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Kulturnachrichten

Montag, 3. Februar 2020

Kalbarczyk erhält höchsten Literaturpreis des Iran

Der Islamwissenschaftler und Fachreferent der Deutschen Bischofskonferenz, Alexander Kalbarczyk, erhält den World Award for Book of the Year of Islamic Republic of Iran, den höchsten iranischen Literaturpreis. Die Auszeichnung wird dem Wissenschaftler in Teheran von Präsident Hassan Rohani verliehen. Kalbarczyk erhält die Ehrung für seine Dissertation über die Rezeption der griechischen Logik in der islamischen Philosophie.

Führungsduo für Deutsche Digitale Bibliothek

Der Aufbau der Deutschen Digitalen Bibliothek geht offenbar voran. Mit der Berufung des Multimedia-Spezialisten und Erziehungswissenschaftlers Gerke Dunkhase ist die Doppelspitze komplett. Das teilten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin und die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main mit. Dunkhase übernimmt in Frankfurt am Main ab sofort die Leitung der Bereiche Technik, Entwicklung und Service. Julia Spohr unterstehen seit Januar die Geschäftsstelle in Berlin und die Bereiche Finanzen, Recht, Kommunikation und Marketing. Beide Institutionen arbeiten gemeinsam mit zwölf weiteren Mitgliedern am Aufbau der Deutschen Digitalen Bibliothek. Ziel ist es, das digitale Kulturerbe spartenübergreifend auf einem Portal für alle Bürger frei und kostenlos zugänglich zu machen. Dazu sollen die digitalen Bestände von Kultur- und Wissenseinrichtungen in Deutschland vernetzt werden. Es geht unter anderem um digitalisierte Museumsobjekte, Bücher, Musikstücke, Denkmäler, Filme und Urkunden.

Kölner Diözesanrat kritisiert Kardinal Woelki

Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, erntet in seinem Bistum scharfe Kritik für seinen Widerstand gegen die Beratungen beim sogenannten Synodalen Weg. Der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Köln, Kurzbach, sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", Woelki zerstöre die Autorität seines bischöflichen Amtes. Bei ersten Beratungen zu innerkatholischen Reformen hatte Woelki am Wochenende in Frankfurt am Main gesagt, seine "schlimmsten Befürchtungen" seien wahr geworden. Die Unterscheidung zwischen Laien und Geistlichen werde infrage gestellt, sagte er dem Internetportal "domradio.de". Der Synodale Weg soll die katholische Kirche aus der Krise führen. Er wurde von der Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken initiiert und dauert zwei Jahre. Vier Bereiche stehen im Zentrum: Neben der Rolle der Frau in kirchlichen Ämtern und der Sexuallehre sind das klerikaler Machtmissbrauch und die Zukunft des Priesteramtes.

Gitarrist Ivan Kral ist tot

Der tschechisch-amerikanische Rockgitarrist Ivan Kral ist tot. Er erlag am Sonntag im Alter von 71 Jahren einem Krebsleiden. Das bestätigte seine Lebensgefährtin. Kral spielte an der Seite von Stars wie Patti Smith, Iggy Pop und David Bowie. Gemeinsam mit Smith schrieb er unter anderem den Hit "Dancing Barefoot", der später von zahlreichen Interpreten wie U2 und Pearl Jam gecovert wurde. Kral wurde 1948 in Prag geboren. Als Teenager ging er mit seiner Familie in die USA. In New York tauchte er in den 1970er Jahren in die Punkszene ein. Später komponierte er Filmmusik und gründete mit der Band "Native" ein eigenes Trio. Nach der demokratischen Wende 1989 half Kral als Produzent, die nun von staatlicher Gängelung befreite Rockmusikszene weiterzuentwickeln. Der tschechische Außenminister Lubomir Zaoralek würdigte den Verstorbenen bei Twitter als einen "schüchternen Rocker", der immer bereit war zu helfen, und "wirklich feinen Kerl".

Museum Folkwang: Eintritt in Sammlung bleibt frei

Der Eintritt in die Dauerausstellung des Essener Kunstmuseums Folkwang bleibt frei. Die Krupp-Stiftung werde die Finanzierung für weitere anderthalb Jahre übernehmen, teilten die Stiftung und die Stadt Essen mit. Danach wird die Stadt für dauerhaft freien Eintritt in das renommierte Kunstmuseum sorgen. Bereits seit 2015 ist der Eintritt in die ständige Sammlung für Besucher kostenlos. Die Krupp-Stiftung hat dies mit einer Million Euro ermöglicht. Den Angaben zufolge ist das Museum Folkwang das erste große deutsche Kunstmuseum mit einem dauerhaft kostenlosen Eintritt. Seit der Einführung sind die Besucherzahlen signifikant gestiegen, betonte die Stadt.

Auschwitz-Komitee will Friedensnobelpreis für Turski

Das Internationale Auschwitz Komitee würde die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Holocaust-Überlebenden Marian Turski begrüßen. Das teilte die Organisation in Berlin mit. Der 93 Jahre alte Turski - selbst Vizepräsident des Komitees - sei über Jahrzehnte hinweg als Zeitzeuge in vielen Ländern Europas präsent gewesen und habe insbesondere das Gespräch mit jungen Menschen gesucht, heißt es. Außerdem ist er Mitbegründer des Museum zur Geschichte der Juden in Polen. Turski hatte zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers am 27. Januar bei der zentralen Gedenkfeier daran erinnert, dass "Auschwitz nicht vom Himmel gefallen ist". An die jungen Menschen in aller Welt appellierte er dabei mit einem elften Gebot "Du sollst nicht gleichgültig sein!". Der Friedensnobelpreis wird das nächste Mal im Dezember verliehen.

Britische Filmpreise sind vergeben

Bei der Verleihung der Britischen Filmpreisen in London hat Schauspieler Joaquin Phoenix Rassismus beklagt, weil in diesem Jahr alle zehn nominierten Schauspielerinnen und Schauspieler weiß sind. Er sagte, dass "Farbigen" die klare Botschaft vermittelt werde, dass sie nicht willkommen seien. Phoenix wurde für seine Rolle als "Joker" als bester Hauptdarsteller geehrt. Den Preis als Beste Hauptdarstellerin bekam Renée Zellweger für ihre Rolle in "Judy". Gewinner des Abends war das Anti-Kriegsdrama "1917" von Sam Mendes, das sieben Trophäen erhielt, darunter für den besten Film, die beste Regie und die beste Kameraarbeit.

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