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Kulturnachrichten

Dienstag, 18. März 2014

NS-Raubkunst: Bayerische Staatsbibliothek gibt Bücher an Erbin zurück

Die Bayerische Staatsbibliothek hat der Tochter des Kunsthändlers Ludwig Bernheimer sieben Bücher zurückgegeben.

Nach eigenen Angaben hatte die Gestapo die Werke 1938 beschlagnahmt und später dem Haus geschenkt. Der Generaldirektor der Bibliothek überreichte nun die Spanienbeschreibungen des Autors Albert F. Calvert der Tochter Bernheimers und drückte sein Bedauern aus. Die Bayerische Staatsbibliothek durchforstet seit zehn Jahren die eigenen Bestände nach NS-Raubgut. Weitere Rückgaben werden derzeit vorbereitet.

Pompeji: Fresko der Göttin Artemis verschwunden

Die Ausgrabungsstätte Pompeji kämpft nicht nur gegen den desolaten Zustand der Bausubstanz - auch Diebe machen den Verantwortlichen zu schaffen.

Nach Angaben italienischer Medien ist ein 20 Zentimeter großes Fresko verschwunden. Die Wandmalerei zeigt Artemis, die griechische Göttin der Jagd. Bereits vergangene Woche sei das Verschwinden einem Wärter aufgefallen. Nun suchen die Behörden nach den Tätern, die das Wandbildnis professionell entfernt haben müssen.

Israel: Rundfunkmitarbeiter streiken

Keine Nachrichten zum Mittag, keine Berichterstattung am Morgen.

Wie eine Sprecherin des israelischen Rundfunks bestätigte, streiken die Mitarbeiter heute und morgen für mehrere Stunden. Grund ist die Schließung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt IBA. Sie soll durch einen kleineren Sender ersetzt werden. Israelischen Medienberichten zufolge steht eine komplette Umstrukturierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bevor: Die Gebühren sollen abgeschafft und durch staatliche Zuschüsse ersetzt werden. Allen 1.600 IBA-Mitarbeitern soll gekündigt und nur rund ein Drittel für den neuen Sender eingestellt werden.

ROG: Berichterstattung über Krim-Krise von Desinformation geprägt

Wir haben einen Informationskrieg.

Mit diesen Worten beschreibt die ukrainische Journalistin Ivanna Kobernik den derzeitigen Stand der Berichterstattung über die Krim-Krise. Gemeinsam mit der Organisation "Reporter ohne Grenzen" wies sie auf die Taktik der russischen Regierung hin. Medien und Journalisten seien nur Spielball der Propaganda, sie würden in ihrer Arbeit behindert. Kobernik kritisierte die übermächtige russische Propaganda in der Ostukraine und auf der Krim. Gleichzeitig habe die schwache Informationspolitik der ukrainischen Übergangsregierung in den vergangenen Tagen dem nichts entgegen gesetzt.

Musikindustrie: Erstes Umsatzplus seit zwölf Jahren

Die Musikindustrie verbreitet ausnahmsweise einmal gute Nachrichten: Der Branchenverband IFPI verkündete für 2013 das erste Umsatzplus in Europa seit zwölf Jahren.

Verantwortlich dafür sind dem Verband zufolge vor allem die positiven Zahlen aus dem Internet-Geschäft: Vor allem Downloads und Streaming-Dienste hätten im vergangenen Jahr für schwarze Zahlen gesorgt. So hätten Angebote wie Spotify ein Umsatzplus von 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbucht. Im gleichen Zeitraum sei das CD-Geschäft weiter zurück gegangen. Nach den USA und Europa brächen jetzt auch asiatische Märkte ein, etwa der CD-Handel in Japan.

Ai Weiwei: Ein Treffen mit Merkel wäre wie Weihnachten

Für ihn wäre ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wie Weihnachten.

So äußert sich der chinesische Künstler Ai Weiwei im Interview des Magazins "Weltkunst". Merkel sei eine der wenigen gewesen, die seinen Fall nicht unter den Tisch hätten fallen lassen. Seine Wandlung vom Künstler zum politischen Aktivisten könne er dagegen nur teilweise nachvollziehen: Irgendwann habe man angefangen, ihn Aktivist zu nennen, aber er bleibe immer ein Künstler. Das schlimmste, was er in seinem Leben jemals gehört habe, sei der Ratschlag seines Vaters, er könne mal ein guter Politiker werden. Ai Weiwei darf seit Monaten sein Heimatland China nicht verlassen.

Wuppertal: Bühnengenossenschaft gegen Abschaffen von Festverträgen

Die Bühnengenossenschaft GDBA befürchtet, dass das künstlerische Niveau der Wuppertaler Oper nachhaltig beschädigt wird.

So lautet die Reaktion auf die Ankündigung des Intendanten Toshiyuki Kamioka, in Zukunft auf den klassischen Ensemblebetrieb zu verzichten. Aus Kostengründen soll es in Zukunft statt Festverträgen nur noch Gastsänger geben. Die Genossenschaft vermutet, dass der Spielbetrieb nur noch durch die Ausbeutung junger Menschen zustande kommen werde. Zudem gebe es Hinweise, dass Gastverträge weit unter branchenüblichen Standards vergütet werden sollten. Die Stadt Wuppertal ist verschuldet, entsprechend hoch ist der finanzielle Druck auf die Kulturszene.

Internet: YouTube sperrt Kanal von Russia Today für drei Stunden

Wer den YouTube-Channel von Russia Today anwählen wollte, hatte heute Vormittag kein Glück.

Stattdessen erschien der Hinweistext: Die Seite sei wegen wiederholter oder schwerwiegender Verstöße gegen die YouTube-Richtlinien, irreführender Inhalte oder aufgrund anderer Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen gesperrt. Wie der vom Kreml finanzierte Sender auf seiner Internetseite mitteilte, dauerte die Sperrung drei Stunden. Youtube hat sich zu den näheren Gründen bisher nicht geäußert.

Lokalteil: Kölner Zeitungen legen Lokalredaktionen zusammen

Eigentlich konkurrieren der "Kölner Stadt-Anzeiger" und die "Kölnische Rundschau" um die Leser in der Region.

Wie das Medienhaus M. DuMont Schauberg MDS und der Heinen-Verlag bekannt gaben, sollen nun vier Lokalredaktionen der beiden Blätter zuammengelegt werden. So wolle man ohne Kündigungen 30 Redakteursstellen abbauen. Dafür gründen beide Unternehmen eine Redaktionsgemeinschaft, in denen die angestellten Journalisten zwar gleich entlohnt werden, ein Tarifvertrag aber nicht gelte. Die neue Redaktion wird laut Unternehmensangaben nach wie vor getrennte Lokalteile produzieren.

Ex-Kulturstaatsminister Neumann: Deutschland definiert sich über Kultur

Nach Ansicht des früheren Kulturstaatsministers Bernd Neumann ist Deutschland die "Kulturnation Nummer 1".

Der CDU-Politiker und jetzige Präsident der Filmförderanstalt sagte der "Bild"-Zeitung, die deutsche Gesellschaft definiere sich nicht zuletzt über ihr breites Kulturangebot. Laut Neumann müssen sich der deutsche und europäische Film nicht hinter US-Produktionen verstecken. Es sei gut, dass die Europäer andere Geschichten zu erzählen hätten, als die Amerikaner. Der Deutsche Kulturrat verleiht Neumann heute Abend den Kulturgroschen 2014. Geschäftsführer Olaf Zimmermann sagte, Neumann habe in seinen acht Jahren als Kulturstaatsminister das Amt deutlich gestärkt.

Dokumentarfilmerin Poitras: Ich sehe mich als Künstlerin, nicht als Dissidentin

Sich als Dissidentin oder Aktivistin zu bezeichnen, fände Laura Poitras übertrieben.

Die US-Dokumentarfilmerin sagte der "Berliner Zeitung", dennoch könne sie mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass die Gesellschaft politische Zusammenhänge besser begreife. Poitras wurde bekannt, als sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Glenn Greenwald den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden interviewte. In Berlin arbeitet sie jetzt an ihrem nächsten Film. Hier könne sie ihre Quellen besser schützen als in den USA, sagte Poitras. In ihrer Heimat drohe ihr dagegen möglicherweise sogar ein Gerichtsverfahren.

Das neue Werk der Filmemacherin beschäftigt sich mit den Folgen des "Krieges gegen den Terror".

Yogeshwar: Gesellschaft muss verdecktes Potenzial des Internets nutzen

"Das digitale Tier ist lieb und tut keinem etwas! Warum also Angst haben?"

Diese Sichtweise hält Ranga Yogeshwar für gefährlich. Der Wissenschaftsjournalist kritisiert in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", trotz NSA-Affäre chatte und poste die Gesellschaft hemmungslos weiter. Yogeshwar sieht in der aktuellen Nutzung des Internets eine Gefahr: der Mensch werde zum digitalen Objekt und damit zur Zielscheibe für Unternehmen, die nur Geld verdienen wollten. Laut dem Journalisten liegt das Potenzial des Internets aber woanders. Er plädiert dafür, dass die Bürger im Netz kreativ werden und sich austauschen. Als Beispiele nennt er kostenlose Lernplattformen oder Tauschbörsen.

Kulturrat: Bund muss Zuschüsse zur Künstlersozialversicherung erhöhen

Geht es nach dem Deutschen Kulturrat, muss der Bund die Zuschüsse zur Künstlersozialversicherung erhöhen.

Geschäftsführer Olaf Zimmermann erklärte, ohne eine neue Regelung könne die Versicherung nicht stabilisiert werden. Gleichzeitig schloss sich der Kulturrat einer Petition des Deutschen Tonkünstlerverbandes an. Dieser hatte mit mehr als 70.000 Unterzeichnern gefordert, dass Unternehmen alle vier Jahre daraufhin kontrolliert werden, ob sie ihre Abgaben an die Künstlersozialkasse regelgerecht leisten. Gestern hatte sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit der Forderung befasst.

Architekt Zumthor: Gebäude sind "Berührung mit dem Leben"

"Jedes gute Gebäude von mir hat einen emotionalen Kern, eine Art Berührung mit dem Leben."

Davon ist der Schweizer Architekt Peter Zumthor überzeugt. Er sagte dem "Tagesspiegel", bei der Beschäftigung mit dem Entwurf entstehe ein Gefühl für den Ort und für die Menschen, die mit dem Bauwerk zu tun hätten. Als Beispiel nannte Zumthor das Kunstmuseum Bregenz. Dort habe er ein Gebäude mit harten, klaren Formen schaffen wollen, das das Licht des Bodensees aufnimmt. Wichtig sei für ihn vor allem sorgfältiges Arbeiten, betonte Zumthor. Es gehöre zur Würde des Menschen, dass Arbeit angemessen bezahlt werde. Nur dann könne sie ordentlich ausgeführt werden.

Xanten: Archäologen bauen historisches Schiff nach

Man braucht fünf Tonnen Eichenholz, 2.000 Eisennägel und 25 Meter Eisenband - und schon kann es losgehen.

In Xanten bauen Archäologen und Schiffskonstrukteure einen historischen Lastenkahn nach. Dabei handelt es sich um ein Plattbodenschiff, das im ersten Jahrhundert nach Christus ein wichtiges Transportmittel auf den Binnengewässern war. Vorbild ist ein ähnliches Schiff, dass vor über 20 Jahren bei einer Ausgrabung entdeckt wurde. In einem Jahr soll der erste Nachbau eines Lastenkahns dieser Art auf Jungfernfahrt gehen. Bis dahin wollen die Wissenschaftler mehr über den Schiffbau der Römer erfahren haben.

Aktivistin: Situation für Frauen in Saudi-Arabien verschlechtert sich

Nach Ansicht von Asisa al-Jussif wird die Lage von Frauen in Saudi-Arabien von Jahr zu Jahr schlechter.

Die Lektorin und Aktivistin sagte dem privaten saudischen Fernsehsender "Rotana", Aktionen von Frauenrechtlerinnen hätten nicht dazu geführt, dass sich die rechtliche Stellung der Frauen bessere. Laut al-Jussif verbietet der Staat ihnen etwa auch weiterhin, das Haus ohne ihren Ehemann oder einen männlichen Verwandten zu verlassen. Die Aktivistin bedauerte, dass es keine Möglichkeit für Frauen gebe, ihre Anliegen offiziell vorzutragen. Al-Jussif war unter anderem bekannt geworden, weil sie demonstrativ das Fahrverbot für Frauen in Saudi-Arabien ignoriert hatte.

Expertin: Digitalisierung als Chance für Kurzfilme

Kurzfilmfestivals sind auch in Zeiten von YouTube und Facebook noch wichtig.

Dieser Meinung ist die Kölner Filmexpertin Lisa Gotto mit Blick auf die Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen. Gotto sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Kino biete mit seiner großen Leinwand einen ganz anderen Raum, als ein kleiner Bildschirm. Außerdem ist laut der Expertin das gemeinsame Erleben des Films wichtig. Dennoch sieht Gotto in der mobilen Verbreitung über Handybildschirme auch neue Chancen für den Kurzfilm. Durch das Internet seien völlig neue Präsentationsformen denkbar.

Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen laufen vom 1. bis 6. Mai.

Sydney Biennale: Organisatoren wollen Kunst wieder in den Vordergrund stellen

Die Syndey Biennale soll nach dem Willen der Organisatoren nun endlich die politischen Diskussionen außen vor lassen.

Das haben die Veranstalter in einem öffentlichen Appell angemahnt. Kunstdirektorin Juliana Engberg sagte nach einem Bericht des britischen "Guardian", die Biennale könne sich nun hoffentlich wieder auf die Kunst konzentrieren. Vorausgegangen war eine Diskussion um den Gründungssponsor der Messe, das Unternehmen Transfield. Mehrere Künstler hatten ihre Teilnahme an der Veranstaltung aus Protest gegen die Firma abgesagt. Transfield ist am Betrieb von umstrittenen Auffanglagern für Asylsuchende etwa auf den pazifischen Inseln Nauru und Manus beteiligt. Die Biennale trennte sich daraufhin von ihrem Sponsor. Außerdem trat der Chef des Unternehmens und Sohn des Biennale-Gründers, Luca Belgiorno-Nettis, von seinem Amt als Vorsitzender der Biennale zurück. - Die Biennale findet vom 21. März bis zum 9. Juni statt.

Riad: Religionspolizei beschlagnahmt Werke von Darwish

Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter arabischer Poesie - auf der Buchmesse in Riad hat Mahmud Darwish offenbar trotzdem nichts zu suchen.

Wie die französische Zeitung "Le Figaro" schreibt, hat die saudi-arabische Religionspolizei etwa 10.000 Bücher beschlagnahmt, darunter Werke Darwishs. Zur Begründung hieß es, die Texte enthielten blasphemische und atheistische Züge. Der vor vier Jahren verstorbene Schriftsteller gilt nicht nur als Chronist palästinensischen Lebens, sondern auch als einer der besten Schriftsteller der arabischen Welt. Sein Tod veranlasste Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas eine dreitägige Staatstrauer zu verhängen.

Krim-Krise: Präsident des Goethe-Instituts gegen Kultur-Boykott

Ein Boykott Russlands auf kulturellem Gebiet ist der falsche Weg.

Davon ist der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, überzeugt. Er sagte im "Deutschlandradio Kultur", das Vorgehen in der Politik sei stark formalisiert und richte sich nach Ritualen. Kultur hingegen könne eher Gespräche in Gang setzen und Klischees auflösen. Laut Lehmann würde das Goethe-Institut eher die Arbeit in Russland und in der Ukraine verstärken als sie einzustellen oder zu reduzieren. Dass zwei Sprachlernzentren auf der Krim bald auf russischem statt auf ukrainischem Staatsgebiet liegen könnten, ist für Lehmann - so wörtlich - "kein Thema". Die Arbeit des Instituts sei ja nicht auf Staaten, sondern auf Menschen bezogen.

Kardinal Urosa ruft Venezuelas Regierung zu Gesprächen auf

Im Konflikt in Venezuela hat sich Kardinal Jorge Urosa zu Wort gemeldet.

Der Erzbischof von Caracas sagte in einem Video-Interview mit der Zeitung "El National", die Regierung müsse den aggressiven Ton in ihrem Reden überprüfen und sich mit den verschiedenen politischen Gruppen des Landes an einen Tisch setzen. Nur so könne sie die Motive der Menschen kennenlernen. Seit Anfang Februar gibt es Proteste gegen die Politik von Präsident Nicolas Maduro. In mehreren Städten des Landes gingen heute erneut tausende Anhänger der Opposition auf die Straße. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf 29 gestiegen.

CPJ veurteilt Inhaftierung von Journalisten in Aserbaidschan

Aserbaidschan sollte endlich die Meinungs- und Pressefreiheit einhalten.

Das fordert das Komitee zum Schutz von Journalisten und verlangt die Freilassung des Reporters Tofiq Yaqublu. Der Journalist der Tageszeitung "Yeni Musavat" war unlängst zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Yaqublu hatte im Januar 2013 über regierungskritische Proteste in der Stadt Ismayilli berichtet. Mindestens acht Journalisten sind aufgrund ihrer Arbeit in der Kaukasus-Republik inhaftiert. - Aserbaidschan übernimmt turnusgemäß im Mai den halbjährlich wechselnden Vorsitz im Europarat.

Früherer Opernintendant Werner Rackwitz gestorben

Der frühere Intendant der Komischen Oper in Berlin, Werner Rackwitz, ist tot.

Wie die Oper bestätigte, starb der gebürtige Breslauer im Alter von 84 Jahren. Rackwitz stand von 1981 bis 1994 an der Spitze des Hauses. Zuvor war er von 1969 bis 1981 stellvertretender Minister für Kultur in der DDR. Rackwitz ermöglichte Inszenierungen, die als kritisches Musiktheater über die Grenzen Berlins hinaus Aufmerksamkeit erregten. Kritiker sagten ihm aber auch nach, dass er als Parteifunktionär in seinen früheren Ämtern "SED-Kulturpolitik nach unten durchgesetzt" habe.

Astronomie: Wissenschaftler entdecken Echo des Urknalls

"Diese Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die grundlegendsten Fragen, nämlich: Warum wir existieren und wann das Universum begann."

Mit diesen Worten bilanziert Avi Loeb von der Harvard-Universität seinen Forschungserfolg. Dem Astrophysiker gelang es gemeinsam mit Kollegen, einen Blick auf den Beginn unseres Universums 13,8 Milliarden Jahre vor unserer Zeitrechnung zu werfen. Die Forscher untersuchten Signale der Hintergrundstrahlung im Weltall und entdeckten darin Hinweise darauf, wie sich das Universum kurz nach dem Urknall verhalten hat. Die Messungen bestätigen eine gängige Theorie. Nach dieser hat sich der Kosmos innerhalb eines Sekundenbruchteils extrem schnell ausgedehnt. - Noch diese Woche soll die Studie in einem Fachmagazin veröffentlich werden, dann können andere Forscher die Ergebnisse genauer überprüfen.

Europäischer Pressepreis für 'Spiegel'-Chefredakteur

Die Chefredakteure von "Spiegel" und "Guardian" bewiesen bei den Enthüllungen zur NSA-Affäre 'Beharrlichkeit' und 'Mut'.

Nun wurden Wolfgang Büchener und Alan Rusbridger in London mit einer Sonderauszeichnung des Europäischen Pressepreises geehrt. Das Hamburger Nachrichtenmagazin und die britische Zeitung veröffentlichten Dokumente über die Praktiken des US-Geheimdienstes NSA. Der Sonderpreis, der in diesem Jahr erstmals vergeben wurde, geht zudem an den türkischen Kolumnisten Yavuz Baydar für seinen Kampf für die Pressefreiheit. Der Europäische Pressepreis wird in vier Kategorien verliehen, die jeweils mit 10.000 Euro dotiert sind.

Ägypten: Eröffnung des neuen archäologischen Museums verzögert sich

Ursprünglich sollte das neue archäologische Museum in Ägypten schon vor zwei Jahren eröffnet werden.

Nun wurde als frühester Termin Herbst 2015 genannt. Der Minister für Altertümer, Mohammed Ibrahim, sagte bei einem Besuch der Baustelle, die Arbeiten kämen voran. Nach Einschätzung einer japanischen Entwicklungshilfeorganisation, die eine der wichtigsten Geldgeber ist, könnte es allerdings noch weitere Verzögerungen geben. In dem Museum sollen 100.000 antike Schätze ausgestellt werden, darunter auch die Mumie des Pharaos Tutanchamun. - Ende Januar war bei einer Bombenexplosion in Kairo das Museum für Islamische Kunst weitgehend zerstört worden.

Museums-Glück: Graphische Sammlung bekommt unveröffentlichte Klimt-Studie

Für diese Studie hat Gustav Klimt mit grünem Buntstift auf Japanpapier gezeichnet.

Der Staatlichen Graphischen Sammlung München ist nun eine bisher unveröffentlichte Klimt-Studie übergeben worden. Sie stammt aus dem Besitz eines US-Sammlers. Es handelt sich dabei um eine Studie zum Gemälde der Industriellen-Tochter Margaret Stonboroug-Wittgenstein. Das Bild aus dem Jahr 1905 ist schon länger im Besitz der Neuen Pinakothek.

Südkorea: Meteoriten werden zum Kulturerbe

In Südkorea sind hunderte Menschen mit GPS-Geräten und Metalldetektoren unterwegs.

Sie suchen in den Hügeln und Reisfeldern rund um die Stadt Jinju nach Meteoriten, die in der Gegend vom Himmel gefallen sind. Vor anderthalb Wochen gab es über der Region einen Meteoritenschauer. Kurz darauf wurden schon zwei mehrere Kilogramm schwere Brocken gefunden. Ein Sprecher der koreanischen Kulturerbeverwaltung sagte, ein Grund für den großen Ansturm seien Gerüchte, wonach die Steine aus dem All Glück brächten. Jetzt sollen alle gefundenen Meteoriten zum Kulturerbe erklärt werden, um zu verhindern, dass sie außer Landes gebracht werden.

".berlin" startet - weltweit erste Städte-Endung im Internet

Die "Straßenkarte" des Internets wird in diesen Wochen vielschichtiger.

Die Hauptstadt-Domain '.berlin' geht heute offiziell an den Start. Sie gehört zu den weltweit ersten 40 neuen Domains, bei denen statt der bekannten Endungen '.de','.org' oder '.com' auch andere Zusätze verwendet werden dürfen. Im Juni 2011 hatte die Internet-Verwaltung ICANN die Erweiterung des Adressraums nach langen Diskussionen beschlossen. Laut ICANN soll so das Netz innovativer und nutzerfreundlicher gemacht werden. Unter anderem werden auch Endungen in nicht-lateinischer Schrift eingeführt - etwa in chinesisch oder arabisch.

Schauspielerin Mareike Carrière im Alter von 59 Jahren gestorben

Die Schauspielerin Mareike Carrière ist vor allem durch ihre Rollen in Fernseh-Serien bekannt geworden.

In "Großstadtrevier" verkörperte sie eine Polizistin. In "Praxis Bülowbogen" war sie als Ärztin neben Günter Pfitzmann zu sehen. Mareike Carrière starb in der Nacht zum Montag in Hamburg an den Folgen einer Krebserkrankung. Das teilte
eine Sprecherin des Managements mit. Mareike ist die Schwester des Schauspielers Mathieu Carrière.

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