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Kulturnachrichten

Sonntag, 2. März 2014

Berlin: Demonstranten verhindern Sarrazin-Veranstaltung

Thilo Sarrazin mobilisiert weiterhin seine Kritiker.

In Berlin haben etwa 100 Demonstranten eine Veranstaltung mit dem umstrittenen Buchautor verhindert. Sie hätten Protestschilder hochgehalten und Sprechchöre skandiert, teilte das Magazin "Cicero" über Twitter mit. Es hatte zu dem Gespräch im Berliner Ensemble eingeladen, das den Auftritt schließlich absagte. Der SPD-Politiker Sarrazin vertritt in seinem neuesten Buch unter anderem kontroverse Thesen zum Thema Meinungsfreiheit in Deutschland und bekräftigt seine Warnungen vor einer zu großen Einwanderung aus islamischen Staaten.

Regisseur von "Hiroshima, mon amour" gestorben

Der französische Regisseur Alain Resnais ist tot.

Das teilte der Produzent seiner letzten Filme, Jean-Louis Livi, mit. Der 91-Jährige sei gestern im Kreis seiner Familie in Paris gestorben. Resnais wurde mit Filmen wie "Hiroshima, mon amour" von 1959 und "Das Leben ist ein Chanson" von 1997 berühmt. Auch als Dokumentarfilmer machte er sich einen Namen. Zum Film kam Resnais über eine Ausbildung zum Cutter und Schauspielunterricht.

Vor Oscar-Verleihung weitere Auszeichnung für "12 Years a Slave"

Einen Tag vor der Oscar-Verleihung hat "12 Years a Slave" erneut eine Duftmarke gesetzt.

Das Sklavendrama des britischen Regisseurs Steve McQueen konnte sich bei der Verleihung des "Independent Spirit Awards" in fünf Kategorien durchsetzen. "12 Years a Slave" wurde in Los Angeles als bester Film, für die Regie, Drehbuch und Kamera ausgezeichnet, dazu Lupita Nyong'o als beste Nebendarstellerin. Der Preis für die beste Hauptrolle ging an Matthew McConaughey in "Dallas Buyers Club". Die "Independent Spirit Awards" erhalten Filmproduktionen, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar gekostet haben.

Goldene Himbeeren für Will und Jaden Smith

Die "Goldene Himbeere" für das schlechteste Leinwandpaar geht in diesem Jahr an Vater und Sohn.

Will Smith und sein Sohn Jaden gewannen für ihre Rollen in dem Science-Fiction-Film "After Earth" auch gleich noch die Trophäen für den schlechtesten Haupt- und den schlechtesten Nebendarsteller. Schlechteste Hauptdarstellerin wurde der Komiker Tyler Perry mit seiner Frauenrolle in "A Madea Christmas".

Die Gewinner der "Goldenen Himbeere" werden traditionell kurz vor den Oscars bekannt gegeben, was von den Preisträgern für gewöhnlich beflissentlich ignoriert wird.

Paco de Lucía in Geburtsort beigesetzt

Weil sich die Familie eine private Trauerfeier gewünscht hatte, haben hunderte Fans des verstorbenen Flamenco-Stargitarristen Paco de Lucía den Gottesdienst auf einem Großbildschirm vor der Kirche verfolgt.

Der Musiker wurde gestern bei strömendem Regen in seiner südspanischen Geburtsstadt Algeciras beigesetzt. Am Ende der Messe stimmten mit de Lucía befreundete Musiker in einen "Cante Jondo" ein, der zu den ältesten Flamenco-Liedern gehört. Anschließend wurde der mit der spanischen und der andalusischen Flagge bedeckte Sarg zum Friedhof gefahren. De Lucía war vergangene Woche mit 66 Jahren einem Herzinfarkt erlegen.

Kardinal Woelki: Müssen unsere Sexuallehre besser erklären

Nein, an der Sexuallehre der katholischen Kirche wird sich nichts ändern.

Das machte der Erzbischof von Berlin, Kardinal Rainer Maria Woelki, in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" deutlich. Darin wurde er nach Konsequenzen aus der vom Vatikan initiierte Befragung der Gläubigen zu ihrem Umgang mit Sexualität gefragt. Woelki stellte klar: Wenn die Kirche in der Vergangenheit von etwas überzeugt gewesen sei, werde es jetzt nicht automatisch falsch. Man müsse sich aber fragen, was man falsch gemacht habe, wenn andere es nicht erkennen könnten. Der Erzbischof plädiert deshalb dafür, Beratungsangebote für Paare auszuweiten und in der Jugendarbeit verstärkt über die christliche Sicht der Ehe zu sprechen.

Stuttgart: Demonstrationen für und gegen Bildungsplan

Der baden-württembergische Bildungsplan, der für die "Akzeptanz sexueller Vielfalt" wirbt, sorgt weiter für Unruhe.

In Stuttgart demonstrierten erneut mehrere hundert Menschen für und gegen das Vorhaben. Dabei kam es zu kleineren Zusammenstößen zwischen den beiden Gruppen.

Der Entwurf zum baden-württembergischen Bildungsplan 2015 sieht vor, dass in Schulen künftig Themen wie Homo- oder Transsexualität ausführlicher und fächerübergreifend behandelt werden.

Bastei Lübbe verzeichnet wenig Fluktuation bei Bestseller-Autoren

Gerade die Bestseller-Autoren hätten sich bisher immer partnerschaftlich verhalten und seien dem Verlag seit Jahren treu.

Der Vorstandsvorsitzende des Verlags Bastei Lübbe, Thomas Schierack, kann im Interview der "Welt am Sonntag" über seine bekanntesten Autoren wie Dan Brown und Ken Follett nur Gutes berichten. Als positiv für die Gewinnung neuer Autoren aus den USA und Großbritannien wertet Schierack den Börsengang des Unternehmens. Seitdem werde man im Ausland ganz anders wahrgenommen und bekomme die Türen schneller geöffnet.

Fußballer dürfen künftig Schleier oder Turban tragen

Die Kopfbedeckung muss ohne potenziell gefährliche Haarnadeln am Kopf befestigt sein.

Wenn Fußballspieler und -spielerinnen diese und andere Vorgaben einhalten, dürfen sie künftig auch mit Kopfbedeckungen wie Schleier oder Turban spielen. Das hat der Weltverband Fifa in Zürich entschieden. Zuvor hatte es in mehreren Ländern Testläufe gegeben. Auslöser war unter anderem ein Antrag des kanadischen Fußballverbands gewesen, da Anhänger der Sikh-Religion in der Provinz Quebec mit Turban spielen wollten.

Amy Winehouse Stiftung startet Schulprogramm gegen Drogenmissbrauch

Seiner Tochter Amy hätte solch ein Präventiv-Programm geholfen.

Das sagte Mitch Winehouse dem britischen "Guardian" über ein Schulprogramm gegen Drogen- und Alkoholmissbrauch, das die Amy Winehouse Stiftung in rund 50 Schulen in Großbritannien finanzieren will. Rund 250 ehemalige Abhängige sollen fünf Jahre lang den Schülern ihre Geschichte erzählen und Workshops abhalten. Mitch Winehouse hatte den Schulbehörden bereits mehrfach vorgeworfen, das Thema Sucht im Unterricht nicht ausreichend zu behandeln. Seine Tochter war 2011 an einer Alkoholvergiftung gestorben.

Katalanische Ortschaft verbietet Burka

Die katalanische Ortschaft Reus hat das Tragen von Burkas und anderen Ganzkörperschleiern in der Öffentlichkeit verboten - obwohl das wiederum in Spanien nicht erlaubt ist.

Eine Sprecherin der Stadt erläuterte, es gehe nur um Sicherheitsaspekte und nicht um religiöse Fragen. Bereits 2010 hatte eine anderen spanische Ortschaft ein entsprechendes Burka-Verbot erlassen - das dann vom Obersten Gerichtshof wieder gekippt wurde. Die Zeitung "El Periodico de Catalunya" weist noch auf einen anderen Aspekt hin: In ganz Reus gebe es nur zwei Frauen, die sich komplett verhüllten.

Professor: "Method Acting" kann gefährlich werden

Macht die "Method Acting" genannte Form des Rollenstudiums die Schauspieler kaputt?

Diese Frage wird derzeit in den USA diskutiert. Der Leiter des Regieinstituts an der Ernst Busch Hochschule in Berlin, Robert Schuster, kann dieser Methode wenig abgewinnen. Wenn die aktuelle große Sehnsucht nach Authenzität dazu führe, dass sich Schauspieler dafür selbst zerstörten, sei das eine teuflische Mischung, sagte Schuster im Deutschlandradio Kultur. Beim Method Acting versuchen die Darsteller, durch Erinnerungen echte Emotionen zu empfinden und für ihre Kunst zu nutzen.

Schuster warnte jedoch davor, dieses Nacherleben von Emotionen zum alleinigen Motiv des Spiels zu machen. Dann sei das Therapie und verlasse den künstlerischen Bereich.

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