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Kulturnachrichten

Dienstag, 31. März 2015

Ägyptisches Museum in Turin neu eröffnet

Renovierung kostete 50 Millionen Euro

Nach dreieinhalb Jahren Renovierungsarbeiten ist das umgestaltete Ägyptische Museum in Turin eröffnet worden. Italien Kulturminister Dario Franceschini gab heute den Startschuss für die Eröffnung der neuen Ausstellungsräume, die für etwa 50 Millionen Euro renoviert worden waren. "Ich bin sicher, dass dies ein großer Erfolg in Italien und in aller Welt wird", so Franceschini. Etwa 6500 Objekte werden in dem renommierten Museum ausgestellt, das als eine der weltweit größten Sammlungen dieser Art gilt. "Das ist ein außergewöhnlicher Tag für uns, wir sind sehr stolz, dass wir den Zeitplan und die Kosten einhalten konnten", sagte Evelina Christillin, die Präsidentin des Museo Egiziano.

Frank Castorf verlängert Volksbühnen-Vertrag bis 2017

Sein bis 2016 laufender Vertrag werde um ein Jahr verlängert, teilte der Berliner Senat mit

Beschlossen wurde dies nach Behördenangaben auf Vorschlag von Michael Müller (SPD), in Personalunion Regierender Bürgermeister und Kultursenator von Berlin. Der 63jährige Castorf hatte hatte zuvor erklärt, es gebe ein großes Interesse der Politik, dass er aufhöre. Auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung, ob mit Chris Dercon, dem Direktor der Londoner Tate Gallery, über eine Nachfolge von Castorf gesprochen werde, hatte der Sprecher der Berliner Senatskulturverwaltung, Wulfert, zuvor erklärt: "Wir sind in Verhandlungen". Frank Castorf hat die Intendanz der Berliner Volksbühne 1992 übernommen.

In Sondersitzung soll über Kündigung des Rostocker Volkstheater-Intendanten Latchinian entschieden werden

Oberbürgermeister beantragte nichtöffentliche Sitzung des Hauptausschusses

In der Rostocker Bürgerschaft soll über die fristlose Kündigung des Rostocker Volkstheater-Intendanten Sewan Latschinian entschieden werden. Zuvor erhielt der 53jährige Gelegenheit, vor dem Ausschuss Stellung zu seinem umstrittenen Vergleich zwischen der Kulturpolitik und der Zerstörung von Kulturstätten durch die Terrororganisation IS zu nehmen. Der langjährige Intendant der Neuen Bühnen Senftenberg, der sein Amt Rostock erst vor einem halben Jahr angetreten hatte, um das Haus zu retten, macht keinen Hehl aus seiner Kritik am kürzlich gefassten politischen Beschluss, die Tanz- und die Opernsparte des Volkstheaters mit Zustimmung von Kulturminister Brodkorb schließen zu wollen. In dem Interview, dass nun zu seiner Entlassung durch Oberbürgermeister Roland Methling führen könnte, hatte Latchinian gesagt: „Seit Wochen zerstören IS-Schergen im Irak die jahrtausendealten Weltkulturerbestätten Nimrud und Kirkuk. Und hier bei uns in Mecklenburg-Vorpommern – ich setze das nicht gleich, aber vergleichen können muss man das schon – hat momentan im Namen des Geldes die Zerstörung funktionierender Theaterstrukturen begonnen.“

Neuer Opernchef in Nowosibirsk setzt Tannhäuser-Inszenierung ab

Wladimir Kechman hatte bereits vor seiner Ernennung die Absetzung gefordert

Es sei kein Gespräch mit Regisseur Timofej Kuljabin über Änderungen seiner Tannhäuser-Inszenierung möglich gewesen, begründete der Nachfolger des am Sonntag vom russischen Kulturminister abgesetzten Boris Mesdritsch die Entscheidung. Dass Mesdritsch seinetwegen gehen musste, hat den 31jährigen Kuljabin schockiert. Er habe mit so einer Reaktion nicht gerechnet. Wären aber Szenen, wie gefordert, gestrichen worden, hätte seine Tannhäuser-Inszenierung "praktisch aufgehört zu existieren". In einem Brief dankte er Mesdritsch, die Freiheit der Kunst bis zuletzt verteidigt zu haben. "Sie sind für mich ein Beispiel an Weisheit, Ehre und Würde in diesem Beruf", schrieb er der Staatsagentur Tass zufolge. Das russische Kulturministerium hatte zuvor kritisiert, dass die Szene, die Jesus im Kreis halbnackter Frauen gezeigt hatte, "unzulässig" seien. Der "Staat unterstützt Kultureinrichtungen mit viel Geld, deshalb darf er erwarten, dass Künstler die Öffentlichkeit nicht erzürnen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der Vizechef der Kremlverwaltung, Magomedsalam Magomedow, forderte, Theater sollten neue Inszenierungen künftig vorab zur Prüfung vorlegen müssen.

Rapper Jay-Z will mit Tidal den Markt der Streamingdienste aufmischen

Zahlreiche Künstler sind an neuer Plattform beteiligt

Startschuss mit Staraufgebot: Rapper Jay-Z hat seinen neuen kostenpflichtigen Musik-Streamingdienst Tidal vorgestellt. Das Angebot soll der Konkurrenz von Spotify und Co die Stirn bieten. Für 56,2 Millionen Dollar - umgerechnet 51,7 Millionen Euro - hatte Jay-Z vor kurzem den norwegischen Streamingdienst Wimp gekauft, zu dem auch Tidal gehört. Bei der Vorstellung des nun runderneuerten Angebots, über das Kunden per Internet unbegrenzt Musik hören können, äußerte sich Jay-Z mit keinem Wort, sondern überließ dies der Sängerin Alicia Keys. Tidal wolle "den Wert der Musik" erhalten und die Branche zukunftsfest gestalten, sagte sie. Hinter dem neuen Anbieter stehen zahlreiche Stars, die auf die Bühne traten, um ihre Unterstützung kundzutun - unter anderen seine Frau Beyoncé, Popstar Madonna und das Elektroduo Daft Punk. Zahlreiche Künstler beteiligen sich als Aktionäre und bringen so erstmals einen von ihnen kontrollierten Streamingdienst auf den Weg. Dazu gehören auch der Rocker Jack White, Chris Martin von Coldplay und R&B-Sängerin Rihanna. Um den Dienst populärer zu machen, färbten zahlreiche Popstars ihre Twitter-Profile türkisblau ein - die Farbe von Tidal. Das Angebot ist bereits in 31 Ländern der Welt verfügbar. In diesem Jahr soll es auch in Deutschland an den Start gehen.

Astrid-Lindgren-Preis verliehen

Südafrikanische Organisation Praesa wurde in Stockholm geehrt

Die südafrikanische Organisation Praesa bekommt den Astrid-Lindgren-Preis 2015. "Mit der Freude am Lesen als Leitmotiv eröffnet Praesa Kindern und Jugendlichen in Südafrika einzigartige Möglichkeiten, Zugang zu Literatur zu bekommen", begründete Jury-Chefin Boel Westin die Wahl heute in Stockholm. Der Astrid-Lindgren-Preis gilt als die weltweit höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur. Praesa erhält ein Preisgeld von fünf Millionen schwedischen Kronen - umgerechnet knapp 534 000 Euro. Die 1992 in Kapstadt gegründete Organisation "Project for the Study of Alternative Education in South Africa" bringe Menschen zusammen und erweckt Literatur in vielen Sprachen zum Leben, so die Jury. 2014 hatte die Schwedin Barbro Lindgren den Astrid-Lindgren-Preis bekommen.

Anne Frank vermutlich schon im Februar 1945 gestorben

Dieser Ansicht sind Erika Prins und Gertjan Broek vom Anne-Frank-Museum

Die beiden Wissenschaftler legten dazu neue Forschungsergebnissen vor. Wahrscheinlich sei sie an Typhus schon im Februar und nicht erst am 31. März verstorben. Das heutige Datum hatten die niederländischen Behörden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für den Tod von Anne und ihrer Schwester Margot festgelegt. Sie basieren unter anderem auf Augenzeugenberichte und offizielle Dokumente.

Naziraubkunst in Sammlung des niederländischen Königshauses

Gemälde eines jüdischen Besitzers entdeckt

Experten haben in der Kunstsammlung der niederländischen Königsfamilie ein Gemälde entdeckt, das die Nazis im Zweiten Weltkrieg seinem jüdischen Besitzer entzogen hatten. Es handele sich um ein Werk des Barockmalers Joris van der Haagen. Das teilte die Regierung heute nach der Untersuchung Tausender Kunstwerke im Besitz des Königshauses mit. Das Bild sei das einzige Exemplar von Naziraubkunst in der Sammlung. Königin Juliane habe das Gemälde "Der Haager Wald mit Blick auf das Schloss Huis ten Bosch" 1960 einem Kunsthändler abgekauft, die Geschichte des Werkes aber nicht gekannt, hieß es. Die Stiftung, die die Kunstsammlung verwaltet, habe Kontakt mit den Erben des früheren Besitzers aufgenommen, um über eine Rückgabe zu sprechen.

Michael "Bully" Herbig erhält Radio Regenbogen Award

Er wird als Medienmann des Jahres geehrt

Der Schauspieler und Filmemacher Michael "Bully" Herbig erhält einen Radio Regenbogen Award. Der 46-Jährige, vor allem bekannt aus "Der Schuh des Manitu" und "Traumschiff Surprise", werde als Medienmann des Jahres ausgezeichnet. Das teilte der private Radiosender heute mit. Er sei "einer der lustigsten Deutschen". Für sein Lebenswerk wird der britische Popsänger Billy Ocean gewürdigt. Weitere Preise gehen unter anderen an den Comedian und Bauchredner Sascha Grammel, den Sänger Adel Tawi, die Schauspielerin Iris Berben und die Musiker Jan Delay und Andreas Bourani. Die Band "Söhne Mannheims" mit Sänger Xavier Naidoo sind wegen ihres 20. Bühnenjubiläums mit dabei. Es ist den Angaben zufolge ihr erster gemeinsamer Auftritt seit 2011. Radio Regenbogen mit Sitz in Mannheim verleiht seit 1998 jedes Jahr Preise an Prominente aus Film, Fernsehen, Musik und Show. Die undotierten Awards werden dieses Mal am 24. April im Europa-Park in Rust verliehen.

Kunstpavillon für Flüchtlinge am Berliner Oranienplatz zerstört

Das "Haus der 28 Türen" brannte in der vergangenen Nacht vollständig aus

Ein Polizeisprecherin erklärte, die Behörden vermuteten Brandstiftung, ein politischer Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden. Die auch als Veranstaltungsraum nutzbare Arbeit der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR thematisiert das Schicksal von Flüchtlingen auf der Flucht nach Europa. Es soll die Abschottung an den Außengrenzen der 28 EU-Staaten symbolisieren. Sie war im vergangenen August am Kreuzberger Oranienplatz aufgestellt worden, wo damals über 500 Asylbewerber mehrere Monate campiert und gegen ihre Behandlung durch deutsche Behörden protestiert hatten.

Chris Dercon Nachfolger von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne?

In der Berliner Kulturverwaltung heißt es, man verhandele

Die Gerüchteküche kocht bereits, seit Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner Ende vergangenen Jahres zur Geburtstagsparty der 100 Jahre alten Volksbühne in Begleitung von Chris Dercon erschienen war. Auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung erklärte Diedrich Wulfert, Sprecher der Berliner Kulturverwaltung: "Wir sind in Verhandlungen." Der Direktor der Londoner Tate Gallery war bis 2011 Direktor am Münchner Haus der Kunst. Bühnenerfahrung hat der 56jährige Belgier keine. Der Vertrag von Volksbühnen-Intendant Frank Castorf läuft im kommenden Jahr aus und soll nach mehr als 20 Jahren nicht noch einmal verlängert werden.

Gauck wirbt für längeres Arbeiten im Alter

Der Bundespräsident zeigt sich unzufrieden mit großer Koalition

Bundespräsident Joachim Gauck will durch einen Mentalitätswechsel erreichen, dass mehr Menschen auch im Alter noch arbeiten. "Auch mit 50 oder 60 kann man aufsteigen und Führungspositionen erreichen". Das sagte Gauck heute anlässlich der Ausstellungseröffnung "Dialog mit der Zeit - Die Kunst des Alterns" im Berlin Museum für Kommunikation. Eine der wichtigsten Botschaften des demografischen Wandels laute doch, dass Lebenszeit gewonnen werde. "Es geht darum, diese Zeit sinnvoll zu nutzen und zu verteilen." Gauck verwies darauf, dass sich Union und SPD im Koalitionsvertrag zur Beschäftigung Älterer bekannt hätten. Er fürchte allerdings, "dass die Diskussion über dieses Thema allzu schleppend verläuft und der nötige Wandel der Arbeitswelt noch nicht entschlossen genug vorangetrieben wird". Gauck äußerte außerdem Sympathie für Teilzeitregelungen bei Älteren. Union und SPD beraten seit Monaten über Modelle des flexiblen Übergangs vom Arbeitsleben in die Rente. Während die CDU/CSU vor allem die Beschäftigung über den Renteneintritt hinaus favorisiert, wollen die Sozialdemokraten die Arbeitszeiten davor reduzieren.

Piccards Solarflieger meistert die fünfte Etappe der Erdumrundung

Der Schweizer Sonnenflieger ist im Südwesten Chinas gelandet

Wegen starken Gegenwindes landete der "Solar Impulse 2" allerdings mit mehr als 20stündiger Verspätung in Chongqing. Obwohl weit nach Mitternacht Ortszeit, war der Flughafen stark frequentiert - für Bertrand Piccard wurde er für andere Maschinen vorübergehend gesperrt. Diese fünfte Etappe war nach Aussage des 57jährigen und seines Kollegen André Borschberg die bislang schwierigste. Das Projekt der ersten Erdumrundung mit einem solarbetriebenen Flieger wirbt für die globale Nutzung der Sonnenenergie.

Ingo Metzmachers erste Kunstfestspiele Herrenhausen

Der Nachfolger von Intendantin Elisabeth Schweeger eröffnet 2016 mit Schönberg

Die Gurrelieder zu machen, sei für ihn ein "ganz langer Wunsch" gewesen, erläuterte Ingo Metzmacher. "Es ist ein besonderes Werk an der Schwelle der Moderne". Das aufwendige Werk aus dem Jahr 1913 wird selten auf die Konzertbühne gebracht. Als Solisten konnten Tenor Stephen Gould und Sopranistin Anja Kampe gewonnen werden. Die Rolle des Sprechers übernimmt Bassbariton Thomas Quasthoff.

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