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Kulturnachrichten

Sonntag, 22. Dezember 2019

Modeschöpfer Emanuel Ungaro gestorben

Der Modeschöpfer Emanuel Ungaro ist tot. Der Designer sei bereits am Samstag in Paris im Alter von 86 Jahren gestorben, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seine Familie. Ungaro hatte 2004 sein Modehaus verlassen, das er 1965 gegründet hatte.

Friedländer eröffnet Chanukka-Fest in Berlin

Das acht Tage dauernde jüdische Chanukka-Fest hat heute begonnen. In Berlin entzündete die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer das erste Licht an Deutschlands größtem, fast zehn Meter hohen Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Merkel den Juden ein friedvolles Fest gewünscht. Die vielerorts angezündeten Lichter zeugten davon, dass "wir heute in Deutschland wieder ein blühendes jüdisches Leben haben und das Lichterfest vielerorts gemeinsam feiern", teilte sie mit.

Umstrittenes Museum soll neuen Namen bekommen

Das wegen hoher Baukosten von 450 Millionen Euro umstrittene Berliner Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts soll eine neue Bezeichnung bekommen. Der Präsident der zuständigen Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Parzinger, sagte, man habe sich zunächst an die Systematik der Nationalgalerie gehalten. In der Alten Nationalgalerie sei Kunst des 19. Jahrhunderts zu sehen, in der Neuen Nationalgalerie Kunst aus dem 20. Jahrhundert. "Und das neue Museum wird Teil der Neuen Nationalgalerie sein", so Parzinger. Die für das neue Haus bisher benutzten Bezeichnungen Museum der Moderne und Museum des 20. Jahrhunderts würden vor diesem Hintergrund nicht als ausreichend trennscharf angesehen. Das Museum soll eine der wichtigsten Sammlungen mit Kunst des 20. Jahrhunderts mit Künstlern wie Beckmann, Kirchner, Höch, Paik, Tübke, Mattheuer, Genzken, Piene, Tillmans aufnehmen.

Plagiatsurteil gegen Jeff Koons bestätigt

Ein Pariser Berufungsgericht hat die Plagiatsvorwürfe gegen den US-Künstler Jeff Koons bestätigt. Aus Gerichtsakten, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen, geht hervor, dass ein Urteil von vor zwei Jahren Bestand hat. Danach muss Koons den Nachfahren des französischen Künstlers Jean-François Bauret eine Entschädigung zahlen. Koons hatte bei seiner Porzellanskulptur "Naked" von zwei nackten Kindern aus dem Jahr 1988 von einer Fotografie von Bauret abgekupfert.
Koons und das Pariser Kunstmuseum Centre Pompidou, wo die Skulptur ausgestellt werden sollte, müssten Baurets Erben demnach insgesamt 20.000 Euro zahlen.

Max Uthoff erhält Deutschen Kabarettpreis 2019

Der 52-jährige Münchner Max Uthoff erhält am Sonntagabend in Nürnberg den Deutschen Kabarettpreis. Die Jury würdigte den trockenen Humor des gelernten Juristen und dessen Fähigkeit, seinem Publikum geradezu unerbittlich die Widersprüche unseres Gesellschaftssystems vor Augen zu führen. Im Vorjahr hatte den Hauptpreis der Essener Kabarettist Jochen Malmsheimer gewonnen. Der Preis wird von der Stadt Nürnberg und dem Nürnberger Burgtheater seit 1991 jährlich verliehen und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen der deutschen Kabarettszene.

Keine Weihnachtsmesse in Notre-Dame

In der bei einem Brand zerstörten Pariser Kathedrale Notre-Dame wird in diesem Jahr zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrhunderten keine Weihnachtsmesse gefeiert. Der Dekan von Notre-Dame, Patrick Chauvet, wird die Mitternachtsmesse an Heiligabend stattdessen in der Kirche Saint-Germain l'Auxerrois am Louvre feiern, wie die Gemeinde am Samstag bestätigte. In Notre-Dame hatte seit 1803 jedes Jahr eine Weihnachtsmesse stattgefunden. Allein während der Zeit um die Französische Revolution wurden in Notre-Dame keine Gottesdienste gefeiert. In den Jahren ab 1803 konnten die Pariser allerdings immer in der Kathedrale Weihnachten feiern - sogar während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Bei dem Brand am 15. April waren das Dach und der Spitzturm der weltberühmten gotischen Kathedrale zerstört worden. Auslöser des Brandes war Ermittlern zufolge vermutlich eine brennende Zigarette oder ein Kurzschluss bei Bauarbeiten am Dach. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Der eigentliche Wiederaufbau soll 2021 beginnen.

Banksy-Krippe in Bethlehem

Im Westjordanland ist wenige Tage vor Weihnachten ein neues Kunstwerk des berühmten britischen Street-Art-Künstlers Banksy präsentiert worden: Maria und Josef, Ochs und Esel und das Jesuskind in der Krippe vor einer Betonwand mit einem sternförmigen Detonationsloch. Die Installation mit dem Namen "Die Narbe von Bethlehem" ist seit Samstag im "Walled-Off Hotel" in Bethlehem nahe des israelischen Sperrwalls zu sehen. "Es ist eine großartige Möglichkeit, die Geschichte von Bethlehem, die Weihnachtsgeschichte, auf eine andere Art und Weise zu erzählen", sagte Hotelmanager Wissam Salsaa der Nachrichtenagentur AFP. Das Kunstwerk solle die Menschen dazu bringen, mehr über das Leben der Palästinenser in Bethlehem nachzudenken. Banksy versuche "eine Stimme für diejenigen zu sein, die nicht sprechen können" und schaffe "eine neue Art des Widerstands durch Kunst". Das "Walled-Off Hotel" liegt in unmittelbarer Nähe des israelischen Sperrwalls und warb in der Vergangenheit mit der "schlechtesten Aussicht der Welt", weil der Blick von den Zimmern direkt auf die Betonmauer geht, die die Stadt Bethlehem von Israel trennt.

Deutsche brachte Weihnachtsbaum nach Amerika

Eine Frau aus Braunschweig hat nach den Forschungen des Historikers Gerd Biegel den Weihnachtsbaum nach Amerika gebracht. Friederike von Riedesel (1745-1808), die Ehefrau eines braunschweigischen Generals, hat demnach im Jahr 1781 im kanadischen Sorel erstmals auf dem nordamerikanischen Kontinent in ihrer Stube einen kerzengeschmückten Baum aufgestellt. Die Sitte des geschmückten Weihnachtsbaumes habe sich von dort aus in ganz Nordamerika ausgebreitet.

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