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Kulturnachrichten

Mittwoch, 19. Februar 2014

Rektorin der Uni Leipzig kritisiert Sparzwänge

In Sachsen muss gespart werden - und das betrifft auch die Universität Leipzig.

Wie deren Rektorin Beate Schücking der "Zeit" sagte, müssten wegen der bis 2020 vom Freistaat geforderten Kürzungen alle Stellen in den Fakultäten Wirtschaft, Sport und Evangelische Theologie gestrichen werden. Dabei wies Schücking darauf hin, dass manche Einrichtungen nicht einfach abgeschafft werden könnten: Beispielsweise sei die Theologie durch einen Kirchenstaatsvertrag festgeschrieben. Sie kritisierte, dass die Uni Leipzig in den vergangenen 20 Jahren schon jede fünfte Stelle verloren habe. Zugleich sei die Zahl der Studierenden um 8.000 gestiegen.

Charles Aznavour findet Demonstrationen wichtig

"Damit es keine Diktatur gibt, muss das Volk das Wort ergreifen."

So sieht es Charles Aznavour, Ikone des französischen Chansons. Dem Magazin "stern" sagte er, er finde es richtig, dass Menschen demonstrierten - egal ob in Tunesien, Ägypten oder auch in Frankreich. Ansonsten entwickelten sich alle Parteien zu Diktatoren. Charles Aznavour wird dieses Jahr 90 Jahre alt. Seine Chansons enthalten nach eigenen Angaben zum Teil auch politische Botschaften. So heiße ein Lied übersetzt "Alle auf die Straße!".

11 Freunde mit Beilage zu jüdischen Fußballprofis nach 1933

Das Berliner Fußballmagazin "11 Freunde" erscheint morgen mit einem 36-seitigen Beiheft.

Der Titel: "Verlorene Helden - Die Vertreibung der Juden aus dem deutschen Fußball nach 1933". Wie der Verlag Gruner+Jahr erklärte, haben darin Sporthistoriker die Biografien von 192 jüdischen Fußballern zusammengetragen, die Opfer der NS-Verfolgung waren. Der Verlag weist darauf hin, dass diese Übersicht jüdischer Protagonisten in den damals großen Vereinen allerdings nicht vollständig sein könne und wolle. Vielmehr solle sie dazu anregen, weitere Nachforschungen anzustellen, mit Zeitzeugen zu sprechen und dazu beitragen, die jüdische Geschichte des deutschen Fußballs fortzuschreiben.

Kiew: Gestern keine Sondersendungen bei ARD und ZDF

Gestern Abend um 20:15 Uhr lief in der ARD nach der Tagesschau kein Brennpunkt zu den Ereignissen in Kiew.

Aber nicht, weil der Sender den Anlass dafür nicht gegeben sah, sondern weil die neue Korrespondentin noch nicht vor Ort war. Das erklärte ARD-Chefredakteur Thomas Baumann auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachrichtenlage hätte ab spätestens 18 Uhr einen Brennpunkt gerechtfertigt, aber die ARD sehe es als zwingend an, dafür einen eigenen Korrespondenten am Ort des Geschehens zu haben. Auch im ZDF gab es keine "spezial"-Sendung aus der ukrainischen Hauptstadt. Beide Sender haben für heute Abend Sondersendungen angekündigt.

Madrider Stadtverwaltung sucht nach Cervantes' Überresten

Keiner weiß, wo die Gebeine von Miguel de Cervantes abgeblieben sind.

Zumindest nicht so genau. Bekannt ist nur, dass der spanische Schriftsteller 1616 in Armut gestorben und dann auf dem Gelände eines Klosters in Madrid beigesetzt worden ist. Das Problem: Das Kloster ist seitdem mehrmals umgebaut und erweitert worden. Wie die Tageszeitung "El País" berichtet, hat die Madrider Stadtverwaltung nun eine Genehmigung, auf dem Gelände nach den Überresten Cervantes' zu suchen. Vor drei Jahren hatte sich bereits eine private Initiative auf die Suche gemacht. Sie musste aber aus finanziellen Gründen abgebrochen werden.

Kuba: Dorf der Taíno-Kultur von Untergang bedroht

Auf Kuba können sich Touristen in einem nachgebauten Taíno-Dorf anschauen, wie die Ureinwohner der Insel gelebt haben.

Doch wie das kubanische Fernsehen berichtet, droht dieses Dorf nun unterzugehen - und zwar im eigentlichen Wortsinn, denn es steht auf einer künstlichen Insel in einem See. Das Problem: Seit 25 Jahren hat niemand etwas für die Instandhaltung getan. Das Projekt ist eins der beliebtesten Reiseziele auf Kuba. Jedes Jahr besuchen es fast drei Millionen ausländische Touristen. In dem Dorf sind nachgebaute Taíno-Häuser und Statuen aus dem Alltagsleben der Ureinwohner zu sehen. Die Taíno waren eine der indigenen Bevölkerungsgruppen, die auf Kuba lebten, bevor die spanischen Eroberer kamen.

Hier gibt es einige Fotos des Tourismus-Parks.

Großbritannien: Oberstes Gericht lehnt Klage Mirandas ab

Die Festnahme von David Miranda war rechtens und sogar sehr dringlich.

Das hat der Oberste Gerichtshof in Großbritannien entschieden und damit eine Klage Mirandas abgelehnt. Der Partner des Guardian-Reporters Glenn Greenwald, der die Dokumente von Edward Snowden öffentlich gemacht hat, war vergangenen August auf dem Weg von Berlin nach Rio de Janeiro am Londoner Flughafen Heathrow festgesetzt und neun Stunden lang befragt worden. Das Gericht begründete sein Urteil mit den geltenden Anti-Terror-Gesetzen. Mirandas Anwälte haben Berufung angekündigt. Bis dahin empfehlen sie Journalisten mit vertraulichen Dokumenten, einen Bogen um Großbritannien zu machen.

Fall Gurlitt: Staatsanwaltschaft Augsburg erhält offizielle Beschwerde

Jetzt ist die Beschwerde offiziell.

Wie das Amtsgericht Augsburg bestätigte, hat es ein entsprechendes Schreiben der Anwälte von Cornelius Gurlitt erhalten. Die Beschwerde richtet sich gegen die Beschlagnahmung von mehr als 1.000 Bildern in Gurlitts Münchner Wohnung durch die Augsburger Staatsanwaltschaft vor zweieinhalb Jahren. Gurlitts Anwälte sorgen sich vor dem Hintergrund des öffentlichen Interesses und der politischen Debatten um die Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens. Bei einem Teil der Bilder aus Gurlitts Sammlung soll es sich um Nazi-Raubkunst handeln.

"taz" sorgt beim Deutschen Presserat für Beschwerderenner 2013

"Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab"

Über diese Kolumne, die im vergangenen März in der Berliner "taz" erschienen ist, konnten nicht alle Leser lachen. Wie der Deutsche Presserat mitteilt, haben sich über diesen Beitrag im Jahr 2013 mit 49 Sammelbeschwerden die meisten Leute geärgert. Außerdem sprach der Presserat eine Rüge gegen die taz wegen groben Verstoßes gegen das Sorgfaltsgebot aus. Auch ein Artikel des "stern" über vermeintliche Optikertricks und eine satirische Postkarte der "Titanic" zogen viele Beschwerden beim Deutschen Presserat nach sich. Insgesamt hat das Selbstkontrollorgan 1.347 Leserzuschriften erhalten.

Türkisches Internet-Gesetz: Staatspräsident Gül verliert nach Unterzeichnung zehntausende Follower bei Twitter

Trotz der Kritik aus dem In- und Ausland hat der türkische Präsident Abdullah Gül das umstrittene Gesetz zur Kontrolle des Internets unterzeichnet.

Was das Netz davon hält, lässt sich am Twitter-Konto des Politikers ablesen: Wie mehrere Medien berichten, hat Gül seit der Unterzeichnung gestern Abend mehr als 80.000 seiner ursprünglich knapp 4,4 Millionen Follower verloren.

Gül hatte zuvor getwittert, die Regierung habe ihm versichert, dass zwei strittige Artikel überarbeitet würden. In seiner jetzigen Form erlaubt das Gesetz den türkischen Behörden, den Zugang zu bestimmten Internetseiten ohne richterliche Anordnung zu sperren. Außerdem verpflichtet es Anbieter zur Vorratsdatenspeicherung. - Kritiker argumentieren unter anderem, mit dem Gesetz wolle die Regierung den jüngsten Korruptionsskandal unter den Teppich kehren.

Kunsthistoriker Fuhrmeister über Fakten und Fiktion in "Monuments Men"

Die eigentliche Arbeit der Kunstschützer bestand aus viel Bürokratie.

Aber das ist natürlich nicht so filmreif. Das sagt der Kunsthistoriker Christian Fuhrmeister in der "Süddeutschen Zeitung" über George Clooneys Film "Monuments Men". Fuhrmeister bezeichnete es als schwierig, wie Fakten und Fiktion vermischt würden. So werde gezeigt, wie die Nazis Raffaels Jünglingsporträt aus Krakau verbrennen. Tatsächlich spreche aber vieles dagegen, dass das verschollene Werk vernichtet wurde. Die Bilanz des Experten für Kunstschutz im Zweiten Weltkrieg: "Zu sehen ist die amerikanische Perspektive mit ihrer ungebrochenen Rhetorik des ,Wir sind im Recht und kämpfen für das Gute'".

Caroline von Monaco scheitert mit Klage gegen Deutschland

Seit dem "Caroline-Urteil" des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist die Privatsphäre von Prominenten besser geschützt.

Doch diesmal scheiterte Prinzessin Caroline von Monaco vor dem Gericht mit einer Klage gegen Deutschland wegen der Veröffentlichung eines Urlaubsfotos aus dem Jahr 2002. Darauf waren die Prinzessin und ihr Mann Ernst August von Hannover in Kenia zu sehen. Die Zeitschrift "7 Tage" illustrierte mit dem Bild einen Artikel, in dem es um die Vermietung der kenianischen Villa des Paares ging. Die Straßburger Richter befanden, ein solcher Bericht könne durchaus zu einer "Debatte von öffentlichem Interesse" beitragen. Der Bericht habe zudem keine Informationen über das Privatleben der Klägerin und ihres Mannes enthalten.

Schülerzeitungen klagen über Einflussnahme

Pressefreiheit ist keine Frage des Alters.

So sieht es der Bundesverband "Jugendpresse Deutschland". Dessen Vorsitzender Kai Mungenast beklagt einen zunehmenden Druck auf die Redakteure von Schülerzeitungen. Dabei komme die Einflussnahme nicht nur von Seiten der Lehrer und Schulleitungen. Einige junge Blattmacher würden sogar von Rechtsextremisten unter Androhung von Gewalt oder rechtlicher Schritte eingeschüchtert, sagte Mungenast der Deutschen Presse-Agentur. Er spricht von einem erschreckenden Trend und beruft sich dabei auf entsprechende Hinweise, die seiner Organisation im vergangenen Jahr zugetragen worden seien.

Studenten der Uni Glasgow wählen Edward Snowden als ihren Repräsentanten

Ins Rektorat der Universität von Glasgow dürfen auch die Studenten einen Vertreter entsenden.

Und das soll kein Geringerer sein als Edward Snowden. Die Nominierung des amerikanischen Whistleblowers sei als Aussage zu demokratischen Rechten gedacht, teilte die Studentenvereinigung mit. Man wolle sich mit Snowden und anderen tapferen Informanten solidarisch zeigen, egal, wo sie sich gerade befänden. Dass der frühere Mitarbeiter des US-Geheimdienstes persönlich in Glasgow vorspricht, ist eher unwahrscheinlich: In den USA besteht ein Haftbefehl gegen Snowden - und das Land hat ein Auslieferungsabkommen mit Großbritannien.

Datenbrille: Benimmregeln für "Google Glass" veröffentlicht

Google lässt seine Datenbrille im Moment von einigen zehntausend Menschen in den USA testen.

Jetzt hat der Internetkonzern Benimmregeln zum Umgang mit "Google Glass" veröffentlicht. Darin findet sich unter anderem die Empfehlung, nie ohne Erlaubnis Fotos zu machen - und auf Nachfragen zu dem Gerät nicht unfreundlich zu reagieren.

Testnutzer, die verdächtigt werden, heimliche Aufnahmen zu machen, müssen sich auch schon mal als "Glasshole" beschimpfen lassen. Ein Träger wurde im Kino festgehalten, weil ihm vorgeworfen wurde, er habe verbotenerweise mitgefilmt.

Hier der Link zur Liste mit den Benimmregeln.

Chefin der französischen Datenschutzbehörde will europäische Spielregeln für amerikanische Internetkonzerne

"Die Apathie der Bürger ist erschreckend."

Das sagt die Chefin der französischen Datenschutzbehörde, Isabella Falque-Pierrotin, über die europäische Reaktion auf den NSA-Skandal. In der FAZ erklärt sie mit Blick auf amerikanische Internetkonzerne, Europa müsse besser zusammenarbeiten und die Spielregeln selbst definieren. Unternehmen wie Google, Twitter, Facebook oder Amazon könnten nicht mit den vertraulichen Daten europäischer Bürger profitable Geschäfte treiben und gleichzeitig argumentieren, sie unterstünden keiner europäischen Gerichtsbarkeit. Das sei nicht akzeptabel, erklärt Falque-Pierrotin. - Der Umgang mit dem Internet ist eines der Themen beim deutsch-französischen Regierungsgipfel heute in Paris.

Sturmschäden: Sanierung des Wikingerschiffmuseums in Roskilde kostet anderthalb Millionen Euro

Der Sturm "Bodil" hat im Dezember auch das Wikingerschiff-Museum im dänischen Roskilde in Mitleidenschaft gezogen.

Jetzt steht fest: Mit anderthalb Millionen Euro wird die Beseitigung der Schäden mehr als dreimal so teuer wie anfangs gedacht. Claus Christiansen, kaufmännischer Direktor des Museums, sagte, unter anderem seien die Mauern einer Halle, die Glasfassade und der Fußboden beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten sollen rechtzeitig zur Hochsaison im Sommer abgeschlossen sein. Das Museum beherbergt unter anderem fünf Winkingerschiffe aus dem 11. Jahrhundert, die in den 60er-Jahren entdeckt wurden.

Lappland: Leuchtfarbe soll Rentiere vor Verkehrsunfällen schützen

Leuchtende Rentiere gibt es nur in Weihnachtsmärchen?

Stimmt nicht: In Lappland sind sie jetzt Realität. Dort gibt es jedes Jahr mehrere 1.000 Verkehrsunfälle mit Rentieren. Um das in Zukunft zu verhindern, haben Rentierzüchter jetzt probehalber 20 Tiere mit Leuchtfarbe angesprüht. Für das Geweih gibt es eine haltbare, für das Fell eine abwaschbare Farbe. So sollen die Tiere im Dunkeln leichter zu sehen sein - was nicht nur für die Autofahrer Vorteile hat: Bei den meisten Unfällen ziehen nämlich die Rentiere den Kürzeren.

Nach dem Fund des "Barbarenschatzes": Denkmalschützer über das Problem des Raubgräbertums

Der gestern in Mainz vorgestellte "Barbarenschatz" begeistert Archäologen und Historiker.

Doch das täuscht nicht darüber hinweg, dass die Gold- und Silberstücke unter problematischen Umständen entdeckt wurden. Thomas Metz, Generaldirektor der rheinland-pfälzischen Denkmalfachbehörde Kulturelles Erbe, hat im Deutschlandradio Kultur auf das Problem des Raubgräbertums hingewiesen: Der Schatz sei von einem Sondengänger entdeckt und nicht fachgemäß ausgegraben worden. Raubgräber interessierten sich nicht dafür, was man aus der Erde noch lesen könnte, kritisierte Metz. So bleibe unklar, ob die entdeckten Herrschaftsinsignien einem römischen Beamten oder dem Führer eines germanischen Stammes gehört hätten.

Niedersachsen will Kindern von Nicht-Akademikern das Studium erleichtern

Ob aus Schülern nach dem Abi Studenten werden, hängt nach wie vor stark vom familiären Hintergrund ab:

Von 100 Akademiker-Kindern besuchen 84 eine Universität; bei den Kindern von Nicht-Akademikern sind es nur 37. Das will Niedersachsen jetzt ändern. Das Land fördert in den kommenden drei Jahren mit drei Millionen Euro Projekte, die den Kindern von Nicht-Akademikern das Studium erleichtern sollen. Wissenschaftsstaatssekretärin Andrea Hoops sagte, viele Abiturienten, deren Eltern nicht studiert hätten, wüssten zu wenig über Fächerwahl und die Finanzierung eines Studiums oder trauten sich zu wenig zu.

Förderprojekte sind unter anderem an den Unis in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Osnabrück und Oldenburg geplant. Die Universität Hildesheim legt besonderes Augenmerk auf "Care Leaver", also auf junge Erwachsene, die außerhalb des eigenen Elternhauses aufgewachsen sind.

Deutsche Forschungsgemeinschaft sieht Drittmittel-Finanzierung kritisch

Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Peter Strohschneider, sieht die zunehmende Verwendung von Drittmitteln für die Wissenschaft kritisch.

Damit werde seine Organisation in die Rolle des Grundfinanzierers von Universitäten gedrängt, sagte Strohschneider der "taz". Dafür sei die DFG aber nicht vorgesehen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes warben die Hochschulen 2011 insgesamt 5,9 Milliarden Euro ein. Drittmittel sind Gelder, die nicht aus dem direkten Etat der Hochschulen stammen. Die DFG unterstützt Forschungsvorhaben und verfügte 2013 über einen Etat von 2,7 Milliarden Euro.

Bund kauft Theatergebäude der Berliner Festspiele

Das Theatergebäude der Berliner Festspiele gehört jetzt dem Bund.

Wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters mitteilte, lag der Kaufpreis bei knapp 14 Millionen Euro. Der Kauf sei wirtschaftlich erheblich vorteilhafter als die Fortführung des seit 2001 bestehenden Mietvertrags, betonte die CDU-Politikerin. Diese Lösung biete zudem den Berliner Festspielen eine sichere Grundlage für den Spiel- und Festivalbetrieb. Das Gebäude an der Schaperstraße im Bezirk Charlottenburg beherbergte früher die Freie Volksbühne.

Igor Zelensky wird neuer Chef des Bayerischen Staatsballetts

Wechsel an der Spitze des Bayerischen Staatsballets:

Nach 18 Jahren als Direktor übergibt der in Prag geborene Ivan Liska sein Amt an Igor Zelensky. Dieser wird die Nachfolge am 1. September 2016 antreten. Er erhalte zunächst einen Fünf-Jahres-Vertrag, wie Bayerns Minister für Kunst, Ludwig Spaenle, CSU, gestern bekanntgab. Seit 2011 ist der aus Russland stammende Zelensky als künstlerischer Ballettdirektor am Moskauer Stanislawski- und Nemirowitsch- Dantschenko-Musiktheater tätig. Als Tänzer war Zelensky zwischen 1999 und 2004 mehrfach bei Gastauftritten am Münchner Nationaltheater zu sehen.

Helmut Dietl bekommt Ehren-Lola

Helmut Dietls Austritt aus der Deutschen Filmakademie ist kein Hinderungsgrund für eine Ehren-Lola.

Das teilte Akademie-Präsidentin Iris Berben in Berlin mit. Beim Deutschen Filmpreis am 9. Mai soll der 69-jährige Regisseur die Ehren-Trophäe erhalten. Er werde damit für seine hervorragenden Verdienste um den deutschen Film gewürdigt. Dass er auch mal Widerspruch übe, zeige die Unabhängigkeit, Unberechenbarkeit und Souveränität eines großen Filmkünstlers, der lichterloh für seine Arbeit brenne. Dietl selbst wurde mit den Worten zitiert: "Ich freue mich über jeden Preis, aber über diesen ganz besonders."

Clooney zeigt Obama im Weißen Haus "Monuments Men"

Es war eine Kinovorstellung der besonderen Art.

US-Schauspieler George Clooney hat Präsident Barack Obama im Weißen Haus persönlich seinen jüngsten Film "The Monuments Men" gezeigt. Zur Privatvorführung kamen auch Matt Damon und Bill Murray, wie das Präsidentenamt in Washington mitteilte. Ebenfalls anwesend war eines der noch lebenden Vorbilder für den Film, Harry Ettlinger. - "Monuments Men" handelt von Nazi-Raubkunst während des Zweiten Weltkriegs und den Bemühungen der Alliierten, die Werke mit Hilfe einer Sondereinheit zurückzuholen.

Venezuela benennt Orinoco-Ölgürtel in Hugo-Chavez-Gürtel um

In anderen Ländern benennt man Straßen, Plätze oder Brücken nach Personen, denen man eine besondere Ehre erweisen will.

In Venezuela ist es ein Ölvorkommen. Genauer der Orinoco-Ölgürtel, der ab sofort Hugo-Chavez-Gürtel heißen soll, nach dem im vergangenen Jahr verstorbenen Staatspräsidenten. Entschieden hat das sein Nachfolger Nicolas Maduro. Im Orinoco-Gürtel lagern Schätzungen zufolge mehr als 500 Milliarden Barrel Schweröl - damit ist es eines der größten Ölvorkommen der Welt.

Ex-Trio-Gitarrist Krawinkel ist tot

Nun hat es auch die Familie bestätigt:

Gert "Kralle" Krawinkel, der ehemalige Gitarrist der Band Trio, ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 66 Jahren. Krawinkel hatte sich 1979 mit Sänger Stephan Remmler und Schlagzeuger Peter Behrens zusammen getan. Ihr Welthit "Da da da" wurde 1982 zu einer Hymne der Neuen Deutschen Welle. Vier Jahre später löste sich die Band auf. Krawinkel versuchte sich danach auch als Solokünstler und nahm 1993 das Album "Kralle" auf.

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