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Kulturnachrichten

Mittwoch, 26. Februar 2014

Trauer um spanischen Flamenco-Gitarristen: Paco de Lucía gestorben

Sein Tod ist "ein unwiederbringlicher Verlust für die Kulturwelt, für Andalusien".

Die Stadt Algeciras im Süden Spaniens trauert um ihr berühmtes Kind, den spanischen Flamenco-Gitarristen Paco de Lucía. Der Musiker war im Alter von 66 Jahren in Mexico an einer Herzattacke gestorben. De Lucía gilt als Wegbereiter des modernen Flamenco und prägte mit seinem vom Jazz beeinflussten Spiel den Stil vieler Gitarristen. Dem Kind einer armen Roma-Familie gelang der internationale Durchbruch 1973 mit dem Album "Fuente y Caudal". Als legendär gilt das Album "Friday Night in San Francisco" von 1981 mit den Jazzgitarristen John McLaughlin und Al die Meola. Musikalisch wagte sich Paco de Lucía immer wieder auf neues Terrain, blieb aber stets den klassischen Flamenco-Ursprüngen treu. Seine Heimatstadt hat eine dreitägige Trauerzeit ausgerufen.

Experten für geringeren Rundfunkbeitrag - Einsparungen gefordert

Der Rundfunkbeitrag soll erstmals in der Geschichte der Öffentlich-Rechtlichen gesenkt werden.

Bei dieser Empfehlung bleibt die Gebührenkommmission KEF trotz wachsender Kritik. Die Experten der Kommission haben den Bundesländern nun offiziell vorgeschlagen, dass jeder Haushalt ab dem kommenden Jahr nur 17,25 Euro statt 17,98 Euro im Monat zahlt. Über diese mögliche Senkung von 73 Cent entscheiden die Ministerpräsidenten im kommenden Monat. Die Gebührenkommission KEF fordert ARD und ZDF außerdem dazu auf, weiter zu sparen - zum Beispiel auch bei ihren Talkshows. Denn dort unterschieden sich die Kosten erheblich. Beispielsweise sei die ARD-Sendung "Günther Jauch" zweieinhalbmal so teuer wie die ZDF-Talkshow "Maybrit Illner".

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, KEF, legt fest, wie viel Geld die öffentlich-rechtlichen Anstalten brauchen und macht der Politik Vorschläge.
Hier geht es zur Seite der KEF.

"The Lede" über JanukowitschLeaks von ukrainischen Journalisten

JanukowitschLeaks - so haben ukrainische Journalisten eine Enthüllungs-Seite im Netz getauft, die sie in Anlehnung an Wikileaks benannt haben.

Wie das Blog "The Lede" schreibt, haben die Journalisten nach der Flucht des abgesetzten ukrainischen Staatschefs Viktor Janukowitsch tausende Dokumente sichergestellt. In einem Gewässer neben der Präsidenten-Residenz hätten Taucher etwa 200 Ordner geborgen. Darin befanden sich Rechnungen, Verträge und Zahlungsanweisungen. Fotos der mittlerweile getrockneten Unterlagen werden nun auf der neuen Enthüllungs-Seite gezeigt. Die wurde schon kurz nach Start mehr als eine Million Mal angeklickt.

Die veröffentlichten Dokumente finden Sie hier.

Fall Gurlitt: Justizministerium räumt Fehler ein

"Wir wissen inzwischen einiges besser und hätten inzwischen auch einiges anders gemacht."

Das hat das bayerische Justizministerium erklärt und erneut Fehler im Umgang mit dem Fall Gurlitt eingeräumt. Der Fall sei aber auch sehr komplex, hieß es, und Justizbehörden seien üblicherweise keine Experten in der Herkunftsforschung von möglicher Nazi-Raubkunst. - In der Münchner Wohnung von Cornelius Gurlitt waren Anfang 2012 mehr als 1.000 Kunstwerke gefunden worden, von denen rund 500 in Verdacht stehen, Nazi-Raubkunst zu sein. Zusätzlich lagerte der Sammler auch in einem Haus in Salzburg wertvolle Werke, darunter Bilder von Picasso und Monet. Das Haus habe die Augsburger Staatsanwaltschaft wegen der Zuständigkeit der österreichischen Behörden zunächst nicht durchsuchen können, sagte das Justizministerium.

Gegen die Beschlagnahmungen in München haben Gurlitts Anwälte inzwischen Beschwerde eingereicht. Sie sorgen sich um die Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens.

Umfrage: Deutsche wollen neunjährige Gymnasialzeit zurück

Zurück zum alten Abitur nach 13 Jahren.

Das wünschen sich fast drei Viertel der Deutschen laut einer repräsentative nForsa-Umfrage, die der "Stern" heute veröffentlicht hat. Darin sprachen sich 72 Prozent der Befragten dafür aus, dass möglichst alle Bundesländer wieder zur neunjährigen Gymnasialzeit, dem so genannten G9, zurückkehren sollten. Dagegen erklärten nur 21 Prozent, es solle bei acht Jahren am Gymnasium, also G8, bleiben. - In den meisten Bundesländern ist die Schulzeit an Gymnasien in den vergangenen Jahren auf zwölf Jahre verkürzt worden; in einzelnen Ländern bieten einige aber wieder das G9 an.

Für die Umfrage wurden in der vergangenen Woche 1001 Bundesbürger befragt.

Kritik an Katy-Perry-Video wegen Allah-Bezug

Dieses Video ist blasphemisch, verletzt religiöse Gefühle und muss deshalb gelöscht werden!

Empört hat sich ein angeblicher Muslim aus Großbritannien beim Videoportal Youtube gemeldet: Ihm gefällt das neue Video der US-Popsängerin Katy Perry nicht. Im Clip von "Dark Horse" ist die 29-Jährige als Prinzessin zu sehen, die Verehrer mit Geschenken aufmarschieren lässt und sie bei Nichtgefallen in Brand setzt. Einer der ausgelöschten Bewerber trägt eine Halskette auf deren Anhänger die Aufschrift "Allah" zu lesen ist. Der aufgebrachte Youtube-Nutzer hat eine Online-Petition gestartet, damit Youtube das Video löscht.

Hier lesen Sie die Petition und hier geht es zu einem Bericht mit dem Video.

Nach Hoffmans Tod: Verlag initiiert Theaterpreis

In Gedenken an den Schauspieler Philip Seymour Hoffman soll nun ein Theater-Preis vergeben werden.

Die Finanzierung des Preises ist auf ungewöhnliche Weise zustande gekommen. Ein Freund Hoffmans, David Katz, hatte das Boulevard-Blatt "The National Enquirer" verklagt, nachdem dieses über eine erfundene Liebesbeziehung zwischen ihm und Hoffman berichtet hatte. Als Wiedergutmachung verlangten seine Anwälte, dass das Blatt eine ganzseitige Entschuldigungs-Anzeige in der "New York Times" drucken soll. Außerdem hat sich der "Enquirer" verpflichtet, eine Stiftung zu gründen, die die Schreiber von Theaterstücken auszeichnet.

Ban Ki Moon: Uganda muss Anti-Homosexuellen-Gesetz zurücknehmen

Jeder Mensch hat das Recht auf ein würdiges Leben ohne Diskrimierung.

Mit diesen Worten fordert UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon die ugandische Regierung auf, ihr Anti-Homosexuellen-Gesetz zurückzunehmen. Ban habe bereits den ugandischen UNO-Botschafter diesbezüglich empfangen, sagte ein Sprecher. Das neue Gesetz sieht etwa lebenslange Haftstrafen für wiederholte homosexuelle Taten vor. Nachdem Staatschef Yoweri Museveni die Regelung am Montag unterzeichnet hatte, hatte ein Boulevardblatt eine Liste mit 200 mutmaßlichen Homosexuellen veröffentlicht.

Litauische Künstlerinnen werden doch nicht bestraft

Sie wollten eine frauenfreundlichere Variante singen - deshalb veränderten die Künstlerinnen kurzerhand die litauische Nationalhymne.

Weil ihnen der Originaltext zu männlich dominiert war, ersetzten drei Sängerinnen bei einem Festivalauftritt die Begriffe "Vater", "Mann" und "Sohn" durch "Mutter", "Frau" und "Tochter". Eine Klage, die sie sich damit einhandelten, wurde nun litauischen Medienberichten zufolge fallen gelassen. Nationalistische Politiker hatten sich beschwert, der Auftritt habe gegen ein litauisches Gesetz verstoßen. Das sieht für die Schändung von Nationalsymbolen bis zu zwei Jahre Haft vor.

Banksy: Zwei Meter großes Mauerstück versteigert

Kunst auf der Mauer - wo sich der Sammler wohl dieses Werk hinstellt?

Ein Kunsthändler aus Miami hat mitgeteilt, dass ein über zwei Meter großes Banksy-Stück mit dem Titel "Kissing Coppers" für 575.000 US-Dollar versteigert wurde. Dabei hatte der Street-Art-Künstler vor neun Jahren zwei sich küssende britische Bobbys auf die Außenwand eines englischen Pubs gemalt. Das Mauerstück war später herausgebrochen und in die USA verschifft worden.

Süddeutsche Zeitung: Stieg Larsson ermittelte im Palme-Mord

Das Archiv des schwedischen Schrifstellers Stieg Larsson sorgt für Aufregung, denn es enthält Recherchen zu einem realen Mordfall.

Die Tageszeitung "Svenska Dagbladet" hat nun Teileseines Nachlasses veröffentlicht, die zeigen, dass Larsson bis zu seinem Tod den Mörder des Ministerpräsidenten Olof Palme finden wollte. Insgesamt 15 Kisten mit Material vieler Jahre habe die Zeitung erhalten. Eine seiner Spuren führe zu einem schwedischen Rechtsextremisten, der als Söldner in Südafrika gearbeitet habe. Der Verdacht, dass Südafrika in den Anschlag verwickelt sein könnte, war bereits in den 90er Jahren aufgekommen. Olof Palme war 1986 erschossen worden - der Täter wurde nie gefasst.

Großbritannien will schwarze Schauspieler im Land behalten

Der britische Schauspieler Chiwetel Ejiofor musste erst nach Hollywood gehen, um Karriere zu machen - jetzt ist er für einen Oscar für seine Rolle in "12 Years a Slave" nominiert.

Ein Umstand, der in Großbritannien für Diskussionen sorgt. So stellt der Schauspieler David Harewood im "Observer" klar: Man schreibe einfach keine guten Rollen für schwarze Schauspieler. Harewood selbst ist in den USA in der Fernsehserie "Homeland" erfolgreich. Der britische Kulturminister Ed Vaizey hat dazu einen Runden Tisch einberufen. Bei den Treffen hieß es, man wolle sich in Zukunft noch mehr darum bemühen, dass schwarze und asiatische Minderheiten sowohl vor als auch hinter der Kamera stärker repräsentiert würden.

FAZ: Getty Images bietet neue Bildauswahl zur modernen Frau

Die 2.500 neuen Bilder zeigen Mädchen auf Skateboards oder Frauen in Uniformen.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, hat die US-Bild-Agentur Getty Images eine neue Bilderreihe zur Verfügung gestellt, die auf einem moderneren Frauenbild beruht. Die Neuerung geht auf die Facebook-Managerin Sheryl Sandberg. Sie fordert, alteingesessenen Stereotype zu überwinden, die uns mit Bildern im Alltag vermittelt werden.

Gema gewinnt gegen YouTube: Sperrhinweis muss sich ändern

Die Hinweistafeln sind illegale Anschwärzungen und Herabwürdigungen.

So hat das Landgericht München im Prozess der Verwertungsgesellschaft Gema gegen die Online-Videoplattform YouTube entschieden. Hintergrund ist der Text, den die Plattform immer dann zeigt, wenn Videos aus rechtlichen Gründen nicht abgespielt werden können. Darin heißt es, dass die erforderlichen Musikrechte von der Gema nicht eingeräumt wurden. Damit würde beim Internetnutzer der Eindruck entstehen, die Gema sei allein für die Sperrung verantwortlich, so das Gericht. Die deutsche Verwertungsgesellschaft und der Google-Ableger streiten schon länger über die Bezahlung von Musikstücken.

Semperoper: Übergangszeit ohne Chef

Im Personalstreit an der Dresdener Semperoper verteidigt sich nun Kunstministerin Sabine von Schorlemer.

Im Gegensatz zu den Behauptungen des geschassten Intendanten Serge Dorny, habe es zu jeder Zeit volle Transparenz gegeben, sagte Schorlemer der "Süddeutschen Zeitung". So habe Dorny etwa den Vertrag des Chefdirigenten Christian Thielemann einsehen können, um sich über desen Kompetenzen zu informieren. Stattdessen habe Dorny sie mit einem Forderungskatalog überrumpelt. Auch Thielemann, äußerte sich zum Rauswurf: Wenn jemand bei der Ministerin versuche, seinen Vertrag zu ändern, dann finde er das nicht die feine französische Art.

Salzburger Osterfestspiele: Angeklagte wegen Untreue verurteilt

Im Prozess gegen die Verantwortlichen der Salzburger Osterfestspiele sind beide Angeklagten schuldig gesprochen worden.

Dem ehemaligen Technischen Direktor und dem Ex-Geschäftsführer wurde laut "Wiener Zeitung" vorgeworfen, Festspiel-Gelder veruntreut zu haben. Der Vorwurf hatte in Österreich einen Skandal ausgelöst. Die hinter den Osterfestspielen stehende GmbH soll um einen Millionenbetrag geprellt worden sein, weil Rechnungen fingiert und zu hohe Gehälter gezahlt wurden.

Prince kritisiert Rassismus in der Musikindustrie

"Schwarze Menschen bekommen in der Musik- und Filmindustrie keine zweite Chance."

Dieser Ansicht ist der US-Sänger Prince. Er sagte dem britische Musikmagazin "Mojo", er sehe es genauso wie der farbige Schauspieler und Komiker Chris Rock, der einmal gesagt habe: Leonardo di Caprio könne einen schlechten Film nach dem anderen drehen, es gehe danach immer weiter. Aber wenn Chris Rock einen schlechten Film mache, dann arbeite er danach nie wieder. Schwarze dürften eben keine Fehler machen. Außerdem erklärte Prince, die Menschen verstünden keine echten Musiker mehr. Jack White beispielsweise sei großartig, lande aber einfach nie einen Hit.

Ehepaar findet Goldschatz auf eigenem Grundstück

Die rostige Dose, die aus dem Rasen ragte, stellte sich als Schatztruhe heraus.

In Kalifornien hat ein Ehepaar bei einem Spaziergang auf dem eigenen Grundstück mehrere Büchsen mit Goldmünzen ausgegraben. Wie ein hinzugezogenes Spezialunternehmen mitteilte, stammen die mehr als 1.400 Münzen wohl aus dem 19. Jahrhundert. Das Ehepaar kann sich freuen: Es war zuvor in finanziellen Schwierigkeiten. Nun heißt es, die Goldmünzen seien der wertvollste Fund, der je in den USA gemacht wurde. Der Wert wird auf mehrere Millionen Dollar geschätzt.

Versailles: Gemälde vermisst

Wann genau das Gemälde verloren gegangen ist, können die Verantwortlichen im Schloss Versailles nicht sagen.

Wie französische Medien berichten hat man das Porträt des Grafen Saint-Jean d'Angély vermutlich im Februar 2010 zum letzten Mal in Versailles gesehen. Wie erst jetzt bekannt wurde, wird intern ermittelt, wo das Kunstwerk abgeblieben sein könnte. Das Schloss Versailles hat ein Kunstsammlung, die etwa 60.000 Werke umfasst.

Brasilien: Adidas nimmt umstrittene WM-Shirts aus dem Programm

Das brasilianische Fremdenverkehrsamt wehrt sich gegen zu viel Sex-Appeal.

Es hat das Unternehmen Adidas gebeten, zwei WM-T-Shirts aus dem Sortiment zu nehmen. Auf einem der Oberteile sei der Schriftzug "I love Brazil" abgedruckt - und zwar mit einem Herz, das zugleich einen weiblichen Po darstelle. Dazu sagte ein Behördensprecher, man wehre sich vehement gegen ein solches Image und kämpfe gerade auch während der Fußball-Weltmeisterschaft gegen den zunehmenden Sex-Tourismus.

Petition in Spanien: Katholischer Kirche frühere Moschee in Cordoba entziehen

Die berühmte Kathedralen-Moschee in Cordoba soll nicht länger katholisch sein.

Dies fordern inzwischen 91.000 Unterzeichner einer Internet-Petition in Spanien. Die Gruppe der Initiatoren, Historiker, Juristen und Journalisten, wirft der Katholischen Kirche vor, das Gebäude für sich zu vereinnahmen und sogar heimlich islamische Symbole daraus entfernen zu lassen. Der zu den größten weltweit zählende Sakralbau wurde im achten Jahrhundert von den Emiren und Kalifen in Cordoba errichtet und später in eine katholische Kirche umgewandelt.

Oscars: Stimmzettel werden gezählt

Jetzt beginnt das große Zählen.

Die Oscar-Academy hat nach eigenen Angaben die letzten der insgesamt 6.000 Stimmzettel der Mitglieder erhalten, die Abgabefrist ist verstrichen. Nun übernimmt das Unternehmen Pricewaterhouse Coopers die Auszählung. Am Sonntag werden die Oscar-Trophäen dann in 24 Kategorien vergeben.

Bill Haley-Gitarrist Beecher gestorben

Er spielte die Gitarre auf dem wohl berühmtesten Rock 'n Roll-Song der Welt - auf "Rock around the Clock".

Franny Beecher, der Leadgitarrist von "Bill Haley and the Comets", ist im Alter von 92 Jahren in der Nähe von Philadelphia gestorben. Dies teilte seine Familie mit. Vor seinem Einstieg bei den Comets spielte Beecher unter anderem in den Big Bands der Jazz-Größen Benny Goodman und Gene Krupa.

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