und 13 Medienorganisationen müssen Mitte April vor Gericht erscheinen. Der Fall Pell hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Der ehemalige Finanzchef des Vatikans George Pell war im Dezember des sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig gesprochen und zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Vom Gericht war eine Nachrichtensperre gegen jegliche von Australien aus zugängliche Berichterstattung verhängt worden, die erst im Februar aufgehoben wurde. Der Bruch einer Nachrichtensperre kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden. Hintergrund war ein weiterer, noch laufender Prozess gegen Pell, ebenfalls wegen sexueller Belästigung von Kindern, dessen Jury bei ihrem Urteil nicht beeinflusst werden sollte. Die Anklage wurde im Februar fallengelassen, und die Nachrichtensperre daher aufgehoben.

Niederländer werben mit Prämien um Deutschlehrer

Niederländische Städte wie Amsterdam, Rotterdam, Den Haag oder Utrecht versuchen mit Willkommensprämien bis hin zu einem Auto, Deutschlehrer anzuwerben, wie das Duitsland Instituut in Amsterdam mitteilte. Da nur noch wenige junge Leute Deutsch studierten, gebe es einen großen Mangel an Deutschlehrern. Wie das „Dagblad van het Noorden unter Verweis auf eine Statistik berichtete, fehlten im kommenden Jahr 135 Deutschlehrer. Noch den meisten Zuspruch für die deutsche Sprache gibt es entlang der Grenze, wo die Niederländer den Nutzen der Nachbarsprache alltäglich erfahren. An 83 Grundschulen, so das Institut, wird die Sprache dort unterrichtet.

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