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Samstag, 06.06.2020
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 6. Februar 2020

Die ARD nimmt die Bambi-Galas aus dem Programm

Nach rund einem Vierteljahrhundert beendet die ARD die Live-Übertragungen der Bambi-Galas. Der ARD-Koordinator für Unterhaltung, Thomas Schreiber, sagte der Nachrichtenagentur dpa, der Vertrag sei 2019 ausgelaufen. In der ARD habe es ein Votum gegeben, keinen neuen Vertrag zu schließen. Der Bambi von Hubert Burda Media gilt als einer der wichtigsten Medienpreise in Deutschland. Die Auszeichnung gibt es seit 1948. Seit Mitte der 1990er-Jahre übertrug die ARD die Verleihung live im Fernsehen. Burda-Vorstandsmitglied Philipp Welte sagte, die Zusammenarbeit sei über 20 Jahre erfolgreich gewesen. Jetzt gehe man diesen Weg ohne die ARD weiter.

Leitungswechsel beim Hessischen Staatsballett

Bruno Heynderickx, bisher Kurator und stellvertretender Ballettdirektor im Hessischen Staatsballett, wird ab der Spielzeit 2020/21 dessen Leitung übernehmen. Das gab das Haus in einer Pressemitteilung bekannt. Den Posten des Ballettdirektors übernimmt er von Tom Plegge, der sich in Zukunft verstärkt seiner choreografischen Arbeit widmen möchte. Als Hauschoreograf wird Plegge mit einer Neukreation pro Spielzeit das Repertoire des Hessischen Staatsballetts weiterhin prägen.

Satirischer Protest beim "Dresdner Seifenopernball"

Nach den Querelen um den Dresdner Semperopernball ist für den Ballabend am Freitag satirischer Protest auf der Straße angekündigt. Demnach werden rund 500 Menschen zum ersten "Dresdner Seifenopernball" auf dem Schlossplatz erwartet, wie die Stadtverwaltung Dresden bestätigte. Angemeldet hat die Demonstration die Initiative Tolerave, ein Bündnis Dresdner Kulturschaffender. Seit der Verleihung des St. Georgs-Orden an den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi Ende Januar steht der Ballverein als Veranstalter des Semperopernballs in der Kritik. Al-Sisi wird die Verletzung von Menschenrechten vorgeworfen. Nach deutschlandweiten Protesten will der Verein den Orden wieder aberkennen. Seit der umstrittenen Ehrung gibt es Absagen von Künstlern und Prominenten.

NYT knackt 5-Millionen-Marke bei Abos

Das Impeachment-Verfahren und der Vorwahlkampf in den USA haben der Zeitung "New York Times" eigenen Angaben zufolge einen deutlichen Kundenzuwachs beschert. Insgesamt habe das Blatt bis Ende 2019 die Zahl von fünf Millionen Abonnenten übersprungen, teilte die "New York Times" in ihrem Bericht zum letzten Quartal 2019 mit. Dazu gehörten sowohl Print- als auch Online-Nachrichten-Kunden, wobei Letztere knapp 3,5 Millionen ausmachten. Vor allem die turbulente Nachrichtenlage in den USA habe dem Digitalangebot neuen Schwung gegeben: Die Zahl der Nachrichten-Kunden wuchs in den letzten drei Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahr demnach um 30 Prozent.

Bundeszentrale warnt vor Folgen der Internetnutzung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warnt vor den Risiken exzessiver Internetnutzung. Aktuellen Studienergebnissen zufolge weisen fast ein Viertel der 12- bis 17-Jährigen bundesweit einen problematischen Medienkonsum bei der Online-Nutzung auf. Weitere 5,8 Prozent der Altersgruppe litten unter einer computerspiel- und internetbezogenen Störung. Das sei ein "eindeutiger Anstieg". Täglich würden Jugendliche im Durchschnitt rund drei Stunden online in sozialen Netzwerken oder mit digitalen Spielen verbringen. Die Leiterin der Bundeszentrale, Heidrun Thaiss, warnte vor den Folgen der intensiven Nutzung digitaler Medien wie etwa Bewegungsmangel und Konzentrationsproblemen.

Mahnmal-Direktor: Unsagbares wieder salonfähig

Der Direktor des Holocaust-Denkmals, Uwe Neumärker, hat die Politik nach der Wahl in Thüringen zu "klarer Kante" aufgefordert, um sich damit "zu den Werten unserer Demokratie zu bekennen". Es war sei Konsens in dieser Republik gewesen, dass wir uns dazu bekennen, welche Verbrechen in deutschem Namen von Deutschen verübt worden seien. Dieser Konsens ist brüchig geworden, so Neumärker. Er berichtete von verändertem Besucherverhalten auch in dieser zentralen Gedenkstätte. "Das vor fünf Jahren noch vermeintlich Unsagbare ist wieder salonfähig geworden", sagte der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. "Ich glaube nicht, dass Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie oder Rassismus jemals weg waren. Aber man äußert es wieder offen."

documenta erhält Archivalien von Bazon Brock

Das documenta archiv erhält Archivmaterial des Kunstvermittlers und Künstlers Bazon Brock. Seit 1968 brachte Brock mit seinen "Besucherschulen" auf der Kasseler documenta den Menschen Kunst nahe. Die nun übergebene Archivalien umfassen unter anderem Siebdrucke, Korrespondenzen, Dias, Fotos, Lehrmaterialien, Bild- und Tonmaterial, Publikationen und Kunstobjekte. Flankiert wird die Schenkung laut documenta durch eine Spende des Verlegers Hubert Burda, die die Erschließung des Materials ermögliche. Die Arbeiten daran sollten sofort beginnen.

Deutscher Hörbuchpreis für Matschke und Icks

Die Schauspieler Matthias Matschke und Sascha Maria Icks werden mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Matschke erhält die Auszeichnung in der Kategorie "Beste Unterhaltung" für "Achtsam morden", Icks wird für seine Intrepretation von "Agatha Merkwürdens Racheblumen" als "Bestes Kinderhörbuch" geehrt. Zum "Besten Podcast" hat die Jury die NDR-Produktion "Leonora - mit 15 zum IS" gekürt. Die Preise werden am 10. März im WDR-Funkhaus verliehen. Die Preisträger in den Kategorien "Beste Interpreten" sowie "Bestes Hörspiel" waren bereits vergangene Woche bekannt gegeben worden.

DuMont verkauft "Hamburger Morgenpost" an Manager

Die DuMont-Mediengruppe trennt sich von der "Hamburger Morgenpost" (Mopo). Der Wirtschaftsingenieur und Digitalmanager Arist von Harpe wolle das Traditionsmedium neu aufstellen und ihm eine langfristige Perspektive geben, teilte DuMont mit. Er übernehme sowohl das Printgeschäft als auch den Digitalbereich der Zeitung. In der Mitteilung wurde von Harpe mit den Worten zitiert: "Ich glaube fest an das Potenzial der Marke und möchte den Fokus auf echten Lokaljournalismus weiter schärfen und damit die Hamburger noch mehr begeistern." Mit dem Verkauf des Hamburger Blattes schließt DuMont zugleich die Portfolio-Überprüfung seiner Regionalmedien ab. Insgesamt verkaufte das Medienhaus seit vergangenem Herbst vier regionale Tageszeitungen.

Erklärung: Thüringen-Wahl bedroht jüdische Kultur

Das jüdische Kulturfestival "Yiddish Summer" in Erfurt und Thüringens Jüdische Landesgemeinde haben entsetzt auf die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten auch mit Stimmen der AfD reagiert. Dies sei "die Bestätigung unserer schlimmsten Befürchtungen", heißt es in einer gemeinsam verbreiteten Erklärung. Mit der Wahl FDP und CDU einen Tabubruch begangen und die Brandmauer gegen Faschismus und Rechtsextremismus eingerissen. Thüringen solle Heimat jüdischen Lebens und kreativer, impulsgebender jüdischer und jiddischer Kultur bleiben. Dies werde mit einer von rechtsextremen Kräften gewählten Landesregierung eine zunehmend schwere, wenn nicht unmögliche Aufgabe, befürchten die Verfasser der Erklärung.

Appell zur Freilassung von Wikileaks-Gründer Assange

Mehr als 130 Politiker, Künstler und Journalisten fordern die sofortige Freilassung von Wikileaks-Gründer Julian Assange. In einem gemeinsamen Appell, der in Berlin vorgestellt wurde, rufen sie Großbritannien dazu auf, den 48-Jährigen aus medizinischen und menschenrechtlichen Gründen aus der Haft zu entlassen. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören unter anderem zehn ehemalige Bundesminister wie der frühere Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff und die Schriftstellerin Elfriede Jelinek. Seit April sitzt Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten Londons. Die USA fordern seine Auslieferung. Sie werfen ihm vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material über US-Militäreinsätze zu veröffentlichen. Sein Gesundheitszustand gilt als schlecht.

Erklärung: Thüringen-Wahl bedroht jüdische Kultur

Das jüdische Kulturfestival "Yiddish Summer" in Erfurt und Thüringens Jüdische Landesgemeinde haben entsetzt auf die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten auch mit Stimmen der AfD reagiert. Dies sei "die Bestätigung unserer schlimmsten Befürchtungen", heißt es in einer gemeinsam verbreiteten Erklärung. Thüringen solle Heimat jüdischen Lebens und kreativer, impulsgebender jüdischer und jiddischer Kultur bleiben. Dies werde mit einer von rechtsextremen Kräften gewählten Landesregierung eine zunehmend schwere, wenn nicht unmögliche Aufgabe, befürchten die Verfasser der Erklärung.

Coronavirus: Modewoche soll live gestreamt werden

Das neuartige Coronavirus aus China hat die Mailänder Modewoche noch vor ihrem Beginn am 18. Februar erreicht: Angesichts der erwarteten Absagen von chinesischen Einkäufern, Journalisten oder Designern will Italiens Modekammer alle Schauen im Internet live übertragen. Die Modewoche eröffnen soll ein chinesischer Designer, dessen Name bisher allerdings geheimgehalten wird. Drei Marken, darunter - Angel Chen - haben ihre Teilnahme an den Mailänder Schauen bereits abgesagt, weil sie wegen der geschlossenen Fabriken nicht mehr rechtzeitig fertig wurden mit ihren Kollektionen.

Hollywood-Legende Kirk Douglas gestorben

Der legendäre US-Schauspieler Kirk Douglas ist tot, wie sein sein Sohn Michael Douglas bestätigte. Gemeinsam mit seinen Brüdern gab er bekannt, dass Kirk Douglas "uns heute im Alter von 103 Jahren verlassen hat". Der Schauspieler galt als einer der größten Filmstars des 20. Jahrhunderts. In mehr als 80 Filmen wirkte der Sohn russischer Migranten mit, so im Klassiker "Spartacus" von 1960, dem Biopic "Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft" und dem Western "Zwei rechnen ab".

Preußen-Stiftung baut für 2020/21 auf Eröffnungen

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz rechnet in nächster Zeit mit der Wiedereröffnung wichtiger Häuser. Die von Bund und Ländern getragene Stiftung zählt mit ihren Museen und Sammlungen zu einer der international größten und wichtigsten Kultureinrichtungen. In der zweiten Junihälfte soll das sanierte Stammhaus der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden wieder für Publikum zugänglich sein, wie Stiftungspräsident Hermann Parzinger in Berlin ankündigte. Bei der Neuen Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe rechnet Parzinger mit der Schlüsselübergabe im Dezember, einige Monate später ist dann die Eröffnungsausstellung geplant. Im Jahr 2021 folgen das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum. Das 644 Millionen Euro teure Forum im rekonstruierten Berliner Schloss soll von September 2020 an in drei Phasen eröffnet werden.

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