Seit 23:05 Uhr Fazit

Mittwoch, 13.11.2019
 
Seit 23:05 Uhr Fazit

Kulturnachrichten

Montag, 23. Februar 2015

Vier Oscars für Birdman

Satirisches Künstlerdrama triumphiert bei den Oscars

Bei der 87. Oscar-Verleihung in Los Angeles wurde die bitterböse Satire über das Showbusiness mit vier Oskars ausgezeichnet. "Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit" von Regisseur Alejandro G. Iñárritu gewann in den Königskategorien bester Film und beste Regie und bekam den Oscar für Kamera und Original-Drehbuch. Wes Andersons Groteske "Grand Budapest Hotel", eine deutsche Ko-Produktion, bekam ebenfalls vier Oskars, allerdings in den Nebenkategorien, "Kostümdesign", "Make-up", "Szenenbild" und "Filmmusik". Andersons achter Langfilm war mit neun Nominierungen als Favorit gehandelt worden. Die Darsteller-Oscars gingen an Filme, die nicht zu den großen Abräumern gehörten. Für ihre Hauptrollen wurden der Brite Eddie Redmayne (33) und die Amerikanerin Julianne Moore (54) geehrt - er für seine Darstellung des Physikers Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit", sie für das Alzheimer-Drama "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern". In den Nebenrollen konnten sich J.K. Simmons (60) und Patricia Arquette (46) durchsetzen. Als bester nicht-englischpracher Film wurde das polnische Drama "Ida" ausgezeichnet. Der Schwarzweißfilm handelt von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm bekam die US-Regisseurin Laura Poitras für ihre Dokumentation über Edward Snowden.

"Seid umschlungen" ist das Leitmotiv der Ruhrtriennale

Erste Ruhrtriennale unter Intendant Johan Simons

Mit 40 Produktionen und 140 Veranstaltungen startet die Ruhrtriennale ab dem 14. August 2015 in die erste Spielzeit unter Leitung von Johan Simons. Zu den Höhepunkten der neuen Saison gehört unter anderem eine neue "Rheingold"-Produktion unter der Regie von Johan Simons in der Jahrhunderthalle Bochum. Die Inszenierung soll das Publikum mit einer Fusion aus Klassik und Techno mit neuen musikalischen Ansätzen konfrontieren.
Als weiteres Highlight wird das Festivaldorf "The Good, the Bad and the Ugly" angekündigt. Die Installation des Ateliers Van Lieshout wird in Anlehnung an alte Zechensiedlungen im Bochumer Westpark entstehen. In zahlreichen Behausungen, die teilweise menschlichen Körperteilen nachempfunden sind, können Besucher und Künstler übernachten, arbeiten und diskutieren. Simons will in seiner Intendanzzeit vor allem das Konzept der «Kreationen» wiederbeleben, das von dem ersten Triennale-Intendanten Gerard Mortier entwickelt wurde. Dadurch sollen spartenübergreifende Produktionen aus Schauspiel, Musik, Tanz und Installation entstehen.

Kulturstaatsministerin will Gesetz zum Schutz nationaler Kunst

Monika Grütters (CDU) will den Verkauf national wichtiger Werke ins Ausland stoppen

Dafür sollen offenbar die Kompetenzen der Bundesländer beschnitten werden. "Richtig ist, dass öffentliche Sammlungen zukünftig verstärkt und umfassender geschützt werden sollen", bestätigte ein Sprecher der Kulturstaatsministerin der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Die Einzelheiten zu einer gesetzlichen Regelung befänden sich derzeit noch in Abstimmung. Bislang werden Ausfuhrverbote für Kunst wirksam, indem die Bundesländer einzelne Werke in das Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes eintragen lassen. Diese Länderkompetenz will Grütters beschneiden. Der Vorteil einer solchen Neuregelung sei, "dass öffentliche oder öffentlich geförderte Sammlungen und Archive, die bestimmte Kriterien erfüllen, dadurch generell unter Schutz gestellt seien und damit die bisher erforderliche Eintragung als national wertvoll künftig entbehrlich sei."

Corinna Harfouch erhält Berliner Theaterpreis

Die Schauspielerin Corinna Harfouch (60) wird geehrt

Für ihre außerordentlichen Verdienste um das deutschsprachige Theater wird die Charakterdarstellerin Corinna Harfouch (60) mit dem Berliner Theaterpreis geehrt. Das teilte die Stiftung Preußische Seehandlung mit. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert.
"Sie hat die Geschichte großer Theater-Ensembles mitgeprägt und wurde selbst zur prägenden Schauspielerin ihrer Generation", erklärte die Jury. Der Preis wird am 10. Mai im Haus der Berliner Festspiele vergeben.

Göttingen will Klingebiel-Zelle behalten

Das Land Niedersachsen und die Stadt Göttingen streiten um Kunstobjekt

Es geht um die Klingebiel-Zelle im früheren Landeskrankenhaus in Göttingen, die der Langzeit-Psychiatrie-Insasse Julius Klingebiel (1904-1965) bemalt hat. Das Land möchte die Zelle, die sich in Landesbesitz befindet, ins Sprengelmuseum nach Hannover transferieren. Göttingens Kulturausschuss dagegen will das Kunstwerk in der Stadt behalten und im örtlichen Museum aufbauen lassen. Die Klingebiel-Zelle gilt als herausragendes Werk der sogenannten Außenseiter-Kunst.

Kulturnachrichten hören

Februar 2015
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur