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Kulturnachrichten

Mittwoch, 22. Februar 2017

Kuba: Bücher des Ch. Links Verlag beschlagnahmt

Proteste der Frankfurter Buchmesse

Kubanische Behörden haben Bücher des Berliner Ch. Links Verlags auf der jüngsten Internationalen Buchmesse in Havanna beschlagnahmt. Die Bücher seien aus dem deutschen Gemeinschaftsstand entfernt worden, teilte der Ch. Links Verlag mit. Es habe sich um Titel gehandelt, die sich ganz oder teilweise mit Kuba befassen. Die Frankfurter Buchmesse, die den Stand organisiert hatte, bestätigte den Vorgang. Zwei Personen hätten auf der Buchmesse die Bände mitgenommen. Sollte es sich um Zensur handeln, werde die Messe protestieren, sagte Sprecherin Katja Böhne. Bei den beschlagnahmten Titeln handelt es sich um den aktuellen Band von Hannes Bahrmann "Abschied vom Mythos - Sechs Jahrzehnte kubanische Revolution", der von der Bundeszentrale für politische Bildung angekauft wurde. Auch das Lesebuch "Revolutionen" mit einem Aufsatz des ehemaligen deutschen Botschafters in Havanna, Bernd Wulffen, sei mitgenommen worden. Entfernt worden seien auch die Anthologien "Oh Du, geliebter Führer" über Personenkult sowie "Ostalgie international - Erinnerungen an die DDR von Nicaragua bis Vietnam".

Jay-Z erster Rapper in Songschreiber-Ruhmeshalle

Zeremonie findet im Juni statt

Musiker wie Jay-Z, Babyface und Max Martin werden in diesem Jahr in die Ruhmeshalle der Songschreiber aufgenommen. Die offizielle Aufnahme-Zeremonie werde am 15. Juni in New York stattfinden, teilten die Hall of Fame-Organisatoren mit. US-Medienberichten zufolge handelt es sich bei Jay-Z um den ersten Rapper, dem die Ehre zuteil wird. Die 1969 gegründete Ruhmeshalle, die seit 2010 in Los Angeles auch ein Museum hat, soll laut Selbstbeschreibung die Menschen ehren, "deren Arbeit ein Spektrum der beliebtesten Songs aus den beliebtesten Liederbüchern der Welt" repräsentiert. Mehr als 400 Songschreiber wie Bob Dylan, Paul Simon, Billy Joel, Elton John, Bruce Springsteen, Curtis Mayfield, Phil Collins, Dolly Parton und Leonard Cohen sind bereits Mitglieder.

Mülheimer Dramatikerpreis: Die Nominierten stehen fest

Aus 142 Theaterstücken wurden sieben ausgewählt

Stücke über Gewalt in Zeiten der gesellschaftlichen und politischen Verunsicherung dominieren in diesem Jahr beim Mülheimer Dramatikerpreis. Aus 142 Stücken, die in der Saison 2016/17 uraufgeführt wurden, habe die Jury sieben Stücke für den Wettbewerb ausgewählt, sagte Jury-Sprecherin Cornelia Fiedler in Mülheim. Darunter sind bekannte Theaterautoren wie Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mit ihrem Stück "Wut" sowie Anne Lepper und der Österreicher Ferdinand Schmalz. Erstmals im Rennen sind die Autoren Konstantin Küspert, Milo Rau, Clemens J. Setz und Olga Bach. Bachs Stück "Die Vernichtung" ist als Inszenierung des Konzert Theater Bern auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Der mit 15 000 Euro dotierte Mülheimer Dramatikerpreis gehört zu den begehrtesten Theaterauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Der Preisträger wird Anfang Juni gekürt.

Blogger Yiannopoulos verlässt "Breitbart"

Er sieht sich als Opfer der Presse

Der durch polarisierende Äußerungen bekannt gewordene Blogger Milo Yiannopoulos hat die rechte Online-Plattform "Breitbart" verlassen. Dies teilte er während einer öffentlichen Entschuldigung mit. Anlass waren seine publik gewordenen, befürwortenden Kommentare über Sex von Männern mit minderjährigen Jungen. Er sei Opfer einer "Hexenjagd der zynischen Presse" geworden, sagte er zugleich. Yiannopoulos erklärte, als Jugendlicher sei er zwischen 13 und 16 Jahren Opfer von sexuellen Übergriffen durch zwei ältere Männer geworden. Dies habe ihn dazu veranlasst, zu glauben, er könne alles zu dem Thema sagen, "egal wie empörend". "Aber ich verstehe, dass meine übliche Mischung aus britischem Sarkasmus, Provokation und Galgenhumor vielleicht als Leichtsinn und ein Mangel an Fürsorge für andere Opfer wahrgenommen werden können."

Künstler planen Bowie-Denkmal in London

Gelder für den Bau sollen durch Crowdfunding-Kampagne gesammelt werden

Eine Gruppe von Künstlern will in London ein Denkmal für den verstorbenen David Bowie in Form eines roten Blitzes errichten lassen. Das drei Stockwerke hohe Monument soll in Brixton entstehen, wo der Musiker 1947 geboren wurde, wie die Gruppe mitteilte. Die Form des Denkmals ist eine Reminiszenz an das Album "Aladdin Sane", auf dessen Cover Bowie mit einem aufgemalten roten Blitz im Gesicht zu sehen ist. Das gleiche Coverbild wurde von einem Künstler in Brixton auch auf eine Häuserwand gemalt. Unmittelbar daneben soll nun das Denkmal gebaut werden. Der Ort war nach dem Tod Bowies im vergangenen Jahr zu einer Pilgerstätte für dessen Fans geworden. Die örtlichen Behörden unterstützen das Projekt. Die Künstler wollen über eine Crowdfunding-Kampagne im Internet dafür eine Million Pfund (knapp 1,2 Millionen Euro) einsammeln.

Erste Ausstellung von Vatikan und jüdischem Museum

Thema in Rom ist die Menora

Der Vatikan und das Jüdische Museum in Rom machen erstmals in ihrer eine gemeinsame Ausstellung. Im Zentrum steht die Menora, der siebenarmige jüdische Leuchter und das Symbol für das Judentum. Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum waren jahrhundertelang schwierig, bevor es in den letzten Jahrzehnten eine Annäherung gab. Die Schau öffnet am 15. Mai und ist sowohl in dem kleinen Jüdischen Museum als auch in einem Teil der Vatikanischen Museen zu sehen. ZGeschichteusammengetragen wurden rund 130 Ausstellungsstücke unter anderem aus dem Louvre in Paris, der National Gallery in London und dem Kupferstichkabinett in Berlin.

Stanislaw Skrowaczewski im Alter von 93 Jahren gestorben

Der polnische Dirigent und Komponist war Ehrendirigent des RSO Saarbrücken

Stanislaw Skrowaczewski ist tot. Wie ein Sprecher des Minnesota Orchesters sagte, starb der Ehrendirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters (RSO) Saarbrücken beziehungsweise der Deutschen Radio Philharmonie an den Folgen eines Herzinfarktes, den er Anfang des Monats erlitten hatte. Er wurde 93 Jahre alt. Skrowaczewski hat mit bedeutenden Orchestern in England, Japan und anderen Ländern gearbeitet. Immer wieder kehrte er zum Minnesota Orchester im gleichnamigen US-Bundesstaat zurück, das er seit 1960 über 19 Jahre geleitet hatte. Im Oktober vergangenen Jahres hatte er dabei noch einmal Werke von Anton Bruckner, seinem Lieblingskomponisten, zur Aufführung gebracht. Der Musiker wurde 1923 im polnischen Lemberg geboren und begann bereits mit vier Jahren Klavier und Geige zu spielen. Seine ersten symphonischen Werke komponierte er im Alter von nur sieben Jahren. Mit dem RSO Saarbrücken spielte er sämtliche Sinfonien Anton Bruckners ein und erhielt dafür im Jahre 2002 den "Cannes Classical Award".

Siemens Musikstiftung: Förderpreise vergeben

Je 35.000 Euro für drei junge Komponisten

Die drei Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung gehen 2017 an die Schwedin Lisa Streich, den Dänen Simon Steen-Andersen und den Schweizer Michael Pelzel. Die Auszeichnung für vielversprechende junge Komponisten ist jeweils mit 35.000 Euro dotiert und wird ergänzt durch die Produktion einer Porträt-CD.

Gestohlenes Lagertor kehrt nach Dachau zurück

Immer noch keine Hinweise auf die Diebe

Das Tor des Konzentrationslagers Dachau kehrt heute in die KZ-Gedenkstätte zurück. Unbekannte hatten es vor mehr als zwei Jahren gestohlen. Im vergangenen Dezember wurde es nach anonymen Hinweisen auf einem Parkplatz nahe der norwegischen Stadt Bergen entdeckt. Hinweise auf die Täter gebe es nach wie vor nicht, teilte die Polizei mit. In Dachau soll das schmiedeeiserne Tor mit der Inschrift "Arbeit macht frei" zunächst restauriert werden.

Amnesty-Jahresbericht: Menschenrechte stark bedroht

Auch in Europa werden Standards ausgehöhlt

Amnesty International beklagt eine zunehmende Einschüchterungspolitik gegen Regierungskritiker und warnt vor Folgen für die Menschenrechte. "Viele Regierungen und politische Gruppierungen erklären Kritiker pauschal zu Feinden, denen Rechte abgesprochen werden dürfen", mahnte der Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, Markus N. Beeko, in Berlin anlässlich der weltweiten Veröffentlichung des Amnesty-Jahresberichts. Dabei würden einzelne Bevölkerungsgruppen zu "Sündenböcken für soziale und wirtschaftliche Herausforderungen" gemacht. Diese Tendenz sei etwa in den USA, aber auch in der Türkei, Honduras oder auf den Philippinen erkennbar, fügte Beeko hinzu. Auch in Europa würden Menschenrechtsstandards ausgehöhlt, warnte Beeko. Es fehle weiterhin an einer aktiven EU-Flüchtlingspolitik; die Zusammenarbeit mit Libyen nehme schwere Menschenrechtsverletzungen in Kauf.

Ringo Starr und Paul McCartney wieder im Studio vereint

Die beiden Ex-Beatles arbeiten zusammen am neuen Album des Ex-Drummers

Die beiden verbliebenen Ex-Beatles Paul McCartney und Ringo Starr haben wieder gemeinsam Musik eingespielt. Ringo Starr postete am Montag ein Foto von sich und seinem ehemaligen Bandkollegen. Dazu schrieb er: "Danke, dass du rübergekommen bist und gespielt hast. Großartiger Bass. Ich liebe dich Kumpel. Friede und Liebe." Der britischen Nachrichtenagentur AP zufolge arbeiteten die beiden an dem neuen Album des ehemaligen Beatles-Schlagzeugers. Medienberichten zufolge entstand das Foto bereits am Wochenende in Ringo Starrs privatem Studio in Los Angeles. Und McCartney scheint nicht der einzige prominente Unterstützer zu sein, den sich Ringo Starr für sein neues Album an Bord holte. In einem weiteren Tweet war auch das ehemalige Eagles-Mitglied Joe Walsh zu sehen. Zuletzt hatten die beiden Ex-Beatles für Starrs Album "Y Not" 2010 zusammengearbeitet.

Tom Hanks geht unter die Schriftsteller

Hollywood-Star Tom Hanks will Kurzgeschichten veröffentlichen

Hollywood-Star Tom Hanks will im Oktober ein Buch mit Kurzgeschichten herausbringen. Das berichten zahlreiche US-Medien unter Berufung auf den Verlag. Alle 17 Geschichten drehen sich um Schreibmaschinen, die Hanks sammelt und benutzt. "In den zwei Jahren, die ich an den Geschichten gearbeitet habe, habe ich Filme in New York, Berlin, Budapest und Atlanta gedreht und überall geschrieben. Ich habe in Hotels bei Presse-Tourneen geschrieben, ich habe im Urlaub geschrieben. Ich habe im Flugzeug, zu Hause und im Büro geschrieben." Der zweifache Oscar-Gewinner Hanks war vor allem mit Filmen wie "Forrest Gump", "Philadelphia" oder "Apollo 13" bekannt geworden.

Keine Fortsetzung der "Hellboy"-Filme

Reihe war eigentlich als Trilogie geplant gewesen

Einen dritten "Hellboy"-Film wird es nach Auskunft von Regisseur Guillermo del Toro nun endgültig nicht geben. "Ich habe mit allen Beteiligten gesprochen. Ich muss berichten, dass die Fortsetzung zu 100 Prozent nicht passieren wird", schrieb del Toro beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Und damit ist das letzte Wort gesprochen." Der in Mexiko geborene Regisseur hatte 2004 mit "Hellboy" und 2008 mit der Fortsetzung "Hellboy - Die goldene Armee" Erfolge gefeiert. Die Comic-Verfilmungen handeln von einem Dämon und waren eigentlich als Trilogie angelegt gewesen.

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