Seit 22:03 Uhr Feature

Dienstag, 15.10.2019
 
Seit 22:03 Uhr Feature

Kulturnachrichten

Sonntag, 27. Dezember 2015

"Star Wars" knackt den nächsten Rekord

Nie wurde schneller die eine-Miliarde-Marke erreicht

Der neue "Star Wars"-Film hat sich einen weiteren Rekord geschnappt. Die weltweiten Ticketerlöse der Folge "Das Erwachen der Macht" übersprangen am Weihnachtswochenende die Marke von einer Milliarde Dollar (911 Millionen Euro), wie der Unterhaltungskonzern Walt Disney mitteilte. Der Film brauchte dafür nur zwölf Tage, einen Tag weniger als "Jurassic World" aus den Universal Studios im Juni. Allein am ersten Weihnachtsfeiertag spielte die neueste Sternenkriegssaga knapp 50 Millionen Dollar ein. Auch das ein Rekord. Einen weiteren Schub dürfte "Das Erwachen der Macht" am 9. Januar bekommen, wenn der Film in die chinesischen Kinos kommt.

Michel Piccoli wird 90

Ein Charakterdarsteller sowohl im Film als auch im Theater

Michel Piccoli gehört zu den großen Schauspielern Frankreichs und Europas. Heute wird er 90 Jahre alt. In mehr als 200 Filmen hat er mitgespielt und unzählige Male auf der Theaterbühne gestanden. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören "Die Dinge des Lebens" mit Romy Schneider in der Regie von Claude Sautet (1969) oder "Das große Fressen" von Marco Ferreri (1973). "Ich mag wilde Geschichten. Es bereitet mir Vergnügen, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern. Das heißt nicht, um jeden Preis vom Publikum geliebt zu werden, sondern dafür zu sorgen, dass es erstaunt ist", sagte Michel Piccoli. Piccoli ist Charakterdarsteller auf der Theaterbühne wie im Film. Er hat mit Romy Schneider und Brigitte Bardot gespielt, mit Alfred Hitchcock, Claude Chabrol oder Jean-Luc Godard gedreht. Und er war einmal mit der Chansonsängerin Juliette Gréco verheiratet.

"Guten Rutsch!" - ein Streitfall für Sprachforscher

Mit Glatteis hat der Wunsch nichts zu tun

Auch wenn es viele glauben: Mit Glatteis und Schneematsch in der Neujahrsnacht hat der oft gebrauchte Silvesterwunsch "Guten Rutsch!" nichts zu tun. Doch damit endet auch schon die Einigkeit der Sprachforscher. Beim Versuch, die Herkunft des im deutschen Sprachraum weit verbreiteten Ausdrucks zu klären, gibt es zwei Richtungen: Manche führen den "Rutsch" auf "Rosch Haschana" zurück, den ersten Tag des Jahres im jüdischen Kalender. "Rosch" bedeutet zu Deutsch etwa Kopf oder Anfang. Das hebräische Wort habe sich im Deutschen dann in "Rutsch" verwandelt. Mit einem "Guten Rutsch" wünsche man also einen guten Anfang. Andere Forscher hingegen verweisen auf den schon im 19. Jahrhundert vor allem in norddeutschen Dialekten gebräuchlichen Abschiedsgruß "Guten Rutsch" im Sinne von "Gute Reise".

"Borat"-Darsteller spendet eine Million für Flüchtlinge

Geld geht an zwei Hilfsorganisationen

Der durch den Film "Borat" bekannte gewordene britische Komiker Sacha Baron Cohen und seine Frau Isla Fisher helfen syrischen Flüchtlingen mit einer Großspende in Höhe von einer Million Dollar (900.000 Euro). Das teilten die Hilfsorganisationen Save the Children und International Rescue Committee (IRC) heute mit, die jeweils die Hälfte des Geldes bekommen. Mit dem Geld für Save the Children sollen Masernimpfungen für Flüchtlingskinder im Norden Syriens finanziert werden. Mit der Spende an das IRC soll insbesondere Frauen und Kindern, die innerhalb Syriens vertrieben wurden und in den Nachbarländern Schutz gesucht haben, bei der Gesundheitsversorgung, bei Unterkünften und mit sanitären Einrichtungen geholfen werden. Save the Children-Chef Justin Forsyth erklärte, Cohen und seine Frau trügen dazu bei, "ein Schlaglicht auf die Tragödie zu werfen". IRC-Präsident David Miliband sprach von einer "großen Geste der Menschlichkeit". Mehr als vier Millionen Menschen sind nach UN-Angaben vor dem Bürgerkrieg in Syrien in die Nachbarländer geflohen. Millionen weitere sind im eigenen Land vertrieben.

Sri Lankas Präsident für Auspeitschung von Veranstalter

Iglesias' "Love and Sex"-Konzert zu sexy

Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena hat sich eine mittelalterliche Bestrafung für die Organisatoren eines Konzerts von Popstar Enrique Iglesias gewünscht. Im Rahmen seiner "Love and Sex"-Tournee wenige Tage vor Weihnachten hatten extatische weibliche Fans in Colombo die Bühne gestürmt und den Sänger umarmt und geküsst, andere hatten ihn mit Unterwäsche beworfen. Es handele sich um "unzivilisiertes Verhalten, das unserer Kultur widerspricht", zürnte Sirisena heute bei einem öffentlichen Auftritt. Die Organisatoren sollten "mit giftigen Stachelrochen-Schwänzen ausgepeitscht werden". Im Mittelalter waren Schwerkriminelle in Sri Lanka mit Stachelrochen-Schwänzen ausgepeitscht worden. Umgangssprachlich wird die Formulierung heute noch als härteste Strafe für Vergehen benutzt. In der konservativen srilankischen Gesellschaft ist das öffentliche Zurschaustellen von Zuneigung selbst unter Eheleuten verpönt. Immer wieder nimmt die Polizei Paare wegen Küssens in der Öffentlichkeit fest.

Wohnhaus für Jesus kommt unter den Hammer

Die Villa wartet in der Bronx seit 1928 auf seine Wiederkehr

Eine New Yorker Villa für Jesus aus den 1920er Jahren soll für zehn Millionen Dollar (9,1 Millionen Euro) verkauft werden. Die Boulevardzeitung "New York Post" berichtet, das Anwesen sei quasi eine der letzten nicht mit Hochhäusern bebaute Fläche im Stadtteil Bronx. Die 1.400-Quadratmeter-Villa sei ab 1928 von einer religiösen Unternehmergattin erbaut worden, damit dort einst Jesus Christus bei seiner Wiederkehr wohnen könnte. Genevieve Ludlow Griscom selbst lebte in einem kleinen Haus auf dem Gelände und hielt das Haupthaus für seine Bestimmung bereit. Sie starb 1958. 1987 sei das Haus stark verfallen gewesen und dann von einem Unternehmerpaar über 14 Jahre restauriert worden. Mit fünf Badezimmern, einem Fitnessstudio, einer Sauna und sechs Kaminen aus Marmor. "Jesus hätte das Haus sicher gefallen", betonte die derzeitige Besitzerin. Bislang habe sich aber noch kein potenzieller Käufer gefunden.

Antike Statue in Israel gefunden

Sie stellt einen Widder aus Marmor dar

Israelische Archäologen haben bei Ausgrabungen an Weihnachten eine antike Widder-Statue aus Marmor gefunden. Die Schafsfigur sei am Donnerstag nahe einer Kirche in der Küstenstadt Caesarea entdeckt worden, teilte die israelische Altertumsbehörde heute mit. Die Statue könnte Teil der Dekoration einer byzantinischen Kirche aus dem sechsten und siebten Jahrhundert in Caesarea gewesen sein, sagte Peter Gendelman, der die Ausgrabungen gemeinsam mit Mohammed Hater leitet. "Sie könnte aber auch älter sein, aus dem römischen Zeitalter." Caesarea ist eine der wichtigsten historischen Stätten Israels. Der römische Klientelkönig Herodes errichtete dort einen der größten Seehäfen des römischen Reichs. Die Metropole Caesarea - benannt zu Ehren der römischen Kaiser - war damals ein international bedeutendes Handelszentrum.

US-Psychiater Robert Spitzer gestorben

Sein Handbuch über psysische Störungen war wegweisend

Robert Spitzer, einer der führenden amerikanischen Psychiater der vergangenen Jahrzehnte, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Er erlag am Freitag Herzproblemen, wie seine Frau Janet Williams mitteilte. Spitzer trieb die Entwicklung anerkannter Standards zur Klassifizierung von psychischen Störungen maßgeblich voran. Darüber hinaus forcierte er 1973 eine Initiative, Homosexualität nicht mehr als psychische Krankheit zu klassifizieren, die therapiert werden müsse - ein Meilenstein für die Schwulenbewegung.

"Standort Babelsberg wird von Filmförderung profitieren"

Das ist die Meinung von Ministerpräsident Woidke

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ist zuversichtlich, dass die höhere Filmförderung des Bundes den Filmstandort Babelsberg weiter stärken wird. "Ich bin zuversichtlich, dass der Standort Babelsberg profitieren wird," sagte Woidke. Die Bundesregierung hatte den Etat der Filmförderung nach Drängen Brandenburgs und anderer Bundesländer für das kommenden Jahr um 25 Millionen Euro auf insgesamt 75 Millionen Euro erhöht. Brandenburg hat seine Förderung in diesem Jahr auf 7,5 Millionen Euro angehoben, in den nächsten beiden Jahren beträgt der Etat 8 Millionen Euro. Die Investition des Studios Babelsberg in die Kulisse "Neue Berliner Straße" und die gute Kooperation von Medienunternehmen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen lasse optimistisch in die Zukunft blicken, meinte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber. In der neuen Filmkulisse produziert Regisseur Tom Tykwer von Mai an die TV-Serie "Berlin Babylon."

Mariss Jansons dirigiert Neujahrskonzert in Wien

Nach 2006 und 2012 übernimmt er es zum dritten Mal

Der lettische Stardirigent Mariss Jansons dirigiert das renommierte Neujahrskonzert der Philharmoniker in Wien nach 2006 und 2012 nun zum dritten Mal. Seit den 1980er Jahren wird jedes Jahr ein anderer international bekannter Dirigent für das Konzert verpflichtet, das auch Aushängeschild für die Kulturnation Österreich ist. Es wird in mehr als 90 Länder übertragen und von etwa 50 Millionen TV-Zuschauern verfolgt. Jansons nimmt auch die leichte Muse nicht auf die leichte Schulter. "Man kann einen Wiener Walzer von Johann Strauß zwar nicht mit einer Symphonie von Gustav Mahler oder Johannes Brahms vergleichen. Aber man muss das nicht mechanisch herunterspulen", sagte er in einem Interview zum 75. Jubiläum des Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.

Amazon will Oscar gewinnen

Der Streaming-Dienst heuerte Woody Allen an

Amazon-Chef Jeff Bezos hat mit den Film-Produktionen für seinem Streaming-Dienst noch einiges vor. Bezos sagte der "Welt am Sonntag": "Wir wollen einen Oscar gewinnen. Unser gegenwärtiges Ziel ist es, 16 eigene Filme pro Jahr zu produzieren. Wir lassen uns das was kosten." Amazon heuerte Altstar Woody Allen bereits für eine Serie an, die 2016 exklusiv auf der Video-Plattform des Onlinehändlers starten soll. Amazon Prime Video konkurriert mit anderen Streaming-Diensten wie Netflix.

Schmidt hat für drei "Tatort"-Folgen unterschrieben

Ein Drehbuch hat er vorsichtshalber noch nicht bekommen

Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt hat sich beim neuen Schwarzwald-"Tatort" der ARD für zunächst drei Filme verpflichtet. Das sagte Schmidt in einem Gespräch mit der "Bild am Sonntag". Im "Tatort" mit Standort Freiburg spielt er den Kriminaloberrat Gernot Schöllhammer, einen katholischen Familienvater. Viel mehr wisse er nicht über seine Rolle. "Man hat mir das Drehbuch noch nicht gezeigt, in der Angst, dass ich was verrate, weil ich so eine Tratsche bin." Eine Rückkehr als Moderator - Schmidt unterhielt das Fernsehpublikum fast 20 Jahre lang auf Sat.1, in der ARD und auf Sky mit seiner Late-Night-Show - schloss Schmidt "tausendprozentig aus, weil mein Leben als Freizeitschauspieler so wahnsinnig angenehm ist und weil ich alle Formate, die es im Showbereich gibt, gemacht habe".

Spanisches Filmteam befasst sich mit NS-Attacke

Im spanischen Bürgerkrieg bombadierten Deutsche vier Dörfer

Deutsche Kampfflugzeuge der NS-Luftwaffe sollen im Spanischen Bürgerkrieg vier wehrlose Dörfer bombardiert haben. Mit den Spuren und Berichten über die Attacke vom Mai 1938 will sich ein spanischer Dokumentarfilm befassen, der sich den Angaben zufolge auf Augenzeugenberichte von Überlebenden und auf Unterlagen im deutschen Bundesarchiv in Freiburg stützt. Wie die Zeitung "El País" in ihrer Online-Ausgabe schrieb, befanden sich die vier Dörfer in der Gegend von Castellón in Ostspanien. "Als der Bürgerkrieg zu Ende war, verschwieg die Franco-Diktatur den Vorfall, und so wurden nie die Schuldigen gesucht", sagte der Regisseur Rafa Moles. Nach Informationen des Filmteams wollte die Hitler-Luftwaffe bei dem Bombardement ihre Sturzkampfbomber JU 87 testen. Der Angriff sei vergleichbar mit der Bombardierung der baskischen Stadt Guernica ein Jahr zuvor, meinte Moles. Der Angriff auf die Stadt in Nordspanien hatte den Maler Pablo Picasso zu seinem berühmten Anti-Kriegs-Gemälde "Guernica" inspiriert.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2015
MO DI MI DO FR SA SO
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur