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Kulturnachrichten

Dienstag, 20. Februar 2018

Schauspieler und Sprecher Christian Rode gestorben

Rode lieh vielen Filmgrößen seine Stimme

Der Schauspieler und Sprecher Christian Rode ist mit 81 Jahren in Berlin gestorben. Das teilten seine Sprecherschule und die Agentur Stimmgerecht mit. Die Liste der Filmgrößen, die Rode ins Deutsche synchronisierte, ist sehr lang und reicht von Michael Caine über Rock Hudson bis hin zu Christopher Plummer. Er sprach unter anderem "Frankenstein" Peter Cushing, "Dracula"-Darsteller Christopher Lee und "Theater des Grauens"-Star Vincent Price. "Kindern wird seine Stimme des Bert aus der Sesamstraße für immer unvergesslich bleiben", sagte Björn Akstinat, Autor eines Fachbuchs zum Thema Hörspiel, über den gebürtigen Hamburger Rode. Gemeinsam mit Kollege Peter Groeger, der die Rolle des Dr. Watson übernahm und auch erst vor einem Monat verstarb, vertonte Rode alle Sherlock-Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle.

Centre Pompidou bleibt mit Zweigstelle in Málaga

Zusammenarbeit bis 2025 verlängert

Das Centre Pompidou wird seine Dependance in Málaga über 2020 hinaus betreiben. Aufgrund des Erfolgs der im März 2015 eröffneten und ursprünglich auf fünf Jahre befristeten Zweigstelle haben das Pariser Museum und die Stadt ihre Kooperation verlängert. Wie das Mutterhaus mitteilte, wurde die Zusammenarbeit bis 2025 verlängert. Seit der Eröffnung haben mehr als 500 000 Besucher die Dependance direkt am Hafen besichtigt. Sie wird von Paris mit temporären Werkschauen bespielt und zeigt daneben eine Dauerausstellung, die alle zwei Jahre erneuert wird. Málaga zahlt dafür jährlich mehr als eine Million Euro. Der futuristische Glasbau, der wegen seiner Würfelform "El Cubo" genannt wird, gehört der Stadt, die das bereits existierende Gebäude für fünf Millionen Euro umbauen ließ.

Karlsmedaille für englischen Historiker Ian Kershaw

Kershaw sei ein "wahrer Unterstützer eines gemeinsamen Europas"

Der englische Historiker Sir Ian Kershaw wird mit der Karlsmedaille für europäische Medien ausgezeichnet. Kershaw, der als einer der bedeutendsten Experten für die Geschichte des Nationalsozialismus gilt, habe in seinen Büchern eindrucksvoll dargestellt, warum die europäische Einigung ein Friedensprojekt sei, heißt es in der Begründung des Aachener Vereins "Médaille Charlemagne". Kershaw sei ein "wahrer Unterstützer eines gemeinsamen Europas". Mit der Karlsmedaille werden Menschen und Institutionen aus dem Medienbereich ausgezeichnet, die in besonderer Weise zur europäischen Einigung und zur Herausbildung einer europäischen Identität beigetragen haben.

Programm der Mülheimer Theatertage steht fest

Bewährte Namen wie Jelinek stehen neben neuen wie Amir

Terrorangst, Trump und andere Verunsicherungen kommen in diesem Jahr bei den 43. Mülheimer Theatertagen auf die Bühne. Acht deutschsprachige, jüngst uraufgeführte Stücke sind zum Festival "Stücke 2018" nach Mülheim eingeladen, wie die Stadt mitteilte. Darunter ist etwa "Am Königsweg" von Elfriede Jelinek. Zwei Autoren und eine Autorin sind erstmals in Mülheim vertreten, darunter etwa Ibrahim Amir, ein in Aleppo geborener Autor und Arzt. Am Ende der Theatertage bestimmt eine Jury, welcher Autor den mit 15 000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikerpreis erhält. Nominiert wurden auch fünf Kinderstücke. Das beste Werk bekommt den "KinderStückePreis", der mit 10 000 Euro dotiert ist. Die Theatertage finden vom 12. Mai bis 2. Juni 2018 in Mülheim an der Ruhr statt.

Berliner Museen erben Werke von Max Beckmann

Insgesamt geht es um 2 Gemälde, 46 Zeichnungen und 52 Drucke

Die Staatlichen Museen zu Berlin haben eine ganze Sammlung wichtiger Werke von Max Beckmann (1884-1950) geerbt. Sie stammen von der im vergangenen Jahr gestorbenen Kunsthistorikerin und Beckmann-Forscherin Barbara Göpel, wie Generaldirektor Michael Eissenhauer mitteilte. Weil ihr Mann, der Kunsthändler Erhard Göpel, während der NS-Zeit eine höchst zwiespältige Rolle spielte, soll die Herkunft des Erbes weiter geprüft werden. Bisher habe sich kein konkreter Verdacht auf Raubkunst ergeben, hieß es. Bei den Werken handelt es sich um die beiden Beckmann-Gemälde "Selbstbildnis in einer Bar" von1942 und "Bildnis Erhard Göpel" aus dem Jahr 1944. Dazu kommen 46 Zeichnungen, die zum Teil Vorstudien zu bekannten Bildern waren. Weitere 52 Drucke waren schon bisher als Dauerleihgabe im Kupferstichkabinett. Erhard Göpel war den Staatlichen Museen zufolge seit 1942 für eine Hitler direkt unterstellte Organisation aktiv am NS-Kunstraub beteiligt. Zugleich jedoch schützte er seinen als "entartet" diffamierten Künstlerfreund Beckmann vor dem Zugriff der Nazis.

Fotograf Max Desfor gestorben

Pulitzer-Preisträger wurde 104 Jahre alt

Der Fotograf Max Desfor ist im Alter von 104 Jahren in Silver Spring, Maryland gestorben. Desfor war vor allem für seine Bilder aus dem Koreakrieg in den 1950er Jahren bekannt. Er sprang mit dem Fallschirm über nordkoreanischem Gebiet ab und schoss dort seine Fotos. 1951 gewann der gebürtige New Yorker den Pulitzer-Preis für ein Foto von flüchtenden Koreanern auf einer zerstörten Brücke. Seit 1933 arbeitete Desfor für die Nachrichtenagentur AP, die er erst 1978, inzwischen Fotochef für Asien, wieder verließ. Sein restliches Berufsleben arbeitete er als Fotodirektor bei U.S. News & World Report.

Tulga Beyerle neue Direktorin des MKG Hamburg

Beyerle ist noch Direktorin des Dresdner Kunstgewerbemuseums

Tulga Beyerle wird neue Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Sie übernimmt zum 1. Dezember 2018 den Posten von Sabine Schulze, die ihren auslaufenden Vertrag um sechs Monate verlängert, um einen guten Übergang zu gewährleisten, wie das Museum mitteilte. Beyerle sagte zu ihrer Berufung: "Das Museum für Kunst und Gewerbe ist mit Sicherheit das lebendigste und mit seiner Sammlung wahrscheinlich das spannendste Haus für angewandte Kunst in Deutschland und weit darüber hinaus. Dazu beizutragen, dass zentrale Themen unserer Gegenwart und Zukunft in Hamburg diskutiert werden und das Museum in dieser Diskussion führend ist, ist mein langfristiges Ziel." Bisher war Tulga Beyerle Direktorin des Dresdner Kunstgewerbemuseums.

Maya-Relikte in Unterwasserhöhlen gefunden

Auch Fossillien wurden bei Tauchgängen entdeckt

Nach Tauchgängen im größten Unterwasser-Höhlensystem der Welt haben Archäologen in Mexiko ihre Funde präsentiert. Unter anderem fanden die Wissenschaftler in den Unterwasserhöhlen Überreste von Bären und riesigen Faultieren, aber auch einen kunstvollen Schrein zu Ehren des Maya-Gottes für Krieg und Handel. Wissenschaftler hatten im Januar herausgefunden, dass die beiden großen Unterwasser-Höhlensysteme auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan, Sac Actun und Dos Ojos, miteinander verbunden sind und damit das größte derartige Höhlensystem der Welt bilden. Mit Hilfe von Unterwassergeräten erkundeten sie in den vergangenen Wochen die Relikte aus vergangenen Epochen.

Simone Veil wird in Pariser Panthéon beigesetzt

Politikerin wird als fünfte Frau in Kuppelbau aufgenommen

Ein Jahr nach ihrem Tod wird die französische Politikerin und Frauenrechtlerin Simone Veil im Juli in der Pariser Ruhmeshalle Panthéon beigesetzt. Wie das französische Präsidialamt mitteilte, soll die frühere EU-Parlamentspräsidentin dort zusammen mit ihrem bereits 2013 verstorbenen Mann beigesetzt werden. Unter den so Geehrten sind bislang nur vier Frauen. Veil war am 30. Juni 2017 im Alter von 89 Jahren gestorben. Die Auschwitz-Überlebende war eine der angesehensten politischen Persönlichkeiten Frankreichs der vergangenen Jahrzehnte. Als Gesundheitsministerin setzt sie 1974 das Recht auf Abtreibung durch und ging damit als Vorkämpferin für die Frauenrechte in die französische Geschichte ein. 1979 wurde sie erste Präsidentin des EU-Parlaments. Zeitlebens setzte sich Veil auch für die Erinnerung an den Holocaust ein.

Slowenien Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2022

Buchmesse- und Kulturministerium-Vertreter unterzeichnen Vereinbarung

Slowenien wird Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2022. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Vertreter der Frankfurter Buchmesse und des slowenischen Kulturministeriums. "Literatur spielt in der slowenischen Gesellschaft eine außergewöhnliche Rolle", sagte der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos. Die Literaturszene Sloweniens sei "sehr lebendig", so Boos laut Mitteilung der Frankfurter Buchmesse. Der slowenische Kulturminister Anton Persak sagte demnach, die slowenische Literatur habe "seit ihren Anfängen im Mittelalter und ihrer Entfaltung Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine konstitutive Rolle in der Entwicklung und dem Bestehen der Nation, der Sprache und nicht zuletzt der Gründung eines souveränen Staates inne".

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