Seit 15:30 Uhr Musiktipps

Freitag, 18.10.2019
 
Seit 15:30 Uhr Musiktipps

Kulturnachrichten

Samstag, 28. März 2015

Simon Rattle bedauert Entscheidung gegen Konzertsaal in München

München sei bald einzige Musikstadt ohne richtigen Saal

Der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle, hat sich bedauernd über die Konzertsaal-Situation in München geäußert: "Wenn das so weitergeht, wird München in Zukunft die einzige große Musikmetropole sein, die keinen Saal hat, den man richtig bespielen kann", sagte der Dirigent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatten sich nach jahrelangen Diskussionen um einen neuen Konzertsaal in München entschlossen, die Philharmonie im Gasteig komplett umzubauen. Nach dem Willen Seehofers soll es keinen von vielen Seiten geforderten dritten Saal in München geben. Rattle hatte sich bereits mehrmals für einen dritten Saal ausgesprochen. "Ich liebe den Herkulessaal", sagte er der FAZ. "Aber man weiß als Musiker nicht, wo man Backstage seinen Mantel aufhängen soll." Politiker ließen sich von solchen Argumenten natürlich wenig beeindrucken, sagte Rattle. Der britische Musiker, der im Jahr 2018 in Berlin aufhört und anschließend zum London Symphony Orchestra wechseln will, setzt sich auch für einen neuen Saal in London ein.

Centre Pompidou eröffnet Dependance in Málaga

Pariser Museum expandiert nach Südspanien

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat heute die erste Auslands-Zweigstelle des Pariser Centre Pompidou im andalusischen Málaga eröffnet. Die rund 6000 Quadratmeter große Dependance liegt direkt am Hafen und wird Werke aus den Sammlungen des Pariser Mutterhauses zeigen. Für den neuen Kunsttempel wurde für mehr als 5 Millionen Euro ein bestehender futuristischer Neubau umgestaltet. Das Centre Pompidou Málaga wird in dem Glasgebäude, das wegen seiner Würfelform "El Cubo" genannt wird, für fünf Jahre Station machen. Danach will Paris in einer anderen Stadt im Ausland eine zeitlich befristete Zweigstelle gründen. Die Dependance wird mit mehreren temporären Werkschauen pro Jahr bespielt. Außerdem gibt es eine Dauerausstellung mit bis zu 90 Werken, die alle zwei Jahre erneuert wird. Im Gegenzug zahlt Málaga an das Pariser Mutterhaus rund 1,5 Millionen Euro.

Gustavo Dudamel verlängert Vertrag in Los Angeles

Der venezolanische Dirigent bleibt noch mindestens sieben Jahre in Kalifornien

Der Dirigent Gustavo Dudamel hat seinen Vertrag bei der Los Angeles Philharmonic verlängert. Er bleibt noch mindestens zur Konzertsaison 2021/22 in Kalifornien. In Berlin war Dudamel als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Sir Simon Rattle als Leiter der weltberühmten Philharmoniker gehandelt worden. Rattle, der seit 2002 an der Spitze des Orchesters steht, hatte vor zwei Jahren angekündigt, seinen Vertrag nicht über Mitte 2018 hinaus zu verlängern. In diesem Mai wollen die Berliner Philharmoniker einen neuen Chefdirigenten wählen. Dudamel sagte, dass er Los Angeles und dem "großartigen Orchester" der Stadt viel verdanke. In der "Stadt der Engel" als Dirigent zu arbeiten, sei eine "magische Erfahrung". Neben seinem bisherigen Posten als Musikdirektor in Los Angeles werde der Chefdirigent auch als künstlerischer Leiter tätig sein, hieß es.
Der 34 Jahre alte Südamerikaner hatte nach der Konzertsaison 2008/09 die Nachfolge des finnischen Dirigenten und Komponisten Esa-Pekka Salonen in Los Angeles angetreten.

Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer ist tot

Der schwedische Lyriker wurde 83 Jahre alt

Der Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilten der Bonnier-Verlag und die Nobelpreis-Akademie gestern in Stockholm mit. Der schwedische Lyriker hatte die berühmteste Literaturauszeichnung der Welt 2011 bekommen, "weil er uns in komprimierten, erhellenden Bildern neue Wege zum Wirklichen weist", wie die Königlich-Schwedische Akademie damals erklärte. Der Stockholmer litt seit einem Schlaganfall 1990 an einem weitgehenden Verlust des Sprachvermögens.
Seine Gedichtsammlungen sind in mehr als 60 Sprachen übersetzt worden. Auf deutsch sind mehrere Gedichtbände von ihm erschienen, darunter "Für Lebende und Tote" (1993), "Die Erinnerungen sehen mich" (1999) und "Das große Rätsel" (2005).

Archiv von Günter Figal geht nach Marbach

Literaturarchiv übernimmt Papiere des Philosophen

Der Philosoph Günter Figal hat dem Deutschen Literaturarchiv Manuskripte, Tage- und Notizbücher übergeben. Figal gilt als einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartsphilosophen. Zu den Unterlagen gehören auch Briefwechsel mit Gottfried Boehm, Hans-Georg Gadamer, Ernst Jünger und Botho Strauß. Der 1949 in Langenberg im Rheinland geborene Figal promovierte 1976 in Heidelberg über Theodor Adorno. 1987 verfasste er dort seine Habilitation über Martin Heidegger. Später lehrte Figal in Tübingen und Freiburg.

Mutmaßlicher Picasso aufgetaucht

Das Gemälde im Wert von 15-Millionen war 36 Jahre verschollen

Ermittler beschlagnahmten das Bild aus dem Jahr 1912, nachdem ein Rentner es weit unter Wert verkaufen wollte. Der Fall wurde bekannt, als sich das Auktionshaus Sotheby's an die Polizei wandte. Der Rentner gab an, er habe das Bild 1978 geschenkt bekommen und den wahren Wert nicht gekannt. Erst im vergangen Jahr sei ihm klar geworden, dass es sich um einen Picasso handelt. Das Gemälde stellt eine Geige und eine Flasche Bass-Bier dar. Es stammt nach Polizeiangaben aus der kubistischen Periode des spanischen Malers.

Kulturnachrichten hören

März 2016
MO DI MI DO FR SA SO
29 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur