Seit 09:05 Uhr Im Gespräch
Dienstag, 26.01.2021
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Kulturnachrichten

Dienstag, 26. Januar 2021

Medien: Centre Pompidou schließt von 2023 bis 2027

Das Pariser Centre Pompidou soll Medienberichten zufolge wegen Restaurierungsarbeiten drei Jahre lang seine Türen schließen. Die Institution werde Ende 2023 vorübergehend zumachen und erst 2027 wieder eröffnen, schrieb die französische Zeitung "Le Figaro" am Montagabend unter Berufung auf den Präsidenten des Centre Pompidou, Serge Lasvignes. Demnach habe sich Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin aus Zeit- und Kostengründen dagegen entschieden, das Zentrum während der geplanten Arbeiten offen zu halten. Ansonsten hätte sich die Restaurierung über sieben Jahre gezogen, hieß es. Das Centre Pompidou in Paris wurde 1977 eröffnet. Die Sammlung des Kunst- und Kulturzentrums umfasst nach eigenen Angaben mehr als 120 000 Werke moderner und zeitgenössischer Kunst.

Karikaturenpreis für Arbeit über Corona-Lockdown

Der "Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen»" geht in diesem Jahr an Mario Lars. Der Cartoonist, Grafiker, Autor und Journalist wurde am Montagabend bei einer Online-Verleihung für eine im März 2020 in der "taz" erschienene Arbeit gewürdigt, in der es um den Corona-Lockdown geht. Der zweiten Preis geht an Klaus Stuttmann für eine Karikatur im "Tagesspiegel" zum Thema Föderalismus, der dritte an Mathias Hühn für eine Arbeit für die "taz" zum Thema Klima. Der Preis für politische Karikatur ist vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) gestiftet. Der von der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin gestiftete Preis "Rückblende 2020" für politische Fotografie geht in der Kategorie bestes Foto an den freischaffenden Fotografen Christian Mang. Sein Foto zeigt im April 2020 in der Hauptstadt einen Protest gegen Verordnungen zur Corona-Pandemie, bei der Demo-Teilnehmerinnen ohne Mund-Nasen-Schutz Polizisten anschreien.

US-Filmverband wählt zehn beste Filme von 2020

Das Vietnamskriegs-Drama "Da 5 Bloods" von Spike Lee, der Pixar-Animationsfilm "Soul" und das Roadmovie "Nomadland" zählen aus Sicht des American Film Institute (AFI) zu den zehn besten Filmen des Jahres 2020. Auch das Gehörlosendrama "Sound of Metal", die Biografie "Mank" und der Gerichts-Thriller "The Trial of the Chicago 7" sind unter den Spitzenkandidaten. Die jährliche Auswahl durch Filmexperten und Kritiker gilt als Vorbote für die spätere Oscar-Verleihung. Gewöhnlich schaffen es mehrere Filme von der AFI-Liste unter die Oscar-Anwärter in der Top-Sparte "Bester Film". Die ausgewählten AFI-Filmschaffenden werden am 26. Februar in einer Online-Zeremonie geehrt.

Filmschule nach Sidney Poitier benannt

Die Arizona State University hat ihre neue Filmschule nach dem Schauspieler Sidney Poitier benannt. Bei der Entscheidung gehe es nicht nur um einen Akzent auf Vielfalt, sagte der Präsident der Universität, Michael M. Crow. "Du suchst nach einer Ikone, einer Person, die alles verkörpert, für das du stehst. Bei Sidney Poitier ist es seine kreative Energie, seine Dynamik, seine Tatkraft, sein Ehrgeiz, die Art von Projekten, bei denen er mitgewirkt hat, die Art und Weisen, wie er sein Leben vorangebracht hat," so Crow. Der 93-jährige Poitier war der erste schwarze Schauspieler, der einen Oscar für die beste Hauptrolle bekam. Die nach ihm benannte Filmschule heißt "The Sidney Poitier New American Film School".

Weilburger Rosenhang-Museum vergibt Kunstpreis

Das Rosenhang-Museum im mittelhessischen Weilburg hat zum ersten Mal den mit 60.000 Euro dotierten Preis "Löwe von Weilburg" vergeben. Er geht an die in Berlin lebende koreanische Künstlerin SEO. Die Künstlerin verfüge "trotz ihres noch jungen Alters über ein bemerkenswertes Oeuvre", hieß es zur Begründung. Preisgeber sind Antje Helbig und Joachim Legner, die Gründer und Betreiber des Rosenhang-Museums. Die 1977 geborene Künstlerin SEO kam den Angaben zufolge 2001 nach Berlin. Dort studierte sie an der damaligen Hochschule der Künste in der Klasse von Georg Baselitz und wurde am Ende ihres Studiums zu seiner Meisterschülerin ernannt. Im Zentrum ihrer künstlerischen Tätigkeit stehe "die Auseinandersetzung mit ihrer kulturellen Identität". Ein mit 3.000 Euro dotierter Förderpreis geht an die zurzeit in Istanbul lebende Künstlerin Sultan Adler.

Berliner Abgeordnetenhaus verleiht Obermayer Awards

Das Alternative Kultur- und Bildungszentrum Sächsische Schweiz in Pirna und das Erich-Zeigner-Haus in Leipzig sind in Berlin mit dem US-amerikanischen Obermayer Award ausgezeichnet worden. Weitere Preise der Obermayer Foundation gingen an die freiberufliche Pädagogin Elisabeth Kahn (Berlin/ Augsburg), die Stralsunder Cellistin Friederike Fechner, den pensionierten Mannheimer Lehrer und Schulrektor Volker Keller und die Regionalhistorikerin und Lehrerin Marion Lilienthal aus dem hessischen Korbach. Die in Massachusetts ansässige Stiftung ehrt jährlich Personen oder Gruppen, die sich in Deutschland in der jüdischen Erinnerungsarbeit engagieren und Rechtsextremismus bekämpfen.

Schweizerische Rat der Religionen gegen Burkaverbot

Der Schweizerische Rat der Religionen SCR ist gegen ein Burkaverbot, über das die Schweizer Wähler am 7. März abstimmen können. Ein solches Verbot stelle eine "unverhältnismäßige Einschränkung der Religionsfreiheit" dar, heißt es in einer Stellungnahme. Die Volksinitiative "Ja zum Verhüllungsverbot" lehnten die Ratsmitglieder einstimmig an. Der Rat begrüßte dagegen den Vorschlag von Bundesrat und Parlament, wonach Personen verpflichtet sein sollen, Behörden ihr Gesicht zu zeigen, wenn dies für deren Identifikation notwendig ist.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2020
MO DI MI DO FR SA SO
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

Black Forest StudiosGroßes Kino aus Kirchzarten
Auf dem Wegweiser zum Luftkurort Kirchzarten sind barocke Gebäude und grüne Bäume zu sehen. (imago images / Camera 4)

Nina Gwyn und Sebastian Weiland kehrten aus den USA in den Schwarzwald zurück, um dort ein Filmstudio aufzubauen. Der erste Coup ist dem Paar schon mal geglückt: Alexej Nawalny produzierte bei ihnen sein Video über Putins angeblichen Palast.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur