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Kulturnachrichten

Montag, 11. April 2016

Gestohlenes Artefakt kehrt nach Rom zurück

Terracotta-Fragment wurde aus Forum Romanum gestohlen und nach Deutschland verkauft

Ein antikes römisches Terracotta-Fragment, das 1961 gestohlen und von einem deutschen Archäologieliebhaber für seine Sammlung gekauft worden war, kehrt nach mehr als 50 Jahren nach Italien zurück. Das Fragment mit dem Antlitz eines menschlichen Gesichts war von Unbekannten aus dem Forum Romanum entwendet worden und später in die Privatsammlung gelangt. Die Witwe des Deutschen habe das Fundstück nach dem Tod ihres Mannes 2014 an die griechische Botschaft in Berlin geschickt - in der Annahme, dass es ursprünglich dorther stamme, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Der griechische Kulturminister Aristidis Baltas habe das wertvolle Artefakt bei einem Treffen in Athen seinem italienischen Amtskollegen Dario Franceschini überreicht, teilte das Ministerium in Rom mit. "Es handelt sich um eine symbolische und sehr wichtige Geste", sagte Franceschini. Italien und Griechenland würden gemeinsam gegen den Schmuggel gestohlener Kunst kämpfen, der auch eine wichtige Finanzquelle für den internationalen Terrorismus sei.

Auch Bryan Adams sagt US-Konzert ab

Künstler wehren sich gegen diskriminierende Gesetze

Nach Bruce Springsteen hat auch Bryan Adams wegen eines umstrittenen Gesetzes ein US-Konzert abgesagt. Er werde am Donnerstag nicht in Biloxi im US-Staat Mississippi spielen, weil religiösen Organisationen und Privatunternehmen dort ab 1. Juli erlaubt ist, homosexuellen Paaren Dienstleistungen zu verweigern, erklärte der kanadische Rocksänger. Er könne nicht mit gutem Gewissen irgendwo auftreten, wo Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung Bürgerrechte verweigert würden. Bruce Springsteen hatte zuvor sein für Sonntag geplantes Konzert in North Carolina abgesagt, weil Transgender dort per Gesetz davon ausgenommen wurden, wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz zu klagen. Außerdem dürfen sie nur jene öffentlichen Toiletten aufsuchen, die ihrem biologischen Geschlecht entsprechen.

Marmorsaal im Neuen Palais von Potsdam restauriert

Ab Mittwoch können Besucher den etwa 90 Tonnen schweren Marmorsaal wieder besichtigen

Die Restaurierung des Marmorsaals im Neuen Palais in Potsdam-Sanssouci ist beendet. Dem 600 Quadratmeter großen Raum in der obersten Etage des von Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) erbauten Schlosses sei sein Charakter zurückgegeben worden, sagte Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Aufgrund falscher Konstruktion und der Verwendung zu nasser Holzbalken drohte der 90 Tonnen schwere Saal auf den darunter liegenden Grottensaal zu stürzen. Die Sanierung kostete rund 4,9 Millionen Euro. Sie war 2013 in Angriff genommen worden. Das Neue Palais in Potsdam-Sanssouci entstand nach dem Siebenjährigen Krieg ab dem Jahr 1766. Friedrich II.wollte damit seine Macht und die Größe Preußens zeigen. Das Schloss hat fast 1000 Räume. Die größten Attraktionen sind der Grotten- und der darüber liegende, etwa 90 Tonnen schwere Marmorsaal.

Literaturkritiker Christoph Funke gestorben

Theater- und Literaturkritiker Christoph Funke starb im Alter von 82 Jahren

Nach seinem Studium der Germanistik bei Hans Mayer in Leipzig war Funke lange Jahre Kulturredakteur der Ost-Berliner Tageszeitung Der Morgen. Später arbeitete er als Kritiker beim Tagesspiegel. Seit Ende der 60er Jahre schrieb er zudem regelmäßig für Theater der Zeit. 1983 wurde ihm der Lessingpreis verliehen.
Christoph Funke brachte zahlreiche Publikationen über Regisseure, Bühnenbildner, Schauspieler und Theater heraus, u.a. "Theaterstadt Berlin", "Zum Theater Brechts" und "Theater am Schiffbauerdamm. Die Geschichte einer Berliner Bühne". Funke war zudem von 1993 bis 1995 Mitglied der Jury des Berliner Theatertreffens.

Kirche distanziert sich von Luthers Antisemitismus

Die protestantische Kirche der Niederlande nennt Luthers Aussagen "widerwärtig und unzulässig"

Die protestantische Kirche der Niederlande (PKN) hat sich von den anti-jüdischen Schriften des deutschen Reformators Martin Luther (1483-1546) distanziert. Der Reformator hatte etwa in seinem Pamphlet "Von den Juden und ihren Lügen" 1543 dazu aufgerufen, Synagogen in Brand zu stecken, Juden zu vertreiben und sie zu enteignen. Die Kirche weist nun daraufhin, dass diese Schriften zu einem Klima beigetragen hätten, das den Holocaust ermöglicht habe. Im vergangenen Jahr war die Kirche von jüdischen Organisationen aufgefordert worden, sich von dem Antisemitismus Luthers zu distanzieren. Die PKN entstand 2004 durch den Zusammenschluss von zwei reformierten und der lutherischen Kirche der Niederlande.

Eröffnungsprogramm der Elbphilharmonie bekanntgegeben

Auftragswerk des Komponisten Wolfgang Rihm am Eröffnungsabend

Neun Monate vor der Eröffnung der Elbphilharmonie wurde in Hamburg das Programm für das erste Halbjahr 2017 vorgestellt. Das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock wird das Auftragswerk des Komponisten Wolfgang Rihm "Triptychon und Spruch in memoriam Hans Henny Jahnn" am 11. Januar 2017 spielen. Zum Sängerensemble gehören Anja Harteros, Wiebke Lehmkuhl, Philippe Jaroussky, Jonas Kaufmann und Bryn Terfel. "Sie sehen ein Programm von einer Dichte und einer Vielfalt und einer Qualität, wie Sie es wahrscheinlich kaum woanders auf dem Planeten finden werden", sagte Generalintendant Christoph Lieben-Seutter am Montag bei der Vorstellung des Eröffnungsprogramms des spektakulären Konzerthauses. Insgesamt stehen mehr als 200 Konzerte im ersten Halbjahr auf dem Programm, beim dreiwöchigen Eröffnungsfestival sind unter anderem das Chicago Symphony Orchestra unter Leitung von Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Ingo Metzmacher zu erleben. Am 11. und 12. Januar 2017 wird die Elbphilharmonie nach etlichen Querelen und fast zehnjähriger Bauzeit eröffnet. Die Kosten für den Steuerzahler stiegen von 77 auf 789 Millionen Euro. Die Elbphilharmonie soll einmal zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören.

Linde-Literaturpreis für Brakoniecki und Wagner

Der Linde-Preis ist der einzige deutsch-polnische Literaturpreis

Der polnische Dichter und Literaturkritiker Kazimierz Brakoniecki und der deutsche Lyriker und Schriftsteller Jan Wagner erhalten in diesem Jahr den deutsch-polnischen Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreis. Die mit jeweils 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 19. Juni in Göttingen verliehen, wie die Stadtverwaltung am 11. April mitteilte. Göttingen und seine polnische Partnerstadt Torun vergeben den Preis gemeinsam seit 21 Jahren. Frühere Preisträger waren unter anderem Günter Grass, Siegfried Lenz, Sarah Kirsch und Herta Müller. Brakoniecki studierte Polonistik und Museologie an der Universität Warschau. 1975 publizierte er seinen ersten Gedichtband "Verwachsungen". Als Übersetzer französischer Literatur wurde er 1995 Leiter des Polnisch-Französischen Zentrums in Olsztyn. Wagner studierte in Hamburg, Berlin und Dublin Anglistik. Seit Erscheinen seines ersten Gedichtbandes "Probebohrung im Himmel" 2001 ist er freier Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer aus dem Englischen und Amerikanischen. Für seine Arbeiten erhielt Wagner bereits zahlreiche Auszeichnungen und Arbeitsstipendien. 2015 wurde er als erster deutscher Lyriker mit dem Preis der Leipziger Buchmesse geehrt.

ZDF: Böhmermanns Show steht nicht infrage

"Neo Magazin Royale" steht nach ZDF-Angaben nicht zur Disposition

"Die Sendung wird wie bisher fortgeführt", teilte der Sender am Montag auf Anfrage mit. Jan Böhmermanns "Neo Magazin Royale" werde am Donnerstagabend in der Mediathek und auf ZDFneo sowie am Freitag im ZDF zu sehen sein. Böhmermann hatte am 31. März in "Neo Magazin Royale" ein Gedicht über den türkischen Präsidenten mit dem Titel "Schmähkritik" vorgelesen, vorher allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass so etwas in Deutschland nicht erlaubt sei. Die Staatsanwaltschaft Mainz ermittelt nun, weil es mehrere Anzeigen gegen Böhmermann und ZDF-Verantwortliche gab. Die Bundesregierung will den förmlichen Wunsch der Türkei nach Strafverfolgung von Jan Böhmermann wegen des umstrittenen Gedichts prüfen. Dies werde ein paar Tage, aber nicht Wochen dauern, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Dazu sollte es noch heute erste Gespräche auf Ebene der fachlich Zuständigen im Auswärtigen Amt, Justizministerium und Kanzleramt geben. Seibert betonte, die Freiheit der Kunst und die Pressefreiheit seien für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weder nach innen noch nach außen verhandelbar. Dies gelte unabhängig davon, ob sie etwas für geschmacklos halte und davon, dass die EU mit der Türkei in der Flüchtlingskrise zusammenarbeite.

Theatermuseum kauft Nachlass von Marianne Hoppe

Kulturhistorisch wertvolle Einblicke in die Kulturszene des Dritten Reichs

Das Deutsche Theatermuseum in München kauft den künstlerischen Nachlass der Schauspielerin Marianne Hoppe (1909-2002). Neben persönlichen Aufzeichnungen und Dokumenten umfasst er mehr als 1000 Briefe und über 1500 Fotos, wie die Kulturstiftung der Länder heute mitteilte, die den Kauf unterstützt. Ihren großen Durchbruch schaffte Hoppe während der Nazi-Diktatur. Adolf Hitler selbst bat sie nach Angaben der Stiftung nach ihrem Film-Debüt in "Der Judas von Tirol" zur Privataudienz in seine Wohnung. Mit Filmen wie "Der Schimmelreiter" und "Capriolen" wurde sie zum UFA-Star. 1936 heiratete sie Gustaf Gründgens, die Ehe hielt zehn Jahre lang. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Hoppe vor allem als Theaterschauspielerin zu sehen. "Weimarer Republik, Drittes Reich, Nachkriegsdeutschland: Die berühmte Mimin erlebte das 20. Jahrhundert auf der Theaterbühne oder vor der Kamera - dieser Blickwinkel verleiht dem Konvolut seinen ganz speziellen Reiz", teilte die Kulturstiftung mit. "Diese Korrespondenzen erlauben kulturhistorisch wertvolle Einblicke in die Kulturszene des Dritten Reichs sowie der Nachkriegszeit."

Kabarettist Dieter Thomas gestorben

Dieter Thomas erlag bereits vergangene Woche mit 69 Jahren einem Krebsleiden

Thomas hatte in den 1970er Jahren zusammen mit Matthias Beltz in "Karl Napp's Chaos Theater" gespielt, 1982 gründete er mit Beltz und Hendrike von Sydow das "Vorläufige Frankfurter Fronttheater". Später trat er mit Sydow, die auch seine Lebengefährtin war, als Duo auf. Er stand mit Kabarett-Größen wie Dieter Hildebrandt auf der Bühne. Nach 30 Jahren auf der Bühne hatte er "die Schnauze voll", wie er bei der Ankündigung seines letzten Programms auf seiner Homepage schrieb. "Ich habe in der letzten Zeit immer stärker so ein "Leck-mich-am- Arsch-Gefühl". Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich dabei bin, meine letzte Runde zu drehen."

Archäologen entdecken 1600 Jahre alte Glasöfen

Sensationeller Fund im Norden Israels

Israelische Archäologen haben die Überreste von 1600 Jahre alten Glasöfen im Norden des Landes gefunden. In den vier Öfen sei rohes Glas für den Handel produziert worden, teilte die Israelische Altertumsbehörde heute in Jerusalem mit. Dies seien die ältesten bisher gefundenen Glasöfen im Land. Der Fund zeige, dass die Region eines der führenden Zentren für die Glasproduktion in der Antike gewesen sei. In den Öfen sind laut der Behörde Salz und Sand bei rund 1200 Grad Celsius zusammengeschmolzen worden. Die zum Teil mehr als zehn Tonnen schweren Glasbrocken wurden danach in kleinere Stücke gebrochen und verkauft. Die Käufer schmolzen die Stücke wieder ein und stellten daraus Gegenstände aus Glas her. Die Chefkuratorin der Glasabteilung, Yael Gorin-Rosen, verwies auf chemische Analsyen von in Europa gefundenen Glasstücken aus dieser Zeit. Diese hätten gezeigt, dass das Material ursprünglich aus der Region stamme. Nun seien erstmals die dazugehörigen Öfen entdeckt worden.

Suche nach Leipziger Thomaskantor vor Abschluss

Matthias Jung ist als letzter Kandidat zu einer Probewoche angetreten

Am kommenden Wochenende wird Matthias Jung zwei Motetten und einen Gottesdienst in der Thomaskirche musikalisch gestalten. Bereits am Montag darauf (18. April) könnte die sogenannte Findungskommission ihre Empfehlung für die Neubesetzung des Amtes bekanntgeben. Die Neubesetzung wurde notwendig, nachdem der bisherige Chorleiter Georg Christoph Biller im Februar 2015 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten war. Die offizielle Suche nach einem Nachfolger begann im April 2015. Für Probenwochen mit dem Chor wurden vier Kandidaten ausgewählt. Vor Jung waren bereits Markus Teutschbein, Clemens Flämig und Markus Johannes Langer zur entscheidenden Bewerbungsrunde nach Leipzig gekommen. Der Thomaskantor wird seit der Reformation von der Stadt Leipzig angestellt, in Absprache mit der Kirchgemeinde St. Thomas. Berühmtester Thomaskantor ist der Barock-Komponist Johann Sebastian Bach (1685-1750), der das Amt 27 Jahre innehatte. Die Findungskommission schlägt einen Kandidaten vor, das letzte Wort haben aber die Kirchgemeinde und der Leipziger Stadtrat.

Die Chatbots kommen

Eine Zukunft mit Software, die sich mit Menschen unterhalten kann

2016 soll das Jahr werden, in dem wir anfangen, uns mit Maschinen im Netz zu unterhalten. An allen Ecken und Enden in der Internet-Branche werden Chatbots entwickelt - Programme, die in der Lage sind, eine Konversation mit Menschen zu führen, zum Beispiel auf Messaging-Plattformen. Ein Beispiel wären Bots, die Kunden bei einer Hotelbuchung bis hin zur Zimmerauswahl unterstützen. Erst vor wenigen Wochen demonstrierte Microsoft so einen Hotel-Helfer für Geschäftsreisende und kündigte eine Chatbot-Plattform an, die solche Programme für verschiedenste Lebenslagen in diverse Kommunikations-Dienste bringen soll. Für morgen wird der nächste Schritt von Facebook erwartet. Der Programmierer und Web-Vordenker Chris Messina, der unter anderem als der Erfinder des Hashtags bei Twitter gilt, erklärte 2016 bereits zum Jahr des "conversational commerce" - also von Geschäften, die via Kommunikation abgeschlossen werden. IT-Sicherheitsexperten befürchten allerings, dass der neue Kanal mit direkter Interaktion zum Nutzer "großes Potenzial" für Online-Kriminelle biete.

Hallervorden besingt Erdogan

Damit kritisiert der Kabarettist den türkischen Staatspräsidenten

Der Kabarettist Dieter Hallervorden hat sich in der Debatte um Satire-Freiheit zu Wort gemeldet. In einem Lied mit dem Titel "Erdogan, zeig' mich an" greift Hallervorden den türkischen Staatspräsidenten an. Hallervorden kommentierte den Song, den er gestern Abend im Internet veröffentlichte, mit den Worten: „Jetzt erst recht". Der Beitrag ist eine Reaktion auf die Versuche Erdogans, gegen deutsche Satirebeiträge vorzugehen. Die Türkei verlangt etwa eine Bestrafung von TV-Moderator Böhmermann nach dessen Schmähgedicht über Erdogan.

Türkei erwartet Strafverfolgung Böhmermanns

Bundesregierung soll Verbalnote des türkischen Botschafters prüfen

Die türkische Regierung erwartet einem Medienbericht zufolge eine Strafverfolgung des ZDF-Moderators Jan Böhmermann in Deutschland wegen seiner umstrittenen Satire über den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Das habe der türkische Botschafter in einer Verbalnote an das Auswärtige Amt deutlich gemacht, berichtete der "Tagesspiegel" auf seiner Internetseite unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach will die Bundesregierung den Inhalt der Verbalnote "sorgfältig und so zügig wie möglich prüfen" und dann entscheiden, wie damit weiter zu verfahren sei. Dem Bericht zufolge sollen deswegen heute Mitarbeiter des Bundeskanzleramts, des Außenministeriums und des Justizressorts zusammenkommen. Wie der "Tagesspiegel" weiter berichtete, habe die Bundesregierung den türkischen Erwartungen nicht bereits unter Hinweis auf die Presse-, Meinungs- und Kunstfreiheit widersprochen.

"Star Wars" räumt bei MTV Movie Awards ab

Science-Fiction-Abenteuer erhält Auszeichnung als bester Film

Die siebte Episode der Star-Wars-Saga "Star Wars: Das Erwachen der Macht" hat bei den diesjährigen MTV Movie Awards abgeräumt. Der Film wurde als bester Film ausgezeichnet. Zudem wurde Darstellerin Daisy Ridley für die "beste Durchbruchsperformance" ausgezeichnet und Adam Driver als "bester Bösewicht". Schauspielerin Charlize Theron gewann den Preis in Form eines goldenen Popcornbechers als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in dem Action-Spektakel "Mad Max: Fury Road", Leonardo DiCaprio wurde für seine Rolle in "The Revenant - Der Rückkehrer" bester Hauptdarsteller.

Europäischer Museumspreis 2016 geht nach Warschau

Insgesamt waren 49 Museen aus 24 Ländern nominiert

Das "Museum der Geschichte der polnischen Juden" in Warschau ist der Gewinner des diesjährigen Europäischen Museumspreises. Die Auszeichnung wurde in der nordspanischen Stadt Tolosa vom Europäischen Museums-Forum vergeben. Unter den insgesamt 49 nominierten Einrichtungen aus 24 Ländern waren auch das Ludwigsburg Museum in Ludwigsburg bei Stuttgart, das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin, die thüringischen Porzellanwelten bei Jena sowie das Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz vertreten. Sven-Erik Hitzer, Vorstand der Stiftung Leuchtenburg, sagte nach der Entscheidung, allein durch die Nominierung könnten sich die Nominierten zur Spitzengruppe der Museen in Europa zählen.

Bibliotheksverband fordert Unterstützung bei Integration

Bibliotheken sind wichtiger Begegnungsorte für Flüchtlingle

Deutsche Bibliotheken sehen sich als wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Integration von Flüchtlingen. Barbara Lison, neue Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbandes, fordert für diese Aufgaben mehr Geld: "Die Politik sollte unsere wichtige Funktion bei der Integration von Flüchtlingen anerkennen und uns entsprechend unterstützen", sagte sie. Viele Bibliotheken müssten Zuwandererprojekte aus dem eigenen Budget stemmen oder Spenden einwerben. In Berlin, beispielsweise, gewähren die öffentlichen Bibliotheken drei Monate lang kostenfreie Bibliotheksausweise. Die Stadtbibliothek Bremen habe seit 2014 mehr als 40 000 Euro für u.a. Bildwörterbücher und Sprachlehrkurse ausgegeben und etwa 1000 Zuwanderern kostenlose Nutzerausweise ausgehändigt. Diesen Menschen würden online mehr als 2000 aktuelle Tagezeitungen aus mehr als 80 Ländern wie Syrien, Afghanistan und Indien angeboten.

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