Seit 14:00 Uhr Nachrichten

Freitag, 19.07.2019
 
Seit 14:00 Uhr Nachrichten

Kulturnachrichten

Samstag, 11. März 2017

John Goodman mit Stern auf "Walk of Fame" geehrt

Jeff Bridges würdigt seinen Freund auf besondere Weise

Der Oscar-prämierte Hollywood-Star Jeff Bridges hat seinen Schauspielkollegen und Freund John Goodman auf besondere Art geehrt, als dieser einen eigenen Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood bekam. Bridges erschien zu der Zeremonie in der Strickjacke, die er schon als "Dude" im Film "The Big Lebowski" der Gebrüder Ethan und Joel Coen trug. Bridges würdigte Goodman als "Legende" und würzte seine Rede mit Zitaten aus "The Big Lebowski" und Shakespeares "Hamlet". Der 64-jährige Golden Globe- und Emmy Award-Gewinner Goodman spielte in "The Big Lebowski" aus dem Jahr 1998 an der Seite des Hauptdarstellers Bridges einen Vietnam-Veteranen. Goodman war in ingesamt fünf Filmen der Coen-Brüder zu sehen, außerdem unter anderem in "King Ralph" (1990), "Arachnophobia" (1991) und im vergangenen Jahr im Thriller "10 Cloverfield Lane". Die Enthüllung der Plakette auf dem Walk of Fame fiel mit dem Kinostart von Goodmans jüngstem Streifen zusammen, der Neuverfilmung des King-Kong-Klassikers unter dem Titel "Kong: Skull Island".

Sieverding in der Bundeskunsthalle

Große Retrospektive der Fotokünstlerin

Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt seit heute eine Retrospektive der deutschen Fotokünstlerin Katharina Sieverding. Die Ausstellung "Katharina Sieverding. Kunst und Kapital. Werke von 1967 bis 2017" präsentiert bis zum 16. Juli serielle Fotoarbeiten aus 42 Werkgruppen. Die 1944 geborene Künstlerin gilt als Pionierin bei der Erweiterung der Ausdrucksformen des Mediums Fotografie. Bekannt wurde Sieverding Mitte der 70er Jahre durch die Einführung von bis dahin in der Fotografie unüblichen Großformaten. Als ihr Markenzeichen gilt der Einsatz ihres Porträts, das sie seit den 60er Jahren filmisch und fotografisch verändert und manipuliert. Die dreifache documenta-Teilnehmerin arbeitet mit multimedialen Installationen, Verfremdungen und Überblendungen von Fotomaterial. Mit ihren Arbeiten nimmt sie Stellung zu gesellschaftlichen und politischen Themen wie etwa in den 70er Jahren zum Terrorismus der RAF oder in den 90er Jahren zum wieder aufkeimenden Rechtsextremismus.

Comic-Zeichner Ralf König bekommt Wilhelm-Busch-Preis

Auszeichnung für sein Lebenswerki

Der Comic-Zeichner Ralf König bekommt für sein Lebenswerk den mit 10 000 Euro dotierten Wilhelm-Busch-Preis. Dies berichten die "Schaumburger Nachrichten", die selbst zu den Stiftern des Preises gehören. Mit der alle zwei Jahre verliehenen Auszeichnung soll der 56-Jährige am 1. November bei einem Festakt in Stadthagen geehrt werden. Seinen Durchbruch erzielte König 1987 mit dem Comic "Der bewegte Mann", der später von Regisseur Sönke Wortmann verfilmt wurde. Auf Wilhelm Buschs Spuren wende sich König gegen jegliche Versuche, freies Denken einzuschränken, und betone stattdessen das Streben zur Selbstentfaltung, heißt es in der Begründung der Jury. Zudem sei König durch seine Comics der wohl wichtigste Chronist und bedeutendste Sympathieträger der Schwulenbewegung in Deutschland.

150 Künstler zur documenta 14 eingeladen

Nahezu alle öffentlichen Museen werden zu Schauplätzen

150 Künstler zeigen auf der documenta 14 neue Werke. Diese Zahl nannte der künstlerische Leiter, Adam Szymczyk der Deutschen Presse-Agentur. Nicht nur Lebende Künstler zeigen ihre aktuellen Arbeiten, auch historische Positionen sowie Leihgaben aus Museen und Archiven werden gezeigt, sagte Szymczyk, der 2017 die alle fünf Jahre stattfindende Ausstellung verantwortet. In Kassel würden nahezu alle öffentlichen Museen zu Schauplätzen der Documenta. Auch der zentrale Friedrichsplatz werde eine große Rolle spielen. "Und eine ehemalige Post in der Nordstadt, die heute ein Fitnessstudio beherbergt. Das wird einer der Hauptschauplätze." In Athen, wo die Weltkunstausstellung in vier Wochen eröffnet wird (8.4. bis 16.7.), nutzt die documenta unter anderem das noch nicht eröffnete Museum für zeitgenössische Kunst.

Einhard-Preis für Germanisten Albrecht Schöne

Ehrung für Goethe-Analyse

Der Göttinger Germanist Albrecht Schöne hat in Seligenstadt den Einhard-Preis 2017 verliehen bekommen. Schöne erhalte den mit 10.000 Euro dotierten Preis für sein Werk "Der Briefeschreiber Goethe", teilte der Vorstand der Einhard-Stiftung mit. Dem 91-Jährigen sei es gelungen, anhand von neun ausgewählten Briefen Goethe "in der Rolle, Funktion und Gestalt des Korrespondenten zu zeigen", aber auch als Dichter, Liebenden, Zeitzeugen, Politiker, Naturphilosophen und Freund. Der in Barby an der Elbe geborene Schöne war von 1960 bis zu seiner Emeritierung 1990 Professor für Deutsche Philologie an der Universität Göttingen. Er hat unter anderem bedeutende Arbeiten zur Literatur des Barock, der Aufklärung und zu Goethe vorgelegt. Schöne ist neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen Träger des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste und des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst.

Unibau von Libeskind wird in Lüneburg eröffnet

Projekt galt lange als nicht finanzierbar

Der futuristische Bau mit den schrägen Außenwänden hatte über Jahre mit steigenden Kosten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Kritiker nannten es ein Luftschloss. Befürworter sehen im Libeskind-Bau einen Leuchtturm, der weit über die Region hinaus strahlen soll. Zur Einweihungsfeier heute Vormittag werden auch Architekt Daniel Libeskind und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erwartet. Mit Blick auf letzte Risiken könnten die Baukosten am Ende die 100-Millionen-Marke knapp übersteigen, hatte die Uni im Dezember mitgeteilt. Ursprünglich waren sie auf knapp 58 Millionen Euro beziffert worden. Den Löwenanteil tragen der Bund und das Land, die EU sowie die Stadt und der Landkreis Lüneburg. Die Endabrechnung soll frühestens in einigen Monaten vorliegen.

Autor Robert James Waller gestorben

Waller schrieb "Die Brücken am Fluss" in elf Tagen

Der US-Schriftsteller Robert James Waller ist tot. Der Verfasser des Romans "Die Brücken am Fluss" sei im Alter von 77 Jahren in seinem Haus in Fredericksburg in Texas gestorben, sagte Wallers langjähriger Freund Scott Cawelti der Nachrichtenagentur AP. Er habe an einer bösartigen Tumorerkrankung gelitten. Waller hatte "Die Brücken am Fluss" 1992 in nur elf Tagen verfasst. Das Buch mit dem Originaltitel "The Bridges of Madison County" stand drei Jahr lang an der Spitze der US-Bestsellerlisten, verkaufte sich zwölf Millionen Mal und wurde in 35 Sprachen übersetzt. Der Roman über die Romanze zwischen einer Farmersfrau und einem Fotografen in Iowa wurde drei Jahre später mit Meryl Streep und Clint Eastwood verfilmt. Er spielte weltweit mehr als 170 Millionen Euro ein. Der Roman wurde auch Vorlage für ein Broadway-Musical.

Böhmermann legt Berufung ein

Schmähgedicht teilweise verboten

Der Fernsehsatiriker Jan Böhmermann hat Berufung gegen die Entscheidung des Landgerichts Hamburgs eingelegt, sein "Schmähgedicht" teilweise zu verbieten. "Man kann ein Kunstwerk nicht in Einzelteile sezieren" sagte sein Anwalt Christian Schertz der "Süddeutschen Zeitung". Das Gericht habe außerdem den aktuellen Gesamtkontext nicht berücksichtigt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Böhmermann wegen des Schmähgedichts verklagt. Die Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Hamburg wird vermutlich erst in einigen Monaten stattfinden.

Bundesrat will Ende der "Majestätsbeleidigung"

Mehrheit für Abschaffung des Paragraphen 103

Der Straftatbestand der Beleidigung ausländischer Staatsoberhäupter ("Majestätsbeleidigung") könnte früher als geplant der Vergangenheit angehören. Der Bundesrat votierte mehrheitlich in Berlin dafür, die umstrittene Rechtsgrundlage unmittelbar aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Die Bundesregierung hatte das Aus des Paragrafen 103 im Strafgesetzbuch zum 1. Januar 2018 beschlossen. Hintergrund ist ein Satire-Gedicht des Moderators Jan Böhmermann in seiner ZDF-Sendung "Neo Magazin Royale" vor einem Jahr, in dem er den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan verunglimpfte. Erdogan hatte sich daraufhin auf Paragraf 103 des Strafgesetzbuchs zur "Beleidigung von Organen und Vertreter ausländischer Staaten" berufen und ein Verfahren gegen Böhmermann angestrengt. Die Staatsanwaltschaft Mainz stellte das Ermittlungsverfahren im Oktober 2016 ein, die Beschwerde Erdogans gegen die Einstellung wies die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz ab.

Bauhaus-Campus stellt "100-Euro-Wohnung" vor

Schlafen, kochen und arbeiten auf engstem Raum

Wohnen in der Großstadt für 100 Euro? In einem Museumsgarten in Berlin sollen in den nächsten zwölf Monaten bis zu 20 unterschiedliche "Tiny Houses" (Winzighäuser) entwickelt werden, die ein neues Wohnen in der Stadt möglich machen. Zum Start des Projekts stellte das Bauhaus-Archiv die "100-Euro-Wohnung" vor. Das kleine Holzhaus auf Rädern birgt Kochecke und Dusche, Schlafkoje und Arbeitsplatz auf engstem Raum. Veranstalter des sogenannten Bauhaus-Campus ist die Tinyhouse University, ein Berliner Kollektiv aus Gestaltern, Bildungsaktivisten und Geflüchteten. Es wurde 2015 von dem aus Laos stammenden Architekten Van Bo Le-Mentzel mit dem Ziel gegründet, soziale Nachbarschaft auf kreative Weise zu erforschen.

Kulturnachrichten hören

März 2017
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur