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Kulturnachrichten

Mittwoch, 25. Februar 2015

Kulturbeauftragter Scholz für europäisches Urheberrecht

Neue Regelung gefordert

Der neue Bevollmächtigte für deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, hat sich für eine Regelung des Urheberrechts auf europäischer Ebene ausgesprochen. "Ein einheitliches europäisches Urheberrecht ist mehr wert als 28 Einzelregelungen", sagte Scholz in Paris bei seinem Antrittsbesuch. Dies sei eine Voraussetzung für die Schaffung eines europäischen Kulturraums. Scholz sprach sich für ein Urheberrecht aus, mit dem klassische, an Inhalten ausgerichtete Geschäftsmodelle auch künftig aussichtsreich bleiben könnten. Gleichzeitig sollten neue digitale Vertriebsformen erprobt werden können. Scholz ist seit Jahresbeginn Kulturbeauftragter.

Heute Abend werden Brit Awards verliehen

Briten ehren ihre Musikgrößen in London

Die Jungs von One Direction und Coldplay, Lilly Allen und Ed Sheeran: Sie alle dürfen sich heute Abend Hoffnung auf einen Brit Award machen. Die Großen und die Newcomer der Musikszene auf der Insel bekommen ihre Trophäen in London überreicht. Per Livestream wird die Zeremonie in alle Welt übertragen. Als internationale Acts sind unter anderem Pharrell Williams, Beyonce und die Foo Fighters nominiert. Sänger Sam Smith, der vor gut zwei Wochen bei den Grammys abgeräumt hat, tritt in der Kategorie Newcomer an.
Auftreten werden laut Veranstalter unter anderem Madonna und die drei verbliebenen Take-That-Mitglieder.

Mehr Geld für ehemalige DDR-Heimkinder

Bundesregierung baut staatlichen Hilfen für ehemalige DDR-Heimkinder aus

Das Kabinett hat heute eine Aufstockung der Mittel auf bis zu 364 Millionen Euro beschlossen. Mit dem Geld soll Betroffenen bei der Bewältigung der Folgeschäden geholfen werden. In der DDR waren zwischen 1949 und 1990 knapp 500 000 Kinder und Jugendliche in Heimen untergebracht, darunter etwa 135 000 in Spezialeinrichtungen, die für besonders grausame Methoden der «Umerziehung» bekannt waren. Bis September 2014 wandten sich rund 27 500 Betroffene mit der Bitte um Unterstützung an den 2012 geschaffenen Fonds. Dadurch war die Aufstockung der Mittel notwendig geworden. Sie gilt zunächst bis 2018. Die Kosten teilen sich Bund und ostdeutsche Länder. Auch für ehemalige Heimkinder aus den westdeutschen Bundesländern gibt es einen Hilfsfonds.

Iran strebt Imagewandel über Kunstförderung an

Präsident Ruhani will Dialog durch Kunst

Der Iran hat in der Welt nicht gerade ein gutes Image: Das umstrittene Atomprogramm, Menschenrechtsverletzungen, Wahlfälschungen oder Holocaust-Leugnungen. Das wollen Präsident Ruhani und seine Leute ändern. Nicht nur über politische Kanäle, sondern auch über Kultur und Kunst. Die Devise lautet: "Versöhnung mit der Welt". Dazu setzt der moderate Kleriker und besonders sein Kultusminister Ali Dschannati auch verstärkt auf Kultur und Kunst. Iranischen Künstler sollen im In- und Ausland aktiver werden, so der Minister, dessen liberale Ansichten besonders beim Klerus äußerst umstritten sind. Den Kulturreformen sollen auch Ausstellungen von ausländischen Künstlern in Teheran weiterhelfen. In Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Galerie Breckner wurde gestern im TMOCA eine Einzelausstellung mit Werken des ZERO-Künstlers Otto Piene eröffnet.

Achenbach zieht gegen Albrecht-Familie in die Berufung

Prozess geht weiter

Kunstberater Helge Achenbach hat seine Verurteilung zu knapp 20 Millionen Euro Schadenersatz an die Familie des Aldi-Erben Berthold Albrecht angefochten. Man habe fristgerecht Berufung eingelegt und Prozesskostenhilfe für Achenbach beantragt, bestätigte das Düsseldorfer Oberlandesgericht. Das Landgericht Düsseldorf hatte Achenbach in einem Zivilprozess im Januar zur Zahlung von 19,4 Millionen Euro Schadensersatz an die Albrecht-Erben verurteilt. Der Kunstberater soll bei Verkäufen von Kunst und Oldtimern an Albrecht unberechtigte Aufschläge vorgenommen habe.

US-Klage gegen Deutschland wegen Welfenschatz

Erben jüdischer Kunsthändler klagen Welfenschatz vor US-Gericht ein

Der Streit um den mittelalterlichen Welfenschatz geht vor ein US-Gericht. Das Wall Street Journal berichtet, dass die Erben jüdischer Kunsthändler in Washington Klage eingereicht haben. Sie fordern den Kirchenschatz von Deutschland zurück, weil er 1935 unter Druck und weit unter Wert abgegeben worden sei. "Würde Deutschland etwas anderes behaupten, würde es noch 2015 Görings Plündereien ausdrücklich billigen", heißt es in dem
Schriftsatz. Der Streit um den Welfenschatz zieht sich bereits über Jahre hin. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz lehnt den Anspruch der Erben ab. Auch die Limbach-Kommission hat sich gegen eine Rückgabe ausgesprochen. Der Welfenschatz besteht aus 44 Meisterwerken mittelalterlicher Kirchenkunst. Die Kläger schätzen den Wert auf 260 Millionen Euro.

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