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Kulturnachrichten

Dienstag, 18. Dezember 2018

Renzo Piano soll neue Brücke in Genua bauen

Stararchitekt stellt Entwurf kostenlos zur Verfügung

Vier Monate nach dem Brückeneinsturz von Genua hat die Stadt den Stararchitekten Renzo Piano mit dem Neubau beauftragt. Der 81-Jährige plant eine weiß gestrichene Stahlkonstruktion, die die Hafenstadt überspannen soll. Die Kosten werden auf 202 Millionen Euro geschätzt. Stararchitekt Renzo Piano will auf sein Honorar verzichten. Die Autobahnbrücke war am 14. August unerwartet eingestürzt. 43 Menschen kamen ums Leben, dutzende weitere wurden verletzt, als ein etwa 200 Meter langes Stück der Morandi-Brücke in die Tiefe fiel.

Polnischer Filmemacher Kazimierz Kutz gestorben

Der Regisseur starb mit 89 Jahren nach langer Krankheit

Kutz, der an der Filmhochschule in Lodz studiert hatte, arbeitete zu Beginn seiner Filmkarriere unter anderem mit Polens 2016 verstorbenem Meisterregisseur Andrzej Wajda zusammen. Später realisierte der 1929 geborene Künstler eigenen Projekte. Ab den 50er Jahren machte er einen Filmzyklus über seine Heimat Schlesien. In "Das Salz der Schwarzen Erde" (1970) und "Eine Perle der Krone" (1972) porträtierte er die Region, Zentrum der Schwerindustrie, und ihre Bewohner. Ab 1997 engagierte sich Kutz als Senator in der zweiten Kammer des polnischen Parlaments für die Anerkennung der Schlesier.

"Big"-Regisseurin Penny Marshall gestorben

Die Amerikanerin starb mit 75 Jahren an den folgen von Diabetes

Die jüngere Schwester von "Pretty Woman"-Regisseur Garry Marshall hatte als Regisseurin vor allem mit der Tom-Hanks-Komödie "Big" (1988) und dem Spielfilm "Eine Klasse für sich" (1992) in Hollywood großen Erfolg. Für "Jumpin' Jack Flash" holte sie 1986 Whoopi Goldberg vor die Kamera, für das Drama "Zeit des Erwachens" (1990) Robert De Niro und Robin Williams.
Marshall war vor ihrer Karriere als Regisseurin auch durch Auftritte in Fernsehserien wie "Laverne & Shirley" und "Männerwirtschaft" bekannt. In den 70er Jahren war sie mit "Harry und Sally"-Regisseur Rob Reiner verheiratet.

Neuer Ballettdirektor in Gelsenkirchen

Giuseppe Spota kommt ans Musiktheater im Revier

Der 35-jährige Giuseppe Spota wird zur Spielzeit 2019/20 Nachfolger von Bridget Breiner. Intendant Michael Schulz betonte, "Spota wird die erfolgreiche Arbeit von Bridget Breiner fortführen und mit neuen ästhetischen Impulsen und Ideen weiter entwickeln". Der 35-Jährige ist derzeit Ballettmeister und choreographischer Assistent am Nationaltheater Mannheim. Spota ist ausgebildeter Tänzer. Er arbeitete in mehreren Compagnien in Italien sowie in Stuttgart und Wiesbaden. Seit fünf Jahren ist er freischaffender Choreograph, seit 2015 auch in Mannheim.

"Hair"-Komponist MacDermot gestorben

Der Kanadier wurde fast 90

Der kanadische Komponist Galt MacDermot ist einen Tag vor seinem 90. Geburtstag gestorben. Das bestätigte MacDermots Enkelin dem Magazin "Playbill". Eine Todesursache wurde nicht genannt. MacDermot wäre am Dienstag (18.12.) 90 Jahre alt geworden. Für seine Komposition "African Waltz" gewann er 1961 zwei Grammys. Bald darauf zog er nach New York und schrieb das Musical "Hair" mit. Seine Songs "Age Of Aquarius" und "Let The Sun Shine In" wurden zu Hymnen der Hippie-Generation. 1971 landete MacDermot mit "Two Gentlemen of Verona" nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare einen weiteren Musical-Hit. Seine Musik hatte später großen Einfluss auf Hip-Hop und wurde unter anderem von MF Doom, Run-DMC und Public Enemy aufgegriffen. Rapper Questlove bezeichnete MacDermot auf Instagram als "König Galt".

Potsdam feiert italienische Schlössernacht

21. Ausgabe findet Mitte August statt

Potsdam feiert im August eine italienische Nacht. Unter dem Motto "Una Notte Italiana" steht im kommenden Jahr die 21. Ausgabe der Potsdamer Schlössernacht. Inspiriert vom Ambiente der Parkanlage und der Schlösser werden Künstler und Ensembles ein Programm mit italienischem Flair bieten, hieß es bei der Vorstellung des Veranstaltungsprogrammes. Das erweiterte Programm lockte im vergangenen Sommer 35 000 Besucher an. Die nächste Schlössernacht läuft vom 16. bis 17. August 2019.

Papst besetzt zwei wichtige Medienposten neu

Vatikanisches Mediensekretariat wird nun von Laien gesteuert

Papst Franziskus hat zwei wichtige Stellen in der vatikanischen Medienarbeit neu besetzt. Wie der Kirchenstaat bekanntgab, wird der italienische Journalist und Vatikanexperte Andrea Tornielli Leiter der neu geschaffenen "Editorialen Direktion" im Mediensekretariat. Damit hat der 54-Jährige Familienvater Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung vatikanischer Medien wie "Vatican News" und der Zeitung "Osservatore Romano". Außerdem ernannte der Papst den Schriftsteller und Essayisten Andrea Monda zum neuen Chefredakteur für die Vatikanzeitung "Osservatore Romano".

Muslimische Mehrheitsgesellschaft in Deutschland?

Katholischer Bischof schließt Zukunftsszenario nicht aus

Der katholische Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, hält eine künftige muslimische Mehrheit in Deutschland für möglich. Das liege aber weniger an einer Attraktivität des Islam, sondern an der "Lauheit der Christen". Sie würden ihre Herkunft vergessen und ihren Glauben nicht mehr ernst nehmen, sagte Voderholzer dem österreichischen Internetportal kath.net. Das sei gerade jetzt im Advent zu beobachten: Viele Muslime nähmen die Weihnachtsmärkte als Inbegriff christlicher Kultur und Weihnachten als Glühweinfest wahr. Das "Eigentliche" von Weihnachten bliebe völlig verborgen. Wörtlich sagte der Bischof: "Solange wir Christen den Eindruck vermitteln, dass wir selber gar nicht glauben, was wir glauben, werden wir uns nicht wundern dürfen, dass ein anderer vitalerer Glaube irgendwann einmal an unsere Stelle treten wird."

Sky-Serie "Das Boot" für Fernsehpreis nominiert

Preis-Nominierungen in neun Kategorien

Die Sky-Serie "Das Boot" ist neun Mal für den Deutschen Fernsehpreis nominiert worden. Das teilten die Veranstalter in Köln mit. Unter anderem treten die Darsteller Tom Wlaschiha und Vicky Krieps in der Kategorie des bzw. der besten Schauspielerin an. Die ZDF/Arte-Serie "Bad Banks" wurde fünf Mal nominiert. Der Fernsehpreis wird am 31. Januar in Düsseldorf verliehen.

Führungswechsel im Kunstmuseum Wolfsburg

Andreas Beitin löst Ralf Beil ab

Wenige Tage nach der Trennung von Direktor Ralf Beil hat das Kunstmuseum Wolfsburg einen Nachfolger gefunden. Wie das Ausstellungshaus mitteilte, wird der Kunsthistoriker Andreas Beitin das Amt zum 1. April 2019 übernehmen. Seit 2016 ist er Direktor des Ludwig Forums für Internationale Kunst in Aachen. In Wolfsburg wird Beitin nach einer Interimslösung das Amt vom 53-jährigen Beil übernehmen, der erst kürzlich von seinen Dienstpflichten freigestellt worden war. Einem einvernehmlichen Aufhebungsvertrag habe Beil nicht zugestimmt, teilte das Museum mit. Er hatte das Haus seit 2015 geleitet.

Jeff Bridges wird bei den Golden Globes geehrt

Auszeichnung für sein Lebenswerk

US-Schauspieler Jeff Bridges wird bei der Verleihung der Golden Globe Awards für sein Lebenswerk geehrt. Am 6. Januar soll der 69-Jährige in Los Angeles den Cecil B. DeMille Award erhalten, teilte der Verband der Auslandspresse mit. Jeff Bridges wurde als Slacker Jeffrey Lebowski im Kultfilm "The Big Lebowski" von 1998 bekannt. Für seine Rolle als Musiker Otis "Bad" Blake in dem Drama "Crazy Heart" bekam er 2010 einen Oscar und einen Golden Globe. Zuletzt war Oprah Winfrey mit dem Cecil B. DeMille Award ausgezeichnet worden. Die Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars.

Den Haager Gemeentemuseum wird Kunstmuseum

Neuer Name soll Museum international bekannter machen

Das Den Haager Gemeentemuseum will seinen Namen in Kunstmuseum Den Haag ändern. Dadurch solle es international bekannter werden, erklärte das Museum. Die Sammlung des Gemeentemuseums (deutsch: Gemeinde-Museum) umfasst rund 160 000 Objekte vor allem aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Charakteristisch ist das Art-Deco-Gebäude der niederländischen Architekten Hendrik Petrus Berlage, das inzwischen als Ikone der Architektur gilt. Offiziell soll der neue Museumsname mit einer großen Ausstellung zum Werk des französischen Impressionisten Claude Monet im Herbst 2019 eingeführt werden.

"Werk ohne Autor" hat Chance auf Oscar-Nominierung

Henckel von Donnersmarcks Drama steht auf Liste der Filmakademie

Das Drama "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck kann sich Hoffnungen auf einen Auslands-Oscar machen. Die zuständige Filmakademie setzte das Künstlerporträt auf ihre am Montag veröffentlichte Liste mit neun Filmen, die für eine Nominierung infrage kommen. In der engeren Auswahl für den Oscar für den besten nicht englisch-sprachigen Film findet sich außerdem das Drama "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuarón, das auch als Favorit in der Königskategorie "bester Film" gilt. Chancen auf eine Nominierung für den Auslands-Oscar hat auch der gefeierte Thriller "Burning" vom südkoreanischen Filmemacher Lee Chang Dong - es wäre eine Premiere für das ostasiatische Land. Die Nominierungen für die 91. Oscar-Gala werden am 22. Januar verkündet.

Wuppertal beschließt Pina-Bausch-Zentrum

Neue Kultureinrichtung soll 2025 eröffnet werden

Der Stadtrat von Wuppertal hat den Bau eines Pina-Bausch-Zentrums beschlossen. Ab 2025 sollen dann dort Aufführungen des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch, ein Archiv und Erinnerungen an die 2009 verstorbene weltberühmte Choreographin gebündelt werden. Auch die Stiftung soll im neuen Gebäude unterkommen. Salomon Bausch hatte das künstlerische Erbe seiner Mutter mitsamt 38 000 Fotos, 3900 Videos und weiteren Dokumenten in die Stiftung eingebracht. Stadt und Land wollen mit dem Zentrum das Werk der Künstlerin als nationales und internationales Kulturerbe pflegen. Das rund 60 Millionen Euro teure Vorhaben wird vom Bund, von Nordrhein-Westfalen und der Stadt Wuppertal finanziert. Das neue Pina-Bausch-Zentrum wird im denkmalgeschützten Schauspielhaus der Stadt sowie in einem noch zu bauenden Erweiterungsbau unterkommen.

PEN verurteilt Gewalt gegen Journalisten in Nicaragua

Schriftstellervereinigung fordert Engagegment der Bundesregierung

Die Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum hat das Vorgehen der nicaraguanischen Behörden gegen Medien und Zivilgesellschaft verurteilt. Zuletzt habe die Polizei am Freitag die Büros der Onlinezeitschrift "Confidencial" und mehrerer Fernseh-Programme durchsucht und verwüstet, erklärte die Organisation. Auch in die Räumlichkeiten von mehreren nichtstaatlichen Organisationen sei die Polizei eingedrungen. Das Vorgehen sei ein nicht hinnehmbarer Angriff auf die Freiheit des Wortes. Das PEN-Zentrum rief die Bundesregierung auf, sich bei der nicaraguanischen Regierung für ein Ende der Gewalt gegen Journalisten einzusetzen. Seit April geht die Regierung von Präsident Daniel Ortega gegen Kritiker vor. Damit reagiert sie auf Proteste von Studenten und Umweltschützern gegen den autoritären Führungsstil. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind die Sicherheitskräfte für mehr als 500 Tote verantwortlich.

Berlinale-Ehrenbär für Charlotte Rampling

Sie wird für ihr Lebenswerk geehrt

Bei der Berlinale 2019 wird die britische Schauspielerin Charlotte Rampling für ihr Lebenswerk geehrt. Die 72-Jährige bekommt am 14. Februar den Goldenen Ehrenbären verliehen. Zudem widmen die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin ihr die Reihe "Hommage" mit zehn Filmen mit oder über die Schauspielerin. Der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick würdigte Rampling als "großartige Künstlerin". Mit ihrer Arbeit stehe sie "für ein unkonventionelles und aufregendes Kino". Charlotte Rampling war 2006 Präsidentin der Berlinale-Jury und gewann 2015 den Silbernen Bären als Beste Darstellerin für "45 Years".

Gemäldegalerie in Freiburg geschlossen

Grund ist ein Pilzbefall

Die Gemäldegalerie im Freiburger Augustinermuseum bleibt bis auf weiteres geschlossen. Ursache seien Pilze, die das Holz im Dachtragwerk zerstören, teilte die Stadt Freiburg mit. Den Angaben zufolge könnte der Pilz die Statik beeinträchtigen, sollte er unbehandelt bleiben. Zunächst wollen die Verantwortlichen den Schaden genau analysieren und prüfen, mit welchen Maßnahmen sie den Befall in den Griff kriegen. Über Dauer der Sperrung und voraussichtliche Kosten der Pilzentfernung ließen sich noch keine Aussagen machen. Die anderen Bereiche des Augustinermuseums bleiben geöffnet. Bis zum 17. März 2019 wird die Doppel-Ausstellung "Faszination Norwegen" gezeigt, mit "Landschaftsmalerei von der Romantik bis zur Moderne" in der Ausstellungshalle und "Edvard Munch" im Haus der Graphischen Sammlung.

Ältester Fürstenmord der Welt endeckt

Bronzezeitlicher Herrscher wurde vor 3846 Jahren ermordet

Der bronzezeitliche Herrscher aus dem Grabhügel von Helmsdorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) ist vor 3846 Jahren dem ältesten, bislang bekannten Fürstenmord der Welt zum Opfer gefallen. Umfangreichen Forschungsergebnisse sollen in der ersten Jahreshälfte 2019 veröffentlicht werden. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Knochen habe nachweislich drei Verletzungen ergeben. Bei der Tatwaffe könnte es sich um einen Dolch handeln, mit einer Klinge von etwa 15 Zentimetern.

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