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Montag, 27.09.2021
 
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Kulturnachrichten

Montag, 22. Februar 2021

Elektropop-Duo "Daft Punk" löst sich auf

Das französische Elektropop-Duo "Daft Punk" hat sich getrennt. Das teilte das Management der beiden Musiker mit. Weltweite Bekanntheit erlangten sie unter anderem mit dem Titel "Get Lucky". Vor der offiziellen Bekanntgabe der Trennung hatten die Musiker auf YouTube ein Video veröffentlicht, in dem sie die Auflösung 28 Jahre nach dem Erscheinen ihres Debüt-Albums ankündigten. "Daft Punk" wurde mit sechs Grammy-Musikpreisen ausgezeichnet.

Rätsel um Inschrift auf Munch-Gemälde gelöst

Das norwegische Nationalmuseum hat das Rätsel um den Schriftzug auf Edvard Munchs berühmtem Gemälde "Der Schrei" gelöst: Der kaum lesbare Satz im oberen linken Bildteil "Kann nur von einem Verrückten gemalt worden sein!" stamme vom Meister selbst, teilte das Museum in Oslo mit. Das sei mit Hilfe von Infrarotaufnahmen festgestellt worden. Es bestehe kein Zweifel, dass es sich um Munchs eigene Inschrift handele, erklärte die Kuratorin Mai Britt Guleng. "Der Schrei" - auf Norwegisch "Skrik" - zählt zu den bekanntesten Motiven der Kunstgeschichte. Er ist zu einem zeitlosen Ausdruck menschlicher Angst und selbst zur Vorlage verschiedener Emojis auf dem Smartphone geworden. Munch hat vier "Schrei"-Versionen gemalt. Neben dem Original aus dem Jahr 1893 zählt die spätere Version von 1910 zu den berühmtesten.

Neue Leiterin für Theaternachwuchs in Berlin

Die Berliner Festspiele bekommen eine neue Leiterin für ihre Nachwuchswettbewerbe, darunter das Theatertreffen der Jugend. Die Berliner Regisseurin, Autorin und Kulturmanagerin Susanne Chrudina übernehme den Posten, teilten die Festspiele mit. Bisher wurden die vier Bundeswettbewerbe für Jugendliche von Christina Schulz geleitet. Sie gebe den Posten nach elf Jahren ab und wechsle in die Intendanz des Berliner Theaters an der Parkaue.

Konzept für Rückkehr von Kultur- und Sportbetrieb

Der Deutsche Bühnenverein und der Deutsche Kulturrat haben auf ein Konzept von Experten und Wissenschaftlern für eine kontrollierte Rückkehr von Zuschauern und Gästen zu Veranstaltungen aufmerksam gemacht. Das Diskussionspapier wird von mehr als 40 führenden Einrichtungen und Organisationen aus den Bereichen Kultur und Sport unterstützt, heißt es in der Mitteilung des Kulturrates. An dem Konzept hätten namhafte Experten aus den Fachbereichen Infektiologie und Virologie, Raumlufttechnik, Gesundheitsökonomie, Sportmedizin, Kultur sowie Rechtswissenschaften gearbeitet. Dabei würden verschiedene Modelle sowohl für Indoor- als auch für Outdoor-Veranstaltungen zur Diskussion gestellt. Das Basiskonzept könnte ausgebaut werden, um die Zahl der Zuschauer und Gäste pro Veranstaltung schrittweise zu erhöhen.

NRW will bessere soziale Absicherung für Künstler

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will Nordrhein-Westfalen eine bundesweit bessere soziale Absicherung von Künstlern vorantreiben. Gerade die freischaffenden Künstler hätten keine großen Rücklagen, sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen der Deutschen Presse-Agentur. Das werde auch bei der Frühjahrstagung der Kulturminister ein Thema sein. Vorerst seien die Corona-Hilfsprogramme unverzichtbar, aber es dürfe nicht noch einmal passieren, dass Künstlerinnen und Künstler urplötzlich vor dem Nichts stünden, so die parteilose Politikerin. Es müsse möglich sein, im Sozialversicherungsrecht Lösungen für eine bessere Absicherung zu finden.

Australische Regierung: Keine Facebook-Anzeigen

Der Streit zwischen Australien und Facebook verschärft sich weiter. Die Regierung in Canberra kündigte an, keine Anzeigen mehr in dem sozialen Netzwerk zu schalten. Gesundheitsminister Hunt sagte, die Regierung werde im Internet für die Impf-Kampagne werben, die diese Woche startet - nur nicht bei Facebook. Auslöser des Streits ist ein geplantes Gesetz zur Regulierung des digitalen Nachrichtenmarktes. Die Regierung will Facebook und Google vorschreiben, australischen Medienhäusern Nutzungsgebühren für die Verbreitung von deren journalistischen Inhalten zu zahlen. Aus Protest dagegen blockiert Facebook den Zugang zu Nachrichteninhalten.

Blogger brauchen in China staatliche Lizenz

Blogger in China brauchen ab heute eine staatliche Lizenz, wenn sie über politische Themen schreiben wollen. In der neuen Regelung der chinesischen Cyberspace-Behörde wird der Schritt mit einer "Standardisierung" und der "korrekten Ausrichtung der öffentlichen Meinung" begründet. Unzählige Blogger, aber auch Journalisten nutzen sogenannte Mikroblogging-Dienste, um Informationen abseits der staatlichen Medien zu verbreiten. Kritiker sehen in den neuen Vorschriften eine deutliche Verschärfung der Zensur in China.

Neue Proteste in Spanien nach Festnahme

In Spanien halten die gewaltsamen Proteste gegen die Verhaftung des Rappers Pablo Hasél an. Bei Ausschreitungen in Barcelona wurden die sechste Nacht in Folge zahlreiche Geschäfte im Stadtzentrum geplündert, Barrikaden in Brand gesetzt und historische Gebäude beschädigt. In ganz Katalonien nahm die Polizei 38 Menschen fest. Auch in der Hauptstadt Madrid und in anderen spanischen Städten gab es Proteste. Hasél war am Dienstag verhaftet worden, weil er eine neunmonatige Haftstrafe wegen Beleidigung der spanischen Königsfamilie und staatlicher Institutionen nicht angetreten hatte.

"Neues Europäisches Bauhaus" auf gutem Weg

Die EU-Kommission sieht ihr Projekt für ein "Neues Europäisches Bauhaus" gut gestartet. Den Reaktionen zufolge sei man auf einem guten Weg, sagte EU- Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen während eines Auftritts bei der Online-Konferenz "Digital Life Design All Stars". Es gebe viel Interesse von Architekten, Künstlern und Designern nicht nur aus Europa, sondern auch aus Japan und den USA. Das sogenannte "Neue Europäische Bauhaus" ist ein ökologisches, wirtschaftliches und kulturelles Projekt, mit dem Design, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Investitionen kombiniert werden sollen. Damit solle auch ein Beitrag zum europäischen grünen Deal geleistet werden, der die Europäische Union bis 2050 klimaneutral machen soll. Die Kommission hatte im Januar die Gestaltungsphase des Projekts eingeläutet. Zum Herbst sollen Vorschläge mit Ideen veröffentlicht werden.

"1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" eröffnet

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit einem digitalen Festakt in der Kölner Synagoge das Jubiläumsjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" eröffnet. In seiner Rede würdigte Steinmeier den Beitrag von Juden zur deutschen Geschichte. Das Judentum habe entscheidend zum Aufbruch Deutschlands in die Moderne beigetragen. Zugleich erinnerte er an jahrhundertelange Ausgrenzung und Verfolgung und an die aktuelle Bedrohung jüdischen Lebens angesichts von offenem Antisemitismus. In den kommenden Monaten soll ein bundesweites Veranstaltungsprogramm die deutsch-jüdische Geschichte und Gegenwart ins öffentliche Bewusstsein rücken. Die Veranstaltungen sollen ausdrücklich auch dem wachsenden Antisemitismus begegnen.

NRW will bald neue Leitung für Joseph-Beuys-Museum

Im Joseph-Beuys-Jubiläumsjahr soll es am Museum Schloss Moyland einen Neustart geben. Jahrelang war um das Haus gestritten worden, das über den weltweit größten Bestand an frühen Beuys-Werken verfügt. Nun wird der Weg frei für eine neue Führung am Niederrhein. Die nordrhein-westfälische Landesregierung will den seit langem verwaisten Führungsposten noch in diesem Jahr neu besetzen. Die Zeit sei reif, wieder nach einer künstlerischen Leitung zu suchen, sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) der Nachrichtenagentur dpa. Moyland verfügt über 6.000 frühe Werke von Beuys. Im Archiv werden zehntausende Dokumente und Fotos aufbewahrt. Das Museum ist auch beteiligt an dem geplanten Ausstellungsreigen zum 100. Geburtstag des Künstlers.

Vorwürfe sexueller Gewalt gegen griechischen Regisseur

Die griechische Polizei hat den Theaterregisseur Dimitris Lignadis in Gewahrsam genommen. Lignadis war Anfang Februar nach Vorwürfen sexueller Nötigung von seinem Posten als Künstlerischer Direktor des Nationaltheaters zurückgetreten. Zwei Männer beschuldigen ihn außerdem der Vergewaltigung. Seiner Verhaftung war er zuvorgekommen, indem er sich nun der Polizei stellte. Lignadis hat die Vorwürfe von sich gewiesen. Die Oppositionsparteien im griechischen Parlament werfen Kulturministerin Lina Mendoni Vertuschungsversuche im Fall Lignadis vor und fordern ihren Rücktritt. Mendoni ihrerseits beschuldigt Lignadis, sie über die Vorwürfe gegen ihn angelogen zu haben.

Münchner Filmproduzent fordert baldige Kinoöffnungen

Der Filmproduzent Martin Moszkowicz hat sich für baldige Kinoöffnungen
ausgesprochen. Hygienekonzepte und Schnelltests für die Besucher ließen das zu, sagte der Chef der Constantin Film der Nachrichtenagentur dpa. "Wir testen jede Woche tausende von Mitarbeitern, damit fahren wir bislang sehr gut", fügte Moszkowicz hinzu. So habe es keine größeren Ausbrüche an den Drehorten gegeben. Einfach alles zuzumachen und dann ganz langsam und vorsichtig wieder aufzumachen, sei nicht die einzige Alternative, betonte der Constantin-Chef. Die Münchner Produktions- und Verleihfirma konnte ebenso wie andere Firmen viele Filme nicht an den Start bringen, weil die Kinos seit November geschlossen sind. Streaming- oder DVD-Angebote könnten das nicht kompensieren.

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