Seit 02:05 Uhr Tonart

Sonntag, 18.08.2019
 
Seit 02:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Samstag, 1. Dezember 2018

"Formel Eins"-Moderatorin Stefanie Tücking ist tot

Sie starb überraschend im Alter von 56 Jahren

Die Fernseh- und Radiomoderatorin Stefanie Tücking ist tot. Sie starb überraschend im Alter von 56 Jahren in Baden-Baden, wie der Südwestrundfunk mitteilte. Tücking war rund 30 Jahre lang Moderatorin bei der Popwelle SWR3. Bundesweit bekannt wurde sie insbesondere durch die ARD-Kultsendung "Formel Eins" in den 80er Jahren. "Radio war ihre Leidenschaft, Rockmusik ihre Liebe. Sie gehörte zu den größten Radiopersönlichkeiten Deutschlands, und wir sind alle fassungslos über ihren plötzlichen Tod", sagte SWR3-Programmchef Thomas Jung. "Das Team ist zutiefst schockiert. SWR3 verliert nicht nur eine hervorragende Radiofrau, die Kolleginnen und Kollegen trauern auch um eine warmherzige Freundin. Generationen von Menschen hat Steffi Tücking für Musik begeistert."

Heine-Preis an Bürgermeister von Palermo übergeben

Leoluca Orlando für Umgang mit Flüchtlingen und Kampf gegen die Mafia geehrt

Der Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando, hat den diesjährigen Heine-Preis der Stadt Düsseldorf erhalten. "Orlandos Einsatz bei der Aufnahme von Flüchtlingen an der Schnittstelle zwischen Afrika und Europa ist vorbildlich, ganz im Sinne der Grundrechte des Menschen und der Statuten des Heine-Preises", begründete die Stadt ihre Wahl des Preisträgers. Mutig und konsequent habe der Bürgermeister der sizilianischen Stadt zudem den Kampf gegen die Mafia geführt und damit seiner Heimatstadt das demokratische Selbstbewusstsein zurückgegeben. Die Laudatio hielt Regisseur Wim Wenders. Der Düsseldorfer Heine-Preis wird seit 1972 an Persönlichkeiten verliehen, "die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten". Er ist mit 50.000 Euro dotiert.

Robben Island bald nicht mehr Welterbe?

Ex-Häftlinge wollen UNESCO bitten, den Welterbe-Status zu überdenken

Eine Gruppe früherer Anti-Apartheid-Kämpfer hat sich gegen die "Mandelarisierung" der berüchtigten Gefängnisinsel Robben Island in Südafrika ausgesprochen. Die ehemaligen politischen Häftlinge beklagen, dass durch zunehmende Kommerzialisierung der UNESCO-Weltkulturerbestätte ihre eigene Geschichte in Vergessenheit gerate. Einige der Ex-Häftlinge arbeiteten heute als Touristenführer auf der Insel, lebten jedoch in Armut, wie südafrikanische Medien zum Wochenende berichteten. "Niemand kümmert sich um politische Häftlinge, die sich erhoben und den Großteil ihres Lebens an der Seite von Mandela auf der Insel fristeten. Deshalb werden wir uns an die Vereinten Nationen wenden und sie bitten, den Welterbe-Status für Robben Island zu überdenken", wird der Gruppenvertreter Mpho Masemola zitiert. Der schwarze Freiheitskämpfer Nelson Mandela verbrachte einen Großteil seiner 27-jährigen Haftzeit unter dem Apartheid-Regime in Robben Island.

Russische Polizei geht gegen Jugendmusikszene vor

Musiker der Gruppe Ic3peak in Handschellen abgeführt

Die russische Polizei hat in dem seit Wochen andauernden Vorgehen gegen die Jugendmusikszene die Musiker der Gruppe Ic3peak festgehalten. Sänger Nikolai Kostyljow wurde am Bahnhof von Nowosibirsk in Handschellen abgeführt, als er und seine Partnerin Anastassija Kreslina zu einem Konzert eintrafen, wie das Bürgerrechtsportal OVD-Info mitteilte. Manager Oleg Mitrofanow sagte, die Beamten hätten gedroht, ihm Drogen unterzuschieben, wenn der Auftritt nicht abgesagt werde. In den Tagen davor hatten die Behörden auch in Kasan, Jekaterinburg und Perm Konzerte erschwert oder ganz verhindert. Im November hatte der populäre russische Rapper Husky zwölf Tage Arrest absitzen müssen, weil er nach der Absage eines Konzerts in Krasnodar vor dem Club auf einem Autodach aufgetreten war. Auch der Rapper LJ musste Auftritte absagen. Die Behörden kritisieren Rapper, Hip-Hop-Musiker und andere Künstler dafür, dass sie angeblich Drogen und Selbstmord verherrlichen und zu Extremismus aufrufen.

Berta-Hummel-Museum soll gerettet werden

Neue Heimat für Porzellanfiguren

Das Berta-Hummel-Museum im niederbayerischen Massing soll gerettet werden - in Form einer Dauerausstellung im Freilichtmuseum des Ortes. Der Zweckverband des Freilichtmuseums hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für einen Umzug der Exponate gestellt. Die Hummel-Porzellanfiguren gelten bei Sammlern und Käufern als Symbol für eine heile Welt. Das Werk der Künstlerin, die als Ordensfrau den Namen Maria Innocentia Hummel trug, umfasst auch Zeichnungen und Gemälde. Das Berta-Hummel-Museum war 1994 im Geburtshaus Berta Hummels in Massing eröffnet worden. Es soll im Frühjahr 2019 aus finanziellen Gründen geschlossen werden, wie Alfred Hummel, Museumsleiter und Neffe der 1946 gestorbenen Künstlerin, sagte.

Michelle Obamas Autobiografie wird Bestseller

Bereits mehr eine eine Million Bücher verkauft

Keine drei Wochen nach ihrer Veröffentlichung sind die Memoiren der früheren amerikanischen First Lady Michelle Obama zum bestverkauften Buch des Jahres in den USA aufgestiegen. Damit überholte ihr Buch "Becoming. Meine Geschichte" das Enthüllungsbuch "Fire and Fury" des Journalisten Michael Wolff über die unkonventionelle Präsidentschaft Donald Trumps. Das Werk hatte zu Jahresbeginn für Furore in den USA gesorgt. Michelle Obamas Autobiografie war am 13. November weltweit zeitgleich erschienen. Die deutsche Ausgabe (Goldmann Verlag) schob sich bereits wenige Stunden nach dem Verkaufsstart an die Spitze der Bestsellerliste. Auf 421 Seiten beschreibt die 54 Jahre alte Ehefrau von Ex-Präsident Barack Obama ihren Werdegang - von der Kindheit im rauen Süden Chicagos bis ins Weiße Haus.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2018
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur