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Kulturnachrichten

Sonntag, 8. März 2015

Kunstzentrum in Dresden will Flüchtlinge beschäftigen

Sie sollen in die künstlerische Arbeit einbezogen werden

Das Europäische Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau bereitet sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Wenn die Stadt dem Vorschlag der Kultureinrichtung zeitnah zustimme, könne er sich vorstellen, dass nach Ostern erste Asylbewerber in die bereitgestellten Räume des Zentrums einziehen, sagte Intendant Dieter Jaenicke dem Evangelischen Pressedienst. "Wir wollen nicht nur reden, sondern auch ein Beispiel geben", fügte er hinzu. Geplant sei die Unterbringung von 15 bis 18 Flüchtlingen in Wohnungen, die sonst Künstlern in Residenz zur Verfügung stehen.
Jaenicke verwies auf "einen hohen symbolischen Wert" der Aktion. Es sei überzeugt, "dass wir hier ganz anders als in anderen Unterkünften ein Modell schaffen können, wie man Flüchtlinge sinnvoll in bestehende Institutionen auch integrieren kann". Es gehe "nicht nur um das Unterbringen". Das Zentrum wolle sich um die Flüchtlinge kümmern und sie in die künstlerische Arbeit einbeziehen, so Jaenicke.

Christlich-Jüdische "Woche der Brüderlichkeit" eröffnet

Neue Impulse für Begegnung von Juden und Christen

Mit Appellen gegen Judenfeindlichkeit und Antisemitismus ist heute die traditionelle christlich-jüdische "Woche der Brüderlichkeit" eröffnet worden. "Niemand darf sich an die tägliche Realität der Bedrohung von Juden in diesem Land gewöhnen", forderte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, bei dem Festakt in Ludwighafen. Es sei bedrückend und beschämend, dass der Vorsitzende des Zentralrats der Juden überlegen müsse, ob Juden an bestimmten Orten besser keine Kippa tragen. Die 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland setzen sich für den christlich-jüdischen Dialog sowie für ein friedliches Zusammenleben der Völker und Religionen ein. Sie veranstalten seit 1952 jedes Jahr die "Woche der Brüderlichkeit". Sie soll der Begegnung von Christen und Juden neue Impulse geben.

Rund 5000 Besucher bei den deutsch-polnischen Musikfesttagen

Dieses Jahr gab es weniger Konzerte

Insgesamt rund 5000 Zuhörer haben dieses Jahr die 50. deutsch-polnischen Musikfesttage beiderseits der Oder besucht. "Das sind etwas weniger als im letzten Jahr, aber wir hatten in diesem Jahr mit gut 20 Veranstaltungen auch weniger Konzerte", sagte Festival-Direktorin Petra Paschinger am Sonntag vor dem Abschlusskonzert in der Konzerthalle Frankfurt/Oder. "Daher sind wir mit dem Zuspruch sehr zufrieden." Im vergangenen Jahr waren mehr als 6000 Besucher zu knapp 30 Konzerten gekommen. Der Schwerpunkt des Festivals unter dem Motto "Cellissimo" lag diesmal auf dem Cello. Spielorte waren seit dem 27. Februar neben Zielona Góra und Frankfurt/Oder unter anderen Neuzelle, Berlin, Nowa Sól und Rzepin. Das Festival gibt es bereits seit 50 Jahren. Zunächst fand es in Frankfurt (Oder) statt, später wurde es auf beide Seiten der Oder ausgedehnt.

ARD erteilt Wiederholung von ESC-Vorentscheid Absage

Keine Zweite Location in der Kürze der Zeit

Auch wenn manche eine neue Show forderten, erteilt die ARD einer Wiederholung des deutschen Vorentscheids zum Eurovision Song Contest eine deutliche Absage. "Das wäre schon aus logistischen Gründen nicht möglich. Zum Beispiel hätten wir keine zweite Location in der Kürze der Zeit bekommen", erklärte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber der "taz". Der fränkische Sänger Andreas Kümmert hatte am Donnerstagabend eindeutig die Musikshow "Unser Song für Österreich" gewonnen, sagte aber dann überraschend auf der Bühne, er wolle nicht antreten, weshalb nun die Zweitplatzierte Ann Sophie für Deutschland singt. Inzwischen hat Kümmert auch kurzfristig einen geplanten Auftritt abgesagt. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, hätte der Musiker am Samstag im fränkischen Karlstadt auftreten sollen. Als Begründung für die Absage habe Kümmert angegeben, er sei zu sensibel, ihm wäre gerade alles zu viel.

Unesco: IS verachtet Geschichte des arabischen Volkes

Reaktion auf Zerstörung der antiken Stadt Hatra

Die Vereinten Nationen haben die Zerstörung einer weiteren irakischen Weltkulturerbestätte durch die IS-Terroristen verurteilt. Nur einen Tag nach der Zerstörung der mehr als 3000 Jahre alten assyrischen Königsstadt Nimrod hatten die Islamisten gestern begonnen, mit Bulldozern die antike Stadt Hatra einzuebnen. Das berichteten Mitarbeiter der archäologischen Behörde in Mossul. Die UN-Kulturorganisation Unesco und die Islamische Kulturorganisation Isesco verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung das Vorgehen des IS als Wendepunkt in einer "abscheulichen Strategie der kulturelle Säuberung, die in Irak stattfindet. Mit der jüngsten Barbarei gegen Hatra zeigt sich die Verachtung (des IS) für die Geschichte und das Erbe des arabischen Volkes."

Architekt Scheeren baut großes Kunstzentrum in Peking

Zweites Großprojekt von Scheeren in Peking

Der deutsche Architekt Ole Scheeren baut ein großes Kunstzentrum für das chinesische Auktionshaus Guardian nahe der Verbotenen Stadt in Peking. Der Komplex gegenüber der Nationalgalerie beherbergt ein Hotel, Museum und Räumlichkeiten für Veranstaltungen und kulturelle Begegnung. Während der Bau schon in vollem Gange ist, enthüllte der 44-jährige heute in Peking erstmals das Design des achteinhalbstöckigen Gebäudes. Die Kosten werden auf fast 100 Millionen US-Dollar geschätzt, der Architekt selbst wollte sich nicht dazu äußern. Nach dem futuristischen Sendezentrum des Staatsfernsehens CCTV, das Scheeren mit dem Niederländer Rem Kolhaas entworfen hatte, ist das neue Kunstzentrum das zweite architektonische Großprojekt des Architekten in Peking.

Theatertreffen der Duisburger Akzente eröffnet

Das Kulturfestival hat das Thema "Heimat"

Mit einer Inszenierung des Wilhelm-Hauff-Märchens "Das kalte Herz" hat am Samstagabend das Duisburger Theatertreffen im Rahmen des Kulturfestivals Akzente begonnen. Die Aufführung des Schauspiels Stuttgart in der Regie von Armin Petras über die Riten, Mythen und Sagengestalten des Schwarzwaldes zeigte die Holzbauern, Glasbläser und Köhler dieser Landschaft als Prototypen des sich derb und herzlos gebärdenden Kapitalismus. Die 36. Duisburger Akzente haben das Thema "Heimat". Bis zum 22. März stehen rund 130 Kulturveranstaltungen auf Bühnen und in Museen, aber auch in Parks, Einkaufszentren und Kirchen auf dem Programm. Beim Theatertreffen der Akzente sind 17 Aufführungen geplant.

Marburger Kamerapreis an US-Filmer verliehen

Jury lobt Handschrift und handwerkliche Präzision

Der US-amerikanische Kameramann Edward Lachman hat den mit 5000 Euro dotierten Marburger Kamerapreis erhalten. Er schlage die "perfekte Brücke zwischen dem europäischen Film mit seinen Autoren und erkennbaren Handschriften und dem US-amerikanischen Kino mit seiner handwerklichen Präzision und kommerziellen Ansprüchen", hatte die Jury ihre Entscheidung begründet. Bis zum 15. März ist im Marburger Rathaus eine Ausstellung mit Fotografien Lachmans zu sehen, die während Filmaufnahmen entstanden sind. Der 1946 geborene Lachman filmte unter anderem für die Regisseure Werner Herzog, Wim Wenders und Volker Schlöndorff. Er arbeitete für Dokumentationen, das Independent-Kino und für Hollywoodfilme wie "Erin Brockovich". Für seine Kameraarbeit in "Dem Himmel so fern" von 2002 erhielt er eine Oscar-Nominierung. Im vergangenen Jahr war der Pole Pawel Edelmann mit der Auszeichnung bedacht worden.

Burda-Sammlung verkauft Rothko-Bild

Geld soll Museum in Baden-Baden absichern

Die Sammlung Frieder Burda trennt sich von einem ihrer Schätze und erhofft sich dafür 50 Millionen Dollar (46 Millionen Euro). Im Mai soll Mark Rothkos "No. 36 (Black Stripe)" bei Christie's in New York verkauft werden. Das Werk von 1958 sei ein herausragendes Gemälde, das die Frühjahrsauktion anführen werde, hieß es von Seiten des Auktionshauses. Frieder Burda will mit dem Verkauf seine Stiftung mit dem angeschlossenen Museum in Baden-Baden absichern. Es handle sich um einen Einzelverkauf - gleichzeitig kündigte er aber eine "weitere Konzentration in der Sammlung" an. "Die Entscheidung, mich von einer Arbeit aus der Sammlung zu trennen, habe ich sehr sorgfältig getroffen", sagte Burda. Es falle ihm nicht leicht, weil er zu jedem Stück eine persönliche Beziehung habe. Das Bild ist 1,60 Meter hoch und 1,70 Meter breit und ein typischer Rothko: Es besteht nur aus zwei Grundfarben, Rot und Schwarz, die sich aber oft vermischen und die unterschiedlichsten Töne bilden. Der in Lettland geborene Rothko, er starb 1970 in New York, gehört zu den wichtigsten Künstlern der abstrakten Malerei.

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