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Kulturnachrichten

Sonntag, 9. Februar 2014

Spiegel: Limburger Bischofssitz offenbar viel teurer als vermutet

Der Bau des Limburger Bischofssitzes war offenbar noch teurer als bislang vermutet.

Das berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf kircheninterne Untersuchungen. Die bisher auf 31 Millionen Euro geschätzten Baukosten liegen demnach wesentlich höher. Aus der kircheninternen Untersuchung gehe auch hervor, dass mindestens aus einer kirchlichen Stiftung Geld für den Bau des Bischofssitzes herausgezogen worden sei. Nach Angaben des "Spiegels" könnten die neuen Informationen zu einem Ermittlungsverfahren gegen Tebartz-van Elst führen.

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Bistum Limburg wiesen die Angaben als Spekulation zurück. Ein Ergebnis der Prüfungskommission liege noch nicht vor.

Zentralasiatisches Heldenepos vertont: Uraufführung in Dresden gefeiert

"Dede Korkut" - so heißt ein Heldenepos aus Zentralasien, das der Komponist Marc Sinan vertont hat.

Es wurde gestern Abend im Dresdner Festspielhaus uraufgeführt. Die Sinfoniker führten es gemeinsam mit Musikern aus Kasachstan, Usbekistan und Aserbaidschan auf. Die Gäste präsentierten sich dabei nicht nur mit typischen Trachten des Landes sondern spielten auch auf traditionellen Instrumenten. "Dede Korkut" vereint orientalische Klänge mit zeitgenössischer Musik. Auf Videoleinwänden wurden während der Uraufführung außerdem Landschaftsbilder aus Zentralasien gezeigt.

Rektor der Universität Pristina tritt zurück: Veröffentlichungen in fiktiven Fachblättern

Der Rektor der Universität Pristina im Kosovo hat einige wissenschaftliche Arbeiten nur scheinbar veröffentlicht.

Ibrahim Gashi führte sie nämlich nur in fiktiven Fachzeitschriften auf - also in Medien, die gar nicht existieren. Zudem soll er als Co-Autor drei Artikel in einem indischen Blatt publiziert haben, das Studenten der Universität zufolge bestechlich ist. Wegen des Betrugs ist der Rektor jetzt zurückgetreten. Tagelang hatten Studenten heftig gegen den Philosophen und Historiker protestiert. Dutzende Demonstranten, Polizisten und Journalisten wurden dabei verletzt. Die Proteste richteten aber nicht nur gegen die Lügen des Rektors. Die Studenten fordern jetzt auch die Überprüfung aller Hochschullehrer und ihrer Publikationen. Der einzigen Universität des Kosovo werfen sie außerdem eine zu große Nähe zur Regierung vor.

BBC will mehr Frauen in Unterhaltungssendungen

In den Sendungen der britischen BBC sollen künftig mehr Frauen auftreten.

Das hat der Fernsehchef der BBC, Danny Cohen, versprochen. Er sei entschlossen, dass es künftig keine Unterhaltungsshows mehr geben werde, bei denen keine einzige Frau zum Team vor der Kamera gehöre, sagte Cohen dem britischen "Observer". Ein weiteres Anliegen sei ihm, dass in Zukunft auch mehr ältere Frauen in den BBC-Programmen zu sehen seien. In diesem Bereich sei man zwar besser geworden, es bleibe aber noch viel zu tun.

Medieninstitut kritisiert Darstellung von Ausländern in Schweizer Medien

In der Schweiz kommt kaum ein Krankenhaus ohne Ausländer aus.

Auch Forschung und Lehre wären in dem Land ohne Migranten undenkbar. Dieser Ansicht ist das Institut für Medienforschung "Media Tenor International". Anlässlich der heutigen Abstimmung über die Einwanderung von EU-Bürgern in die Schweiz hat das Unternehmen die Fernsehnachrichten von 2006 bis 2014 analysiert. Dafür wurden mehr als 33.000 Beiträge aus den Hauptnachrichten ausgewertet. Das Ergebnis: Wenn Schweizer Medien über Ausländer berichten, dann geht es in erster Linie um Asylrecht oder Einwanderungsfragen. Damit habe der Schweizer kaum eine Chance, die reale Situation von Ausländern in seinem Land zu erfahren. Das Institut kritisiert, dass die heutige Abstimmung damit unter der - Zitat - "sterotypen Darstellung" von Ausländern in den Medien leide.

Iranischer Präsident spendet für jüdisches Krankenhaus - Medien: Zeichen gegen Diskriminierung

Der iranische Präsident Rohani hat erneut ein deutliches Zeichen gesetzt.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, spendete er umgerechnet 150.000 Euro an ein jüdisches Krankenhaus in Teheran. Rohani wende sich damit gegen religiöse Diskriminierung, kommentierte die iranische Nachrichtenagentur Irna die Spende. Der Präsident hat sich seit seinem Amtsantritt schon mehrmals von der anti-israelischen Haltung seines Vorgängers Ahmadinedschad distanziert. So hatte Rohani beispielsweise im September der Gemeinde Teherans zum jüdischen Neujahrsfest gratuliert. Konservative im Parlament stehen Rohanis Haltung gegenüber Israel kritisch gegenüber. Sie fürchten offenbar einen Kurswechsel. Nach Angaben der F.A.Z. leben im Iran rund 25.000 bis 28.000 Juden.

Auch der iranische Außenminister Mohammad Sarif folgt Rohanis Kurs. Sarif nannte den Holocaust kürzlich eine "Tragödie, die sich nicht wiederholen darf". Für seine Aussage muss er sich nun vor dem iranischen Parlament rechtfertigen.

Internet-Gesetze in der Türkei: Tausende demonstrieren in Istanbul

"Stoppt die Zensur"!

Unter diesem Motto haben mehrere Oppositionsgruppen in der Türkei gegen die neuen Internet-Gesetze protestiert. Tausende Menschen waren ihrem Aufruf gefolgt und versammelten sich gestern Abend auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul. In Sprechchören forderten sie auch den Rücktritt von Präsident Erdogan. Das türkische Parlament hatte diese Woche das neue Internet-Gesetz verabschiedet. Demnach dürfen Behörden den Zugang zu Internetseiten auch ohne richterlichen Beschluss sperren. Internetanbieter werden zudem verpflichtet, Nutzer-Daten bis zu zwei Jahre lang zu speichern.

Russland: Regierungskritischer Sender bangt im Programmplätze im Fernsehen

Die aufgespannten Regenschirme waren ein Zeichen ihrer Solidarität.

In der russischen Hauptstadt Moskau sind Unterstützer eines regierungskritischen Fernsehsenders damit auf die Straße gegangen. Sie fordern, dass der Sender "Doschd" - zu Deutsch "Regen" - weiter im Moskauer Fernsehprogramm empfangen werden kann. "Doschd" hatte sich mit seinen Berichten über Massenproteste gegen Präsident Putin einen Namen gemacht. Jetzt muss er um seine Programmplätze bei drei Fernsehanbietern bangen. Die Demonstranten werten dies als Zensur. Nach Angaben der russischen Agentur Interfax wurden 40 Protestler von der Polizei festgenommen.

Schwedische Königin fordert Umsetzung von Kinderrechten im Alltag

Sankt Georg war schon immer das Leitbildbild von Silvia, der Königin von Schweden.

Georg kämpfte gegen einen Drachen, mit anderen Worten: gegen das Böse. Mit diesem Vergleich hat die schwedische Königin den Sankt Georg Orden auf dem Dresdner Semperopernball entgegen genommen. Sie wurde damit gestern Abend für ihren Einsatz für demenzkranke Menschen und missbrauchte Kinder geehrt. Silvia sagte bei der Preisübergabe, es sei wichtig, dass die UNO-Kinderrechtskonvention nicht nur auf dem Papier stehe. Sie müsse von jedem Menschen verinnerlicht und umgesetzt werden. Ihr Engagement gegen Demenz wolle sie außerdem mit der Ausbildung von Pflegern und kostenlosen Informationen über Internet-Apps vorantreiben.

Philippinen bedanken sich für Spenden mit riesigen Plakaten

"Die Philippinen sagen Danke!"

Diese Botschaft ist seit diesem Wochenende in mehreren Großstädten der Welt zu lesen, darunter New York, Paris und Berlin. Der Inselstaat will sich auf riesigen Plakaten für die Millionen Spenden aus aller Welt bedanken. Die Botschafterin des philippinischen Massentourismus, Marie Tan, sagte, das Land habe auch aus Deutschland eine Welle der Hilfsbereitschaft erfahren. Anfang November war der Wirbelsturm "Haiyan" mit mehr als 300 Kilometer pro Stunde über die Ostküste der Philippinen gezogen. Tausende Menschen kamen ums Leben, mehr als 670.000 wurden obdachlos.

Clooney: Münchner Kunstfund war "Wahnsinn".

Auch in Zukunft wird man Kunst in Kellern finden, die den Menschen dort nicht gehört.

Das zumindest vermutet der Schauspieler George Clooney. Er sagte vor der Premiere seines Films "The Monuments Men" auf der Berlinale, der Münchener Kunstfund sei ein regelrechter Wahnsinn. Gleichzeitig betonte er, es sei wichtig, Dinge zurückzugeben, die einem nicht gehören. Sein aktueller Film "The Monuments Men" greift auch das Thema Kunstraub auf. Der Plot erzählt von einer Gruppe Alliierter, die während des Zweiten Weltkriegs versuchen, von den Nazis entwendete Werke zurückzuerlangen. Der Film läuft auf der Berlinale allerdings außer Konkurrenz.

McConaughey über die Belastbarkeit des menschlichen Körpers

47 Pfund in vier Monaten.

Für seinen neuesten Film "Dallas Buyers Club" über einen Aidskranken hat der Schauspieler Matthew McConaughey wochenlang gehungert. McConaughey sagte der "Süddeutschen Zeitung", er habe dies nicht nur für den Film getan. Mit der strengen Diät habe er auch ein Zeichen setzen wollen, um zu zeigen, dass der Körper sehr viel belastbarer sei, als wir glauben. In dem Maß, in dem sein Körper Kraft eingebüßt habe, sei er geistig stärker geworden. Doch auch der Weg zurück zu seinem Normalgewicht sei gut gewesen. McConaughey sei erstaunt darüber, wie sich alles erneuert und vor allem, wie elastisch er nach seiner strengen Diät sei.

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