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Sonntag, 25.10.2020
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 20. Dezember 2019

Literaturnobelpreis: Vier neue Mitglieder für Schwedische Akademie

Die Schwedische Akademie, die die Nobelpreise für Literatur vergibt, hat vier Frauen als neue Mitglieder aufgenommen. Mit der Finnin Tua Forsström und den Schwedinnen Ellen Mattson, Anne Swärd sowie Åsa Wikforss ist nun etwa ein Drittel des 18 Mitglieder zählenden Gremiums weiblich. Einer der Sitze ist nach dem Tod des langjährigen Mitglieds Göran Malmqvist im Oktober unbesetzt. König Carl XVI. Gustaf, der Schirmherr der Akademie, nahm an der Zeremonie am Sitz der Akademie in Stockholms Altstadt teil.

Museen machen Klimawandel für weniger Besucher verantwortlich

Laut einer Erhebung des Instituts für Museumsforschung haben Museen, die 2018 sinkende Besuchszahlen gemeldet haben, erstmals das Wetter als häufigsten Grund genannt, der für den Besucher-Rückgang verantwortlich sein soll. Grundsätzlich sei die Besucherzahl mit rund 112 Millionen konstant geblieben.

Twitter hat 6000 Konten gelöscht

Twitter hat fast 6000 Konten aus seinem Netzwerk beseitigt, die vom Königreich Saudi-Arabien geförderte Informationen verbreitet haben sollen. Die Accounts hätten gegen die Plattformrichtlinien im Kampf gegen Manipulation verstoßen. Das teilte der Internetkonzern heute mit. Sie hätten Diskussionen ins Visier genommen, bei denen es um Saudi-Arabien und dessen geopolitische Interessen gegangen sei. Schon im August hatte das Unternehmen 200 000 chinesische Accounts gesperrt, die auf die Hongkonger Protestbewegung abzielten.

Chanukka-Leuchter vor Brandenburger Tor

Vor dem Brandenburger Tor in Berlin ist heute ein zehn Meter hoher Chanukka-Leuchter aufgestellt worden. Am Sonntag sollen die Lichter feierlich entzündet werden. Dabei wollen die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer, der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster und ein jüdisches Kind zusammenkommen. Mit dem Anzünden der ersten Kerze beginnt das jüdische Lichterfest Chanukka. Das acht Tage dauernde Fest erinnert an die Weihe des neu errichteten Tempels in Jerusalem im Jahr 165 vor der christlichen Zeitrechnung.

25. Weihnachtsessen für 3.000 Obdachlose in Berlin

Der Entertainer Frank Zander hat erneut rund 3.000 Obdachlose und Bedürftige in Berlin mit Gänsebraten bewirtet. Zu dem traditionellen Weihnachtsessen mit Musikprogramm hatte Zander unter dem Motto "Weihnachten mit Frank" zum 25. Mal in das Berliner Estrel-Hotel eingeladen. Unterstützt wurde die Weihnachtsfeier vom Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Neben dem Festessen und einem Bühnenprogramm gab es für die Gäste vor Ort auch Sachspenden wie warme Kleider und Schlafsäcke. Unterstützt wurde der Sänger den Angaben zufolge von rund 350 Helfern. Dabei wurde das Essen von Prominenten serviert, darunter laut Veranstalter Berlins Regierender Bürgermeister Müller, Bundesfamilienministerin Giffey und Schauspielerin Simone Thomalla. Das Musikprogramm gestaltete unter anderem Liedermacher Reinhard Mey. Für seinen jahrelangen Einsatz für Obdachlose wurde Zander auch vom Bundespräsidenten gewürdigt. Er setze damit ein Zeichen praktizierter Nächstenliebe und gebe ein leuchtendes Beispiel für soziales Engagement, sagte Steinmeier.

Haag bleibt beim Kunsthistorischen Museum Wien

Das Kunsthistorische Museum in Wien wird weiter von Sabine Haag geleitet. Österreichs Kunstminister Alexander Schallenberg verlängerte ihren Vertrag um fünf Jahre. Die 57-jährige Kunsthistorikerin leitet den Museumsverband, zu dem auch das Theatermuseum und das Weltmuseum in Wien gehören, seit 2009. "Das Kunsthistorische Museum hat damit eine Leitung, die in der Lage ist, dieses Herzstück der österreichischen Museumslandschaft nach einigen turbulenten Monaten wieder in ruhige Gewässer zu führen", sagte Schallenberg. Zwischenzeitlich war der Direktor der Uffizien in Florenz, Eike Schmidt, ab 2020 als neuer Chef vorgesehen. Schmidt hatte aber im Oktober 2019 überraschend abgesagt. Daher musste der Posten neu ausgeschrieben werden. Neben Haag hatten sich sieben weitere Kandidaten um den Posten beworben. Das Kunsthistorische Museum in Wien zählt zu den größten und bedeutendsten Museen der Welt. Es wurde im Jahr 1891 eröffnet und 2018 von rund 1,8 Millionen Menschen besucht.

Elbphilharmonie mit Rekordauslastung

Auch im dritten Jahr seit ihrer Eröffnung sind die Besucherzahlen der Hamburger Elbphilharmonie gestiegen, wie das Konzerthaus mitteilte. Demnach haben in der Saison 2018/2019 rund 900000 Menschen die 731 Konzerte und Veranstaltungen dort besucht. Das waren 14 000 mehr als in der Saison zuvor. Die Auslastung habe dabei im Großen Saal bei fast 99 Prozent und im Kleinen Saal bei 92 Prozent gelegen. Außerhalb der Veranstaltungen sei die "Elphi" auch ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen gewesen, insgesamt wurden 3,6 Millionen Menschen auf der Plaza gezählt.

Wien entschärft Streit um Welterbestatus

In Wien wird der Bau eines Hochhauses, der den Welterbestatus des historischen Zentrums bedroht, vorerst nicht umgesetzt. Der Investor zeige sich bereit, Alternativen zu prüfen, teilte die Stadt mit. Das geplante Gebäude am Rand des Stadtkerns solle niedriger werden als die von der Unesco kritisierten 66 Meter - ein Turm werde im Sinne der Empfehlungen von Unesco und der Denkmalpflege-Organisation Icomos nicht umgesetzt. Für eine endgültige Einigung hat der Investor der Stadt bis Herbst 2020 Zeit gegeben. Ansonsten würde der bereits bewilligte ursprüngliche Bau verwirklicht. Wiens Zentrum war mit seinen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert wegen der Hochhaus-Pläne 2017 auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gekommen.

Theologe fordert Jom Kippur als staatlichen Feiertag

Der evangelische Münchner Theologe Friedrich Wilhelm Graf appelliert an die christlichen Kirchen, den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zu einem staatlichen Feiertag zu machen. Zivilgesellschaftliche Akteure seien in der moralischen Pflicht, ihren eigenen Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus zu leisten, schreibt Graf in einem Beitrag in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Kirchen könnten dies tun, indem sie öffentlich und im Dialog mit der Politik darauf drängten. Graf fordert die Kirchen dazu auf, auf den besonderen staatlichen Schutz für einen ihrer "überkommenen christlichen Feiertage zu verzichten" und schlägt vor, den Pfingstmontag abzuschaffen und stattdessen Jom Kippur zum staatlichen Feiertag zu machen. Die Kirchen könnten damit zeigen, dass sie im Einsatz für die Gleichberechtigung der jüdischen Bürger dazu bereit seien, die Präsenz des Jüdischen in der deutschen Gesellschaft sichtbar zu machen.

Loriots "Früher war mehr Lametta" ist nicht geschützt

Loriots berühmter Satz "Früher war mehr Lametta" ist nicht vom Urheberrecht geschützt. Das Oberlandesgericht München bestätigte einen entsprechenden Beschluss des Landgerichts, wie es in einer Mitteilung hieß. Die Erben des als Loriot berühmt gewordenen, 2011 gestorbenen Vicco von Bülow, scheiterten mit dem Versuch, einem Hersteller aus Gründen des Urheberschutzes zu verbieten, den Satz auf T-Shirts zu drucken. Dem Satz allein fehle "die hinreichende Schöpfungshöhe". Seine Besonderheit erfahre dieser Satz durch die Einbettung in den Loriot-Sketch "Weihnachten bei Hoppenstedts" und die Situationskomik, so das Gericht. Der Satz bringe schlicht zum Ausdruck, dass früher mehr Lametta benutzt wurde, oder - unter Verwendung des Wortes "Lametta" als Metapher - dass früher mehr Schmuck, Glanz, festliche Stimmung oder Ähnliches war. "Früher war mehr Lametta" geht auf den Loriot-Sketch "Weihnachten bei den Hoppenstedts" zurück, der im Dezember 1978 zum ersten Mal in der ARD ausgestrahlt wurde.

Erstes "Bond-Girl" Claudine Auger gestorben

Sie war das erste "Bond Girl" der Filmgeschichte: Nun ist die französische Schauspielerin Claudine Auger in Paris gestorben, wie ihre Agentur Time Art mitteilte. Auger wurde 78 Jahre alt. In den 60er Jahren spielte sie an der Seite von Sean Connery im James-Bond-Film "Feuerball". In ersten Rollen war Auger etwa an der Seite von Romy Schneider und Alain Delon im Film "Christine" aus dem Jahr 1958 zu sehen. Internationale Bekanntheit erlangte sie jedoch erst 1965 mit ihrer Rolle als Dominique "Domino" Derval in "Feuerball". Auger wurde 1941 in Paris geboren und begann ihre Karriere als Model. 1958 trat sie beim "Miss World"-Wettbewerb für Frankreich an.

Schweizer Forscher lassen Schokolade bunt schillern

Schweizer Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben das Rezept dafür gefunden, Schokolade bunt schillern zu lassen. Wie die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich mitteilte, haben ihre Forscher eine Methode gefunden, eine besondere Struktur auf die Oberfläche brauner Schokolade zu bringen, die sie ohne Zusätze in Regenbogen erscheinen lässt. Das Verfahren ahme das Verhalten von Chamäleons nach. Es sei nun möglich, "Regenbogen-Schokoloade" industriell herzustellen. Gespräche mit großen Schokoladenproduzenten liefen bereits.

Grütters verteidigt Kreuz auf Berliner Stadtschloss

Kulturstaatsministerin Grütters hat das Kreuz auf der Kuppel des wiedererrichteten Berliner Stadtschlosses verteidigt. Es sei zwar ein christliches Symbol, aber "nicht vereinnahmend", erklärte Grütters in der neuen Ausgabe der Zeitschrift "Herder Korrespondenz". Das Kreuz sei eine Einladung, die unterschiedlichen Bezüge, Traditionen und auch Werthorizonte kennenzulernen - und seinen eigenen Standpunkt zu finden, sagte die katholische CDU-Politikerin. Damit stehe das Kuppelkreuz dem neuen Humboldt Forum im Schloss keineswegs entgegen. "Wenn wir auf das Kreuz verzichten würden, hätten wir nichts gewonnen, aber viel verloren", so Grütters. Das Humboldt Forum soll ab September 2020 nach und nach eröffnet werden.

Schlüsselübergabe für Axel-Springer-Neubau in Berlin

Nach drei Jahren Bauzeit ist symbolisch der Schlüssel für den Axel-Springer-Neubau in Berlin übergeben worden. Das Gebäude wurde von dem niederländischen Architekten Rem Koolhaas entworfen. An der Schlüsselübergabe nahmen neben dem Architekten die Verlegerin Friede Springer und der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, teil, wie der Konzern mitteilte. Mit dem Neubau war im Oktober 2016 begonnen worden. Das Gebäude mit einer Gesamtbürofläche von 52.000 Quadratmetern soll Platz für bis zu 3.500 Mitarbeiter bieten.

Böhmermann ist Unterhaltungsjournalist des Jahres

Jan Böhmermann ist vom Medium-Magazin zum Unterhaltungsjournalist des Jahres gekürt worden. Der Moderator habe mit seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ bei ZDFneo gezeigt, was Deutschland an ihm habe: „Unterhaltung, die mutig und grenzüberschreitend sei. Als Beispiele nannte die Jury unter anderen Böhmermanns „Begleitung“ des Kandidatenrennens um den SPD-Vorsitz und die Veröffentlichung von Gutachten zu den Forderungen der Hohenzollern. Vergangenen Donnerstag war die letzte Folge der Böhmermann-Show bei ZDFneo gesendet worden. Ab Herbst 2020 soll der Satiriker mit einer überarbeiteten Sendung im ZDF-Hauptprogramm starten.

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