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Kulturnachrichten

Sonntag, 2. Februar 2014

US-Schauspieler Philip Seymour Hoffman tot aufgefunden

Der US-Schauspieler Philip Seymour Hoffman ist tot.

Die Polizei bestätigte Medienberichte, wonach der 46-Jährige tot in seiner Wohnung im New Yorker Stadtteil Manhattan aufgefunden wurde. Die Todesursache werde untersucht. Seymour Hoffmann hatte für seine Rolle als Truman Capote 2006 den Oscar als bester Schauspieler erhalten. Neben zahlreichen Filmen wirkte er auch in Theaterstücken mit.

Bericht: Mindestens zwei Medienkonzerne wollen Weltbild kaufen

Für die insolvente Weltbild-Verlagsgruppe gibt es offenbar Interessenten.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, erwägen mindestens zwei international tätige Medienkonzerne einen Kauf. Insolvenzverwalter Geiwitz habe bereits Gespräche über den Erwerb geführt. - Die Weltbild-Gruppe mit 6.300 Beschäftigten hatte im Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Die kirchlichen Gesellschafter waren nicht mehr bereit, weitere Millionenbeträge zuzuschießen.

Zum Tod von Maximilian Schell: Gero von Boehm und "Welt am Sonntag"

"Maximilian war der fantasievollste Mensch, der mir je begegnet ist."

So würdigt der Journalist und Regisseur Gero von Boehm seinen Freund, den verstorbenen Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell. Von Boehm sagte im Deutschlandradio Kultur, Schell sei ungeheuer kreativ und sehr konsequent gewesen, was seiner Karriere mitunter auch geschadet habe. Die "Welt am Sonntag" lobt das beeindruckende Schauspiel des Österreichers sowie sein Dietrich-Porträt "Marlene" von 1984, mit dem er Furore gemacht habe. Schell sei in vielen Künsten zu Hause gewesen und habe auch gemalt und geschrieben. - Maximilian Schell war unerwartet in der Nacht von Freitag auf Samstag in Innsbruck gestorben. Er wurde 83 Jahre alt. Weltweit war er einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler. 1962 hatte er für seine Rolle in "Das Urteil von Nürnberg" den Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen.

Das Interview mit Gero von Boehm können Sie hier nachhören und nachlesen.

Kunsthalle Rotterdam nach Umbau wieder eröffnet

Besucher treten nun durch den Park ein.

Die Kunsthalle Rotterdam ist nach einer Umbauzeit von sieben Monaten wieder eröffnet worden. Die Räume wurden energieeffizienter gestaltet und die Sicherheitsvorkehrungen verbessert. Sie waren 2012 nach einem spektakulären Kunstdiebstahl als nicht ausreichend kritisiert worden. Damals waren die Räuber scheinbar problemlos eingedrungen und hatten innerhalb weniger Minuten sieben Gemälde in Taschenformat gestohlen, darunter solche von Picasso, Monet und Matisse. Bis heute ist unklar, was mit den Werken geschehen ist. - Die Kunsthalle Rotterdam hat keine eigene Sammlung, sondern präsentiert im Jahr etwa 25 Wechselausstellungen.

Hier erfahren Sie mehr über die renovierte Kunsthalle Rotterdam und hier geht es zu den neuen Ausstellungen.

Umeå eröffnet Kulturhauptstadtjahr 2014 mit Show auf dem Eis

Ein Jahr lang ist sie nun das kulturelle Zentrum Schwedens.

Die Stadt Umeå hat mit einer Feuershow auf einem zugefrorenen Fluss ihr Kulturhauptstadtjahr 2014 eröffnet. Tausende Menschen verfolgten das Spektakel aus Licht, Musik und Videobildern auf Brücken und am Ufer, darunter auch die schwedische Kronprinzessin Victoria. Bei der Feier wurden auch Gesänge und Tänze des Nomadenvolks der Samen aufgeführt. Ihre Kultur und ihr Alltag bilden einen Schwerpunkt des Kulturhauptstadtjahres von Umeå. Die Stadt liegt rund 600 Kilometer nördlich von Stockholm. - Weitere Europäische Kulturhauptstadt 2014 ist die lettische Hauptstadt Riga.

Hier geht es zum englischsprachigen Internet-Auftritt der Kulturhauptstadt Umeå.

Adoptivtochter bezichtigt Woody Allen des sexuellen Missbrauchs

"Woody Allen ist ein lebendes Beispiel dafür, wie unsere Gesellschaft die Opfer von sexuellen Übergriffen und Missbrauch im Stich lässt."

Das schreibt Dylan Farrow, die Adoptivtochter von Mia Farrow und Woody Allen, in einem offenen Brief, den die "New York Times" online gestellt hat. Darin wirft die heute 28-Jährige dem US-Regisseur vor, er habe sie als Kind regelmäßig sexuell missbraucht. Im Alter von sieben Jahren habe sie schließlich ihrer Mutter davon erzählt. Die Schauspielerin Mia Farrow hatte sich 1992 von Woody Allen getrennt und im Sorgerechtsstreit die Missbrauchsvorwürfe erhoben, die der Regisseur zurückwies. Er verlor zwar das Sorgerecht, aber die Ermittlungen wurden eingestellt. Dylan Farrow erklärt in ihrem Brief, das sei nur geschehen, weil ihre Mutter sie nicht weiter mit dem Verfahren belasten wollte. Sie habe aber lange unter dem Missbrauch gelitten und wolle nun nicht länger schweigen.

Woody Allen heiratete nach der Trennung von Mia Farrow deren erwachsene Adoptivtochter Soon-Yi. - Hier lesen Sie den Brief von Dylan Farrow und hier einen Kommentar dazu.

Goldene Kamera für Nadja Uhl und Thomas Thieme

Komplimente und viele Preise - die wurden gestern bei der 49. Verleihung der Goldenen Kamera verteilt.

Bei der Gala auf dem alten Flughafengelände Berlin Tempelhof erhielten Nadja Uhl und Thomas Thieme die Preise als beste deutsche Schauspieler. Zum besten deutschen Fernsehfilm wurde der ZDF-Mehrteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" ernannt. Für Hollywood-Glamour sorgten die US-Schauspieler Gwyneth Paltrow und Matthew McConaughey, die ebenfalls Preise bekamen. Für ihr Lebenswerk wurden Bruno Ganz und Diane Keaton geehrt. - Die Goldene Kamera wird seit 1966 jährlich von der Zeitschrift "Hörzu" verliehen - und zwar für die Bereiche Film, Fernsehen und Musik.

Sudan: oppositionelle Zeitung wieder erlaubt

Die Zeitung darf wieder gedruckt werden.

Im Sudan hat die Regierung das Verbot der oppositionellen Tageszeitung "The People's Opinion" aufgehoben. Alle Einschränkungen seien beseitigt, sagte ein Vertreter des Nationalen Rates für Presse und Veröffentlichungen der staatlichen sudanesischen Nachrichtenagentur. Die Zeitung steht der Opposition nahe. Vor einem Jahr hatten die Behörden die Redaktion mit der Begründung geschlossen, ihre Artikel seien eine Gefahr für die nationale Sicherheit. In der vergangenen Woche hatte der sudanesische Präsident Omar Hassan al Baschir mehr freie Meinungsäußerung in Aussicht gestellt. Drei Zeitungen sind noch verboten.

USA: Museen wetten zum Super Bowl um Kunstwerke

Pferd gegen Seeadler.

Zum Super Bowl in den USA wetten die Kunstmuseen von Seattle und Denver gegeneinander um Werke ihrer Sammlung. Dabei sollen die Kunstwerke aber nicht verschenkt, sondern nur für drei Monate ausgeliehen werden. Einsatz des Denver Kunstmuseums ist die Statue eines Cowboys auf einem Pferd von Frederic Remington. Dagegen setzt das Kunstmuseum von Seattle ein japanisches Adler-Bild, wie der Radiosender NPR berichtete. Die Museen liegen jeweils in den Heimatstädten der beiden Football-Mannschaften, die im Finale des Super Bowls gegeneinander antreten.

In diesem Jahr sind das die Seattle Seahawks und die Denver Broncos.

"Tagesspiegel" ehrt georgischen Regisseur Iosseliani zum 80.

Seine Filme seien Botschaften an seine Freunde.

Das soll der georgische Regisseur Otar Iosseliani einmal gesagt haben, wie der "Tagesspiegel" berichtet. Die Zeitung ehrt den Filmemacher zum 80. Geburtstag und nennt ihn einen "Dorfkosmiker". Das Dorf sei ein häufiger Schauplatz in seinen Werken, an dem die Menschen mit sich und den einfachen Verrichtungen eins seien. Fast wortlos erzähle er melancholische Geschichten vom drohenden Verlust dieser Schönheit. - Otar Iosseliani wurde in der Sowjetunion wegen seiner gesellschaftskritischen Filme wiederholt zensiert und emigrierte deshalb 1982 nach Frankreich. 1984 gewann er den Großen Preis der Filmfestspielen von Venedig für sein Kriminaldrama "Günstlinge des Mondes", der auch unter dem Titel "Ritter der Finsternis" bekannt ist.

J.K. Rowling bedauert Paarkonstellation bei Harry Potter

Hermine hätte am Ende lieber Harry Potter heiraten sollen.

Das hat die britische Autorin J.K. Rowling dem Magazin "Wonderland" gesagt. Sie bedauere es rückblickend, dass sie in ihrer Potter-Reihe die Zauberschülerin Hermine Granger in die Arme von Ron Weasley getrieben habe. Sie habe zu sehr an ihrem ursprünglichen Plot festgehalten. Vermutlich hätten Hermine und Harry besser zueinander gepasst.

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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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