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Kulturnachrichten

Donnerstag, 5. Februar 2015

Shortlist der Leipziger Buchmesse

Erstmals Gedichtband nominiert

In der Geschichte des Preises der Leipziger Buchmesse hat die Jury erstmals einen Gedichtband in die engere Auswahl genommen. Jan Wagners "Regentonnenvariationen" ist eines der fünf nominierten Werke in der Kategorie Belletristik, wie die Buchmesse heute mitteilte. Zudem wurden Ursula Ackrill für "Zeiden, im Januar", Teresa Präauer für "Johnny und Jean", Norbert Scheuer für "Die Sprache der Vögel" und Michael Wildenhain für "Das Lächeln der Alligatoren" nominiert. In der Sachbuch-Kategorie wählte die Jury Philipp Felsch für "Der lange Sommer der Theorie", Karl-Heinz Göttert für "Mythos Redemacht. Eine andere Geschichte der Rhetorik", Reiner Stach für "Kafka. Die frühen Jahre", Philipp Ther für "Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa" und Joseph Vogl für "Der Souveränitätseffekt" aus. Bei den Übersetzern geht mit "Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden" ein von Thomas Steinfeld neu übersetzter Kinder- und Jugendbuch-Klassiker ins Rennen. Zudem wurden Mirjam Pressler für ihre Übersetzung von Amos Oz "Judas", Elisabeth Edl für Patrick Modianos "Gräser der Nacht", Klaus Binder für Lukrez' "Über die Natur der Dinge" sowie Moshe Kahn für Stefano D'Arrigos "Horcynus Orca" nominiert. Der Preis der Leipziger Buchmesse zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Er wird seit 2005 in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzungen vergeben und ist jeweils mit 15 000 Euro dotiert. Der Preis wird am 12. März auf der Buchmesse verliehen.

Heute beginnt die Berlinale

Das Festival zieht Filmfans aus aller Welt an

Die 65. Berlinale zieht von heute bis zum 15. Februar wieder Filmfans aus aller Welt an. An 11 Tagen werden 441 Filme gezeigt. Sie kommen aus 72 Ländern und wurden aus 7265 Einreichungen ausgewählt. Vergangenes Jahr wurden 325 000 Tickets verkauft. 19 Filme im Wettbewerb haben Chancen auf einen Bären. Das Budget der Berlinale beträgt 22 Millionen Euro, vom Bund kommen 6,5 Millionen Euro. Beim Europäischen Filmmarkt sind 490 Firmen aus 64 Ländern dabei. Eröffnet wird das Festival heute abend mit einer Gala und der Weltpremiere des Films "Nobody Wants the Night" von Isabel Coixet mit Juliette Binoche. Ein Schwerpunkt der Filmfestspiele sollen laut Intendant Dieter Kosslick "starke Frauen in extremen Situationen" sein. Die Jury leitet der US-Filmemacher Darren Aronofsky, der unter anderem bei den Filmen "The Wrestler" und "Black Swan" Regie führte.

Stiftung soll WestLB-Kunstsammlung im Land halten

Einige Werke sollen unter Kulturschutz gestellt werden

Nordrhein-Westfalens Landesregierung will die zum Verkauf stehende Kunstsammlung der ehemaligen WestLB über eine Stiftung und private Investoren für das Land sichern. Das sagten Kulturministerin Ute Schäfer und Finanzminister Norbert Walter-Borjans nach dem Runden Tisch zur Zukunft der Sammlung. Fest stehe aber, dass die rund 400 Kunstwerke zu Marktpreisen von der WestLB-Nachfolgerin Portigon veräußert werden müssten, betonte Walter-Borjans. Eine konkrete Summe nannte er nicht.
Bereits Donnerstag Mittag hatte Kulturministerin Schäfer den Plan mitgeteilt, zwölf Kunstwerke unter nationalen Kulturschutz stellen zu lassen. Die zwölf Objekte seien "lediglich ein Anfang", so Schäfer. Weitere 60 Kunstwerke würden derzeit fachlich bewertet. Werke, die in das Verzeichnis national wertvollen Kulturguts eingetragen sind, dürfen zwar verkauft, aber nicht ausgeführt werden.

Körperwelten-Schau: Gericht entscheidet über Eröffnung

Fronten im Streit um ein Museum mit plastinierten Leichen bleiben verhärtet

Kann die vom Berliner Bezirk Mitte nicht genehmigte Körperwelten-Ausstellung am 18. Februar eröffnet werden oder nicht?
Bis spätestens zum 11. Februar soll die Frage von einem Verwaltungsgericht im Eilverfahren entschieden werden, sagte ein Sprecher des Gerichts. Mittes Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) bekräftigte am selben Tag, dass der Bezirk weiter mit allen juristischen Mitteln gegen die Ausstellung am Fuß des Fernsehturms am Alexanderplatz vorgehe.
Mit der Verweigerung einer Genehmigung unterlag der Bezirk bereist einmal gegen den umstrittenen Leichenplastinator Gunther von Hagens und sein Menschen-Museum vor Gericht.

Münchner Residenztheater zeigt voraussichtlich umstrittenen "Baal"

Brecht-Erben wollen Castorfs Inszenierung verbieten lassen

Morgen steht die umstrittene "Baal"-Inszenierung von Frank Castorf am Münchner Residenztheater noch einmal unverändert auf dem Spielplan. "Wir gehen davon aus, dass die Aufführung stattfindet", sagte ein Theatersprecher. Und auch von Seiten des Berliner Suhrkamp-Verlages, der die Inszenierung aus Urheberrechtsgründen verbieten lassen will, hieß es: "Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir davon ausgehen, dass gespielt wird."
Castorf inszeniert Brechts Frühwerk "Baal" unter anderem als Auseinandersetzung mit dem Vietnam-Krieg und fügte dazu Texte ein, die Brecht gar nicht geschrieben hat. Seinen Erben geht das zu weit. Der Suhrkamp Verlag hat darum einen Antrag auf einstweilige Verfügung beim Landgericht München eingereicht. Eine Entscheidung über den Antrag ist nach Verlagsangaben bislang nicht gefallen.

Medienkunst aus der Sammlung Goetz in München zu sehen

Sie gilt als eine der besten Privatsammlungen der Gegenwartskunst weltweit

Die Pinakothek der Moderne und das Museum Brandhorst in München zeigen erstmals Medienkunst aus der Schenkung der Mäzenin Ingvild Goetz. Die Sammlung Goetz gilt als eine der besten Privatsammlungen der Gegenwartskunst weltweit. Die von Goetz in 40 Jahren aufgebaute Kollektion umfasst rund 4.700 Kunstwerke. Einen Schwerpunkt bildet die Medienkunst mit annähernd 500 Filmen, Videos und Installationen.Der Freistaat Bayern übernahm zum 1. Januar 2014 offiziell die Kunstsammlung einschließlich des Gebäudes. Die Exponate, so die Zusage, würden nicht nur im eigenen Museum zu sehen sein, sondern stünden auch anderen Häusern als Leihgaben zur Verfügung. Zur Schenkung gehören auch 375 Arbeiten von Medienkünstlern. Die Beiträge sind vom 22. bis 26. April im Rahmen des Festivals "Kino der Kunst" zu sehen, das unter dem Motto "Creating Realities" steht. Als Einstimmung darauf werden bereits vorab in vier Kapiteln Formen des fiktionalen Erzählens in der zeitgenössischen Medienkunst präsentiert. Vom 5. Februar bis 31. Mai stehen die Arbeiten unter dem Titel "A Question of Silence", vom 10. März bis 31. Mai unter "L'ellipse", vom 16. April bis 31. Mai unter "Neighbour's Yard»"sowie unter "Grosse fatigue".

Anne-Sophie Mutter wirft Seehofer Wortbruch vor

Ein Umbau sei kein neuer Konzertsaal

Wie Anfang der Woche bekanntwurde, ist die Idee eines eigenständigen, dritten Konzertsaals für München vom Tisch. Stattdessen planen die Stadt und der Freistaat Bayern gemeinsam einen neuen, akustisch optimalen Saal insbesondere für klassische Konzerte in der alten Hülle der Philharmonie im Kulturzentrum Gasteig. Die Weltklasse-Geigerin Anne-Sophie Mutter nannte die Festlegung eine "katastrophale Fehlentscheidung" und hat dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer Wortbruch vorgeworfen. "Ein Umbau ist kein neuer Konzertsaal", sagte die 51-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Auch Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle habe ihr persönlich zugesagt, dass eine Entscheidung für einen weiteren Konzertsaal fallen werde.Die in München lebende Musikerin will weiter für den dritten Konzertsaal neben Philharmonie und Herkulessaal kämpfen.

Gotthold Schwarz leitet Thomaner bis März 2016

Bis dahin will die Stadt einen neuen Kantor finden

Der Sänger und Dirigent Gotthold Schwarz übernimmt für gut ein Jahr den Chefposten beim weltbekannten Thomanerchor. Er werde bis Ende März 2016 das Amt des Kantors besetzen. Das teilte das Kulturdezernat Leipzig mit. Bis dahin will die Stadt in einem mehrstufigen Verfahren einen neuen Kantor finden. Schwarz springt kurzfristig ein - der bisherige Kantor Georg Christoph Biller hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen Ende Januar nach 22 Jahren aufgegeben. Schwarz hatte Biller auch in der Vergangenheit schon mehrfach vertreten. "Wir sind Herrn Schwarz sehr dankbar, dass er erneut so kurzfristig bereit ist, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen", sagte Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber. Nun könne der Knabenchor auch alle seine Reisen und Konzerte wie geplant absolvieren.

Preis für bestes Kinderhörbuch vergeben

"Der Junge, der mit den Piranhas schwamm" mit Jörg Pohl ausgezeichnet

Der Deutsche Hörbuchpreis für das beste Kinderhörbuch geht in diesem Jahr an "Der Junge, der mit den Piranhas schwamm" nach einer Romanvorlage von David Almond. Die Kinderjury lobte die lebendige Sprache und interessante Erzählweise des Sprechers Jörg Pohl. Das teilte der Verein Deutscher Hörbuchpreis in Köln mit. Die mit 3.333 Euro dotierte Auszeichnung wird am 11. März zusammen mit den anderen Hörbuchpreisen im Rahmen der Eröffnung des Literaturfestivals lit.Cologne in Köln verliehen.

Fox News wegen Veröffentlichung von IS-video kritisiert

US-Sender argumentiert: Nutzer sollen selbst entscheiden können

Der US-Nachrichtensender Fox News hat mit der Veröffentlichung eines IS-Terrorvideos scharfe Kritik auf sich gezogen. Gezeigt wird ungekürzt und nahezu unkommentiert der brennende jordanische Pilote Muas al-Kasasba.Vor allem in sozialen Netzwerken und von Medienexperten wurde das missbilligt.
Die Redaktion begründete den Schritt am Donnerstag damit, dass "die Möglichkeit, sich selbst von der Barbarei des IS zu überzeugen, die berechtigten Sorgen über die explizite Darstellung überwog".

Hollywood sichert sich Zelluloid-Nachschub

Traditionelle Technik weiterhin gefragt

Hollywood wird seine Filme auch im digitalen Zeitalter weiter auf Zelluloid drehen können. Die sechs großen Studios schlossen einen neuen Deal mit ihrem Film-Lieferanten Kodak ab. Kodak-Chef Jeff Clarcke machte in der Mitteilung am späten Mittwochabend deutlich, dass der Zelluloid-Film nur mit Unterstützung der Studios produziert werden könne.
Viele TV-Sendungen und Filme werden inzwischen mit digitalen Kameras produziert. Zugleich legen viele Regisseure Wert darauf, ihre Werke auf Zelluloid zu drehen. Zuletzt waren das etwa "Interstellar" und "Grand Budapest Hotel".

Pornografie-Vorwurf: Malaysia verbietet "Fifty Shades of Grey"

Film sollte kommende Woche anlaufen

Malaysia hat die Ausstrahlung des Erotik-Thrillers "Fifty Shades of Grey" verboten. Der Film sei pornografisch, zitierte die Zeitung "The Star" die örtliche Zensurbehörde. Die Beamten bezeichneten Szenen, in denen die Hauptdarstellerin gefesselt und ausgepeitscht werde, als sadistisch. Der Film sollte in der kommenden Woche in die Kinos kommen. In "Fifty Shades of Grey" geht es um Sex-Spiele in der Beziehung eines reichen Geschäftsmanns mit einer jungen Studentin. Der Film, der am 12. Februar in den deutschen Kinos anläuft, basiert auf dem Erotikbestseller der britischen Autorin E.L. James.

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