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Kulturnachrichten

Dienstag, 17. März 2015

Holighaus neuer Präsident der Filmwirtschaft

Der renommierte Filmexperte wird Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft

Die Mitgliederversammlung wählte ihn nach Angaben des Verbands zum Nachfolger von Manuela Stehr, die nicht mehr kandidierte. Erst gestern hatte Holighaus mitteilen lassen, dass er auf eigenen Wunsch als Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie ausscheidet. Sein neues Amt soll er Anfang Juli antreten und bis dahin ehrenamtlich Präsident sein. Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft vertritt die Interessen der deutschen Film-, Fernseh- und Videowirtschaft in den Sparten Filmproduktion, Filmverleih, Filmtheater, Audiovisuelle Medien und Fernsehen. Dem Dachverband gehören derzeit 18 Berufsverbände mit mehr als 1100 Mitgliedsfirmen an.

Geheimnis um Gebeine von Cervantes bleibt ungelöst

Gebeine des spanischen Autors Miguel de Cervantes weiter nicht eindeutig zugeordnet

Zwar gehen Experten davon aus, dass sie die Gebeine des Autors Miguel de Cervantes ("Don Quijote") gefunden haben- aber die letzte Gewissheit blieb ihnen verwehrt. Man sei nicht in der Lage gewesen, seine Knochen zu isolieren und zu prüfen, welche ihm zuzuordnen seien, sagte der Anthropologe Francisco Etxeberria. In einer Krypta des Klosters der Barfüßigen Trinitarierinnen in Madrid waren die Überreste von 15 Menschen entdeckt worden. Darunter sollten auch die von Cervantes sein. Wissenschaftler hatten versucht, aus den Knochen DNS-Profile zu erstellen. Cervantes hat keine bekannten Nachfahren. Die Behörden hatten gehofft, dass die 160000 Euro teure und medienwirksame Suche ihnen ermöglichen würde, dem Autor eine geeignete und mit Schildern versehene Ruhestätte zuzuweisen. Im Januar hatte ein Team von Archäologen und Anthropologen mit der Untersuchung dreier unidentifizierter Gräber im Konvent des Klosters begonnen. Dort war Cervantes 1616 bestattet worden. Archäologen hatten mitgeteilt, sie hätten die Reste eines Sargs mit den Initialen "M.C." und Knochen entdeckt.
Sie bestätigten aber nicht, dass diese von Cervantes stammten. Fast ein Jahr lang hatten die Experten Zentimeter für Zentimeter die Gruft im Stadtviertel Las Letras durchkämmt.

Jussi Adler-Olsen erhält Krimipreis

Dänische bekommt den europäischen Krimipreis "Ripper Award"

Der Preis ist mit 11 111 Euro dotiert. Adler-Olsen war im Rahmen des Krimifestivals "Mord am Hellweg" gewählt worden. Der Autor ist durch seine Krimireihe um Kommissar Carl Morck vom Sonderkommissariat Q für ungelöste Fälle weltbekannt geworden. Rund 10 000 Krimifans aus 14 Ländern hatten Adler-Olsen ausgewählt, wie die Festivalleitung mitteilte. Er konnte sich in der öffentlichen Abstimmung gegen die vier weiteren Nominierten Simon Beckett (Großbritannien), Arne Dahl (Schweden), Ian Rankin (Großbritannien) und Robert Wilson (Großbritannien/Portugal) durchsetzen. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Die bisherigen drei Preisträger waren Henning Mankell (2009), Hakan Nesser (2011) und die französische Autorin Fred Vargas (2013).

Verurteilter Achenbach soll überraschend als Zeuge aussagen

Der verurteilte Kunstberater soll im Zivilprozess seiner Ehefrau als Zeuge aussagen

Einen Tag nach seiner Verurteilung sei Achenbach (62) im Zellentrakt des Düsseldorfer Landgerichts eingetroffen, sagte eine Gerichtssprecherin. Am Nachmittag geht dort der Prozess seiner Ehefrau Dorothee Achenbach gegen die Familie des 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht in die nächste Runde. Dorothee Achenbach fordert vor Gericht einen Teil des gepfändeten Vermögens zurück. Die Albrecht-Familie hatte Achenbachs Privatbesitz zur Absicherung von Schadenersatzansprüchen pfänden lassen. Helge Achenbach war gestern in Essen wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Allein Albrecht hat er nach Überzeugung des Gerichts in 14 Fällen bei Kunst- und Oldtimerverkäufen betrogen. Dadurch sei ein Gesamtschaden von 19,6 Millionen Euro entstanden.

Uni Freiburg weist Kritik wegen Heidegger-Lehrstuhl zurück

Der Lehrstuhl werde nicht abgeschafft, sondern in eine Juniorprofessur umgewidmet

Die geplante Umwandlung des Heidegger-Lehrstuhls an der Universität Freiburg hat deren Rektor Hans-Jochen Schiewer zurückgewiesen. Die Juniorprofessur mit der Option auf einen Ausbau zu einer W3-Professur in sechs Jahren bedeute eine Besserstellung, sagte Schiewer der "Badischen Zeitung". Zudem stünden die Pläne keineswegs in Zusammenhang mit der jüngsten Veröffentlichung von Heideggers "Schwarzen Heften" mit antisemitischen Tagebucheinträgen. Mehrere Philosophen hatten die Universitätspläne heftig kritisiert. Sie sehen die philosophische Tradition der Universität in Gefahr und vermissen eine umfassende Auseinandersetzung mit Heideggers Verhältnis zum Nationalsozialismus. Zuletzt hatte der scheidende Inhaber des Heidegger-Lehrstuhls, Günter Figal, den Vorsitz der Heidegger-Gesellschaft niedergelegt. Er rief dazu auf, Heideggers Philosophie in der NS-Zeit gründlich zu erforschen: "Die Verstrickung Heideggers in den Nationalsozialismus ist viel größer, als wir bisher wissen konnten."

Münchens Neue Pinakothek muss generalsaniert werden

Schließung des Hauses für drei Jahre ab 2017 oder 2018

Die Neue Pinakothek in München muss generalsaniert werden. Das von dem Architekten Alexander Freiherr von Branca entworfene Gebäude, das 1981 eröffnet wurde, werde voraussichtlich ab 2017 oder 2018 für drei Jahre schließen müssen. Das sagte der künftige Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Bernhard Maaz, der "Süddeutschen Zeitung". Der Kunsthistoriker, der zuletzt für das Kupferstichkabinett und die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden verantwortlich war, wird sein neues Amt zum 1. April übernehmen. Auch wenn das Haus keinen Denkmalschutz-Status habe, sei es ein "starker architektonischer Entwurf", dessen Charakter und Besonderheit zu würdigen seien, erklärte Maaz. Dafür dürften sicher mehrere Bauabschnitte nötig sein.
Die Neue Pinakothek präsentiert etwa 400 Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Zu den besonderen Stücken gehören Gemälde der deutschen Romantik und des französischen Impressionismus, darunter Werke von Caspar David Friedrich, Edouard Manet, Paul Cezanne und Vincent van Gogh.

Trauer um israelische Film-Pionierin Lia van Leer

Die Veranstalter der Berlinale drücken ihr tiefstes Bedauern aus

"Lia van Leer war eine beeindruckende Persönlichkeit, deren Engagement für das Kino und ganz besonders für das israelische Filmschaffen unvergleichlich war", sagte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick in einer Mitteilung. Lia van Leer war am vergangenen Freitag im Alter von 90 Jahren verstorben. Van Leer hatte die Kinematheken in Haifa, Tel Aviv und Jerusalem gegründet und das israelische Filmarchiv ins Leben gerufen.
Der israelischen Zeitung "Jerusalem Post" zufolge handelt es sich um das größte Filmarchiv im Nahen Osten. Außerdem initiierte van Leer das Filmfestival in Jerusalem. Sie wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und erhielt unter anderem den Israel-Preis, der als höchste Auszeichnung des israelischen Staates gilt. Den Veranstaltern der Berlinale zufolge war Van Leer mehrfach Gast der Internationeln Filmfestspiele gewesen. 1995 übernahm sie den Vorsitz der Internationalen Jury. 2011 ehrten die Filmfestspiele van Leer mit der Auszeichnung der "Berlinale Kamera".

Neuer Deutscher Jazzpreis 2015 an das Filippa Gojo Quartett

Das teilte die IG Jazz nach der Publikumswahl in Mannheim mit.

Der mit insgesamt 10 000 Euro dotierte Preis gilt als höchstdotierte Auszeichnung für
professionelle deutsche Jazzbands. Sein erstes Album brachte das Filippa Gojo Quartett um Frontfrau Filippa Gojo aus Bregenz, Pianist Sebastian Scobel, Kontrabassist Rhodes David Andres und Percussionist Lukas Meile vor zwei Jahren heraus. Die 26jährige Sängerin gewann auch noch den Solistenpreis.

Alfred Holighaus verlässt Deutsche Filmakademie

Er scheide auf eigenen Wunsch Ende Juni aus der Geschäftsführung, teilte die Akademie mit.

Der 55jährige wolle sich einer neuen Aufgabe in der Filmbranche widmen. "Meine bisherige berufliche Biografie war wesentlich davon bestimmt, dass ich mich mit Neugierde und Energie auf den unterschiedlichsten Feldern der deutschen Filmlandschaft betätigt und engagiert habe", schreibt Holighaus. "In der Filmakademie konnte ich die dort gemachten Erfahrungen nutzen und neue Erfahrungen machen. Besonders in den Jahren der engen Zusammenarbeit mit Anne Leppin, die ich schon jetzt vermisse. Da ich die Akademie in sehr gutem Zustand weiß, reizt es mich, beruflich eine neue Herausforderung anzunehmen." Holighaus hat die Deutsche Filmakademie in Berlin seit ihrer Gründung 2003 begleitet. 2010 - nach Jahren als Chef der "Perspektive deutsches Kino" bei der Berlinale - wurde er Mitglied der Geschäftsführung. Die Akademie wünscht ihm "Glück für seinen weiteren beruflichen Werdegang." Sie machte keine Angaben, mit wem der Posten neu besetzt wird.

Theatermacher Fischer-Fels verlässt das Berliner Gripstheater

Der renommierte Jugendtheatermacher kehrt zurück nach Düsseldorf

Stefan Fischer-Fels übernimmt mit Beginn der Intendanz von Wilfried Schulz zur Spielzeit 2016/17 wieder die künstlerische Leitung der Kinder- und Jugendtheatersparte am Schauspielhaus. Das teilte die Stadt Düsseldorf am Montagabend mit. Fischer-Fels hatte bereits von 2003 bis 2011 erfolgreich das Junge Schauspielhaus in Düsseldorf geleitet. Seine Arbeit in Berlin beendet er wegen unterschiedlicher künstlerischer Auffassungen mit Grips-Theater-Gründer Volker Ludwig (77) vorzeitig. Der derzeitige Düsseldorfer Jugendtheater-Leiter Christof Seeger-Zurmühlen werde zum Team von Fischer-Fels gehören und mit ihm gemeinsam das Modell einer Düsseldorfer "Bürgerbühne" aufbauen, hieß es weiter.

Letzte Stücke aus Raubkunstsammlung gehen nicht an Zypern

Das Oberlandesgericht München hat heute die Entscheidung bekannt gegeben.

Die wertvolle Funde - Fresken, Ikonen und andere vorwiegend klerikale Kunstgegenstände im Millionenwert - sollen aus Plünderungen während der türkischen Besetzung Zyperns stammen. 1997 waren die Kunstwerke in der Münchner Wohnung eines türkischen Händlers sichergestellt worden. Das Münchner Landgericht hatte der Republik Zypern und der Griechisch-Orthodoxen Kirche des Inselstaates den Großteil zugesprochen. Der Händler hatte dagegen Berufung eingelegt, die das Oberlandesgericht im März 2013 weitgehend zurückwies. Nunmehr ging es um einige restliche Stücke.

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