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Kulturnachrichten

Samstag, 24. Dezember 2016

Status-Quo-Gitarrist Rick Parfitt ist tot

Musiker starb an Folgen einer Operation

Der Status-Quo-Musiker Rick Parfitt ist tot. Der Gitarrist starb im Alter von 68 Jahren, wie der Manager der Band mitteilte.
Demnach starb Parfitt in einem Krankenhaus in Spanien an den Folgen einer Infektion. Der Musiker sei bereits am Donnerstag in die Klinik in Marbella eingeliefert worden, weil es Komplikationen nach einer Schulter-Operation gegeben habe. Geboren am 12. Oktober 1948 wuchs er in einer Kleinstadt südlich von London auf und lernte mit elf Jahren Gitarre spielen. 1967 stieg Parfitt bei Status Quo ein. Zu den bekanntesten Stücken zählen "Caroline", "Down Down" und "Whatever You Want". Die Band verkaufte mehr als 120 Millionen Platten. Parfitt hinterlässt seine Frau und vier Kinder.

Grütters will Debatte um Einheitsdenkmal neu aufrollen

Kulturstaatsministerin will breiten gesellschaftlichen Konsens

Die Diskussion um ein Denkmal für die Deutsche Einheit sollte nach Ansicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters noch einmal ganz neu aufgerollt werden. "Wir sollten uns weder auf einen Entwurf noch auf einen Standort festlegen, sondern noch einmal offen diskutieren", sagte die CDU-Politikerin der dpa. Wichtig sei es, einen breiten gesellschaftlichen Konsens zu finden. Als Ort kämen ihrer Ansicht nach erneut sowohl Berlin als auch Leipzig infrage - die Stadt der Montagsdemonstrationen. Dort war das Denkmal nach einem Dauerstreit 2014 auf Eis gelegt worden. In Berlin hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags die geplante begehbare "Waage" aus Kostengründen gestoppt.

US-Kritiker loben Film "Toni Erdmann"

"Lustigste deutsche Komödie"

Die Spitzenkritiker amerikanischer Zeitungen und Branchenblätter sind zum US-Kinostart voller Lob für die Vater-Tochter-Komödie von Maren Ade. Es sei die "bei weitem lustigste fast dreistündige deutsche Komödie, die Sie je sehen werden", schreibt die "New York Times". Die Schauspieler Peter Simonischek und Sandra Hüller würden "außergewöhnlich natürliche, unglaublich mutige" Darbietungen geben. Dem "Hollywood Reporter" zufolge könnte der "allererste, wirklich lustige" Komödien-Export aus Deutschland an den ausländischen Kinokassen erfolgreich sein. Die Zuschauer würden bei der trocken erzählten Geschichte regelrecht durchdrehen, schreibt das "New York Magazine". "Toni Erdmann" läuft am Weihnachts-Wochenende zunächst in einer Handvoll Kinos in Los Angeles und New York an. Mitte Januar bringt der US-Verleih Sony Pictures Classics die Tragikomödie in ganz Nordamerika heraus.

ARD verschiebt "Tatort" wegen Berliner Anschlag

Stattdessen wird der Saarländer Tatort gezeigt

Mit Blick auf die Amokfahrt in Berlin verschiebt das Erste nun doch die für Neujahr vorgesehene "Tatort"-Folge "Sturm" um ein islamistisches Selbstmordattentat. Statt der WDR-Produktion aus Dortmund läuft am 1. Januar der Tatort "Söhne und Väter" des Saarländischen Rundfunks, wie die ARD mitteilte. Die "hochspannende" Folge "Sturm" ende "mit Bildern und Eindrücken, die Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin wecken", erklärte ARD-Programmdirektor Volker Herres. Natürlich müsse ein "Tatort" nah an gesellschaftlichen Realitäten sein. "Aber mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wollen wir diesen 'Tatort' nicht am Abend des ersten Tages im neuen Jahr, sondern mit größerem zeitlichen Abstand zeigen", so Herres. Geplant ist der 29. Januar. Ende 2015 hatte die ARD schon einmal einen "Tatort" mit Til Schweiger wegen der Terroranschläge in Paris vom November verschoben.

Streit um Fluglärm und Konzertmusik vor Gericht

Erste Verhandlung im März

Der Streit zwischen dem Rheingau Musik Festival und Fluglärm-Gegnern landet vor Gericht. Eine mündliche Verhandlung ist für den 16. März am Landgericht Mainz angesetzt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Festival mit Sitz im hessischen Oestrich-Winkel hatte nach einer Protestaktion die Initiative gegen Fluglärm Mainz verklagt. Die Lärmgegner hatten weltberühmte Künstler angeschrieben und sie auf mögliche Störungen ihrer Konzerte durch den Krach von Flugzeugen hingewiesen. Anschließend forderte das Festival die Initiative auf, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Das tat diese nicht und kündigte weitere Aktionen an. Intendant Michael Herrmann nannte das Verhalten der Initiative geschäftsschädigend. Mit der Klage solle die Behauptung untersagt werden, dass Konzerte von Fluglärm gestört würden. Zudem müsse Aussagen ein Riegel vorgeschoben werden, wonach während der Konzerte Flugrouten verlegt werden könnten. Eine Entscheidung in dem Zivilverfahren wird am Tag der Verhandlung noch nicht erwartet.

Urheberrechte an Hochschulen: Einigung mit VG Wort

Vorerst Übergangslösung, ab März soll endgültige Einigung stehen

Im Streit um die Wahrung von Urheberrechten an Hochschulen zeichnet sich eine Einigung ab. Die Verwertungsgesellschaft Wort, die Kultusministerkonferenz und die Hochschulrektorenkonferenz unterzeichneten eine Grundsatzvereinbarung zur digitalen Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke an Hochschulen, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt mitteilte. In dem Streit geht es um eine angemessene Vergütung von Autoren. Ohne eine Einigung hätten Hochschuldozenten ihren Studenten vom 1. Januar 2017 an keine Materialien mehr online zur Verfügung stellen dürfen. Die Studenten hätten also wieder in die Bibliothek gehen und sich benötigte Informationen aus Büchern kopieren müssen. Laut der Vereinbarung erhält die VG Wort, die die Rechte der Autoren vertritt, vorerst für weitere neun Monate eine Pauschalvergütung für die hochschulinterne Bereitstellung digitaler Werkauszüge. Darüber hinaus soll eine Arbeitsgruppe bis März eine bundeseinheitliche Lösung entwickeln, die keine Pauschale, sondern eine Einzelabrechnung ermöglicht.

Berlinale wirbt mit Wappentier

Mit den Bären durch die Nacht

Bären für alle Lebenslagen: Die 67. Berliner Filmfestspiele (9.-19. Februar 2017) werben in ihrer nächsten Ausgabe mit dem Wappentier der Hauptstadt. In sechs Bildmotiven drehen die Bären ihre Runden durch das nächtliche Berlin, wie die Veranstalter mitteilten. "Berlin ist groß und auch in diesem Jahr folgen wir der Spur der Bären zu einigen typischen Hauptstadtecken", erklärte Festivaldirektor Dieter Kosslick. Die Motive wurden erneut von der Schweizer Agentur Velvet gestaltet. Die Plakatreihe wird ab Mitte Januar 2017 im Stadtbild zu sehen sein.

Polnisches Gericht verurteilt ZDF

Wegen Formulierung "polnische Vernichtungslager"

Juristische Niederlage für das ZDF in Polen: Ein Berufungsgericht in Krakau hat den Sender wegen der Bezeichnung von Auschwitz und Majdanek als polnische Konzentrationslager zu einer öffentlichen Entschuldigung verurteilt. Das ZDF müsse eine entsprechende Erklärung einen Monat lang auf seiner Website veröffentlichen, verlangten die Richter. Sie gaben damit der Klage des Holocaust-Überlebenden Karol Tendera statt, der im April noch in erster Instanz gescheitert war. Der Fall geht auf den Sommer 2013 zurück. Damals hatte das ZDF in einer Ankündigung für eine Dokumentation über die Befreiung der Konzentrationslager durch die Rote Armee von den "polnischen Vernichtungslagern Majdanek und Auschwitz" gesprochen. Im April hatte ein Gericht die Klage Tenderas noch abgewiesen. Der Sender habe sich in zwei Briefen an den heute 95-Jährigen "wirksam" entschuldigt und zudem eine Erklärung auf seiner Website veröffentlicht, hieß es damals. In ihrem Urteil erklärten die Richter nun, der Auschwitz-Überlebende sei durch die Wortwahl in seiner persönlichen Würde und seiner nationalen Identität verletzt worden.

Beach Boys sollen bei Trumps Amtseinführung auftreten

Ansonsten steht noch der Mormon Tabernacle Choir auf dem Programm

Die Beach Boys ("Good Vibrations", "California Girls") überlegen, bei der Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu singen. "Die Beach Boys wurden angefragt, bei den Festlichkeiten zur Amtseinführung aufzutreten. Sie haben sich aber noch nicht entschieden, ob sie teilnehmen werden oder nicht", teilte ein Sprecher der Band dem "Billboard"-Magazin mit. Die Musiker um Sänger Brian Wilson (74) hatten dem Bericht zufolge bereits für die früheren Präsidenten Ronald Reagan, George Bush und Bill Clinton gesungen. Zahlreiche Musiker hatten sich im Wahlkampf auf die Seite der Demokratin Hillary Clinton gestellt. Dementsprechend schwer sei es anscheinend für Trump, Prominente für seine Amtseinführung am 20. Januar zu gewinnen, berichteten US-Medien. Bislang wurde bekannt, dass die 16-jährige Castingshow-Teilnehmerin Jackie Evancho und der Mormon Tabernacle Choir auftreten sollen. Bei den Vereidigungen von US-Präsident Barack Obama waren unter anderem Beyoncé, Aretha Franklin und Kelly Clarkson dabei.

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