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Kulturnachrichten

Samstag, 19. November 2016

Theatermacher Heribert Sasse gestorben

Sasse stand noch in der vergangenen Woche auf der Bühne

Der österreichische Regisseur, Theaterleiter und Schauspieler Heribert Sasse, der viele Jahre an Berliner Bühnen tätig war, ist tot. Er starb überraschend im Alter von 71 Jahren, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Wiener Theater in der Josefstadt. Der gebürtige Linzer gehörte dem Ensemble seit 2006 an. Erst in der vergangenen Woche stand er in dem Theater bei der Premiere von "Die Verdammten" als Joachim von Esselbeck auf der Bühne. Neben seiner umfangreichen Theaterarbeit sorgte Sasse seit 2007 in mehreren Wiener "Tatort"-Folgen mit Harald Krassnitzer als Kommissar Weiler für den legendären "Wiener Schmäh". In Berlin leitete er in den 80-er und 90er-Jahren mehrere Bühnen. Am Renaissance-Theater war Sasse in Personalunion als Intendant, Regisseur und Schauspieler erfolgreich. Von 1985 bis 1990 war er Generalintendant der Staatlichen Schauspielbühnen Berlins, von 1995 bis Ende 2001 leitete er das Schlosspark-Theater.

Deutschland kauft Thomas-Mann-Villa in Kalifornien

Haus soll von Künstlern, Stipendiaten und für kulturellen Austausch genutzt werden

Deutschland hat die Villa von Thomas Mann in Kalifornien gekauft. Sie wird künftig - ähnlich wie die nur wenige Kilometer entfernte Villa Aurora - als Ort für Künstler, Stipendiaten und für den kulturellen Austausch genutzt. Eine auf Luxusanwesen spezialisierte Makler-Firma hatte die Villa in Pacific Palisades zuletzt für umgerechnet 12,5 Millionen Euro angeboten. Weil das Haus nicht unter Denkmalschutz steht, hatte es Befürchtungen gegeben, ein privater Investor könne es kaufen und für einen lukrativen Neubau abreißen. Bundespolitiker und eine Online-Petition setzten sich dafür ein, dass Deutschland das Thomas-Mann-Haus erwirbt. Anfang September plädierte Kulturstaatsministerin Monika Grütters für einen Ankauf. Nun ist dieser unter Dach und Fach. Die Familie Mann hatte nach der Emigration aus Nazi-Deutschland von 1942 an zehn Jahre in dem Haus am Westrand von Los Angeles gelebt. Thomas Mann schrieb dort Werke wie "Joseph, der Ernährer" und "Doktor Faustus". Betreiber der Thomas-Mann-Residenz wird die Villa Aurora. «Das ist ein großer Vertrauensbeweis für unsere Arbeit vor Ort», teilte der Vorstandsvorsitzende der Villa, Markus Klimmer, mit.

Preise für Kinder- und Jugendliteratur verliehen

Großer Preis geht an die Illustratorin Rotraut Susanne Berner

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur hat im fränkischen Volkach ihre Literatur- und Kulturpreise 2016 verliehen. Dabei ging der mit 5.000 Euro dotierte Große Preis an die Illustratorin Rotraut Susanne Berner für ihr "umfassendes und vielseitiges zeichnerisches und grafisches Schaffen", wie die Akademie mitteilte. Der Schriftsteller und Lyriker Arne Rautenberg erhielt den erstmals in Deutschland vergebenen Josef-Guggenmos-Preis. Die mit 3.000 Euro verbundene Auszeichnung auf dem Gebiet der Kinderlyrik würdige vor allem sein Buch "Unterm Bett liegt ein Skelett" mit Gruselgedichten für mutige Kinder, hieß es in der Begründung der Jury. Der mit 1.500 Euro dotierte Nachwuchspreis für Kinder- und Jugendliteratur ging an die Autorin Que du Luu für Ihren Jugendroman "Im Jahr des Affen". Auf Basis ihrer eigenen Fluchterfahrungen erzähle sie authentisch über Probleme von Identität und Identitätsfindung.

Originalzeichnung aus "Tim und Struppi" versteigert

50 mal 35 cm große Zeichnung erbrachte 1,55 Millionen Euro

Eine Originalzeichnung von Tim und Struppi aus dem Album "Schritte auf dem Mond" ist in Paris für den Rekordpreis von 1,55 Millionen Euro versteigert worden. Das Auktionshaus Artcurial, wo das Tuschebild des belgischen Zeichners Hergé versteigert wurde, hatte seinen Wert im Vorfeld auf 700.000 bis 900.000 Euro geschätzt. Das Bild zeigt Tim und seinen Hund Struppi sowie Kapitän Haddock, wie sie in Raumfahrtanzügen auf dem Mond umherlaufen und auf die Erde schauen. Die Zeichnung ist 50 mal 35 Zentimeter groß. Das Comicbuch gehört zu den beliebtesten Abenteuern von Tim und Struppi. Im Vorfeld der Versteigerung hatte der Comicexperte von Artcurial, Eric Leroy, von einer der wichtigsten Arbeiten des Zeichners nach dem Zweiten Weltkrieg gesprochen. "Schritte auf dem Mond" stammt aus dem Jahr 1954. Es ist die Fortsetzung des Abenteuers "Reiseziel Mond" von 1953.

Bremer Fernsehpreis für Sendung zur Länderspiel-Absage

Radio Bremen ehrt herausragende Leistungen im Regionalfernsehen

Die Jury des Bremer Fernsehpreises hat das Landesprogramm "Hallo Niedersachsen" für seine Berichte über das abgesagte Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande vom 17. November 2015 ausgezeichnet. Alle Beteiligten hätten sich nach der Absage wegen Terrorgefahr nicht in Spekulationen verloren, sondern souverän Fakten geliefert, hieß es zur Begründung in der Kategorie "Beste Sendung". In der Kategorie "Beste Moderatorin/Bester Moderator" wurde Martina Eßer vom WDR ausgezeichnet. Sie zeige in ihren Texten Haltung, und ihre Pausen setze sie gekonnt mit viel Sinn für Dramaturgie, so die Jury unter Vorsitz von ARD-Moderator Frank Plasberg. In der Kategorie "Worauf wir besonders stolz sind" gab es zwei Gewinner: "Fit für Olympia" (RBB) und "Windspiel, Maintower" (HR). Radio Bremen zeichnet im Namen der ARD mit Unterbrechungen seit 1974 herausragende Leistungen und Innovationen im Regionalfernsehen aus.

Südsudan lässt unabhängigen Radiosender wieder zu

Sender war vor einer Woche geschlossen worden

Eine Woche nach der Schließung des wichtigsten unabhängigen Radiosenders im ostafrikanischen Krisenstaat Südsudan hat die Regierung den Sender wieder zugelassen. "Eye Radio" war auf Anordnung des Geheimdienstes wegen Berichten über Rebellenführer Riek Machar geschlossen worden. Die Probleme mit den Behörden seien geklärt worden, erklärte der Radiosender. Der Radiosender wird mit Mitteln der US-Regierung gefördert. Reporter ohne Grenzen zufolge steht es in dem Land sehr schlecht um die Pressefreiheit. Der Südsudan belegt von 180 bewerteten Staaten Platz 140. Die Organisation Committee to Protect Journalists (CPJ) listete Südsudan in Sachen Straffreiheit bei Tötung von Journalisten 2016 auf dem fünfletzten Platz weltweit. Die Organisationen setzen sich für die Pressefreiheit ein. Infolge eines Machtkampfes zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Vizepräsident Machar war Ende 2013 ein blutiger Bürgerkrieg ausgebrochen.

Künftiger US-Vize Pence bei Musical ausgebuht

Besetzung des Stückes "Hamilton" ruft aber zur Versöhnung auf

Mit einem ungewöhnlichen Aufruf zur Versöhnung hat sich die Besetzung des Broadway-Musicals "Hamilton" an den künftigen US-Vizepräsidenten Mike Pence gewandt, nachdem dieser beim Besuch der Show ausgebuht wurde. "Wir heißen Sie willkommen und danken Ihnen, dass sie hier sind", hieß es in einer Erklärung, die der Schauspieler Brandon Victor Dixon nach dem Ende der Show in New York verlas. Dann fuhr er fort: "Wir sind das vielfältige Amerika, das alarmiert und besorgt ist, dass Ihre neue Regierung uns, unseren Planeten, unsere Kinder und Eltern nicht beschützen wird oder uns nicht verteidigen und unsere unveräußerlichen Rechte nicht aufrechterhalten wird." Pence war bei der Ankunft in dem Theater in New York von Zuschauern ausgebuht worden. Zwar verließ er den Saal, als Dixon damit begann, die Erklärung zu verlesen - der "New York Times" zufolge bekam er aber vom Foyer aus das gesamte Statement mit.

Bayerischer Poetentaler für Lisa Fitz und Elmar Wepper

Auszeichnung erfolgt für Verdienste um bayerische Kultur

Die Kabarettistin Lisa Fitz und der Schauspieler Elmar Wepper erhalten den Bayerischen Poetentaler. Die Auszeichnung wird am Samstagabend in München überreicht. Der Poetentaler ist eine Auszeichnung der Literatenvereinigung Münchner Turmschreiber und wird an Institutionen und Personen vergeben, die sich um die bayerische Kultur verdient gemacht haben. Er wird seit 1961 vergeben. Zu den Preisträgern gehören unter vielen anderen Carl Orff, Gustl Bayrhammer, Walter Sedlmayr, Michael Ende, Otfried Preußler und Dieter Hildebrand. Auch Lisa Fitz' Tante Veronika Fitz erhielt den Poetentaler bereits.

Gila Lustiger mit Horst-Bingel-Preis 2016 geehrt

Auszeichnung erfolgt für ihren Essay "Erschütterung"

Die Schriftstellerin und Lektorin Gila Lustiger ist in Frankfurt am Main mit dem Horst-Bingel-Preis 2016 geehrt worden. Sie erhalte die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Essay "Erschütterung" über die terroristischen Anschläge im November 2015 in Frankreich, erklärte die Jury. Der Preis wird seit 2014 alle zwei Jahre von der Horst-Bingel-Stiftung für Literatur und dem hessischen Verband deutscher Schriftsteller in der Gewerkschaft ver.di vergeben. Lustiger suche nach Antworten auf die Attentate und verknüpfe ihre Interpretation mit historischen wie zeitgenössischen Positionen von Schriftstellern, Philosophen, Historikern, Soziologen und Psychologen zu dem Thema, lobte die Jury. Darüber hinaus entwickele sie ein Soziogramm der Attentäter. Mit ihrem Essay treffe sie den "Nerv einer Gesellschaft, die ihre Feinde selbst produziert; sie formuliert einen Weckruf". Die 1963 in Frankfurt am Main geborene Gila Lustiger ist die Tochter des deutsch-jüdischen Historikers Arno Lustiger.

Joachim Sauer würdigt Wolf Biermann

Konzert im Berliner Theater am Schiffbauerdamm zum 80. Geburtstag

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer haben zusammen mit zahlreichen Weggefährten dem Liedermacher Wolf Biermann zum 80. Geburtstag gratuliert. Bei einem Konzert im Berliner Theater am Schiffbauerdamm würdigte Sauer in einer hintergründigen Festrede den Widerstand des früheren DDR-Dissidenten gegen das SED-Regime. "Wolf Biermann ist ein großer Künstler und ein ehrlicher, anständiger Mensch, der seinen Glauben an den Kommunismus überwunden hat", sagte der Chemieprofessor, der selbst aus Sachsen stammt. "Wir mögen ihn. Er ist ein ehrlicher Freund. Und nun soll er singen." Das ließ sich Biermann sich nicht zweimal sagen. Mit rund einem Dutzend seiner bekanntesten Lieder erzählte er seine Lebensgeschichte in Kurzfassung - kämpferisch und energiegeladen wie eh und je. Besonderen Applaus gab es am Schluss für die Songs gemeinsam mit den Free Jazzern des Zentralquartetts und vor allem mit seiner Frau Pamela als Sängerin.

Brasiliens Kulturminister Calero tritt zurück

Umstrittener Minister war sechs Monate im Amt

Nach nur sechs Monaten im Amt ist der umstrittene brasilianische Kulturminister Marcelo Calero zurückgetreten - offiziell aus "persönlichen" Gründen. Präsident Temer nahm sein Rücktrittsgesuch an. Calero war in der Kulturszene Brasiliens unbeliebt: Er sorgte unter anderem für Kritik, als er eine Protestaktion eines brasilianischen Filmteams für Dilma Rousseff auf dem roten Teppich beim Filmfestival in Cannes kritisierte. Die Kulturschaffenden machten ihn zudem für Kürzungen in seinem Ministerium verantwortlich. Sein Nachfolger wird der Abgeordnete Roberto Freire.

Designerin Théallet will Melania Trump nicht einkleiden

Französin ruft Kollegen ebenfalls zum Boykott auf

Für Michelle Obama hat sie mehrere Modelle erschaffen - deren Nachfolgerin Melania Trump will sie aber nicht einkleiden: Die in New York ansässige französische Designerin Sophie Théallet boykottiert die Unterstützung für die künftige First Lady der USA. Die 52-jährige Modeschöpferin erklärte in einem offenen Brief, sie und ihr Team stünden für "Vielfalt, individuelle Freiheit und den Respekt aller Lebensweisen". Daher werde sie Trump weder einkleiden, noch wolle sie mit ihr in Verbindung gebracht werden, schrieb Théallet in dem Brief. Die "rassistische, sexistische und fremdenfeindliche Rhetorik" im Wahlkampf ihres Ehemanns, des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, sei "unvereinbar" mit ihren Werten. Sie wisse zwar, dass es nicht klug sei, sich als Modeunternehmen in die Politik einzumischen. Ihrem Familienunternehmen gehe es aber nicht nur ums Geld. Die 52-jährige Théallet arbeitet seit über 15 Jahren in den USA und ist regelmäßig auf den Modewochen in New York präsent. Michelle Obama hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Modelle der Designerin getragen. Théallet rief andere Modeschöpfer nun dazu auf, ihr zu folgen.

US-Soulsängerin Sharon Jones gestorben

Musikerin war mehrmals für Grammys nominiert

Nach schwerer Krankheit ist die US-Soulsängerin Sharon Jones im Alter von 60 Jahren gestorben. Das meldet das Musikmagazin „Rolling Stone. Jones wurde ab 2002 durch mehrere Alben mit den Dap Kings bekannt. Insgesamt veröffentlichte sie sieben Alben. Das letzte mit dem Titel „It’s a Holiday Soul Party" kam im letzten Jahr auf den Markt. Jones war auch mehrmals für Grammys nominiert.

Führungswechsel bei Emdener Kunsthalle

Stefan Borchardt folgt auf Eske Nannen

Der Kunsthistoriker Stefan Borchardt leitet künftig die Kunsthalle im ostfriesischen Emden. Er löst im Februar Eske Nannen als Geschäftsführer ab und besetzt auch den vakanten Posten des Direktors. Borchardt war seit 2007 als Kustos der Kunststiftung Hohenkarpfen tätig. Er habe im Museums- und Ausstellungswesen gearbeitet und umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Kunstvermittlung und Akademische Lehre gesammelt, teilte die Kunsthalle mit. Eske Nannen hatte bereits im April ihren Rückzug als Geschäftsführerin angekündigt.

Gedenkfeier für Barbara Kisseler

Freunde und Weggefährten nahmen Abschied im Schauspielhaus

Im Schauspielhaus Hamburg wurde der verstorbenen Kultursenatorin Barbara Kisseler gedacht. Die parteilose Politikerin war am 7. Oktober nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben. Kisseler war in der Kulturszene Deutschlands außerordentlich beliebt und ausgezeichnet vernetzt. Im Sommer 2015 war sie als erste Frau an die Spitze des Deutschen Bühnenvereins gewählt wurde. Zusammen mit Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) führte sie als Kultursenatorin Hamburgs das schwierige Projekt Elbphilharmonie zu Ende.

Leonard Cohen posthum in den Charts

"You Want It Darker" auf Platz Zwei der deutschen Album-Charts

Nach dem Tod von Sänger und Songwriter Leonard Cohen hat die Nachfrage nach seinen Werken stark angezogen. Sein letztes Album "You Want It Darker" kletterte vom zwölften auf den zweiten Platz der deutschen Album-Charts, wie GfK Entertainment berichtete. Noch fünf weitere Veröffentlichungen sind dabei, von denen "The Essential Leonard Cohen" auf Platz 31 und "Greatest Hits" auf Platz 35 am besten abschneiden. Cohen war Anfang der vergangenen Woche im Alter von 82 Jahren in Los Angeles gestorben.

Brahmspreis 2017 für Herbert Blomstedt

Schwedischer Dirigent gilt als "Grandseigneur des Taktstocks"

Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt erhält den mit 10 000 Euro dotierten Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein. Der 89-Jährige beeindrucke seit mehr als sechs Jahrzehnten mit herausragenden Leistungen das Konzertpublikum, teilten die Veranstalter der Brahms-Wochen in Heide mit. Der skandinavische Künstler gelte als "Grandseigneur des Taktstocks". Die 1987 gegründete Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein verleiht alljährlich den Brahms-Preis an herausragende Persönlichkeiten und Interpreten der klassischen Musik. Zu den Preisträgern gehörten unter anderem Leonard Bernstein, Sir Yehudi Menuhin, Dietrich Fischer-Dieskau, Anne-Sophie Mutter und Christoph Eschenbach.

Grütters sichert Forschung zu "entarteter Kunst"

Kulturstaatsministerin fördert Projekt auch 2017

Die Zukunft der Forschungsstelle "Entartete Kunst" an der Freien Universität Berlin ist offenbar gesichert. Sie werde das Projekt auch im Jahr 2017 finanziell fördern, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Berlin mit. Eine darüber hinausgehende Unterstützung verband die Staatsministerin mit der Forderung an das Land Berlin, die Forschungsstelle ab 2019 zu finanzieren. Dazu sollte das Land das Projekt für die im Dezember beginnenden Hochschulvertragsverhandlungen anmelden. Die Forschungsstelle "Entartete Kunst" wurde 2003 gegründet. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Vorgeschichte und den Auswirkungen der nationalsozialistischen Kunstpolitik.

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Dezember 2016
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Fazit

Ersan Mondtags "Die Verdammten" in KölnUnter Untoten
Eine lange Tafel, an deren beiden Enden zwei Frauen sitzen. Eine Frau sitzt auf dem Tisch. Im Hintergrund ist ein überdimensioniertes Foto eines Babys zu sehen. Dahinter ist eine Treppe zu sehen, auf deren oberen Ende ein Mann sitzt. Über allem liegt eine Schicht weiße Federn. (Birgit Hupfeld / Schauspiel Köln)

Ersan Mondtag inszeniert Luchino Viscontis „Die Verdammten“ am Schauspiel Köln. Das Stück über eine deutsche Industriellenfamilie, die sich mit den aufstrebenden Nationalsozialisten einlässt, lässt für unseren Kritiker Michael Laages Fragen offen.Mehr

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