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Kulturnachrichten

Montag, 5. März 2018

Neuer Geschäftsführer für Haus der Kunst

Bernhard Spies kommt von der Bundeskunsthalle in Bonn

Der 67-Jährige Diplom-Mathematiker Bernhard Spies hat seinen Vertrag als neuer Geschäftsführer für das Haus der Kunst in München unterzeichnet. Ab April soll der ehemalige Geschäftsführer der Bundeskunsthalle Bonn an der Seite von Direktor Okwui Enwezor das renommierte Ausstellungshaus leiten, zunächst zwei Jahre lang. Spies sei ein ausgewiesener Fachmann und bestens mit den Anforderungen und der ökonomischen Dimension großer Einrichtungen sowie der Vorbereitung komplexer Baumaßnahmen vertraut, sagte Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Das 1937 von den Nationalsozialisten errichtete Haus der Kunst soll ab 2020 umfassend saniert werden.

Russland kritisiert Oscar-Ehrung für Doping-Doku

Auszeichnung sei rein politisch motiviert

Russische Politiker haben die Glaubwürdigkeit des Oscar-prämierten Dokumentarfilms "Icarus" über Doping in Russland in Zweifel gezogen. Die Auszeichnung für den Film von Bryan Fogel sei "rein politisch motiviert", sagte der Vorsitzende des Sportausschusses im russischen Parlament, Michail Degtarjow. Fogels Film stützt sich vor allem auf Enthüllungen von Grigori Rodschenkow, des früheren Leiters des Moskauer Anti-Doping-Labors. Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte Rodschenkow eine "zutiefst widersprüchliche Persönlichkeit". Deshalb müsse man sehr vorsichtig mit allem Material sein, das sich auf seine Angaben stütze. Russland geht strafrechtlich gegen den Wissenschaftler vor, der in die USA geflohen ist.

Beckmanns "Eisgang" bleibt im Frankfurter Städel

Museum einigt sich mit Erben des Raubkunst-Gemäldes

Ein bedeutendes Werk des deutschen Expressionisten Max Beckmann (1884-1950) - das Ölgemälde "Eisgang" - bleibt im Frankfurter Städel Museum. Darauf hat sich der Museumsverein mit den Erben der von den Nationalsozialisten ermordeten Ersteigentümer des Bildes nach langen Verhandlungen geeinigt, teilte das Städel mit. Es gebe nun eine "Goodwill-Vereinbarung" beider Seiten im Sinne der Washingtoner Prinzipien zur NS-Raubkunst. Der Bund unterstützte das Museum finanziell. Das Mainpanorama Frankfurts mit Blick auf den Eisernen Steg hatte der Museumsverein 1994 erworben. Erster Besitzer des 1923 entstandenen Werkes war Fritz Neuberger, ein jüdischer Textilfabrikant aus Frankfurt, der das Gemälde direkt von Beckmann kaufte. Neuberger und seine Frau Hedwig wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Mit einer Tafel neben dem Bild will das Museum an das Paar erinnern.

"Das Flüstern des Wassers" holt Oscar für besten Film

Fantasy-Märchen "Das Flüstern des Wassers" gewinnt insgesamt vier Oscars

Der Film von Regisseur Guillermo del Toro galt als einer der großen Favoriten. Insgesamt war die Geschichte über die wundersame Liebe zwischen einer stummen Hausmeisterin und einem in einem Labor gefangenen Wassermann mit 13 Nominierungen ins Rennen gegangen. Als beste Schauspieler in Hauptrollen wurden Frances McDormand und Gary Oldman ausgezeichnet. McDormand holte den Preis für ihre Rolle als zornige Mutter eines vergewaltigten und ermordeten Mädchens in der bitterbösen Kleinstadtsatire "Three Billboards". Oldman holte den Preis für seine Darstellung des britischen Premierministers Winston Churchill in "Die dunkelste Stunde". Der Oscar für die besten visuellen Effekte ging an den Deutschen Gerd Nefzer. Der Potsdamer Special-Effects-Experte erhielt die Ehrung gemeinsam mit drei Kollegen für die Arbeit am Science-Fiction-Film Blade Runner 2049.

Frauenbeauftragte will Nationalhymne ändern

Aus "Vaterland" soll "Heimatland" werden

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums, Kristin Rose-Möhring, nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" eine Änderung der Nationalhymne. In einem Rundbrief an alle Mitarbeiter des Bundesfamilienministeriums, mache sie dazu konkrete Vorschläge, wie das Blatt meldet. Aus "Vaterland" soll demnach "Heimatland" werden, aus "brüderlich mit Herz und Hand" "couragiert mit Herz und Hand". In dem Schreiben verweise Rose-Möhring unter anderem auf das Beispiel Österreichs. Dort wurde 2012 die Bundeshymne geändert. Aus "Heimat bist du großer Söhne" wurde "Heimat großer Töchter und Söhne". Auch Kanada hat kürzlich eine Änderung seiner Nationalhymne in geschlechtsneutrale Sprache beschlossen. Kristin Rose-Möhring ist seit 2001 Gleichstellungsbeauftragte und außerdem Vorsitzende des Interministeriellen Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten der obersten Bundesbehörden.

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