Seit 10:05 Uhr Lesart

Mittwoch, 11.12.2019
 
Seit 10:05 Uhr Lesart

Kulturnachrichten

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Diözese schickt Jungfrau Maria auf Twitter-Reise

Inzwischen mehr als 70 Tweets

Mit einer Twitter-Version der Reise der Jungfrau Maria durchs Heilige Land unterhält die Diözese von Bourges in Frankreich ihre Gläubigen. Über den Account @VersNoel (Französisch für: Richtung Weihnachten) lässt die südlich von Paris gelegene Diözese Maria und ihren Mann Joseph von Nazareth aus täglich Richtung Bethlehem wandern. Einige der inzwischen mehr als 70 Tweets sind dafür mit Grafiken zur Wegstrecke illustriert. Zwischendurch klagt Maria ob der beschwerlichen Reise: «Aaaah, vier Stunden Marsch bis Emmaus, mit tut alles weh.» Auf der Reise wird heftig kommuniziert: "Ich habe noch mal mit Joseph verhandelt. Ich kann nicht mehr." Denn auch die bevorstehende Geburt beschäftigt die junge Frau: "Kommt es, kommt es nicht? Ich spüre, es ist eine Sache von Tagen." Oder sie verlinkt zu den religiösen Texten zum jeweiligen Tag der heimischen Diözese. Dort wird die Reise mit katholischer Heiterkeit begleitet. Der Account solle jedem helfen, Richtung Weihnachtsfest voranzukommen - "mit etwas Humor".

Kritische Edition von "Mein Kampf" im Unterricht geplant

Zum Jahresende laufen Urheberrechte an dem Buch aus

Die kommentierte Neuausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" soll nach Vorstellung von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka deutschlandweit im Schulunterricht eingesetzt werden. "Die kritische Edition vom Institut für Zeitgeschichte München hat genau das Ziel, zur politischen Bildung beizutragen und ist entsprechend allgemeinverständlich geschrieben", sagte Wanka der "Passauer Neuen Presse". Das Thema werde in den nächsten Wochen auch medial eine große Rolle spielen: "Schülerinnen und Schüler werden also Fragen haben, und es ist richtig, dass sie diese im Unterricht loswerden und über das Thema sprechen können." Zum Jahresende laufen die Urheberrechte an "Mein Kampf" aus, mit denen ein Nachdruck in Deutschland bislang verhindert wurde. Im Januar 2016 will das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München eine kommentierte Ausgabe herausbringen.

Gründungsintendanz Berliner Schloss startet 2016

Neil MacGregor hat inzwischen seinen Vertrag

Die Gründungsintendanz für das geplante Humboldt Forum im Berliner Schloss ist nach Angaben von Kulturstaatsministerin Monika Grütters Anfang des Jahres startbereit. "Alle rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen sind dann geschaffen, das Team um Neil MacGregor kann loslegen", sagte Grütters. MacGregor, der bisherige Direktor des British Museum in London, hat demnach inzwischen seinen Vertrag. Sie erwarte sich von dem Team um den renommierten Ausstellungsmacher neue Impulse für die Museumsarbeit, sagte Grütters.

Werner Herzog für Dreharbeiten in Nordkorea

Filmemacher schildert Eindrücke aus isoliertem Land

Für ein Langzeitprojekt über aktive Vulkane hat der Filmemacher Werner Herzog kürzlich auch in Nordkorea gearbeitet. "Bislang hat praktisch nie jemand eine Drehgenehmigung für Nordkorea bekommen, jetzt gab es plötzlich diese Gelegenheit, nachdem sich das Verfahren über ein Jahr hingezogen hat", sagte Herzog im Interview der "Süddeutschen Zeitung". In dem kommunistischen Staat habe es vor mehr als tausend Jahren einen "ziemlich wahnsinnigen Vulkanausbruch" gegeben, sagte Herzog. Diesen Vulkan habe er filmen wollen. Auf die Frage nach seinem Eindruck von dem Land antwortete der 73- Jährige, er glaube, "dass Nordkorea von unserer westlichen Warte aus in einer sehr schiefen Perspektive gesehen" werde. "Das ist, vor allem von den USA ausgehend, ein primitives Feindbild: good guy, bad guy." Und weiter: "Alles, was ich dort gesehen habe, ist anders als irgendwo sonst auf der Welt. Die Realitätserfahrung dort ist eine komplett andere." Um das detailliert aufzuzeigen, müsse er aber erst einmal den Film fertigstellen.

Historiker treffen sich zu Reformationstagung

2017 wird das Reformationsjubiläum gefeiert

In Südbrandenburg wollen sich Historiker im kommenden Frühjahr auf einem Symposium über Reformationsgeschichte austauschen. Geplant ist das Treffen am 22.
und 23. April 2016 in Mühlberg (Elbe-Elster), wie das Museum "Mühlberg 1547" ankündigte. 2017 wird es 500 Jahre her sein, dass Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug und damit die Reformation einleitete. Im April eröffnete das brandenburgische Reformationsmuseum "Mühlberg 1547" in der Probstei des Klosters. Eine Dauerausstellung zeigt die große Schlacht bei Mühlberg, bei der katholische Truppen den Schmalkaldischen Bund - einen Zusammenschluss von Protestanten - besiegten.

Viele Wunschzettel in Weihnachtspostfilialen

Längster Wunschzettel war sieben Meter lang

In den sieben Weihnachtspostfilialen der Deutschen Post sind in diesem Jahr gut 605.000 Briefe und Wunschzettel eingegangen. Das sagte Sprecher Alexander Edenhofer in Bonn. Besonders beliebt war auch in diesem Jahr die Filiale im brandenburgischen Himmelpfort. Dort kamen nach Postangaben mehr als 281.000 Wunschzettel aus dem In- und Ausland für den Weihnachtsmann und seine Helfer an. Die Kinder hätten sich nicht nur Spielzeug und Schnee gewünscht, sagte Tina Birke von der Deutschen Post. Ein Junge habe zum Beispiel einen Wasserhahn in der Küche gewollt, aus dem Kakao fließe. Der längste Wunschzettel sei sieben Meter lang gewesen. Im vergangenen Jahr wurden in Himmelpfort nach Postangaben etwa 313.000 Zuschriften beantwortet. Rund 44.850 Briefe davon seien im Ausland abgeschickt worden. Bundesweit unterhält und unterstützt die Deutsche Post seit Jahren sieben Weihnachtspostfilialen - dort treffen die Wunschzettel zum Teil schon im Sommer ein. Adressiert sind sie an das Christkind, den Weihnachtsmann oder den Nikolaus. Neben Himmelpfort und Engelskirchen gibt es Filialen in Himmelstadt, Himmelpforten, Himmelsthür, St. Nikolaus und Nikolausdorf.

Beatles ab Weihnachten in Streaming-Diensten

Immer mehr Musiker legen Abneigung ab

Die Musik der Beatles wird es zu Weihnachten erstmals in diversen Streaming-Diensten geben. Die Songs der "Fab Four" konnte man bislang legal nur auf Tonträgern wie CDs oder als Download kaufen. Ab Donnerstag soll sie nun auch zum Abspielen direkt aus dem Netz verfügbar sein. Das berichtet das Technologieblog "Recode". Zu den Diensten gehörten der Streaming-Marktführer Spotify, Apple Music, Google Play, Amazon Prime Music und der Service Tidal von Jay-Z. Zugleich gibt es eine Diskussion um Gratis-Angebote mit Werbung. Die Sängerin Taylor Swift gehört zu den Verweigerern. Solche Angebote entwerteten die Musik, meint sie und bietet ihre Alben nicht bei Diensten mit Gratis-Variante wie etwa Spotify an.

Berlinale lädt Asylbewerber ein

Patenmodell soll Freikarten ermöglichen

Die kommenden Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen ganz im Zeichen der Flüchtlingskrise. Das hat Berlinale-Chef Dieter Kosslick angekündigt. "Wir können zeigen, wie schön, aufregend und friedlich es sein kann, zehn Tage mit Migranten und Menschen aus vielen fremden Ländern zusammen zu sein." Es werde im Programm viele Filme geben, die das Thema Flucht reflektieren. Außerdem wolle man Flüchtlinge ins Festival integrieren - mit Frei-Tickets, aber auch Angeboten zur Mitarbeit. Zum Beispiel werde bei der Verpflegung ein Food Truck von der Flüchtlingsinitiative 'Über den Tellerrand' Essen aus dem Mittelmeerraum anbieten. Das Schulprojekt der Kinder- und Jugendfilmsektion 'Generation' werde eine Willkommens-Klasse einbinden. Darüberhinaus möchte die Berlinale in Kooperation mit Flüchtlingshilfsorganisationen ein Patenmodell entwickeln, um Freikarten zu vergeben. In ihrem 66. Jahr ruft die Berlinale bei der Eröffnungsgala erstmals zu Spenden auf. Sie sollen dem Behandlungszentrum für Folteropfer zugutekommen.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2015
MO DI MI DO FR SA SO
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur