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Kulturnachrichten

Montag, 1. Februar 2021

Baselitz schenkt Met in New York sechs Bilder

Der deutsche Maler Georg Baselitz hat dem New Yorker Metropolitan Museum sechs seiner Bilder geschenkt. Dabei handele es sich um 1969 entstandene Porträtbilder, teilte das Museum mit. Sie gehörten zu den ersten, die der 1938 geborene Baselitz auf den Kopf stellte - was später zu seinem Markenzeichen werden sollte. Gemeinsam mit seiner Frau Elke schenkte Baselitz die Bilder dem Metropolitan Museum aus Anlass von dessen 150. Geburtstag im vergangenen Jahr. "New York und das Met haben einen besonderen Platz in unserem Herzen", wurde Baselitz zitiert. "Mit dieser Schenkung möchten Elke und ich auch unsere ganz besondere Verbindung zu den USA zum Ausdruck bringen. Für uns war das Land immer ein Symbol der Freiheit." Bis zum 18. Juli 2021 sollen die sechs Werke unter dem Titel "Georg Baselitz: Pivotal Turn" gemeinsam zu sehen sein.

Zentralrat der Sinti und Roma akzeptiert WDR-Entschuldigung nicht

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma fordert Mitbestimmung in den Rundfunkräten und in der Medienaufsicht der Privatsender. Nur so sei es möglich, "der Normalität des Antiziganismus, wie er sich immer wieder in den Medien zeigt, entgegenzutreten", sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose. Er reagierte damit damit auf die aktuelle Folge der WDR-Fernsehreihe "Die letzte Instanz", für die sich der Westdeutsche Rundfunk inzwischen entschuldigt hat. Zu der Diskussion über das Wort "Zigeunersauce" war kein Betroffener eingeladen worden. Für Rose erfolgte das Bedauern des WDR erst nach öffentlichem Druck. Es ändere nichts am fehlenden Bewusstsein für Antiziganismus, der immerhin aber vielen Zuschauern der Sendung aufgefallen sei, so Rose.

Neukonzeption für das Heeresgeschichtliche Museum Wien gefordert

Das Haus sei in mehrfacher Hinsicht renovierungsbedürftig. So hat Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner den Bericht einer Kommission zum Heeresgeschichtlichen Museum kommentiert. Er zeige, dass die 7300 Quadratmeter für eine weitgehend unkritische und das Militär verklärende Schau genutzt und Feindbilder fortgeschrieben würden, erläuterte der Präsident des Museumsbunds, Wolfgang Muchitsch, die Forderung der Kommission, das Haus völlig neu auszurichten. Das Heeresgeschichtliche Museum, das sich mit allen militärischen Ereignissen des Habsburgerreiches beschäftigt, sollte den Bedeutungswandel des Militärs, die Frage der Gewalt als Mittel der Macht und die Leiden des einfachen Soldaten thematisieren. Das Haus hatte zuletzt 250.000 Besucher im Jahr.

Musiker Kevin McCutcheon mit 66 Jahren gestorben

Der Pianist und Dirigent Kevin McCutcheon ist an den Folgen einer Covid19-Erkrankung gestorben. Das teilte die Deutsche Oper Berlin mit. Dort hatte der 1955 in Pennsylvania geborene Musiker 1985 sein Debüt am Pult gegeben. Später dirigierte er unter anderem regelmäßig das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin sowie das Berliner Ärzte-Orchester. Mit seiner Vielseitigkeit und universellen Musikalität habe er das Klang-Erscheinungsbild der Deutschen Oper Berlin in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten nachhaltiger geprägt als viele ungleich prominentere Solisten oder Dirigenten, schreibt die Deutsche Oper Berlin.

Die Jury der Berlinale steht fest

Einen Vorsitz wird es in der diesjährigen, digitalen Berlinale nicht geben. Dafür aber eine Jury, die aus sechs Gewinnern eines Goldenen Bären besteht. Das hat das Internationale Filmfest in Berlin mitgeteilt. Die rumänische Regisseurin Adina Pintilie, die mit "Touch Me Not" vor drei Jahren den Hauptpreis gewann, gehört dazu. Außerdem ihre ungarische Kollegin Ildiko Enyedi, die Bosnierin Jasmila Zbanic und die Preisträger der letzten drei Jahre: Der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof, der Israeli Nada Lapid und der Italiener Gianfranco Rosi. Die Filme des Wettbewerbs 2021 sollen am 11. Februar vorgestellt werden. Vom 9. bis zum 20. Juni sollen Filme aus allen Berlinale-Sektionen an zehn Spielorten gezeigt werden.

Historiker Otto Dov Kulka mit 87 Jahren gestorben

Er hatte den Holocaust überlebt und in Jerusalem jüdische Geschichte gelehrt: Der Historiker Otto Dov Kulka, geboren 1933 in Mähren. Bekannt wurde er mit seinen Studien zum Antisemitismus der frühen Neuzeit bis zum Nationalsozialismus und über jüdisches Denken in der europäischen Geistesgeschichte. Für sein autobiographisch-essayistisches Buch "Landschaften der Metropole des Todes: Auschwitz und die Grenzen der Erinnerung und der Vorstellungskraft" wurde Kulka, der im ersten Frankfurter Auschwitzprozess 1964 über seine Zeit in Theresienstadt und Auschwitz-Birkenau als Zeuge befragt worden war, 2013 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. Kulka starb am 29. Januar.

MET hat eine Diversitätsbeauftragte

Die Metropolitan Opera in New York bewegt sich weiter. Das Haus stellte Maria Sells ein, um als "Chief Diversity Officer" für Gleichberechtigung, Fairness und Inklusion zu sorgen. In dieser führenden Position arbeiten alle Abteilungen mit ihr zusammen. Bereits im Juni hatte Intendant Peter Gelb einen 4-Punkte-Plan gegen Rassismus vorgelegt. Damit reagierte er auf Kritik der "Black-Lives-Matter"-Bewegung, die kritisierte, die MET sei in ihren Programmen zu weiß und würde in einigen Opernproduktionen rassistische Stereotype bedienen.

Deutscher PEN fordert mehr Druck auf Lukaschenko

Tief besorgt ist die deutsche Sektion der internationalen Schriftstellervereinigung PEN über die andauernde Gewalt gegen die Opposition in Belarus. Die Bundesregierung und die Europäische Union sollten sich umgehend für alle verfolgten Literatur- und Medienschaffenenden einsetzen, so Vizepräsident Ralf Nestmeyer. Der "Unterdrückungsapparat" des amtierenden Präsidenten Lukaschenko verstärke seit der Präsidentschaftswahl im August die Verfolgung von Journalisten und Journalistinnen immer weiter. Die Drangsalierung von Übersetzern, Autorinnen, Bloggern und Verlegerinnen nehme immer weiter zu. Das deutsche PEN-Zentrum fordere deshalb die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen.

Kritik an Abschiebungen aus Österreich hält an

Der Protest in Österreich hält an: Nach der Abschiebung einer zwölfjährigen Schülerin und ihrer Familie nach Georgien pochten Ende letzter Woche auch Künstler und Künstlerinnen darauf, die UN-Kinderrechtskonvention einzuhalten. Neben Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek kritisieren auch ihre Schriftsteller-Kollegen Marlene Streeruwitz und Robert Menasse die Abschiebung als "menschenverachtend". Menasse legte nun noch einmal nach. Auf Facebook schrieb er: Die Aussage des österreichischen Innenministers Nehammer, ihm seien in dem Fall die Hände gebunden gewesen, mache den ÖVP-Politiker zu einem "Heuchler" und "Zyniker". Der Satz sei eine "Vertuschung der Realität, kurz: Lüge" gewesen, so Menasse.

Massenproduktion: Bernie Sanders Fäustlinge

Die Fäustlinge, die US-Senator Bernie Sanders bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden getragen hat, gehen in Serienproduktion. Eine Grundschullehrerin hatte die Handschuhe aus recycelter Wolle hergestellt und Sanders geschenkt. Das Foto von Sanders mit den Fäustlingen wurde zum Internet-Phänomen. Internetnutzer montierten den Senator in seinem ungewöhnlichen Outfit in andere Fotos: auf einen Sitz in der U-Bahn, auf die Couch in der US-Sitcom "Friends" und auf den Mond. Ein Teddybär-Hersteller aus Sanders' Heimatstaat Vermont stellt wegen der hohen Nachfrage der Handschuhe nun in Zusammenarbeit mit der Lehrerin Jen Ellis eine ganze Serie davon her. Ein Teil der Einnahmen soll an die Make-A-Wish-Stiftung gehen, die sterbenskranken Kindern Wünsche erfüllt.

Musiker Hilton Valentine ist tot

Der britische Musiker und Mitbegründer der Band The Animals, Hilton Valentine, ist tot. Wie sein Label Abkco-Music auf Twitter bekanntgab, starb der Gitarrist bereits am Freitag im Alter von 77 Jahren. "Valentine war ein bahnbrechender Gitarrist, der den Sound des Rock'n'Roll über Jahrzehnte hinweg beeinflusst hat." Berühmt wurden The Animals vor allem durch ihren Hit "House of the Rising Sun" von 1964.
Valentine wurde am 21. Mai 1943 im nordostenglischen North Shield geboren. 1963 gründete er neben anderen mit Eric Burdon als Sänger die Band The Animals. Diese hatte weitere Hits wie "Don't Let Me Be Misunderstood" und "We Gotta Get Out Of This Place", bevor sie sich 1966 trennte und Valentine eine Solokarriere startete.

TV-Produzent Allan Burns ist tot

Der Drehbuchautor und Fernsehproduzent Allan Burns ist mit 85 Jahren gestorben. Fünf Emmys erhielt der US-Amerikaner für seine berühmteste Sitcom, die "Mary Tyler Moore Show". In den sieben Staffeln, die zwischen 1970 und 1977 gezeigt wurden, steht die Figur einer allein lebenden jungen TV-Nachrichtenproduzentin im Mittelpunkt. Burns "revolutionierte" damit das Bild von Frauen, die im US-Fernsehen damals vor allem Hausfrauen zu spielen hatten, heißt es in der "Washington Post". Erfolgreich war Allan Burns darüber hinaus mit den Serien "The Munsters", "Mini-Max" und "Lou Grant".

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