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Kulturnachrichten

Freitag, 27. März 2015

Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer ist tot

Der schwedische Lyriker wurde 83 Jahre alt

Der Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer ist im Alter von 83 Jahren gestorben ist. Das teilten der Bonnier-Verlag und die Nobelpreis-Akademie am Freitag in Stockholm mit. Der schwedische Lyriker hatte die berühmteste Literaturauszeichnung der Welt 2011 bekommen, "weil er uns in komprimierten, erhellenden Bildern neue Wege zum Wirklichen weist", wie die Königlich-Schwedische Akademie damals erklärte. Der Stockholmer litt seit einem Schlaganfall 1990 an einem weitgehenden Verlust des Sprachvermögens.
Seine Gedichtsammlungen sind in mehr als 60 Sprachen übersetzt worden. Auf deutsch sind mehrere Gedichtbände von ihm erschienen, darunter "Für Lebende und Tote" (1993), "Die Erinnerungen sehen mich" (1999) und "Das große Rätsel" (2005).

Archiv von Günter Figal geht nach Marbach

Literaturarchiv übernimmt Papiere des Philosophen

Der Philosoph Günter Figal hat dem Deutschen Literaturarchiv Manuskripte, Tage- und Notizbücher übergeben. Figal gilt als einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartsphilosophen. Wie das Literaturarchiv mitteilte, gehören zu den Unterlagen auch Briefwechsel mit Gottfried Boehm, Hans-Georg Gadamer, Ernst Jünger und Botho Strauß und anderen. Der 1949 in Langenberg im Rheinland geborene Figal promovierte 1976 in Heidelberg über Theodor Adorno. 1987 verfasste er dort seine Habilitation über Martin Heidegger. Später lehrte Figal in Tübingen und Freiburg.

Harry Rowohlt wird 70

Verlagserbe und Übersetzer will nicht feiern

Harry Rowohlt wird heute 70 Jahre alt. Feiern will der Verlegersohn, Schriftsteller, Übersetzer und Schauspieler allerdings nicht. Der Hamburger hat an die 200 englische Bücher übersetzt, darunter "Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt und der Kinderbuchklassiker "Pu der Bär". Außerdem hat Rowohlt mit seiner martkanten Brummstimme zahlreiche Hörbücher gelesen. Bekannt wurde er auch durch seine Rolle als Obdachloser in der ARD-Serie "Lindenstraße", die er seit zwanzig Jahren spielt. Als sein Vater 1960 starb, erbte Harry Rowohlt 49 Prozent des Verlags. Die Brüder verkauften Anfang der achtziger Jahre ihre Anteile an die Holtzbrinck-Gruppe.

Heinrich-Mann-Preis für Adam Zagajewski

Essay-Preis für den renommierten, polnischen Autor

Der polnische Autor Adam Zagajewski wird heute mit dem Heinrich-Mann-Preises 2015 ausgezeichnet. Der in Krakau lebende Zagajewski zählt zu den renommiertesten Autoren seines Landes. "Seine Gedichte, Erzählungen und Essays haben einen unverwechselbaren Ton, einen Ton der Sehnsucht und der Resonanz, in dem Wahrnehmung und Erinnerung, Außenwelt und Innenwelt lange nachhallen", urteilte die Jury vor der Verleihung.
Die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung für Essayistik der Akademie der Künste wird am Geburtstag des Schriftstellers Heinrich Mann überreicht. Preisträger der Vorjahre sind Robert Schindel, Robert Menasse und Uwe Kolbe.

Grimme-Preis-Verleihung in Marl

Alle zwölf Preise an öffentlich-rechtliche Sender

Im westfälischen Marl werden am Abend die diesjährigen Grimme-Preise verliehen. Alle zwölf Ehrungen beim wichtigsten deutschen Fernsehpreis gehen in diesem Jahr an öffentlich-rechtliche Produktionen. Die ARD-Sender erhalten neun Auszeichnungen, drei bekommt das ZDF. Eine besondere Ehrung geht an die Auslandskorrespondenten Ina Ruck vom WDR und Dietmar Ossenberg vom ZDF. Durch die Preis-Gala führt der ARD-Moderator Jörg Thadeusz. 3sat überträgt die Preisverleihung per Live-Stream ab 18.45 Uhr im Internet und ab 22.35 Uhr zeitversetzt im Fernsehen.

Kostenexplosion: Untersuchungs-Ausschuss für Staatsoper

Wiedereröffnung verschiebt sich auf 2017

Die enorme Kostensteigerung und die zeitliche Verzögerung bei der Sanierung der Berliner Staatsoper unter den Linden wird jetzt vom Parlament unter die Lupe genommen. Das Abgeordnetenhaus beschloss einstimmig die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, um die Ursachen und Verantwortlichkeiten aufzuklären.
Die Sanierung der Staatsoper hatte 2010 begonnen und sollte ursprünglich bis zum Herbst 2013 dauern. Wegen Schwierigkeiten mit dem morastigen Grund und der maroden Bausubstanz stiegen die Kosten von 239 auf inzwischen 389 Millionen Euro. Die Wiedereröffnung ist auf Herbst 2017 verschoben.

Filmemacher Berengar Pfahl gestorben

Der Film- und Fernsehprodutenz wurde 68 Jahre alt

Berengar Pfahl, deutscher Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor, ist tot. Er ist bereits am Dienstag im Alter von 68 Jahren unerwartet in seinem Haus in Haan gestorben, teilte die Familie mit.
Pfahl produzierte fürs Kino und Fernsehen unter anderem das historische Drama "Die Männer der Emden", die ARD-Serien "Die Sterne des Südens" mit Mark Keller und "Tanja" mit Katharina Wackernagel. Pfahl betrieb seit 1974 seine Firma Berengar-Pfahl-Film GmbH. 1981 erhielt er eine ehrende Anerkennung beim Grimme-Preis für die ZDF-Serie "Die Seiltänzer".

Mutmaßlicher Picasso im Wert von 15-Millionen aufgetaucht

Gemälde war 36 Jahre verschollen

Ein Picasso-Gemälde im Wert von 15 Millionen Euro war 36 Jahre lang verschollen. Jetzt beschlagnahmten Ermittler das Bild aus dem Jahr 1912, nachdem ein Rentner es weit unter Wert verkaufen wollte. Der Fall wurde bekannt, als sich das Auktionshaus Sotheby's an die Polizei wandte. Der Rentner gab an, er habe das Bild 1978 geschenkt bekommen und den wahren Wert nicht gekannt. Erst im vergangen Jahr sei ihm klar geworden, dass es sich um einen Picasso handelt. Das Gemälde stellt eine Geige und eine Flasche Bass-Bier dar. Es stammt nach Polizeiangaben aus der kubistischen Periode des spanischen Malers.

Springer-Chef spielt Theater in Darmstadt

Matthias Döpfner gibbt sein Schauspiel-Debüt

Der Chef des Springer-Verlags, Mathias Döpfner, steht bei einer Gala-Vorstellung im Staatstheater Darmstadt auf der Bühne. Das sei ein Debüt, teilte der Medienkonzern Burda am Freitag mit. Der 52-Jährige trete als Mitglied eines Amateur-Ensembles am 10.
Juni in der Lokalposse "Datterich" auf und spiele den Bennelbächer, einen Wirtshausfreund der Hauptfigur "Datterich". Das von Ernst Elias Niebergall geschriebene Lustspiel in Darmstädter Mundart war am 2. August 1862 uraufgeführt worden.

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