Seit 01:05 Uhr Tonart

Dienstag, 15.10.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Samstag, 22. März 2014

Michelle Obama wirbt bei chinesischen Studenten für Pressefreiheit

"Mein Mann und ich, wir erfahren viel Kritik über die Medien und die sozialen Netzwerke - aber ich will das gegen nichts in der Welt eintauschen."

Das sagte US-Firstlady Michelle Obama vor mehreren hundert chinesischen Studenten in Peking. Es sei wichtig, dass Informationen und Ideen frei zugänglich seien - besonders über das Internet.

Anders als erwartet, kritisierte Michelle Obama die chinesische Führung zu diesem Thema nicht direkt. Kritiker werfen China immer wieder Zensur vor, Internetnutzer kommen oft nur über Umwege auf gesperrte Seiten.

Im Pressefreiheits-Index von "Reporter ohne Grenzen" belegt China Platz 173 von insgesamt 179 Staaten.

Twitter: Nach Sperrung in der Türkei steigt Zahl der Tweets

Das hat sich der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sicher anders vorgestellt.

Durch die Twitter-Sperre in der Türkei scheint der Kurznachrichtendienst im Land erst richtig populär zu werden. Die Zahl der Tweets stieg nach der Sperrung deutlich an. Viele Türken finden offenbar Wege, das Verbot zu umgehen. On- und Offline geben sie sich gegenseitig Tipps, wie Twitter trotzdem funktioniert. Knapp zwölf Millionen Türken sollen einen Account haben.

Die von der türkischen Regierung verhängte Sperre wird im In- und Ausland kritisiert. Die EU, die USA und auch der türkische Präsident verurteilten das Vorgehen, und zwar auf Twitter.

Nobelpreisträgerin Herta Müller: Vorstellbar, dass Putin noch nach anderen Regionen greift

Glasnost und Perestroika sind nach Ansicht von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller Vergangenheit.

In der 3Sat "Kulturzeit" sagte sie, Russlands Präsident Wladimir Putin habe das Rad zurückgedreht. Überwachung und Zensur seien zurück. Mit der Krim sei man noch nicht am Ende. Von dort aus werde Putin der Ukraine Nadelstiche verpassen. So, dass Kiew ständig davon abgelenkt werde, sich mit dem zu befassen, was für das Land eigentlich wichtig sei.

Für Müller ist nach eigenem Bekunden auch vorstellbar geworden, dass Putin noch nach weiteren Regionen greift, da denke sie zum Beispiel an Transnistrien.

Italienische Nonne begeistert Publikum bei Castingshow

Was der Vatikan wohl zu ihrem Auftritt sagt?

Das musste sich eine italienische Ordensschwester in der Castingshow "The Voice of Italy" fragen lassen und antwortete: Sie warte auf einen Anruf des Papstes, er habe schließlich dazu aufgerufen, die Klöster zu verlassen, um das Wort Gottes zu verbreiten. Die 25-jährige Ursulinerin Cristina Scuccia überzeugte die Jury mit dem Alicia-Keys-Titel "No One" und kam eine Runde weiter.

Das Video ihres Auftritts verbreitete sich umgehend in den sozialen Netzwerken.

Kurt Cobains Tod wird nicht neu untersucht

Die Akte Kurt Cobain bleibt zu.

Das hat die Polizei von Seattle bekannt gegeben. Die Gerüchte über eine neue Untersuchung des Selbstmordes des Musikers waren aufgekommen, nachdem die Polizei bislang unbekannte Fotos vom Tatort veröffentlichte. Sie zeigen außer Alltagsgegenständen wie Geldbörse und Sonnenbrille auch eine Schachtel mit Drogenzubehör.

Über den Tod von Cobain wird immer wieder spekuliert. Die Polizei betonte aber, dass sich an dem Ermittlungsergebnis Selbstmord nichts geändert habe. - Cobain hatte sich am 5. April 1994 im Alter von 27 Jahren mit einer Schrotflinte erschossen. Davor hatte er sich eine hohe Dosis Heroin gespritzt.

Energieversorger EON versteigert Gemälde von Jackson Pollock

Rund 1.800 Kunstwerke besitzt Eon - bald wird es eines weniger sein.

Denn der Energieversorger will ein Gemälde von Jackson Pollock verkaufen. Die Schwarz-Weiß-Komposition "Number 5 (Elegant Lady)" von 1951 werde im Mai in New York versteigert, teilte Eon mit. Der Konzern hofft auf Einnahmen von 20 Millionen Dollar. Der Erlös soll in das Kultursponsoring des Unternehmens fließen. "Wir trennen uns nur sehr schweren Herzens von dem Gemälde", sagte die Eon-Kulturmanagerin Dorothee Gräfin von Posadowsky-Wehner. Der Millionenaufwand für die Kulturförderung müsse aber "firmenintern kommunizierbar" bleiben, sagte sie mit Blick auf geplante Sparmaßnahmen. Nun habe auch die Kultur einen Beitrag leisten müssen.

Rembrandt-Gemälde nach 15 Jahren sichergestellt - Dieb stellt sich

Das Bild zeigt einen Jungen mit Seifenblase in der Hand.

Das Rembrandt-Gemälde wurde vor wenigen Tagen in Nizza sichergestellt - 15 Jahre, nachdem es aus einem Museum in Südfrankreich gestohlen worden war. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Jetzt hat sich ein dritter Mann bei der Polizei gemeldet. Er will das Bild vor 15 Jahren entwendet haben. Er habe sich auf Anraten seines Anwaltes gestellt, weil er einen Strich unter die Sache ziehen wolle.

Erbe von Exilrussen verliert in den USA Prozess um Van-Gogh-Gemälde

Das ist mein Van Gogh, sagt Pierre Konowaloff.

Nein, ist er nicht, sagt ein Gericht im US-Bundesstaat Connecticut. Konowaloff hatte gegen die Yale-Universität geklagt, die seit etwa 50 Jahren das Van-Gogh-Gemälde "Das Nachtcafé" in ihrem Kunstmuseum in New Haven zeigt. Er argumentierte, das Bild sei seinen Vorfahren während der russischen Revolution gestohlen worden, später hätten die Kommunisten es verkauft. Sein Urgroßvater habe es 1908 erworben. Das Gericht folgte aber der Linie der Verteidigung. Nach geltenden Regeln sei es nicht die Aufgabe von US-Gerichten, über Enteignungen anderer Regierungen zu befinden.

Demo gegen Theaterstück über Mord an Armeniern

"Das Märchen vom letzten Gedanken" - ein Theaterstück mit diesem poetischen Titel führt zu harten Auseinandersetzungen.

In dem Drama geht es um die Morde an Armeniern im Osmanischen Reich. Während der Aufführung im Theater Konstanz protestierten gestern Abend vor dem Haus etwa 100 Menschen. Mit Plakaten und türkischen Fahnen wandten sie sich gegen eine - wie sie finden - einseitige Darstellung der Geschichte. Die Veranstalter der Demo betonten, dass sie ihre Meinung äußern, aber die Aufführung nicht verhindern wollten. - In den Jahren 1915 und 1916 wurden nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier getötet. Der türkische Staat wehrt sich dagegen, dies als Völkermord zu bezeichnen.

Informationen zum Theaterstück gibt es hier.

Kenia: Parlament erlaubt Vielehe für Männer

Der Protest der weiblichen Abgeordneten hat nichts genützt.

In Kenia dürfen Männer in Zukunft so viele Frauen heiraten wie sie wollen. Wie lokale Medien berichten, verabschiedete das Parlament ein neues Gesetz. Damit soll das Zivilrecht an kulturelle Traditionen angepasst werden. In dem Entwurf war demnach zunächst ein Vetorecht der Ehefrau vorgesehen. Die männlichen Parlamentarier beschlossen aber, die Klausel zu streichen. Es entspreche nicht der Tradition, dass eine Frau ihre Erlaubnis für eine zweite oder dritte Heirat geben müsse, zitiert der kenianische Sender "Capital FM" einen Politiker. Das Parlament beschloss gleichzeitig, gleichgeschlechtliche Ehen zu verbieten.

John Carter Cash: Güte lag in der Natur meines Vaters

John Carter Cash bewundert vor allem die Hingabe und Beharrlichkeit seines Vaters.

Das sagte der Sohn des Musikers Johnny Cash dem "Tagesspiegel". Er selbst habe zwar manchmal auch zu Hause dem Star Johnny Cash gegenüber gestanden. Trotzdem habe dieser immer dahin zurückgefunden, ein zärtlicher Vater zu sein. Als Sohn eines berühmten Künstlers hat Cash nach eigenen Worten zeitweise mit seiner eigenen Identität gerungen. Er habe aber herausgefunden, dass er andere Dinge tun müsse, als einfach nur das Erbe seines Vaters zu verwalten. - Zehn Jahre nach dem Tod Johnny Cashs ist gestern das neue Album "Out Among the Stars" mit zwölf bisher unveröffentlichten Liedern erschienen.

Gauck feiert Newroz mit Aleviten in Berlin

Das Frühlingsfest Newroz wird in Deutschland von hunderttausenden Menschen gefeiert.

Das betonte Bundespräsident Joachim Gauck, als er gestern in Berlin an einer Feier der Alevitischen Gemeinde teilnahm. Newroz verbinde Menschen unterschiedlicher Sprachen und Nationalitäten, Gläubige und Nichtgläubige, Zuwanderer und hier Geborene, vor allem kurdischer, aber auch iranischer oder afghanischer Herkunft. Ein Fest, dessen Wurzeln über mehrere Tausend Jahre zurückreichten, das sei etwas Kostbares in unseren rasanten Zeiten, sagte der Bundespräsident. In Deutschland gibt es aus Anlass des Newroz-Fests regelmäßig auch politische Demonstrationen von Kurden. In Düsseldorf werden heute 25.000 Teilnehmer erwartet.

Syrisch-Orthodoxer Patriarch gestorben

Nach langer Krankheit ist das Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche, Ignatius Zakka Iwas, gestorben.

Der 80-Jährige hielt sich zur medizinischen Behandlung in Deutschland auf. In Kiel erlag er einem Herzinfarkt, wie die Syrisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland mitteilte. Der Patriarch von Antiochien, so sein offizieller Titel, hatte seinen Amtssitz wegen des Bürgerkriegs von Damaskus nach Beirut verlegt. Er war seit 1980 im Amt. Weltweit gehören etwa 4 Millionen Gläubige zur Syrisch-Orthodoxen Kirche. Etwa 100.000 von ihnen leben in Deutschland.

Sängerin in der Kritik wegen Werbung für Bleichcreme

"Tragen Sie eine Dauerwelle?"

Mit dieser Gegenfrage hat die schwarze Sängerin Dencia auf Kritik geantwortet, weil sie Werbung für einen Haut-Aufheller macht. Sie sei erwachsen und könne sich verändern, wie sie wolle, sagte der Popstar aus Kamerun in einem Interview mit der BBC. Im Fernsehstudio erschien sie mit einer langen blonden Perücke. Bei solchen Veränderungen gehe es aber nicht um Rollen-Vorbilder, beteuerte Dencia. Wegen der Werbe-Kampagne für das Bleichmittel steht sie schon seit längerer Zeit in der Kritik. Künstliches Aufhellen der Haut ist vor allem im westlichen Afrika ein Trend.

Hier sehen Sie einen Ausschnitt aus dem BBC-Interview

lit.Cologne endet mit Besucherrekord

101.000 Besucher - so viele Menschen sind dieses Jahr zur lit.Cologne gekommen.

Damit verzeichnet das Literaturfestival zu seiner 14. Ausgabe einen neuen Besucherrekord. Das Festival endet heute Abend mit der Lesung "Zwei Mal Franz im Kölner Dom" in selbigem mit den Schauspielern Martin Reinke und Joachim Król. Während der 14 Tage gab es rund 200 Veranstaltungen.

Kulturnachrichten hören

März 2014
MO DI MI DO FR SA SO
24 25 26 27 28 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur