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Kulturnachrichten

Donnerstag, 19. Februar 2015

Nach "Baal"-Verbot:Theater kündigt "kreativen Umgang" damit an

Castorf-Inszenierung darf nur noch zwei Mal gezeigt werden

Nach der Verbannung von Frank Castorfs Interpretation des Brecht-Stückes "Baal" von der Bühne des Münchner Residenztheaters kündigt Intendant Martin Kusej einen "kreativen Umgang mit der entstandenen Situation" an. "Man kann uns aber natürlich nicht das Theaterspielen verbieten, sondern nur die Verwendung bestimmter Texte in bestimmten Zusammenhängen", sagte er heute in München.
Ursprünglich hatte die Autoren-Tochter Barbara Brecht-Schall die Aufführung wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht verbieten lassen wollen, weil es sich bei der Castorf-Inszenierung um eine "nicht autorisierte" Fassung handle. Gestern hatten sich das Residenztheater und der Suhrkamp Verlag, der die Brecht-Tochter vertritt, geeinigt, dass das Stück noch einmal am 28.02. in München und beim Berliner Theatertrefen im Mai gezeigt werden darf.

Wanka eröffnet Wissenschaftsjahr

Bundesweite Veranstaltungen zum Thema "Zukunftsstadt"

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat in Berlin das Wissenschaftsjahr 2015 eröffnet. Unter dem Motto "Zukunftsstadt" gibt es in den kommenden Monaten bundesweit mehrere hundert Veranstaltungen, die sich mit den ökologischen und sozialen Herausforderungen großer Städte befassen. Für lebenswerte und klimaneutrale Metropolen brauche man Antworten auf die demografische Entwicklung und die künftige Energieversorgung, erklärte Wanka zum Auftakt. Die heutige moderne Stadt sei in 150 Jahren gewachsen. Der Stadtumbau müsse sich sehr viel schneller vollziehen.

T.C. Boyle stellte neues Buch in Berlin vor

"Hart auf Hart" bereits in deutschen Buchläden

Der amerikanische Kultautor T.C. Boyle hat erstmals sein neues Buch "Hart auf hart" vorgestellt. Es sei eine "Meditation über die Gewalt in Amerika", sagte Boyle bei der Weltpremierenlesung am Mittwochabend in Berlin. Nach einem realen Fall von 2011 schildert der 66jährige Autor einen entwurzelten jungen Mann, dessen schizophrene Wahnvorstellungen in blutigem Hass münden.
Boyle und der Schauspieler August Diehl lasen abwechselnd auf Deutsch und Englisch aus dem Buch. Es ist Anfang Februar bei Hanser erschienen, die amerikanische Originalfassung kommt im April auf den Markt. Bekannt geworden ist Boyle unter anderem durch "Wassermusik", "Willkommen in Wellville" und "Dr. Sex". Morgen vormittag ist der Autor bei Deutschlandradio Kultur in der Sendung "Im Gespräch" zu Gast.

Menzel-Gemälde bleibt in Düsseldorf - Keine NS-Raubkunst

Jahrelanger Raubkunbst-Streit um Schlüsselwerk beendet

Das berühmte Gemälde "Pariser Wochentag" von Adolph von Menzel bleibt im Düsseldorfer Museum Kunstpalast. Die beratende Kommission für die Rückgabe von NS-Raubkunst hat nach eingehender Prüfung die von der Erbengemeinschaft des jüdischen Bankiers George Behrens geforderte Rückgabe nicht empfohlen. Das teilte die Stadt Düsseldorf heute mit. Nach Ansicht des Gremiums handelt es sich nicht um einen NS-verfolgungsbedingten Vermögensverlust. Damit geht ein jahrelanger Raubkunststreit zu Ende.

Hagen hat bestes Konzertprogramm

Breite des Repertoires ist auszeichnungswürdig

Die Jury des Deutschen Musikverleger-Verbandes ist sich einig: das Publikum des Philharmonischen Orchesters der Stadt Hagen hörte 2014/2015 das beste Konzertprogramm. „Das Saisonprogramm des Philharmonischen Orchester Hagen zeichnet sich durch ein außergewöhnlich breites Repertoire aus, das alle Epochen der klassischen Orchestermusik umfasst. Besonders wichtig für die Auswahl des Preisträgers ist neben der Präsentation zeitgenössischer Musik auch das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an das Repertoire eines Orchesters. .Die Verleihung der Urkunde an das Philharmonische Orchester Hagen und seinen Generalmusikdirektor Florian Ludwig findet am 28. April 2015 in der Stadthalle Hagen statt.

Britpop-Gruppe Blur ist wieder da

Konzert und Studioalbum sind in Planung

Die Britpop-Band Blur plant ein Comeback. Am 20. Juni will die Gruppe um Sänger Damon Albarn ein großes Konzert im Londoner Hyde-Park spielen. Zudem soll es - erstmals seit 2003 - ein neues Studioalbum geben. Das gab die Band am Donnerstag in London bekannt. Gemeinsam mit Oasis zählen Blur zu den wichtigsten Vertretern des Britpop. Die Band hatte sich 2003 getrennt und später immer wieder für einige Livekonzerte vereint.

"Oscar" -nominierte Dokumentarfilmer vorgestellt

Wim Wenders zum dritten Mal dabei

Vor der "Oscar"-Verleihung am kommenden Sonntag sind in Los Angeles die nominierten Dokumentarfilmer vorgestellt worden. Zum dritten Mal war Wim Wenders bei dem Empfang im Hauptquartier der Academy dabei. Der deutsche Regisseur ist mit "Das Salz der Erde" über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado im Rennen. Für die wichtigste Filmauszeichnung war Wenders bereits mit "Buena Vista Social Club" und "Pina" nominiert. Oscar-Chancen hat auch die Doku "Citizenfour" über den NSA-Whistleblower Edward Snowden, die der NDR und der BR mitproduzierten.

Chick Corea und Till Brönner für Echo Jazz nominiert

Erstmals drei Musiker pro Kategorie benannt

Knapp 60 Künstler können sich in diesem Jahr Hoffnungen auf den Echo Jazz 2015 machen, unter ihnen Chick Corea, Branford Marsalis, Till Brönner und Michael Wollny. Die Jury habe erstmals pro Kategorie drei Musiker nominiert anstatt wie bisher nur die Gewinner bekanntzugeben, teilte die Deutsche Phono-Akademie mit. Damit könne man die große stilistische Vielfalt der Produktionen im Jazzbereich zeigen, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie, Florian Drücke. Der Echo Jazz wird am 28. Mai in Hamburg verliehen.

Chaosabend in der Bayerischen Staatsoper

Kaputter Vorhang, kranke Sängerin

Das Publikum hat in der Bayerischen Staatsoper einen außergewöhnlichen Abend erlebt: Die Mozart-Oper "Cosi fan Tutte" musste aus Brandschutzgründen ohne Bühnenbild gespielt werden. Der eiserner Vorhang, der den Zuschauerraum im Falle eines Feuers von der Bühne trennen soll, war stecken geblieben. Außerdem erkrankte Dorabella-Darstellerin Angela Brower kurzfristig, so dass nach der Pause die Zweitbesetzung einspringen musste.Opernsprecher Christoph Koch kommentierte das Chaos so:
"Es war einer dieser Abende, die das Publikum am meisten lieben, weil es einfach Theater ist."

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