Freitag, 15.11.2019
 

Kulturnachrichten

Mittwoch, 4. Februar 2015

Müller würdigt Berlinale als "hochpolitisches Festival"

Auch Grütters findet lobende Worte

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die "kritische politisch-gesellschaftliche Orientierung" des Programms der 65. Berlinale hervorgehoben. Die Filmfestspiele werden "auch in diesen bewegten Zeiten ihrem Ruf als hochpolitisches Festival alle Ehre machen und sich an jedem einzelnen Festspieltag neu für die Freiheit von Kunst und Meinung einsetzen", erklärte Müller heute - einen Tag vor der Eröffnung der diesjährigen Berlinale. Diese politische Ausrichtung passe zu Berlin und seiner Geschichte. "Wir sind an der Seite der Entrechteten und für die Freiheit." Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat heute die Berlinale gewürdigt. Sie sei ein "Fest künstlerischer Freiheit". Von Beginn an hätten die Internationalen Filmfestspiele Berlin Akzente gegen die Macht der Verbote gesetzt, erklärte Grütters.

Plakatwände werden Kunst

Schirn zeigt Werke der Affichisten

Sie rissen alte Werbeplakate von den Wänden und erklärten die viellagigen Papierfetzen kurzerhand zur Kunst: Den berühmten Affichisten der 50er Jahre widmet die Schirn Kunsthalle in Frankfurt unter dem Titel "Poesie der Großstadt" eine große Ausstellung. Zu sehen sind dabei mehr als 150 Arbeiten von Raymond Hains, Jacques Villeglé, François Dufrêne, Mimmo Rotella und Wolf Vostell aus den Jahren 1946 bis 1968. Die Werke reichen von wandgroßen Plakatabrissen bis zu kleinen Fragmenten und Fotoarbeiten. Nach Angaben der Schirn ist die Werkschau, die zuvor in Basel zu sehen war, die erste umfassende Überblicksausstellung seit mehr als 20 Jahren. Die Ausstellung ist bis zum 25. Mai zu sehen.

Werk von Claude Monet für 31 Millionen Euro verkauft

Das Ölgemälde wurde bei Sotheby's versteigert

Das Ölgemälde "Le Grand Canal"aus dem Jahr 1908 von Claude Monet hat bei einer Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's in London für umgerechnet mehr als 31 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Bei der Auktion habe ein anonymer Bieter den Zuschlag erhalten. Das teilte Sotheby's heute mit. Ein weiteres Ölgemälde Monets, "Les Peupliers à Giverny" aus dem Jahr 1887, ging den Angaben zufolge für mehr als 14 Millionen Euro an einen Privatsammler. Bei der Auktion kamen auch Werke von Henri Matisse, Henri Toulouse-Lautrec und Pablo Picasso unter den Hammer. Insgesamt wechselten Bilder im Wert von 247,3 Millionen Euro den Besitzer. Damit war es nach Angaben des Auktionshauses die umsatzstärkste Kunstauktion, die jemals in London abgehalten wurde.

Pornografie-Vorwurf: Malaysia verbietet "Fifty Shades of Grey"

Film sollte kommende Woche anlaufen

Malaysia hat die Ausstrahlung des Erotik-Thrillers "Fifty Shades of Grey" verboten. Der Film sei pornografisch, zitierte die Zeitung "The Star" heute die örtliche Zensurbehörde. Die Beamten bezeichneten Szenen, in denen die Hauptdarstellerin gefesselt und ausgepeitscht werde, als sadistisch. Der Film sollte in der kommenden Woche in die Kinos kommen. In "Fifty Shades of Grey" geht es um Sex-Spiele in der Beziehung eines reichen Geschäftsmanns mit einer jungen Studentin. Der Film, der am 12. Februar in den deutschen Kinos anläuft, basiert auf dem Erotikbestseller der britischen Autorin E.L. James.

Kunsthalle Bremen entdeckt unbekanntes Porträt van Goghs

Zeichnung von Bernard zeigt van Gogh in einem Cafe

Die Kunsthalle Bremen ist auf ein bisher unbekanntes Porträt gestoßen, das Vincent van Gogh (1853-1890) zeigt. Bei den Vorbereitungen auf die am Samstag beginnende Ausstellung "Emile Bernard - Am Puls der Moderne" wurde die Federzeichnung Bernards entdeckt, die seinen Künstlerfreund Vincent van Gogh zeigt, teilte das Museum heute mit. Das Porträt wurde in einem Album Bernards (1868-1941) gefunden, das 858 bisher unveröffentlichte Zeichnungen des Künstlers umfasst. Die Zeichnung ist laut den Angaben etwa postkartengroß und zeigt den niederländischen Künstler in einem Cafe. Mit stechendem Blick wendet er sich dem Betrachter zu. Der hohe Haaransatz, die Geheimratsecken und die Barttracht kennzeichnen auch van Goghs Pariser Selbstbildnisse von 1886/87, so dass die Zeichnung in diesem Winter entstanden sein dürfte, vermutet Ausstellungskuratorin Dorothee Hansen, die das Porträt entdeckte. Demnach ist der Fund eine Besonderheit, da nur sehr wenige Darstellungen van Goghs existieren, die nicht von ihm selbst stammen.

Kanye West, Paul McCartney und Rihanna singen bei Grammy Awards

Sie performen ihre gemeinsame Single "FourFiveSeconds"

Ex-Beatle Paul McCartney, Rapper Kanye West und Popsängerin Rihanna werden bei der Verleihung der diesjährigen Grammy Awards gemeinsam auf der Bühne stehen. Wie die zuständige Recording Academy mitteilte, werden die drei bei der Veranstaltung am kommenden Sonntag erstmals ihre neue Single "FourFiveSeconds" zum Besten geben. Die diesjährige Liste der Grammy-Nominierten führen aber Beyoncé, Sam Smith und Pharrell Williams mit jeweils sechs Nominierungen an.

James Last kündigt letzte Tournee an

Die Big-Band-Legende hat gesundheitliche Probleme

Am 22. März werde die Big-Band-Legende James Last in Bayreuth zu seiner letzten Tournee aufbrechen. Das teilte der Veranstalter Semmel Concerts heute mit. Nach "langen Überlegungen" habe sich der 85-Jährige zu diesem Schritt entschlossen. Damit gehe mit der "Non Stop Music"-Europa-Tour nach rund 50 Jahren eine einzigartige Tournee-Karriere zu Ende. Das letzte Konzert der Tour, die ihn auch nach London und Wien führen soll, ist - wenige Tage nach seinem 86. Geburtstag - am 26. April in Köln. Vergangenen Herbst musste Last notoperiert werden. Auf dem Weg der Erholung hatte er im November angekündigt, es bei der neuen Tournee wieder «richtig krachen» zu lassen. Der "Bild"-Zeitung"sagte der Orchesterchef jetzt, irgendwann komme der Zeitpunkt, "wo es nicht mehr so geht."

Das Rennen um den Goldenen Bären

Im Wettbewerb der 65. Berlinale konkurrieren 19 Filme

Bei der morgen beginnenden 65. Berlinale konkurrieren 19 Filme aus aller Welt um den Goldenen und die Silbernen Bären. Eröffnet wird die Berlinale mit dem Grönland-Drama "Nobody Wants the Night" von der Spanierin Isabel Coixet, in der Juliette Binoche die Hauptrolle spielt.
Unter anderen laufen dann: die deutsch-amerikanische Koproduktion "Queen of the Desert" von Werner Herzog, mit Nicole Kidman, Robert Pattinson, James Franco. Die beiden deutschen Filme "Victoria" von Sebastian Schipper, mit Frederick Lau und "Als wir träumten" von Andreas Dresen. Der amerikanische Film "Knight of Cups" von Terrence Malick, mit Christian Bale, Cate Blanchett und Natalie Portman. Aus Großbritannien kommen die Filme "Eisenstein in Guanajuato" von Peter Greenaway und "45 Years" von Andrew Haigh, mit Charlotte Rampling. Der Iraner Jafahr Panahi kommt mit seinem Film "Taxi". Der Chilenische Beitrag stammt vonPatricio Guzmán: "El botón de nácar" (Der Perlmuttknopf). Ausser Konkurrenz laufen unter anderem die beiden deutschen Produktionen: "Every Thing Will Be Fine" von Wim Wenders, mit James Franco, Charlotte Gainsbourg und Rachel McAdams. Sowie "Elser" von Oliver Hirschbiegel, mit Katharina Schüttler und Burghart Klaußner. Am 14.Feburar werden die Bären verliehen.

Ai Weiwei dreht mit Til Schweiger Kurzfilm in Fernregie

Kurzfilm soll Teil des internationalen Kinoprojekts "Berlin, I Love You" sein

Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei will bei der Berlinale in Fernregie einen Kurzfilm über Berlin von Peking aus drehen. Til Schweiger habe seine Mitarbeit zugesagt, teilte Produzent Claus Clausen mit. Heute gab es eine Pressekonferenz in Berlin bei der auch Ai Weiwei aus China zugeschaltet wurde. Dort sagte der Künstler via Skype, er hoffe nach vier Jahren ohne Pass erneut auf eine Ausreisegenehmigung. "Die Behörden haben mir gesagt, dass ich meinen Pass sehr bald zurückbekomme", sagte der 57-Jährige. Der Kurzfilm soll den Angaben zufolge Teil des internationalen Kinoprojekts "Berlin, I Love You" sein. Clausen hatte unter anderem auch schon den Episodenfilm "New York, I Love You" produziert.

Deutsche sehen Wegwerfgesellschaft kritisch

Das ist das Ergebnis einer Umfrage

Die Mehrheit der Deutschen bedauert einer Umfrage zufolge, dass sich die Reparatur von kaputten Geräten aus finanzieller Sicht nicht lohnt. Rund 84 Prozent sehen die Wegwerfgesellschaft kritisch, wie eine heute in Baierbrunn veröffentlichte Erhebung der GfKMarktforschung Nürnberg ergab. Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, Gebrauchsgegenstände wie Kleidung, Elektrogeräte oder Möbel nur so lange zu nutzen, wie sie funktionierten. Besonders ältere Menschen, nämlich 81 Prozent der ab 70-Jährigen, verwenden ihre Habseligkeiten so lange wie möglich. Jüngere hingegen machten nicht mehr genutzte Gegenstände zu Geld. Gut die Hälfte der 14- bis 39-Jährigen nutzen Internetplattformen und Flohmärkte, um aussortierte Dinge zu verkaufen. Für die repräsentative Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" hat die GfK Marktforschung 2.044 Frauen und Männer befragt.

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