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Kulturnachrichten

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Nürnberg will Europas Kulturhauptstadt 2025 werden

Der Stadtrat beschloss heute die Bewerbung

Nürnberg wirft für die Wahl der Kulturhauptstadt Europas 2025 seinen Hut in den Ring. Der Stadtrat habe heute die Bewerbung beschlossen, teilte die Stadtverwaltung mit. Voraussichtlich kämen auf die Stadt durch die Bewerbung Kosten von etwa fünf Millionen Euro zu. Derzeit planten auch Magdeburg, Mannheim, Kassel, Chemnitz, Hildesheim, Dresden und Leipzig eine Bewerbung, teilte Nürnberg mit. Neben einer Kommune aus Deutschland dürfe sich für 2025 auch eine Stadt aus Slowenien bewerben.

US-Schauspieler-Preise

Casey Affleck und Emma Stone nominiert

Hollywoods Schauspielerverband (SAG) hat das Familiendrama "Manchester by the Sea» mit den meisten Preis-Nominierungen bedacht. Neben Hauptdarsteller Casey Affleck wurden Michelle Williams und Lucas Hedges für ihre Nebenrollen nominiert, sowie die gesamte Besetzung für den Ensemble-Preis. Neben Casey Affleck können Andrew Garfield ("Hacksaw Ridge"), Denzel Washington ("Fences"), Viggo Mortensen ("Captain Fantastic") und Ryan Gosling ("La La Land") auf eine Trophäe als bester Haupdarsteller hoffen. In der Frauenriege wurden Amy Adams ("Arrival"), Natalie Portman ("Jackie"), Emma Stone ("La La Land"), Emily Blunt ("The Girl on the Train") und Meryl Streep ("Florence Foster Jenkins") nominiert. Die SAG-Awards (Screen Actors Guild) werden am 29. Januar zum 23. Mal vergeben. Die Preise gelten als zuverlässige Vorboten für die Ende Februar anstehende Oscar-Verleihung.

Unbekanntes Werk von Velázquez im Prado

Neuzugang in Madrid vorgestellt

Das Prado-Museum in Madrid zählt nun ein bisher unbekanntes Werk des spanischen Barockmeisters Diego Velázquez (1599-1660) zu seinen ständigen Exponaten. Das Bild "Porträt von Philipp III.", das erst vor kurzem als echter Velázquez identifiziert worden war, wurde heute offiziell vorgestellt. Der amerikanische Kunsthistoriker William B. Jordan, ein bekannter Experte für die spanische Malerei der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, hatte das Bild auf einem Kunstmarkt in London erstanden. Erst nach eingehenden Untersuchungen habe sich herausgestellt, dass es sich um ein Original von Velázquez handele, teilte der Prado mit. Jordan habe es daraufhin der Institution "American Friends of the Prado Museum" geschenkt. Das Ölbild zeigt das Antlitz von Philipp III., der in Spanien und Portugal von 1598 bis 1621 regiert hatte. Velázquez war für seine virtuose Porträtmalerei berühmt.

Österreichischer Architekt Harry Glück gestorben

Der Wiener starb mit 91 Jahren in seiner Geburtsstadt

18.000 Wohnungen baute er in der österreichischen Hauptstadt. Wie erst heute bekannt wurde, ist der Architekt Harry Glück gestern verstorben. Der "Doyen des sozialen Wohnungsbaus" bezeichnete seinen staatlich geförderten Wohnpark Alt Erlaa selbst als sein Opus Magnum. Schwimmbäder am Dach, viele Kommunikations- und Freizeiträume und viel Grün: Das machte sein Bauphilosophie aus. Geboren am 20. Februar 1925, studierte Glück nach dem Krieg zunächst Bühnenbild und Regie am Max-Reinhardt-Seminar. Dann wechselte er zum Architekturstudium an die Technische Hochschule Wien. 1966 eröffnete er sein eigenes Büro. 1985 veröffentlichte Glück zusammen mit Irenäus Eibl-Eibelsfeld und Hans Hass das Buch "Stadt und Lebensqualität".

Dudamel wünscht sich Neuanfang für Venezuela

Heimatland von Stardirigent soll aufgebaut werden
 
Gustavo Dudamel, 35, weltweit einer der berühmtesten Dirigenten, findet, dass sein Heimatland Venezuela sich ändern muss: Der soziale Zerfall und die Korruption müssten gestoppt werden, „aber dafür müssen vor allem wir Bürger uns ändern, sagt Dudamel dem ZEITmagazin, „wir müssen das Land aufbauen, das wir haben wollen. Venezuela befindet sich seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, die Inflation im Land ist die höchste weltweit, Caracas gilt als gefährlichste Stadt der Welt. Dudamel, der am 1. Januar als jüngster Dirigent aller Zeiten das prestigeträchtige Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker dirigieren wird, ist aus dem staatlich finanzierten Musikförderprogramm „El Sistema hervorgegangen, das heute 800 000 Kindern in Venezuela kostenlosen Musikunterricht ermöglicht. Heute ist er selbst musikalischer Leiter des Programms, und seit Venezuela in der Krise ist, steht er in der Kritik: Oppositionelle Venezolaner werfen ihm vor, dass er sich nicht von der Regierung distanziere und stattdessen mit den Orchestern der Organisation Propaganda für die Regierung mache.
 

Dänisches Kunstmuseum ersteht C.D. Friedrich-Gemälde

Das Bild "Nach dem Sturm" ist von 1917

Das staatliche dänische Kunstmuseum in Kopenhagen ist in den Besitz eines Gemäldes des deutschen Malers Caspar David Friedrich (1774-1840) gekommen. Der Direktor des Statens Museum for Kunst (SMK), Mikkel Bogh, nannte den Neuerwerb eine "herrliche Ergänzung unserer Sammlung europäischer Kunst". Das Bild "Nach dem Sturm" von 1817 hatte den Angaben zufolge zuvor 25 Jahre lang als Leihgabe in der Neuen Pinakothek in München gehangen, ehe es nun von den privaten Eigentümern verkauft worden sei. "Wir haben schon lange davon geträumt, unserer Sammlung einen Caspar David Friedrich hinzuzufügen", erklärte Bogh. Friedrichs Landschaftsmalereien hätten im 19. Jahrhundert großen Einfluss auf die nordische Kunst gehabt. Nach Angaben des Museums sind nur noch sehr wenige Gemälde von Friedrich in Privatbesitz. In den letzten 25 Jahren seien nur fünf Bilder bei Auktionen versteigert worden.

Politologe Hans-Adolf Jacobsen gestorben

„Imperativ des Friedens war ein Lieblingswort

Der Politologe Hans-Adolf Jacobsen ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, starb er bereits am Montag. Ein Lieblingswort von Jacobsen war „Imperativ des Friedens". Der Frieden würde nur gelingen, so war er überzeugt, wenn alle sich in ihm wiederfinden, die durch die Logik der totalitären Geopolitik geteilt worden waren. Engagiert postulierte Jacobsen diese Gedanken noch einmal bei einer Tagung des Zentrums für Europäische Integrationsforschung und der Russischen Akademie der Wissenschaften 1998 in Moskau. Mit Sorge sah er in den nachfolgenden fünfzehn Jahren, wie die Dinge sich wieder zum Schlechten wendeten, doch er blieb seinem Credo treu. 1969 wurde Jacobsen ordentlicher Professor für Politikwissenschaft, Zeitgeschichte und Internationale Beziehungen. Jacobsen verkörperte zusammen mit Karl-Dietrich Bracher die Bonner Schule der Politikwissenschaft, eine Säule der politischen Kultur in Deutschland. 1981 wurde Jacobsen Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung und wenige Jahre später Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundeszentrale für politische Bildung.

Bücher im Prunksaal der österreichischen Nationalbibliothek online

Digitalisierung erfolgte in Kooperation mit Google

Die Österreichische Nationalbibliothek hat ihren Bestand im Prunksaal digitalisiert und online gestellt. Das meldet die Nachrichtenagentur APA. Die zwischen 1501 und 1850 erschienenen, mehr als 200.000 Werke können kostenfrei genutzt werden. Im Rahmen des Projekts Austrian Books Online, das in einer Public-Private-Partnership mit dem Internetkonzern Google durchgeführt wird, werden seit sechs Jahren urheberrechtsfreie Bücher für die Netz-Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Projekt soll 2018 , zum 650. Geburtstag der Österreichischen Nationalbibliothek, abgeschlossen sein.

Deutsche unter Finalisten des Weltlehrerpreises

Marie-Christine Ghanbari ist Gesamtschullehrerin im Münsterland

Der mit einer Million Dollar dotierte Weltlehrerpreis will Schüler stark machen. Um die Auszeichnung der Varkey GEMS Foundation des indischen Geschäftsmanns Sunny Varkey haben sich nach eigenen Angaben 20.000 Lehrer aus 179 Ländern beworben. Zu den 50 Finalisten gehört die 34jährige Marie-Christine Ghanbari, promovierte Sportpsychologin und Lehrerin für Deutsch, Mathematik und Sport. Sie unterrichtet in Gescher. Sie versuche, ihre Erkenntnisse aus Forschung und Ehrenamt direkt in soziale Schulprojekte umzusetzen, so die Dozentin. Aus ihrer Dissertation, für die sie das Bewegungsverhalten von Kindern in Nigeria und Deutschland erforschte, entstand ihr Sportpatenprojekt. In ihrem Unterricht werde Kindern Spaß an der Bewegung vermittelt, etwa mit afrikanischen Bewegungsspielen.

Marbach-Archiv präsentiert verschollene Hesse-Briefe

Hesse-Briefe an den Verleger

In einem Antiquariatshandel sind mehr als 140 verschollen geglaubte Briefe des Schriftstellers Hermann Hesse (1877-1962) an seinen Verleger Samuel Fischer aufgetaucht. Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach bei Stuttgart hat sie für eine nicht genannte Summe erworben, inzwischen gesichtet und mit seinem Bestand abgeglichen. Marbach verfügt sowohl über den Hesse-Nachlass als auch über das Fischer-Archiv. Hermann Hesse ("Der Steppenwolf", "Das Glasperlenspiel") war ab 1904 einer der großen und erfolgreichen Hausautoren des S. Fischer Verlags. Die Briefe schrieb er zwischen 1903 und 1934 an den Verleger Samuel Fischer und dessen Frau Hedwig. Laut Archiv erfährt man Ungewöhnliches: über ein Schneegestöber, in dem Thomas Mann sich beinahe verläuft, über eine heimliche Geburtstagsfeier am 24. Dezember und über einen Baumkuchen im Tessin. Hesse zeigt vielfach seine kokette Seite. So schrieb er über seinen Roman "Peter Camenzind": "Mein Werkchen ist unmodern, sogar antimodern. Auch an formalen Mängeln wird es nicht fehlen." Und "Unterm Rad" kündigte Hesse so an: "Nur fürchte ich, er wird langweilig werden."

Gericht spricht Krim-Goldschatz der Ukraine zu

Exponate wurden vor der Annexion an niederländisches Museum ausgeliehen

Der mehr als 2400 Jahre alte Goldschatz von der Krim gehört der Ukraine und nicht Russland. Das hat ein Gericht in Amsterdam entschieden. Die mehr als 2000 Objekte waren bis Februar 2014 im Allard Pierson Museum zu sehen. Es hatte die Leihgaben vor der politischen Krise von vier Museen auf der Krim ausgeliehen und das Gericht noch im selben Jahr angerufen zu entscheiden, ob die rechtmäßige Rückgabe an die Ukraine oder Russland zu erfolgen hat. Kiew hatte die Rückgabe mit dem Argument verlangt, es handele sich um nationales Kulturgut und staatliches Eigentum der Ukraine. Das sah das Gericht in den Niederlanden genauso: Der Schatz gehöre dem Staat, der ihn ausgeliehen habe. Der russische Kulturminister Wladimir Medinski hatte vor dem Urteil gewarnt, eine Entscheidung für die Ukraine wäre "reiner Diebstahl". Gegen den Richterspruch kann Berufung eingelegt werden.

Neue Tagesschau-App soll Streit schlichten

Presseverlage gehen seit Jahren juristisch dagegen vor

Mit einer neu konfigurierten App will die Tagesschau im Ersten Deutschen Fernsehen weiteren Rechtsstreit mit Zeitungsverlegern verhindern. Bereits beim Öffnen der neuen App werde deutlich, dass es sich um ein Fernsehangebot handle, sagte Christian Nitsche, Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell. Visuelle Elemente träten deutlicher als bisher in den Vordergrund. Unter anderem werfen der Axel Springer Verlag, die Funke Mediengruppe und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung der ARD vor, mit der kostenlosen App den Markt für derartige Nachrichtenangebote zu verzerren. Das Oberlandesgericht Köln hatte die App Ende September als presseähnliches Angebot eingestuft und für unzulässig erklärt, allerdings lediglich bezogen auf das Angebot vom 15. Juni 2011. Der für die «Tagesschau» verantwortliche NDR hatte daraufhin beim Bundesgerichtshof Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision eingereicht.

Womöglich da Vinci Zeichnung in Frankreich entdeckt

Zwei Kunstexperten ordnen Skizze dem Renaissance-Meister zu|

Unter dem Pariser Auktionshaus Tajan angebotenen Objekten könnte sich ein Leonardo da Vinci befinden. Der Kunstexperte Patrick de Bayser hat eine Skizze des Heiligen Sebastian entdeckt und dem Universalkünstler zugeordnet. Ebenso die Renaissance-Expertin Carmen Bambach vom New Yorker Metropolitan Museum. Das Auktionshaus gab daraufhin den Schätzwert mit 15 Millionen Euro an. Von Leonardo da Vinci sind zwei andere Studien des Heiligen Sebastian bekannt. Eine befindet sich im Bonnat-Museum der südfranzösischen Stadt Bayonne, die andere in der Hamburger Kunsthalle. Laut einer von da Vinci selbst angefertigten Liste zeichnete er acht solcher Skizzen. Bambach schätzt, dass die in Frankreich entdeckte Studie zwischen 1478 und 1483 angefertigt wurde. Die Zeichnung entstamme vermutlich einem Skizzenheft da Vincis. Auf der Rückseite des Blattes befänden sich zwei schematische Skizzen und zwei Anmerkungen in Spiegelschrift, wie sie da Vinci häufig verwendet hätte. Die Studie gehört einem französischen Arzt, der anonym bleiben will.

UNESCO erklärt Rio de Janeiro zum Welt-Kulturerbe

Kulturorganisation der UN lobt "großartige Schönheit" der brasilianischen Metropole

Die UNESCO hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro zum Welt-Kulturerbe erklärt. Bei einer Zeremonie am Fuße der Christus-Statue lobten Vertreter der UN-Kulturorganisation das außergewöhnliche Zusammenspiel zwischen Naturschönheiten und den von Menschenhand geschaffenen Bauten. Diese einmalige Mischung habe eine urbane Landschaft erschaffen, deren großartige Schönheit viele Schriftsteller und Besucher inspiriert habe, so die UNESCO. Bereits Mitte 2012 war der brasilianischen Millionenstadt der Titel in Aussicht gestellt worden. Allerdings mussten die Stadtväter erst Konzepte für den Denkmal- und Naturschutz für einige herausragende Punkte der Stadt vorlegen. Dafür wurde eine Frist von vier Jahren eingeräumt. Die zu schützenden Punkte sind der Flamengo-Park, der Copacabana-Strand, der Zuckerhut, der Corcovado-Berg mit der dortigen Christus-Statue, der Botanische Garten sowie der Tijuca-Nationalpark.

Märchenband von J. K. Rowling für knapp 440.000 Euro

Handgeschriebenes und illustriertes Buch enthält Widmung an Verleger Cunningham

Ein handgeschriebener und illustrierter Märchenband der britischen Erfolgsautorin J.K. Rowling ist bei einer Auktion in London für umgerechnet 439.400 Euro versteigert worden. Das begehrte Kinderbuch erwarb ein anonymer Käufer, der sein Gebot beim Auktionshaus Sotheby's per Telefon abgab. Unter den Hammer kam der Erzählband "The Tales of Beedle the Bard" (deutscher Titel: "Die Märchen von Beedle dem Barden"). Das Buch der Autorin der Harry-Potter-Romane enthält eine persönliche Widmung für den Verleger Barry Cunningham, der Rowling und ihre Geschichten über den Zauberlehrling damals entdeckte. "Für Barry, den Mann, der daran geglaubt hat, dass sich ein zu langer Roman über einen jungen Zauberer mit Brille verkaufen könnte... DANKE", steht auf einer der Seiten geschrieben. Das versteigerte Buch ist eines von sieben Original-Exemplaren der Märchensammlung. "Die Märchen von Beedle dem Barden" war 2008 veröffentlicht worden und verkaufte sich millionenfach.

Weltweit mindestens 348 Reporter in Haft

Das teilt "Reporter ohne Grenzen" in ihrer Jahresbilanz mit

Im ersten Teil ihres jährlichen Berichts, hat die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) derzeit mindestens 348 Medienvertreter lokalisiert, die wegen ihrer Arbeit im Gefängnis sitzen. Das seien sechs Prozent mehr als vor einem Jahr, heißt es. Als Grund wurde "die Repressionswelle seit dem Putschversuch in der Türkei" genannt. Ähnliches berichtet das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) in New York. Demnach seien in der Türkei derzeit 81 Journalisten inhaftiert - so viele wie noch nie seit Erhebung der Jahresbilanzen 1990. ROG meldet über 100 inhaftierte Kollegen in der Türkei. Bei 41 von ihnen sei nach sorgfältiger Prüfung durch ROG ein Zusammenhang der Haft mit ihrer journalistischen Tätigkeit eindeutig. Bei Dutzenden weiteren sei er nicht auszuschließen, habe sich bislang aber nicht mit Sicherheit feststellen lassen. Denn oft erfahren laut ROG selbst die Verhafteten und ihre Anwälte über längere Zeit nicht, was genau die Justiz ihnen zur Last lege. Die meisten inhaftierten Medienschaffenden gibt es nach der Türkei in China, Syrien, Ägypten und dem Iran. Entführt seien weltweit derzeit 52 Medienleute - ausnahmslos in Syrien, im Jemen oder im Irak. 21 von ihnen befänden sich in der Gewalt der Terrormiliz IS.

VG Wort: Koalition will Verlagsbeteiligung

Neuregelung soll noch diese Woche verabschiedet werden

Die deutschen Verlage sollen nach dem Willen der Koalition weiter an den Millionen-Einnahmen der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort beteiligt werden. Der Rechtsausschuss des Bundestags beschloss eine Regelung, nach der es bei der bisherigen Aufteilung der Gelder zwischen Autoren und Verlagen bleiben kann. Der Bundesgerichtshof hatte im April in einer aufsehenerregenden Entscheidung die Verlegerbeteiligung untersagt. Die VG Wort forderte daraufhin für die vergangenen Jahre insgesamt rund 100 Millionen Euro von den Verlagen zurück. Die Neuregelung soll nach übereinstimmender Auskunft von Union und SPD noch diese Woche verabschiedet werden.

Chris Dercon über sein neues Ensemble

Der designierte Chef der Berliner Volksbühne vor Treffen mit neuem Kultursenator

Chris Dercon setzt für die Berliner Volksbühne auf ein festes Ensemble. Das Theater, dessen Intendanz der Belgier im August 2017 übernehmen soll, werde in den nächsten Jahren ein neues Ensemble aufbauen, sagte der 58jährige. Darunter seien auch "exponierte, bekannte Künstlerinnen und Künstler, aber auch solche, die noch ein Versprechen sind oder deren Star-Charakter sich bereits jenseits der großen Häuser entwickelt hat". Mit Dercon will sich Berlins neuer Kultursenator Klaus Lederer (Linke) in Kürze zusammensetzen. Einen Termin für das Gespräch solle es möglicherweise zwischen den Jahren geben, hieß es aus der Senatskulturverwaltung. Lederer hatte angekündigt, die Berufung von Dercon noch einmal auf den Prüfstand zu stellen.

Cassens-Preis an Katharina Winkler

Die Jury würdigt ihren Debütroman "Blauschmuck"

Katharina Winkler, in Berlin lebende Autorin aus Österreich, gewinnt den mit 15.000 Euro dotierten "Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman". Wegen der "mutigen Themenwahl und der stimmigen Sprache" habe sich die Jury für Winklers Erstling "Blauschmuck" entschieden, teilte das Literaturhaus Hamburg mit. Der Roman sei Ergebnis ausgiebiger Beschäftigung mit dem Thema häusliche Gewalt. Der Preis wird am 10. Januar im Literaturhaus Hamburg verliehen. Die Laudatio hält die Literaturkritikerin Sandra Kegel.

Landgericht Rostock: Latchinian bleibt im Amt

Im Rechtsstreit um Kündigung von Volkstheater-Intendant entschied das Gericht zu seinen Gunsten

Der Intendant des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, bleibt nach einer Entscheidung des Landgerichts Rostock im Amt. Es habe zwar eine Pflichtverletzung seitens Latchinians gegeben, erklärte das Gericht. So habe dieser gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen. Dennoch sei es der Volkstheater Rostock GmbH (VTR) zumutbar, das Anstellungsverhältnis fortzusetzen. Latchinian zeigte sich in einer ersten Reaktion hocherfreut. Das sei eine gerechte Entscheidung. Latchinian war im Juni nach langen Querelen hauptsächlich um die Struktur des Theaters und unter dem Vorwurf, seine Pflichten verletzt zu haben, als künstlerischer Geschäftsführer fristlos entlassen worden.

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