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Kulturnachrichten

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Römischer Weihebezirk bei Bauarbeiten entdeckt

Fund in Aachener Altstadt aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus

Bei Kanalbauarbeiten in der Aachener Altstadt sind die Relikte eines römischen Weihebezirks aus der Antike entdeckt worden. Reste von mindestens neun Steinaltären, die teilweise noch am Ort ihrer Aufstellung aufgefunden wurden und wohl aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus stammten, konnten bislang nachgewiesen werden, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Gestiftet wurden die Steine von sogenannten Beneficiariern, Legionssoldaten aus dem Stab des Niedergermanischen Statthalters. Die Fundstücke fanden sich in einer Tiefe von rund 3,50 Metern. Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, Stadtarchäologe Andreas Schaub und weitere Experten präsentierten die Relikte am Donnerstag. Bislang waren im gesamten früheren Bereich des Römischen Reiches erst drei solcher Weihebezirke gesichert lokalisiert worden.

Grisebach zieht Bilder aus Jubiläumsauktion zurück

Herkunft zweier Werke von Lesser Ury nicht restlos geklärt

Das Berliner Auktionshaus Grisebach zieht kurzfristig zwei Bilder aus seiner Jubiläumsversteigerung zurück. Co-Geschäftsführerin Micaela Kapitzky sagte, dass zwei Werke des Malers Lesser Ury nicht wie geplant zum Verkauf aufgerufen würden. Die Herkunft der Bilder sei noch nicht restlos geklärt. "Uns liegen keine Ansprüche vor", so Kapitzky. "Weil unsere Recherchen aber noch nicht endgültig zu einem Ergebnis geführt haben, stellen wir die Versteigerung zurück." Immer wieder sorgen Kunstwerke für Aufsehen, die ihren einstigen jüdischen Besitzern während der NS-Zeit geraubt oder abgepresst wurden. Es handelt sich um die Bilder "Im Cafe Bauer" und "Burgruine im Rheingau" von Lesser Ury. Grisebach hatte zu seinem 30-jährigen Bestehen die größte und werthaltigste Auktion seiner Geschichte angekündigt.

500 Jahre altes Ablassplakat in Goslar gefunden

Entdecker spricht von einem "absoluten Glücksfall"

In der Marktkirchen-Bibliothek in Goslar ist ein nach Forscherangaben weltweit einmaliges, 500 Jahre altes Dokument entdeckt worden. Dabei handele es sich um ein Plakat, das im Jahr 1516 für eine Ablasskampagne des Erzbischofs Albrecht von Magdeburg, Halberstadt und Mainz geworben habe, sagte Helmut Liersch bei der Präsentation in Goslar. Liersch ist Beauftragter der Marktkirchen-Bibliothek und hat das Dokument gemeinsam mit dem Reutlinger Reformationsforscher Ulrich Bubenheimer in einem alten Buchdeckel gefunden. Nachdem Martin Luther 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel in Wittenberg veröffentlicht habe, seien die Plakate nicht mehr gefragt gewesen. Sie seien als Altpapier unter anderem für Buchdeckel genutzt worden, sagte Liersch. "Es ist ein absoluter Glücksfall, dieses Verbrauchsmaterial zu finden."

Neuer Jazzpreis Berlin an Gebhard Ullmann

15 000 Euro für den Saxofonisten, Bassklarinettisten und Komponisten

Der Berliner Saxofonist, Bassklarinettist und Komponist Gebhard Ullmann wird mit dem neuen Jazzpreis Berlin geehrt. Der 59-Jährige erhalte die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung für sein vielfältiges Engagement um die Jazzmusik, teilten der Rundfunk Berlin-Brandenburg und das Land Berlin mit. Sie wollen den neu geschaffenen Preis im kommenden Jahr bei einem Konzert im Funkhaus vergeben. Gebhard Ullmann lebt seit 1983 in Berlin und prägt den Angaben zufolge seither die hiesige Szene. Er habe immer wieder mit neuen musikalischen Konzepten Aufmerksamkeit erzielt und auch im Grenzbereich zwischen Jazz und Neuer Musik gearbeitet, hieß es. Seit 2013 ist Ullmann Vorsitzender der Union

Künstlerin Trisha Donnelly erhält Wolfgang-Hahn-Preis

Für ihren radikalen Umgang mit Fragen der Ästhetik und Rezeption

Die US-amerikanische Künstlerin Trisha Donnelly erhält den mit bis zu 100 000 Euro dotierten Wolfgang-Hahn-Preis 2017. Damit würdige die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig den radikalen Umgang der 1974 geborenen Künstlerin mit Fragen der Ästhetik und Rezeption, teilte das Museum in Köln mit. "Mit Skulptur, Zeichnung, Performance, Film und Foto schafft sie Arbeiten, die uns als Betrachter in ganz andere Wahrnehmungssphären einführen", sagte die Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Mayen Beckmann. Der seit 23 Jahren jährlich vergebene Preis wird in Form von Werkankäufen ausgezahlt, die das Museum Ludwig dann in einer Ausstellung zeigt.

Tim Isfort neuer künstlerischer Leiter in Moers

Isfort erhält einen Drei-Jahresvertrag

Das Jazz-Festival Moers hat einen neuen künstlerischen Leiter: Der 49-jährige Musiker und Produzent Tim Isfort verantwortet künftig das bundesweit bekannte Pfingstfestival für improvisierte Musik. Der im niederrheinischen Moers aufgewachsene Isfort war erst am vergangenen Montag von der Kultur GmbH bestätigt worden und hat einen Drei-Jahresvertrag. Heute trat der Nachfolger von Reiner Michalke sein neues Amt an. Michalke hatte das Festival elf Jahre geleitet und nach Querelen um die Finanzen vorzeitig gekündigt. Neuer Geschäftsführer der Kultur GmbH wird zum 1. Januar Claus Arndt, der hauptberuflich bei der Stadt Moers arbeitet. Das Moers Festival gilt als eines der wichtigsten Festivals für zeitgenössische improvisierte Musik. Auch er wolle die "aktuellsten Strömungen der modernen Musik" in Moers präsentieren, sagte Isfort. Außerdem woll er wieder einen Bezug zwischen dem Festival und den Stadtbewohnern herstellen.

Senegalesischer Bildhauer Ousmane Sow gestorben

Sow war der erste afrikanische Künstler in der Französischen Akademie der Schönen Künste

Der senegalesische Bildhauer Ousmane Sow ist tot. Der für seine monumentalen Plastiken afrikanischer Ethnien bekannte Künstler starb im Alter von 81 Jahren in Dakar, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Familie berichtete. Sows Gesamtwerk spiegelt sein Interesse für Afrika und seine Menschen wider. Zwischen 1984 und 1987 schuf er die "Nubas": muskulöse und überlebensgroße Nuba-Ringer, danach folgten die Figurengruppen "Die Massai", "Die Zulus" und schließlich "Die Massai". Sow nahm 1992 an der documenta IX in Kassel teil. Seine 1998 entstandene Serie "Die Schlacht am Little Bighorn" wurde weltweit ausgestellt. Sow war der erste afrikanische Künstler, der in die renommierte Französische Akademie der Schönen Künste aufgenommen wurde. Er hatte Ende der 50er-Jahre Dakar verlassen, um in Frankreich zu studieren.

Kunstkompass: Gerhard Richter weiter vorn

Newcomerin Hito Steyerl

Der deutsche Maler Gerhard Richter wird im Ranking Kunstkompass 2016 weiterhin als wichtigster Künstler der Gegenwart geführt. Auf den Plätzen zwei und drei stehen - ebenfalls unverändert- der US-Konzeptkünstler Bruce Nauman und die Deutsche Rosemarie Trockel. Aufsteigerin des Jahres ist die Filmemacherin Hito Steyerl (50). Steyerl hat laut Kunstkompass einen Rekord aufgestellt, indem sie in der Liste einen Sprung von Rang 513 auf Rang 231 gemacht hat. In diesem Jahr erscheint der Kunstkompass erstmals in der "Welt"-Beilage "Bilanz". Vier der zehn wichtigsten Künstler sind laut Kunstkompass Deutsche. Außer Richter und Trockel - die beide in Köln leben - sind unter den ersten Zehn auch noch Georg Baselitz (Platz 4) und Anselm Kiefer (Platz 6).

Literaturarchiv Monacensia in München wiedereröffnet

Zehn Millionen Euro kosteten der Umbau und die Neukonzeption

Die Monacensia, das Literaturarchiv der Stadt München, ist nach dreijähriger Sanierung wiedereröffnet worden. Die Einrichtung beherbergt nun neben dem städtischen Literaturarchiv mit wertvollen Nachlässen und einer 150 000 Bände umfassenden Bibliothek zum Thema München eine Dauerausstellung zum "Literarischen München zur Zeit von Thomas Mann", wie das Kulturreferat mitteilte. Die Stadt investierte den Angaben nach etwa zehn Millionen Euro in den Umbau und die Neukonzeption der Monacensia. Zu deren Schätzen gehören die Nachlässe von Erika und Klaus Mann, Oskar Maria Graf, Ludwig Thoma und Liesl Karlstadt sowie die Archive von Herbert Achternbusch, Herbert Rosendorfer und Gert Heidenreich.

Maren Ade auf "Variety"-Liste von zehn Regie-Talenten

Würdigung beim Filmfest in Palm Springs

Die deutsche Regisseurin Maren Ade ("Toni Erdmann") ist von dem angesehenen US-Filmblatt "Variety" auf die Liste der "10 Directors to Watch" gesetzt worden. Damit zähle sie zu einer Gruppe von zehn talentierten Regisseuren, auf die Hollywood besonders achten solle, empfiehlt das Magazin. Mit dabei sind unter anderem US-Regisseur Barry Jenkins ("Moonlight"), der britische Dokumentarfilmer Otto Bell und die französische Filmemacherin Julia Ducournau ("Raw"). Die zehnköpfige Gruppe soll Anfang Januar beim Filmfest im kalifornischen Palm Springs und mit einem "Variety"-Sonderheft gewürdigt werden. Zum 20. Mal verweist das Filmblatt damit auf neue Regie-Talente. Zu früheren Ausgewählten gehören inzwischen bekannte Regisseure wie Christopher Nolan, Wes Anderson, Alfonso Cuaron und Alejandro Gonzáles Iñárritu.

Rückgabe von Begas-Skulptur

Erben von Felicia Lachmann-Mosse erhalten "Susanna" zurück

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat die Skulptur "Susanna" von Reinhold Begas an die Erben von Felicia Lachmann-Mosse zurückgegeben. Das Werk werde zunächst als Leihgabe in der Alten Nationalgalerie bleiben, teilte die Stiftung in Berlin mit. Die deutsch-jüdische Familie Mosse besaß ein großes und einflussreiches Verlagshaus in der Weimarer Republik. Felicia Lachmann-Mosse und ihr Ehemann Hans emigrierten infolge von Repressalien durch die Nationalsozialisten 1933 in die Vereinigten Staaten. Danach wurde ihr Vermögen, darunter die Kunstsammlung, unter staatliche Aufsicht gestellt. Auf Betreiben der Nationalsozialisten wurde die Sammlung 1934 versteigert, ohne dass die Familie am Erlös beteiligt wurde. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte nach eigenen Angaben "Susanna" in der 2008 erschienenen Publikation "Dokumentation des Fremdbesitzes, Nationalgalerie, Gemälde und Skulpturen" veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt war die Herkunft nicht bekannt. Durch Recherchen des Mosse Art Restitution Project konnte ermittelt werden, dass sich das Werk bis 1933 in der Sammlung Mosse befand.

"Axolotl Overkill" beim Sundance Festival

Welt-Premiere für den Film von Helene Hegemann

Deutschland ist mit mehreren Produktionen, darunter dem Spielfilm "Axolotl Overkill", im Wettbewerbsprogramm des Sundance Festivals vertreten. Die Veranstalter des größten US-Filmfests für unabhängige Produktionen gaben die Auswahl für das Festival im Januar im US-Staat Utah bekannt. In vier Kategorien treten 56 Filme gegeneinander an. Mit "Axolotl Overkill" schaffte es die Berliner Regisseurin und Autorin Helene Hegemann in die Spielfilmsparte "World Cinema" für ausländische Produktionen. Die Verfilmung ihres Erstlingsromans "Axolotl Roadkill" feiert in Utah Welt-Premiere. Die Tragikomödie erzählt die Geschichte der 16-jährigen Mifti (Jasna Fritzi Bauer) in einer kaputten Welt von Drogen, Sex und zynischen Menschen. In der Wettbewerbssparte "World Cinema"-Dokumentarfilm ist die indisch-deutsch-finnische Koproduktion "Machines" von Regisseur Rahul Jain über die Arbeit in einer indischen Textilfabrik vertreten.

Schelling-Preis 2016 für Medienforscher Neuberger

Für "Forschungen zum gesellschaftlichen Wandel im Zuge neuer Kommunikationsmedien"

Der Münchner Medienforscher Christoph Neuberger erhält am Samstag den mit 25 000 Euro dotierten Friedrich-Wilhelm-Joseph-von-Schelling-Preis 2016. Die Auszeichnung würdige Neubergers "bahnbrechende Forschungen zum gesellschaftlichen Wandel im Zuge neuer Kommunikationsmedien", teilte die Bayerische Akademie der Wissenschaften in München mit. Der Hochschul-Professor sei "ein theoretischer und methodischer Vordenker der Internetforschung". Neuberger ist Direktor des Departments für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften vergibt den Preis in diesem Jahr zum sechsten Mal.

Dylan schlägt Einladung ins Weiße Haus aus

Bob Dylan erscheint nicht zur Feier des Nobelpreises

Literaturnobelpreisträger Bob Dylan hat erneut eine Ehrung in den Wind geschlagen: Der für Songs wie "Blowin' In The Wind" weltberühmte Musiker schwänzte eine Einladung ins Weiße Haus zur Feier seines Nobelpreises. Der Künstler, der als erster Sänger überhaupt den Literaturnobelpreis zugesprochen bekam, habe "leider" nicht zum Empfang von Präsident Barack Obama für die diesjährigen US-Nobelpreisträger kommen können, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Die vier anderen Preisträger waren Obamas Einladung gefolgt - die Physikpreisträger Duncan Haldane und Michael Kosterlitz, der Chemiker Fraser Stoddart und der Ökonom Oliver Hart. Alle vier sind gebürtige Briten, sie leben aber in den USA.

60 Jahre Presserat: Gauck warnt vor Hass auf Medien

Außerdem sieht der Bundespräsident Fehlentwicklung bei sozialen Medien

Zum 60-jährigen Bestehen des Deutschen Presserates hat Bundespräsident Joachim Gauck die Medien gegen den Vorwurf der "Lügenpresse" verteidigt. Verstöße gegen das Sorgfaltsprinzip kämen vor, sagte das Staatsoberhaupt laut Redemanuskript in Berlin. Doch wer behaupte, eine fehlerhafte Berichterstattung sei die Regel, der habe vermutlich weniger die Wahrung der Sorgfaltspflicht im Sinn als vielmehr die Bestätigung seiner Überzeugung, sagte Gauck mit Blick auf Vorwürfe vor allem aus dem rechtspopulistischen Umfeld. Gauck kritisierte den auch in der NS-Zeit und DDR benutzten Begriff "Lügenpresse". Wer die Medien dazu umdeute, "dem geht es nicht um Diskussion, sondern um Denunziation", sagte er. Der Bundespräsident warnte zudem vor Fehlentwicklungen in sozialen Netzwerken im Internet. Wer sie nutze, wähle aus, was er wahrnehmen wolle. "Schließlich entstehen Echoräume, in denen Einzelne oder Gruppen sich im Alleinbesitz der Wahrheit wähnen", warnte Gauck.

Azteken-Tempel in Mexiko-Stadt entdeckt

Anlage liegt unter abgerissenem Supermarkt

Unter den Überresten eines Supermarktes in Mexiko-Stadt haben Archäologen in drei Metern Tiefe einen alten Tempel entdeckt. Er sei vor mehr als 650 Jahren von den Azteken gebaut worden, teilten die Forscher mit. Die kreisförmige Anbetungsstätte ist etwas mehr als einen Meter hoch, der Durchmesser beträgt rund zehn Meter. Sie sei mit weißem Putz verziert, der weitgehend intakt geblieben sei. Die Bevölkerung kann den Tempel im Stadtteil Tlatelolco durch Glasfenster betrachten. Unter der mexikanischen Hauptstadt liegen mehrere präkolumbianische Städte. Die historische Handelsstadt Tlatelolco war die letzte in der Region, die Widerstand gegen die spanischen Eroberer leistete.

Michael Wolffsohn ist "Hochschullehrer des Jahres"

Historiker lehrte drei Jahrzehnte an Universität der Bundeswehr

Michael Wolffsohn (69), emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr München, ist vom Deutschen Hochschulverband (DHV) zum "Hochschullehrer des Jahres" ernannt worden. Er sei "ein herausragender Wissenschaftler, Publizist und Querdenker", sagte DHV-Präsident Bernhard Kempen in Bonn. Wolffsohn finde klare Worte, auch auf die Gefahr, sich unbeliebt zu machen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird Wolffsohn am 3. April bei der "Gala der Deutschen Wissenschaft" in München verliehen. Von 1981 bis zu seiner Emeritierung 2012 lehrte Wolffsohn an der Universität der Bundeswehr in München. 1991 gründete er dort die Forschungsstelle Deutsch-Jüdische Zeitgeschichte.

Erste deutsche Ausgabe von "Charlie Hebdo" erschienen

Französisches Satiremagazin karikiert Merkel und Petry

Von heute an erscheint das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" auch auf Deutsch. Die erste Ausgabe nimmt sich sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry vor. Die neue deutsche Ausgabe erscheint wöchentlich und hat wie die französische 16 Seiten. Zum Start wurden den Angaben zufolge 200 000 Exemplare gedruckt.

Helsinki lehnt Guggenheim-Museum ab

Neubau scheitert vor allem an den Kosten

In der finnischen Hauptstadt Helsinki wird es trotz langer Planung doch kein Guggenheim-Museum geben. In der vergangenen Nacht sprach sich der Stadtrat nach sechsstündiger Debatte gegen den Bau eines Ablegers des Museums für moderne Kunst aus. Die Übernahme von 80 Millionen der Gesamtkosten von 130 Millionen Euro hielt eine Mehrheit der Abgeordneten für zu hoch. Das nun beerdigte Projekt hatte unter Befürwortern und Gegnern in der Bevölkerung für hitzige Debatten gesorgt.

Thüringer Inselsberg soll Unesco-Geopark werden

Nationales Unesco-Komitee nominiert Kulturregion

Der "Geopark Thüringen Inselsberg - Drei Gleichen" soll als Unesco-Geopark eingestuft werden. Das habe das zuständige Nationalkomitee entschieden, teilte die UN-Kulturorganisation in Bonn mit. Der Geopark zeichne sich durch sein bedeutendes geologisches Erbe, eine gute touristische Infrastruktur zur Vermittlung dieses Erbes sowie eine breite Vernetzung mit den Kommunen vor Ort aus. Über die Auszeichnung als Unesco Global Geopark entscheide der Exekutivrat im Frühjahr 2018. Die Region ist seit 2008 bereits nationaler Geopark. Neben dem Inselsberg ist er nach drei markanten Bergen mit mittelalterlichen Burgen am Rande des Thüringer Beckens benannt. Zu den geologischen Sehenswürdigkeiten zählt unter anderem die Ursaurier-Fundstelle Bromacker.

Immaterielles Kulturerbe: Genossenschaftsidee

Kultur- und Kreativszene setzt auf Genossenschaften

Auch die Genossenschaftsidee ist nun in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen worden. Damit sei erstmals ein deutscher Vorschlag in die Repräsentative Liste der Unesco gewählt worden, teilte die Deutsche Unesco-Kommission mit. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) wies darauf hin, dass die Genossenschaftsidee und -praxis die Gesellschaft in Deutschland stark mitgeprägt habe. In der Kultur- und Kreativszene hätten Genossenschaften in den letzten Jahren einen wahren Gründungsboom erlebt: von Kinos und Filmverleihen über Theater, Orchester, künstlerische Proberäume, Ateliers und Soziokulturelle Zentren bis hin zu Netzwerken der Kultur- und Kreativwirtschaft.

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Fazit

Nach dem SPD-ParteitagFortgesetzte Selbstverzwergung
Ein Schkoladen-Nikolaus steht auf einem Tisch beim SPD-Parteitag (picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Der SPD-Parteitag sollte der Partei Aufwind geben. Aber ist die Sozialdemokratie gerettet? SPIEGEL-Journalist Nils Minkmar hat Zweifel. Die Genossen müssten internationaler denken, die Intellektuellen zurückgewinnen und die Selbstzweifel bekämpfen. Mehr

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