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Kulturnachrichten

Samstag, 11. Februar 2017

Deutscher Drehbuchpreis für Angelia Maccarone

Regisseurin wird auf der Berlinale von Grütters ausgezeichnet

Die Filmregisseurin und Drehbuchautorin Angelina Maccarone ist mit dem Deutschen Drehbuchpreis 2017 geehrt worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung sowie die Trophäe "Goldene Lola" bekam sie für ihr unverfilmtes Drehbuch "Klandestin" am Rande der Berlinale von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) überreicht. Zur Begründung der Jury hieß es: "Das Drehbuch zeigt auf eindrückliche Weise, wie sehr wir Menschen in dieser globalen Welt miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Es fordert leidenschaftlich dazu auf, Privilegien zu teilen und Verantwortung zu übernehmen."

Navid Kermani erwartet politischen Aufbruch

Schriftsteller beginnt "Theaterreise"

Der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani erwartet von der Politik einen neuen Aufbruch. Der Erfolg des neuen US-Präsidenten Donald Trump zeige, dass "diejenigen begeistern, die für Alternativen stehen", sagte Kermani im Deutschlandradio Kultur. "Nur müssen wir andere Alternativen anbieten als diejenigen, die ganz rechts stehen." An diesem Wochenende beginnt der Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels seine "Theaterreise: Welt aus den Fugen". Dabei lädt er in Theatern und Schulen ein, über die Zukunft Europas und der Demokratie zu diskutieren. Wichtig sei ihm dabei, wieviel angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre "auf dem Spiel steht", so der deutsch-iranische Publizist. Viele Menschen lebten mittlerweile in Parallelöffentlichkeiten, in denen lediglich das eigene Weltbild bestätigt werde. "Das direkte Gespräch bietet die Chance, durch diese Blase hindurchzukommen. Und deswegen wird das Analoge gerade in Zeiten des Internets immer wichtiger", so Kermani.

Berlinale Talents gestartet

Plattform für den Nachwuchs

Unter dem Motto "Courage: Against All Odds" (Mut: Trotz aller Widrigkeiten») widmet sich das Festival wieder der Nachwuchsförderung. Das Programm Berlinale Talents bringt dieses Jahr 250 junge Filmemacher aus aller Welt mit erfahrenen Profis der Branche zusammen. Stargast ist der US-Künstler Christo, der seit seiner spektakulären Verhüllung des Reichstags eine besondere Beziehung zu Berlin hat. Weitere Mentoren sind etwa Agnieszka Holland, Ana Lily Amirpour, Andres Veiel, Isabel Coixet, Raoul Peck und der diesjährige Jury-Präsident Paul Verhoeven.

New Yorker Museum beendet Trump-Dauerprotest-Projekt

Installation von Shia LeBeouf wegen Sicherheitsbedenken beendet

Nach nur drei Wochen hat ein New Yorker Museum die Anti-Trump-Installation des Schauspielers Shia LeBeouf beendet. Eigentlich war das Projekt, bei dem LeBeouf und andere Menschen immer wieder "Er wird uns nicht spalten" in eine Live-Kamera an der Außenmauer des Museums sagen, auf vier Jahre angelegt. Wegen Sicherheitsbedenken wurde es nun aber beendet, teilte das Museum mit. Vor der Kamera waren immer wieder Gegner und Befürworter des US-Präsidenten Donald Trump aneinander geraten. Die Kamera sei zu einem Punkt von Gewalt geworden, hieß es vonseiten des Museum of the Moving Image - und erfülle damit nicht mehr die eigentliche Absicht. Das Museum sei aber stolz, diese einnehmende und zum Nachdenken anregende Installation mit initiiert zu haben. Auf der Homepage des Projektes hieß es, das Museum habe die Installation aufgegeben, die Künstler jedoch nicht.

Berlinale-Kamera für Geoffrey Rush

Rush war schon bei acht Berlinale-Filmen dabei

Der australische Schauspieler Geoffrey Rush hat die Berlinale-Kamera für seine langjährige Verbundenheit mit dem Festival zugesprochen bekommen. Der Oscar-Preisträger, der in "Shine" den psychisch kranken Pianisten David Helfgott spielte, war insgesamt mit acht Filmen bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin vertreten, unter anderem 2011 in Tom Hoopers bewegendem Drama "The King's Speech". Diesmal ist er in Stanley Tuccis "Final Portrait" als Künstler Alberto Giacometti zu sehen, der heute Premiere feiert.

Musikprogramm für Oscar-Verleihung steht

U.a treten Lin-Manuel Miranda, Justin Timberlake und Sting auf

Die für je einen Oscar nominierten Musiker Lin-Manuel Miranda, Justin Timberlake und Sting treten bei der Verleihung der Filmpreise am 26. Februar auf. Zudem werde John Legend, der 2014 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, zwei Titel aus dem 14-fach nominierten Film "La La Land" spielen, teilte die Akademie in Los Angeles mit.

Coen-Brüder schreiben Drehbuch für "Scarface"-Remake

Regisseur ist noch unklar

Im August 2018 soll ein neues Remake des Gangster-Films "Scarface" in die Kinos kommen. Universal Pictures gab das Startdatum bekannt und verkündete auch, dass Joel und Ethan Coen das Drehbuch für den Film aufpolieren sollen. Regie führen werden die Oscar-Gewinner ("No Country for Old Men") nicht. Wer diese Aufgabe übernehmen soll, ist noch unklar. Die Hauptrolle im neuen "Scarface" soll Diego Luna übernehmen. Er tritt damit in die Fußstapfen von Schauspiellegende Al Pacino, der in Brian De Palmas "Scarface" aus dem Jahr 1983 als Gangster Tony Montana brillierte. Auch der Film war damals schon ein Remake. Der Original-"Scarface" erschien 1932.

Vatikan ermittelt wegen papstkritischer Fake-Zeitung

Kritik am Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen auf dem Titel

Nach der Verbreitung einer gefälschten, papstkritischen Ausgabe der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" hat der Vatikan Ermittlungen aufgenommen. Die Vatikan-Gendarmerie untersuche den Fall, wie italienische Medien meldeten. Die Tageszeitung "Il Messaggero" hatte über die Fake-Ausgabe berichtet, die in den vergangenen Tagen per anonymer E-Mail an Kardinäle, Bischöfe und weitere Geistliche gesendet worden war. Auf dem Titel des falschen Osservatore: Ein Artikel, in dem Papst Franziskus auf die Fragen von vier Kardinälen zu seinem Schreiben "Amoris laetitita" antwortet - und zwar nicht mit "Ja" oder "Nein", wie gefordert, sondern mit der Antwort "Ja und Nein". Die Kardinäle hatten im November öffentlich Zweifel an "Amoris laetitia" geäußert und mehr Klarheit im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gefordert. Der Direktor des echten Osservatore, Giovanni Maria Vian, vermutete einen "Kreis von Laien außerhalb des Vatikan" als Urheber der Fake-Zeitung.

Uni-Gebühren: Hohe Rückforderungen in Brandenburg?

Endgültige Entscheidung des Oberverwaltungsgericht steht noch aus

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch rechnet nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts mit hohen Rückforderungen ehemaliger Studenten brandenburgischer Hochschulen. "Das könnte möglicherweise ein zweistelliger Millionenbetrag werden", sagte Münch der Deutschen Presse-Agentur. Das oberste Gericht hatte Anfang der Woche die Rückmeldegebühren der Uni Potsdam für die Jahre 2001 bis 2008 in Höhe von 51 Euro gekippt, weil sie weit über den Verwaltungskosten lagen. "Geklagt haben nur etwa 50 Studenten, aber wir gehen davon aus, dass weitaus mehr Studenten die Gebühr nur unter Vorbehalt gezahlt haben", sagte Münch. Hier müsse man mit Rückforderungen rechnen. Zunächst müsse aber noch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg endgültig über die Rückzahlung entscheiden, betonte die Ministerin.

"Großer Hans Purrmann-Preis" an Sabrina Fritsch

Preis ehrt Künstler unter 40 Jahren, die konsequent ein eigenes Thema verfolgen

Der mit 20 000 Euro dotierte "Große Hans Purrmann-Preis" der Stadt Speyer geht in diesem Jahr an die Kölner Künstlerin Sabrina Fritsch. Die 1979 im saarländischen Neunkirchen geborene Fritsch thematisiere Probleme der Malerei neu und sei dabei für andere Medien und Techniken aufgeschlossen, teilte die Jury mit. Der zum dritten Mal vergebene Preis ist nach dem in Speyer geborenen Maler Hans Purrmann benannt, einem Freund von Henri Matisse. Geehrt werden Künstler unter 40, die unabhängig von Trends oder Vorgaben von Ausstellungsmachern konsequent ein eigenes Thema verfolgen.

Peymann verabschiedet sich vom Berliner Ensemble

79-jähriger stellt Kleists "Prinz von Homburg" als letzte Inszenierung vor

Peymann muss nach 17 Jahren als Intendant sein Amt zur nächsten Saison an Oliver Reese vom Schauspiel Frankfurt abgeben. Zum Abschied brachte Peymann den "Prinzen" als recht traditionelle Inszenierung auf die Bühne. Dafür konnte eine ganze Garde vertrauter Schauspielstars glänzen - allen voran Carmen-Maja Antoni als Obrist Kottwitz und Roman Kaminski als Kurfürst von Brandenburg. Peymann fiel beim Schlussapplaus vor den Schauspielern auf die Knie, schlug die Hände vors Gesicht und verschwand hinter dem Vorhang.

Viele Kinogänger mögen deutsche Produktionen

Knapp zwei Drittel der Befragten sehen gerne Filme aus dem Inland

Das ergab eine Umfrage des Instituts "YouGov" unter gut 1.000 Teilnehmern. Danach gaben 38 Prozent an, sie hätten wenig Interesse an deutschen Produktionen. Tendenziell stehen Frauen Filmen aus Deutschland etwas aufgeschlossener gegenüber: Nur 34 Prozent von ihnen meiden sie eher - im Vergleich zu 41 Prozent der Männer.

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