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Kulturnachrichten

Freitag, 14. Februar 2014

Welt-Pressefoto zeigt afrikanische Migranten

Sie stehen mitten in der Nacht am Strand und versuchen, mit ihren Handys Kontakt zu ihren Familien aufzunehmen.

Dieses Foto mit afrikanischen Migranten in Dschibuti ist zum Welt-Pressefoto des Jahres 2013 gewählt worden. Geschossen hat es der US-amerikanische Fotograf John Stanmeyer, veröffentlicht wurde es in der Zeitschrift National Geographic. In der Jury-Begründung heißt es, das Bild verbinde sehr eindrücklich viele aktuelle Themen wie Technologie, Globalisierung, Migration und Armut. Dschibuti gilt als Sammelplatz für zahlreiche Migranten aus Somalia, Eritrea und Äthiopien vor ihrer Weiterreise nach Europa und in den Mittleren Osten.

Das Foto sehen Sie hier.

Facebook erlaubt weitere Geschlechtsbezeichnungen

Menschen lassen sich nicht nur in "männlich" und "weiblich" einteilen.

Auch die Nutzer von Facebook nicht - und deshalb bietet das Netzwerk jetzt auch Geschlechtsbezeichnungen darüber hinaus an. Insgesamt stehen rund 30 Optionen zur Auswahl, darunter etwa "androgyn", "trans-" oder "intersexuell". Außerdem können Nutzer festlegen, wer ihre Geschlechtsbezeichnung zu sehen bekommt - und ob sie von Facebook lieber mit männlichem oder weiblichem Pronomen angesprochen werden wollen. Bislang wurde die Neuerung allerdings nur für das englischsprachige Angebot eingeführt.

Eine Umsetzung für andere Länder und Sprachen solle folgen, erklärte Facebook. Das Unternehmen hat bei der Entwicklung nach eigenen Angaben mit Organisationen zusammenarbeitet, die sich für die Rechte sexueller Minderheiten einsetzen.

Literaturnobelpreis: 36 Autoren zum ersten Mal auf Kandidaten-Liste

210 Kandidaten haben es auf die Liste für den diesjährigen Literaturnobelpreis geschafft.

Wie Peter Englund, der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, in seinem Blog mitteilte, sind 36 Schriftsteller zum ersten Mal dabei. Die hohe Zahl neuer Kandidaten sei eher ungewöhnlich. Insgesamt hatte die Akademie 271 Vorschläge erhalten, wobei einige Personen mehrmals genannt wurden. Bis April soll die Liste auf 20 reduziert werden und bis zur Bekanntgabe des Preisträgers im Oktober auf eine Shortlist von fünf Autoren.

Indien: Verlag zieht Buch nach Hindu-Protesten zurück

"Den Gesetzen eines Landes, in dem wir publizieren, müssen wir uns beugen - so intolerant und restriktiv diese auch sein mögen."

Mit dieser Begründung nimmt der Verlag Penguin India ein Buch vom Markt, durch das hindu-nationalistische Gruppen ihre Religion verunglimpft sehen. Konkret handelt es sich um Wendy Donigers Buch "The Hindus: An Alternative History". Bereits 2010 waren Hindu-Gruppen gegen das Werk vor Gericht gezogen. Doniger äußerte Verständnis für die Entscheidung des Verlags. Penguin versicherte zudem, die internationale Ausgabe des Buchs sei weiterhin erhältlich. Indische Autoren und Intellektuelle reagierten dennoch bestürzt.

BBC zeigt lange verschollene Tanzszenen mit Margot Fonteyn

Ballett-Fans werden sich freuen.

Die BBC wird Anfang März Aufnahmen der berühmten Ballerina Margot Fonteyn zeigen, die über 50 Jahre lang verschollen waren. Der britische Ballett-Star tanzt darin Dornröschen. Die Aufnahmen entstanden 1959 und wurden einmal im Fernsehen gezeigt. Bei der Archivierung gab es dann offenbar eine Panne, denn als der Film das nächste Mal laufen sollte, war die Kopie des ersten Aktes zweimal vorhanden, der zweite Akt fehlte jedoch. Im vergangenen Jahr tauchten die Aufnahmen nach monatelanger Suche im Archiv wieder auf.

Die Programm-Ankündigung der BBC finden Sie hier.

David Crosby über die aktuelle Popmusik: eine Fabrik, die "irgendwelche Tussis" produziert

"Ich bin nicht süß, ich bin nicht jung - ich bin nicht das, was sie einfach so vermarkten können."

So begründet die Woodstock-Legende David Crosby in der "Süddeutschen Zeitung", warum er darauf verzichtet hat, für sein neues Solo-Album mit einem großen Label zusammenzuarbeiten. So eine Kooperation wäre wahrscheinlich kein Problem gewesen - hätte aber auch keinen Spaß gemacht, sagte der 73-Jährige.

Die aktuelle Popmusik werde betrieben wie eine Fabrik, kritisierte Crosby. Es gehe nur darum, in regelmäßigen Abständen irgendwelche Tussis zu produzieren, die noch nicht einmal ihre eigenen Songs schreiben könnten. Ausnahmen macht die Woodstock-Legende bei Pink und Lady Gaga: Diese beiden Sängerinnen hätten immerhin etwas zu sagen. - David Crosby ist Gründungsmitglied der Rock-Band "Crosby, Stills and Nash".

Monica Lierhaus wechselt zu Sky

Als Sportreporterin war Monica Lierhaus bekannt, nun kehrt sie zu diesen Wurzeln zurück.

Die 43-Jährige, die 2009 nach einer Operation monatelang im Koma lag, wird für den Bezahlsender Sky von der Fußball-WM in Brasilien berichten. Wie der Sender bestätigte, soll sie dort Interviews mit Größen des Fußballs wie Bundestrainer Joachim Löw führen. Zuletzt hatte Monica Lierhaus für die ARD-Fernsehlotterie vor der Kamera gestanden.

François-Xavier Roth wird neuer Generalmusikdirektor in Köln

Köln bekommt einen neuen Generalmusikdirektor.

Wie die Stadt mitteilte, wird der Franzose François-Xavier Roth das Amt am 1. September übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge von Markus Stenz an. Roth ist seit 2011 Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. In Köln wird er für das Gürzenich-Orchester und die Oper Köln zuständig sein. Die Entscheidung für Roth muss im März und April noch von den politischen Gremien der Stadt bestätigt werden.

Kurienkardinal Kasper mit Deutschem Kulturpreis geehrt

Kardinal Walter Kasper ist mit dem Deutschen Kulturpreis der Stiftung Kulturförderung ausgezeichnet worden.

Der 83-Jährige erhielt den mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis für sein Engagement zur Förderung der Ökumene. Bei der Verleihung in München betonte Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle, Kasper habe Großes für die Einheit der Christen geleistet - im Zugehen auf die evangelischen Kirchen ebenso wie auf die orthodoxen Christen. Der mit 5.000 Euro dotierte Ehrenpreis ging an den erst 16 Jahre alten UNO-Kinderbotschafter Felix Finkbeiner, der Schüler zum, Pflanzen von Bäumen animiert.

Weimarer Stadtschloss: eventuell nur Teil-Umbau

Man habe 40 Millionen Euro und keinen Cent mehr.

Deshalb schließt die Klassik Stiftung Weimar beim geplanten Umbau des Stadtschlosses eine Beschränkung auf einzelne Schlossteile nicht aus. Das bestätigte Stiftungs-Präsident Hellmut Seemann in Weimar. Voraussichtlich im Frühherbst werden dem Stiftungsrat die Ergebnisse der ersten Planungen vorliegen. Die Residenz der Herzöge von Sachsen-Weimar und Eisenach zählt zum Unesco-Welterbe und soll bis 2023 zum Zentrum des klassischen Weimar werden. Das Geld dafür soll von Bund und Land kommen.

Kolumbianischer Geheimdienst soll E-Mails zwischen Journalisten und der Farc abgefangen haben

Seit gut einem Jahr verhandeln die kolumbianische Regierung und die Rebellenorganisation Farc auf Kuba über einen Friedensvertrag.

Jetzt berichtet der amerikanische Fernsehsender Univision, dass der kolumbianische Militärgeheimdienst tausende E-Mails zwischen der Farc und Journalisten abgefangen haben soll. Konkret handele es sich um Anfragen mehrerer Nachrichtenagenturen sowie des spanischen Fernsehsenders TVE an Sprecher der Farc.

Vor einigen Tagen hatten bereits andere Medien über eine Spionage-Abteilung berichtet, die eigens zur Überwachung der Friedensgespräche eingerichtet wurde. Präsident Juan Manuel Santos kündigte daraufhin eine Untersuchung an. - Die Farc ist eine linksgerichtete Guerilla-Bewegung. Seit fast 50 Jahren führt sie einen bewaffneten Kampf gegen die Regierung. Dabei kamen hunderttausende Menschen ums Leben, noch mehr wurden vertrieben.

Lettische Politikerin Kalniete protestiert gegen Stalin-Büste im US-Bundesstaat Virginia

Stalin hat in Bedford nichts zu suchen.

Dieser Ansicht ist die lettische Europa-Abgeordnete Sandra Kalniete. Sie hat in einem Brief an US-Präsident Barack Obama gegen ein Denkmal für den russischen Diktator im Bundesstaat Virginia protestiert. Kalniete schreibt, auch wenn Stalin geholfen habe, Nazideutschland zu besiegen, sei er für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich. Die Gedenkstätte in Bedford erinnert an die 1944 in der Normandie gefallenen US-Soldaten und wurde 2001 eingeweiht.

Türkische Polizei greift Journalistin mit Wasserwerfern an

Die türkische Polizei hat in Ankara eine Journalistin mit Wasserwerfern angegriffen.

Bilder der Aktion sorgen seit gestern in sozialen Netzwerken und unter Bloggern für Empörung. In einem Blog der "New York Times" heißt es, Hüsna Sari, Reporterin für den Sender Ulusal TV, habe den Polizisten zu verstehen gegeben, dass sie Journalistin sei und lediglich über die Proteste in der Hauptstadt berichte. Sie habe auch ein Mikrofon in der Hand gehabt. Das hielt die Polizei den Berichten zufolge aber nicht davon ab, mehrere Wasserwerfer auf Sari zu richten. Türkische Blogger halten den Vorfall für symptomatisch: Sie sind der Ansicht, dass die Pressefreiheit in der Türkei zunehmend unter Druck gerät.

Bilder und den vollständigen Blogeintrag finden Sie hier.

Griechisches Gericht untersagt Fernsehreportage über verunglücktes Flüchtlingsboot

Mitte Januar kenterte im Mittelmeer ein Flüchtlingsboot, als es von der griechischen Marine abgeschleppt wurde.

Zwölf Menschen starben. Ein griechisches Gericht hat jetzt dem Fernsehsender Mega TV verboten, einen Beitrag über das Unglück zu senden. Die Sendung könne die laufenden Ermittlungen zu dem Fall behindern, hieß es zur Begründung. Der Fernsehsender kritisierte die Entscheidung als Akt der Zensur - und kündigte an, den Beitrag kommende Woche trotzdem zu senden.

Überlebende des Unglücks hatten der griechischen Küstenwache vorgeworfen, absichtlich Rettungsaktionen behindert zu haben. Zudem sei versucht worden, das Boot mit Gewalt zurück in die Türkei zu schleppen.

Hamas im Gazastreifen verbietet Schulbuch der UNO

Gewaltlose Konfliktlösung und Menschenrechte?

Keine Themen für Schulkinder. So zumindest sieht es die radikalislamische Hamas, die im Gazastreifen ein Schulbuch der Vereinten Nationen verboten hat. Ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte, es fehle in dem Buch der Hinweis auf das Recht auf bewaffneten Kampf gegen Israel. Stattdessen werde friedlicher Widerstand als einziger Weg zu Freiheit und Unabhängigkeit beschrieben. Auch daran, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte erwähnt wird, stört sich die Hamas. Sie ist der Ansicht, die Erklärung verstoße gegen islamisches Recht. Das Buch, herausgegeben vom Hilfswerk der UNO für Palästina-Flüchtlinge, war für Schüler der Klassen sieben bis neun gedacht. Das Hilfswerk betreibt im Gazastreifen 245 Schulen für mehr als 230.000 Kinder.

Britische Buchausleihen: Thriller und erotische Romane besonders beliebt

Die britischen Bibliotheken sprechen vom "Fifty-Shades-Effekt".

Er findet sich in der offiziellen Statistik zu Buchausleihen: Danach hat sich die Zahl der erotischen Romane, die Bibliotheksnutzer ausgeliehen haben, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verfünffacht. Als einer der Gründe für diese Entwicklung wird der Erfolg der Roman-Trilogie "Fifty Shades" von E.L.James genannt. Aber auch die Tatsache, dass die Ausleihe zunehmend automatisiert wird - sich also keiner mehr für ein Buch schämen muss -, könnte eine Rolle spielen.

Das Buch, das die Briten am häufigsten mit nach Hause nahmen, war der Thriller "The Affair" von Lee Child. Auch Platz zwei belegt ein Buch des britisch-amerikanischen Autors, nämlich "A Wanted Man". Unter den zehn beliebtesten Titeln finden sich außerdem insgesamt sechs Kinderbücher.

Valentinstag: Lust und Frust am Tag der Liebenden

Der heutige Valentinstag sorgt nicht überall für romantische Gefühle.

Wie eine Tageszeitung aus Schanghai berichtet, schloss sich dort eine Gruppe von Singles zusammen, um Paaren den Kinobesuch zu vermiesen. Dazu kauften sie die Eintrittskarten für alle Plätze mit ungerader Nummer auf, so dass die Pärchen nicht nebeneinander sitzen konnten. In Malaysia warnte die staatlich Islambehörde in ihrer offiziellen Freitagspredigt ausdrücklich vor dem Valentinstag als Ursache sozialer Übel wie Ehebruch, Alkoholmissbrauch und Aussetzung Neugeborener. In Rom dagegen sprach Papst Franziskus auf dem Petersplatz zu rund 20.000 Verlobten aus etwa 30 Ländern und bestärkte sie darin, keine Angst vor endgültigen Entscheidungen wie der Ehe zu haben.

Kinobesuche im EU-Durchschnitt rückläufig

Diese Nachricht wird Kinobetreiber nicht erfreuen.

In der Europäischen Union ist die Zahl der Kinobesucher im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Nach Angaben der Europäischen Beobachtungsstelle für den audiovisuellen Bereich wurden rund 4 Prozent weniger Karten verkauft als 2012. Deutschland verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von 4 Prozent. Besonders stark war der Einbruch mit gut 16 Prozent in Spanien. In den östlichen EU-Ländern wurden dagegen deutlich mehr Kino-Karten verkauft, allen voran in Bulgarien mit einem Plus von 16,7 Prozent.

US-Forscher raten bei Säuglingen zu Erwachsenen- statt Babysprache

Vollständige, grammatikalisch richtige Sätze sind sinnvoller als Gebrabbel.

Amerikanische Wissenschaftler empfehlen, schon bei Säuglingen Erwachsenen- und nicht etwa Baby-Sprache zu benutzen. Die Psychologin Erika Hoff sagte bei einer Konferenz in Chicago, durch komplexe Ausdrücke werde das Vokabular des Kindes geschult. Eine neurologische Studie kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Dafür wurden die Gehirne von Babys mit gebildeten und nicht so gebildeten Eltern untersucht. Am unterschiedlichsten war bei den beiden Gruppen das Sprachvermögen ausgebildet.

Andere Wissenschaftler betonen dagegen, auch die Baby-Sprache habe ihren Wert: Sie animiere die Kinder erst zum Brabbeln - und das wiederum sei eine wichtige Vorstufe zum Sprechen, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten US-Studie.

Casablanca: Sicherheitskräfte hindern marokkanischen Rapper daran, sein Album vorzustellen

Eigentlich wollte Mouad Belghawat gestern Abend in einer Buchhandlung in Casablanca sein neues Album vorstellen.

Doch daran wurde der regierungskritische Rapper von marokkanischen Sicherheitskräften gehindert. Wie die Agentur AFP berichtet, wiesen diese die Buchhandlung an, zu schließen und die Gäste der Veranstaltung wegzuschicken. Belghawat gilt als Unterstützer der marokkanischen Reformbewegung. 2012 war er wegen Beamtenbeleidigung zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Für sein neues Album "Waloo", zu Deutsch "Nichts", hat er auch seine Erfahrungen im Gefängnis verarbeitet.

Jüdischer Kongress kritisiert praktisches Schächtungs-Verbot in Dänemark

Ein neues Gesetz stellt das Fortbestehen des jüdischen Gemeindelebens in Dänemark in Frage.

So sieht es Moshe Kantor, Vorsitzender des Europäischen Jüdischen Kongresses. Kantor kritisierte in Brüssel die neuen Regeln für dänische Schlachthäuser: Künftig müssen Tiere ausnahmslos betäubt werden, bevor sie geschlachtet werden. Eine Betäubung widerspricht aber den Regeln des rituellen Schächtens, wie sie im Judentum und im Islam gelten. Mit dem neuen Gesetz werde jegliches rituelles Schlachten in Dänemark praktisch unmöglich, kritisierte Kantor. - 2012 hat Polen ein ähnliches Gesetz eingeführt.

Roskilde-Festival schließt sein Kino-Areal

Bisher gab es beim dänischen Roskilde-Festival nicht nur Rock-Musik, sondern auch Kino.

Damit ist jetzt Schluss. Wie eine Sprecherin mitteilte, wird das Kino-Areal nach 20 Jahren geschlossen. Im vergangenen Sommer hatte das Festival sein Filmprogramm erstmals Open-Air gezeigt. Das zog wesentlich weniger Besucher an als die Vorführungen in einem Kinozelt in den Jahren davor. Das Kopenhagener Festival CPH PIX, das für die Auswahl der Filme zuständig war, bedauerte die Entscheidung.

Kenia: Verhaftungen wegen illegaler Kopien von "Wolf of Wall Street"

Sie haben nicht nur illegal kopierte DVDs verkauft - der Film ist in Kenia noch dazu verboten.

In dem afrikanischen Land sind mindestens 30 Personen festgenommen worden, weil sie den Hollywood-Streifen "The Wolf of Wall Street" vertrieben haben. Das berichtet die BBC unter Berufung auf die zuständige Behörde. Sie hatte Mitte Januar entschieden, dass der für den Oscar nominierte Film mit Leonardo DiCaprio in Kenia nicht laufen darf. Begründet wurde das unter anderem mit der vulgären Sprache, Nackt- und Sex-Szenen. Allerdings sind Raubkopien des Films in Kenia für weniger als 50 Euro-Cent zu haben. Den Produktpiraten drohen bis zu fünf Jahre Haft.

"Pa Walton" ist tot: Schauspieler Ralph Waite gestorben

Er war das Familienoberhaupt der "Waltons".

Der amerikanische Schauspieler Ralph Waite ist tot. Wie seine Familie mitteilen ließ, starb er am gestern im Alter von 85 Jahren. Ab 1972 stand Waite knapp zehn Jahre lang als John "Pa" Walton für die gleichnamige Serie vor der Kamera; bei mehreren Episoden führte er auch selbst Regie. Als Schauspieler war Waite außerdem in den Serien "Roots", "Navy CIS" oder "Grey's Anatomy" und in Filmen wie "Bodyguard" und "Cliffhanger" zu sehen.

Stagediving-Verletzung : US-Band muss eine Million Euro zahlen

Stagediving kann teuer werden.

Das hat die amerikanische Ska-Band Fishbone feststellen müssen: Ein Bundesgericht hat sie zur Zahlung von umgerechnet einer Million Euro an eine Frau verurteilt. Die Konzertbesucherin hatte vor vier Jahren Schädel- und Schlüsselbeinbrüche erlitten, als Fishbone-Sänger Angelo Moore beim Sprung von der Bühne auf sie fiel. Wie die Justizzeitung "The Legal Intelligencer" berichtet, begründete der Richter die hohe Geldstrafe auch mit der Uneinsichtigkeit des Musikers: Er habe nach dem Vorfall wenig Reue gezeigt, sei weiter in die Menge gesprungen und habe dabei immer wieder Konzertbesucher verletzt.

Blogger und der Bundestag: Ältestenrat soll Kriterien für Presseakkreditierung erarbeiten

Nach welchen Kriterien vergibt der Bundestag Presseakkreditierungen?

Antworten auf diese Frage soll jetzt der Ältestenrat des Parlaments finden. Das berichtet der Blog "Netzpolitik.org". Dessen Betreiber Markus Beckedahl hatte sich um eine Akkreditierung für den Bundestag bemüht - was mit dem Hinweis abgelehnt worden sei, er sei Blogger und kein Journalist. Dagegen hatte Beckedahl Widerspruch eingelegt - und angekündigt, notfalls sogar zu klagen.

Die "Süddeutsche Zeitung" kommentiert das mit den Worten, nach Jahrzehnten der Zusammenarbeit mit klassischen Journalisten seien die Berliner Abläufe wohl noch nicht ganz auf die neuen Medien vorbereitet.

Hier lesen Sie mehr zu dem Thema.

Verjährung bei Raubkunst beschäftigt heute den Bundesrat

Der Fall Cornelius Gurlitt soll rechtliche Konsequenzen haben.

Die jüngst entdeckte Bildersammlung des Münchners führt dazu, dass der Bundesrat sich heute mit dem Thema Raubkunst befasst. Bayern hat beantragt, die Verjährungsfrist bei solchen Fällen von bislang 30 Jahren zu verlängern. Dies soll dann gelten, wenn derjenige, der in den Besitz von gestohlenen oder enteigneten Kunstwerken kam, - Zitat - "bösgläubig" gehandelt hat. Auch in der Sammlung Gurlitt befinden sich nach Expertenmeinungen zahlreiche Raubkunst-Bilder.

Kultusministerkonferenz für stärkere Unterstützung des Polen-Instituts

Die Kultusministerkonferenz hat sich dafür ausgesprochen, das in Darmstadt ansässige Deutsche Polen-Institut verstärkt zu fördern.

Die Länder und der Bund sollen das Institut demnach ab 2015 zusätzlich mit jeweils 108.000 Euro unterstützen, wie die rheinland-pfälzische Landesregierung in Mainz mitteilte. Die Empfehlung der KMK müsse noch von der Finanzministerkonferenz bestätigt werden. Die Landesregierung hatte entschieden, die bisherige Sonderförderung angesichts der Haushaltskonsolidierung ab 2015 einzustellen. - Das Deutsche Polen-Institut wird als eine wichtige Brücke zwischen beiden Ländern gesehen. Es gibt Bücher heraus, veranstaltet Tagungen und organisiert Schulprojekte.

Turbo-Abi und G9 bereiten laut Studie gleich gut auf die Uni vor

Der einzige Unterschied war das Alter bei der Immatrikulation.

Laut einer Studie von Bildungsforscherinnen der Uni Duisburg-Essen bereiten acht Jahre am Gymnasium - das sogenannte Turbo-Abi - gleich gut auf die Universität vor wie neun Jahre. Demnach führte eine längere Zeit am Gymnasium weder zu einem besseren Abitur noch dazu, dass die Abiturienten besser mit den Anforderungen der Hochschule umgehen konnten. Die Wissenschaftlerinnen hatten für die Studie bei 3.500 Erstsemestern abgefragt, welche Lernstrategien und wissenschaftlichen Arbeitstechniken sie kannten und wie viel Interesse sie am Studienfach hatten. Gemäß der Studie hatten alle Befragten gleich große Probleme damit, ihre Lernphasen zu planen und sich die Zeit richtig einzuteilen.

Mit Peter Maffay und der "Supernanny": Deutscher Schulleiterkongress wird eröffnet

Nicht nur Fachreferenten, sondern auch der Sänger Peter Maffay, der Extremsportler Joey Kelly und die "Supernanny" Katja Saalfrank sind eingeladen.

In Düsseldorf wird heute der dritte Deutsche Schulleiterkongress eröffnet. 2.000 Pädagogen diskutieren unter anderem über digitales Lernen, die Förderung von Medienkompetenz, Lehrergesundheit und Führungskultur. Der Lehrerverband Bildung und Erziehung, einer der Veranstalter des Kongresses, hatte zuletzt besonders auf die Probleme bei der Besetzung freier Schulleiterposten hingewiesen.

Stadt Köln legt Streit mit Alice Schwarzer bei

Zumindest an einer Front hat Alice Schwarzer wieder Ruhe.

Die Stadt Köln legte ihren Streit mit der Publizistin um die gewerbliche Nutzung des "Frauenmediaturms" bei. Zwar sei die Vermietung eines Gewölberaums nicht zulässig gewesen, doch da dies nur in sehr begrenztem Umfang geschehen sei, sehe man von einer Ahndung ab, sagte eine Sprecherin der Stadt. Der mittelalterliche Turm am Rheinufer wurde an eine von Schwarzer geführte Stiftung verpachtet - mit der Auflage, ihn nicht kommerziell zu nutzen. Nach Angaben einer Sprecherin Schwarzers wurde der Turm bisher nur einmal für 100 Euro vermietet. - In dem Gebäude sind ein wissenschaftliches Archiv und Redaktionsräume der Zeitschrift "Emma" untergebracht.

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