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Kulturnachrichten

Samstag, 1. Februar 2014

Schauspieler Maximilian Schell gestorben

Er war eine echte Schauspiel-Legende:

Jetzt ist der österreichische Schauspieler Maximilian Schell im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie seine Agentin Patricia Baumbauer mitteilte, starb er in der Nacht von Freitag auf Samstag in Innsbruck an der Folge einer plötzlichen und schweren Erkrankung. Schell war einer der weltweit bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler. Anfang der 60er Jahre wurde er für seine Rolle in "Das Urteil von Nürnberg" mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Ukrainischer Popstar Ruslana fordert Sanktionen des Westens

Wenn es nach der ukrainischen Popsängerin Ruslana ginge, würde der Westen Sanktionen gegen die herrschenden Eliten in ihrem Heimatland verhängen.

Die Sängerin sagte bei einem Besuch in Berlin, die Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch sei verantwortlich für furchtbare Gewalt. Die Menschen lebten in der Ukraine wie in einem großen Gefängnis. Ruslana unterstützt die proeuropäische Protestbewegung auf dem Maidan. Die Siegerin des Eurovision Song Contest von 2004 will in Deutschland auch an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko warb dort um Unterstützung für die Regierungsgegner.

Schwedische Stadt Umeå eröffnet Kulturhauptstadt-Jahr

Hier brennen zum Auftakt sogar Eis und Schnee.

Nach Riga feiert heute auch die schwedische Stadt Umeå ihren Start ins Kulturhauptstadtjahr 2014. Eine spektakuläre Feuershow auf einem gefrorenen Fluss soll das Fest eröffnen. 300 Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Musik oder Theater folgen im Laufe des europäischen Kulturhauptstadtjahres. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Kultur der Samen: Allein acht Ausstellungen werden einen Einblick in den Alltag des einstigen Nomadenvolks geben. Umeå liegt rund 600 Kilometer nördlich von Stockholm. - In der anderen Europäischen Kulturhauptstadt 2014, der lettischen Hauptstadt Riga, wurde das Festjahr schon am 17. Januar eingeläutet.

Kairo: Islamisches Museum verliert 74 Werke durch Anschlag

Nun ist der Schaden gesichtet.

Bei dem Bombenanschlag vor einer Woche in Kairo wurden im Museum für Islamische Kunst 74 Werke zerstört. Dazu zählen Porzellanstücke, Manuskripte, antike Waffen und Textilien, wie der ägyptische Minister für antike Kunst Mohamed Ibrahim sagte. Das Ministerium berät mit Fachleuten der UNESCO darüber, wie das Museum wiederaufgebaut werden kann. Dafür stellt die Weltkulturerbe-Organisation umgerechnet rund 70.000 Euro bereit. Weitere 100.000 Euro kommen von der US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit USAID. - Das Museum für Islamische Kunst beherbergt nach Angaben des Ministers fast 1.500 Werke aus sämtlichen Epochen der islamischen Kunst. Der Bombenanschlag hatte der Polizeizentrale neben dem Museum gegolten.

Im Kairoer Stadtgebiet waren mehrere Sprengsätze detoniert. Durch die Anschläge wurden sechs Menschen getötet und zahlreiche verletzt.

Schauspielerin Kristin Scott Thomas will Karriere beenden

Es reicht - 30 Jahre sind genug.

Die britische Schauspielerin Kristin Scott Thomas hat keine Lust mehr, einen weiteren Film zu drehen. Sie sagte der britischen Zeitung "The Guardian", sie halte es nicht mehr aus, wie es heute bei großen Produktionen zugehe: Man sitze als Schauspieler stundenlang herum und langweile sich zu Tode. Sie habe auch keine Lust mehr, nur Dekoration in einem Werk zu sein. Bekannt wurde Kristin Scott Thomas durch ihre Hauptrolle in "Der englische Patient". In den vergangenen 15 Jahren hat sie in englischsprachigen Produktionen eher kleine Rollen gespielt - dafür aber größere in französischen Filmen. Zuletzt überzeugte sie Kritiker unter anderem in François Ozons "In ihrem Haus". Dem "Guardian" sagte die 53-Jährige, sie sei ein Workaholic gewesen und wolle sich nun etwas erholen.

Den "Guardian"-Artikel lesen Sie hier.

Misshandlungsdebatte: Experte verteidigt Jugendämter

Die deutschen Jugendämter haben auf Kindesmisshandlungen und -tötungen reagiert und Personal aufgestockt.

Das meint der Sozial- und Jugendhilfeexperte Joachim Merchel. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, die Kommunen seien in den vergangenen Jahren aktiv geworden. Damit reagiert Merchel auf das gerade erschienene Buch „Deutschland misshandelt seine Kinder". Die darin erwähnte Dunkelziffer misshandelter Kinder von über 200.000 im Jahr halte er für übertrieben. Allerdings müssten die Kommunen noch mehr tun. Die seien allerdings finanziell belastet. Man werde aber auch künftig "damit leben müssen", dass es trotz guter Arbeit der Jugendämter immer wieder Fälle gebe, in denen Kindern zu spät geholfen werde, sagte Merchel.

Das Interview können Sie hier nachhören.

Ennio Morricone im "taz"-Interview

Filmmusik ist "echte zeitgenössische Musik".

So definiert es der italienische Komponist Ennio Morricone im Interview der Zeitung "taz". Morricone erklärt, es sei alles in Filmusik enthalten: von Pop und Rock über Volkslieder bis hin zu abstrakter Musik oder Improvisation. Letztere sei auch für seine Kompositionen wichtig gewesen. Der 85-Jährige sagt weiter, er lasse sich bis heute von seiner Intuition leiten, um zu entscheiden, welchen Stil und welche Instrumente er für seine Filmmelodien einsetze. Das könne der Regisseur dann akzeptieren, oder auch nicht. - Ennio Morricone dirigiert seine Werke am 11. Februar in Berlin.

Sotschi: Meteoriten-Medaillen werden am Jahrestag ausgegeben

Eine Goldmedaille ist schon etwas Besonderes, aber diese sind ganz speziell.

Während der Olympischen Winterspiele in Sotschi werden einige Athleten anders ausgezeichnet als andere: Wer am 15. Februar eine Goldmedaille gewinnt, erhält zusätzlich eine Sonderanfertigung, in der auch ein Stück des Meteoriten von Tscheljabinsk eingeschlossen ist. Das teilt die Regierung der Ural-Region mit. Dort war am 15. Februar 2013 ein Meteorit explodiert. 1.500 Menschen wurden verletzt und rund 7.000 Gebäude beschädigt. - Von den Meteoriten-Medaillen wurden insgesamt 50 angefertigt; 40 sollen an Sammler verkauft werden.

"Die Welt" über Änderungen beim Aufbau-Verlag

"Haben die mittelgroßen Verlage keine Chance mehr?"

Das fragt die Zeitung "Die Welt", weil sich der Berliner Aufbau-Verlag von seinen Geschäftsführern getrennt hat. Diese Entscheidung sei überraschend, heißt es, weil man das Haus nach Jahren der Unsicherheit "in ruhigeren Fahrwassern gewähnt" habe. Der einst größte belletristische Verlag der DDR war 2008 aus der Insolvenz gerettet worden und hatte danach ein neues Profil aufgebaut - unter anderem mit Gründungen wie dem Metrolit-Verlag. "Die Welt" schreibt, Aufbau sei einer der letzten verbliebenen Verlage Deutschlands, die nicht zu einem Großkonzern gehörten und die noch mehr als eine Handvoll Mitarbeiter hätten.

Reporter ohne Grenzen kritisiert Repressalien gegen russischen Fernsehsender "Dozhd"

"Reporter ohne Grenzen" spricht von einer "plötzlich entfesselten Kampagne in nie dagewesenem Ausmaß".

Die Organisation bezieht sich auf den unabhängigen russischen Fernsehsender Dozhd, der zum Ziel von Einschüchterungsversuchen geworden ist. Die Sankt Petersburger Staatsanwaltschaft habe gegen den Sender Ermittlungen wegen Extremismus eingeleitet. Hintergrund ist eine umstrittene Zuschauer-Umfrage anlässlich des Jahrestages der Schlacht um Stalingrad. "Reporter ohne Grenzen" kritisiert, dass es eine riesige Diskrepanz zwischen den Vorwürfen und der Kampagne gegen Dozhd gebe. Seit einigen Tagen sei auch die Übertragung des Programms über Kabel und Satellit unterbrochen. Das sei eine unzulässige Einmischung in Programminhalte und gefährde die Existenz des Senders.

Tansania: Deutsches Geld für Flugzeug gegen Wilderei

Deutsche Forscher wollen helfen, die Wilderei in ostafrikanischen Schutzgebieten zu bekämpfen.

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt wird mit einem Aufklärungsflugzeug Reservate in Tansania überwachen. Die Wilderei habe in Afrika in so erschreckendem Maß zugenommen, dass der Fortbestand von Elefanten und Nashörnern gefährdet sei, betonte die Naturschutzorganisation. Für die Überwachungstechnik des Flugzeugs habe das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit schon Geld bereitgestellt. Die laufenden Kosten trage die Zoologische Gesellschaft Frankfurt. Das Engagement soll helfen, die biologische Vielfalt zu erhalten.

Hier geht es zum Online-Auftritt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Lauder zu NS-Raubkunst in Berlin: "letzte Kriegsgefangene"

"Das ist die Fortführung der Verbrechen Hitlers."

Erneut kritisiert der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, Deutschland beim Thema NS-Raubkunst. Diesmal hat er einen Vortrag in Berlin gehalten, von dem der "Tagesspiegel" berichtet. Lauder habe erklärt, knapp 70 Jahre nach dem Ende des Dritten Reichs seien Kunstwerke "die letzten Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs". Der Amerikaner wirft der Bundesregierung und den deutschen Museen vor, sie seien unwillig, Sammlungen nach geraubter Kunst durchforsten zu lassen. Lauder verglich die Sachlage außerdem mit einem Autodiebstahl: Da sei es auch nicht die Aufgabe des Bestohlenen, bei jedem Gebrauchtwagenhändler nachzusehen, wo sein Wagen eventuell stehen könnte.

Pädagoge: bei Jugendlichen spielt Linksextremismus keine Rolle

Präventionsprogramme gegen Linksextremismus hält er für überflüssig.

Der Pädagoge Moritz Kilger sagte im Deutschlandradio Kultur, er erkenne dabei kein demokratiegefährdendes Potenzial. In den Köpfen von Jugendlichen spiele der Begriff Linksextremismus überhaupt keine Rolle. Das eigentliche Problem sei, dass bei vielen jungen Menschen eine antidemokratische, antisoziale und durchaus auch gewaltbereite Einstellung vorzufinden sei. Gegen die müsse man angehen, betonte Kilger. Die Kategorien "rechts" und "links" sollten aber ganz weggelassen werden. - Kilger leitet die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte in Weimar und hat im Auftrag der "Initiative Demokratie Stärken" Projekte mit Jugendlichen veranstaltet.

Bilanz der britischen Kinobranche: weniger Filme, mehr Umsatz

In Großbritannien werden weniger Filme gedreht als noch vor einigen Jahren.

Das geht aus Zahlen des "British Film Institute" hervor, die dem Sender BBC vorliegen. Im vergangenen Jahr seien nur 62 Filme mit einem Budget über einer halben Million Pfund produziert worden. 2011 seien es noch 15 mehr gewesen. Gesunken sei auch die Anzahl der Produktionen mit kleinerem Budget, berichtet die BBC. Allerdings entstünden dafür mehr Hollywood-Produktionen im Vereinigten Königreich, vor allem weil die Produktionsfirmen Steuererleichterungen bekämen. Drehbuchautor Lee Hall sagte, es sei schwieriger geworden, Filmprojekte in Großbritannien zu verwirklichen, unter anderem, weil es weniger Sendeplätze im Fernsehen gebe.

Der Gesamtumsatz der britischen Filmbranche ist den BFI-Angaben zufolge 2013 leicht gestiegen: auf etwas über eine Milliarde Pfund.

Australien: Proteste gegen Hai-Jagd

"Rettet unsere Haie!"

Das stand auf Plakaten mit denen tausende Menschen in ganz Australien protestiert haben. Sie versammelten sich an den Stränden, um gegen die umstrittene Jagd auf Haie vor der Westküste zu demonstrieren. Vor gut einer Woche hatte die australische Regierung grünes Licht für die Tötung der Tiere gegeben. Hintergrund sind mehrere tödliche Hai-Attacken auf Menschen in den vergangenen Jahren. Auf der Liste stehen neben Tiger- und Bullenhaien auch die als gefährdet eingestuften Weißen Haie, für deren Tötung eine Sondergenehmigung erteilt wurde. Tierschützer bezweifeln, dass die Aktion das Risiko von Hai-Angriffen auf Menschen verringert.

ZDF verlängert Vertrag für Frey bis 2020

Peter Frey bleibt Chefredakteur des ZDF.

Sein Vertrag wurde vom Verwaltungsrat des Mainzer Senders bis 2020 verlängert. Wie das ZDF mitteilte, geschah das auf Vorschlag des Intendanten Thomas Bellut. Frey hatte die Chefredaktion im April 2010 von Nikolaus Brender übernommen. Vorher leitete er das Hauptstadtstudio des Senders.

Chile: Präsident empfängt Darsteller von "Los 33"

Einen Staatsempfang bekommen Schauspieler selten, nur weil sie bald einen Film drehen.

Geschehen ist das nun in Chile. Dort hat Staatschef Sebastián Piñera die Darsteller eines Films über das Minenunglück von 2010 empfangen. Das Werk soll übersetzt "Die 33" heißen. Im Team sind der spanische Hollywood-Star Antonio Banderas, die französische Schauspielerin Juliette Binoche und die Mexikanerin Kate de Castillo. Zu ihrem Empfang kamen auch einige der damals geretteten Bergleute in den chilenischen Präsidentenpalast. Die Dreharbeiten beginnen kommende Woche im Norden des Landes. - Durch das Minenunglück waren 33 Bergleute mehr als zwei Monate in 600 Metern Tiefe eingeschlossen. Sie wurden schließlich in einer aufwendigen Rettungsaktion aus dem Bergwerk in der Atacama-Wüste befreit.

Einen spanischsprachigen Bericht zum Staatsempfang, inklusive Video, finden Sie hier.

Goldene Kamera wird in Berlin verliehen

Der rote Teppich in Berlin wird auch kurz vor den Internationalen Filmfestspielen voller Stars sein.

Heute Abend wird in der Hauptstadt die Goldene Kamera der Fernsehzeitschrift "Hörzu" vergeben. Dazu werden die Schauspieler Matthew McConaughey, Diane Keaton und Bruno Ganz erwartet - sie stehen als Preisträger bereits fest. Um die Trophäe zittern werden unter anderem Josefine Preuß, Katharina Schüttler und Nadja Uhl, die als beste Schauspielerinnen nominiert sind. Die Auszeichnung für den besten Schauspieler können Edgar Selge, Jörg Hartmann oder Thomas Thieme gewinnen. - Das ZDF überträgt die Verleihung der Goldenen Kamera am Abend live. Ort der Gala ist erstmals der alte Flughafen in Berlin-Tempelhof.

Stadt Essen: bald Bier gegen Arbeit für Alkoholiker

Eine öffentliche Bierausgabe für Alkoholkranke - das plant die Stadt Essen.

Sozialdezernent Peter Renzel bestätigte Medienberichte und erklärte, die Aktion geschehe im Rahmen eines Arbeitsprojekts. Damit sollten Alkohol- und Mehrfachabhängige erreicht werden. Vorbild sei ein Projekt in Amsterdam: Dort werde über den Tag verteilt kontrolliert Bier ausgegeben, berichtete Renzel. Das Arbeitsprojekt in Essen soll im Frühsommer mit maximal zwölf Teilnehmern beginnen und ein Jahr dauern. Der Sozialdezernent betonte, die Teilnehmer wären ohne Alkohol nicht in der Lage, die Arbeit aufzunehmen und durchzuhalten. Deshalb könne der ungewöhnliche Ansatz ein Einstieg in weitere Hilfen sein.

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