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Kulturnachrichten

Montag, 7. Dezember 2015

Kendrick Lamar erhält die meisten Grammy-Nominierungen

US-Rapper elf Mal für begehrten Musikpreis nominiert

Kendrick Lamar geht als großer Favorit in die Grammy-Verleihung 2016: Der US-Rapper wurde am Montag insgesamt elf Mal für einen der begehrten Musikpreise nominiert. Damit verfehlte er knapp den von Michael Jackson aufgestellten Rekord - der verstorbene "King of Pop" hatte 1984 zwölf Nominierungen erhalten. Lamar ist unter anderem mit seiner Platte "To Pimp a Butterfly" in der Kategorie "Bestes Album" und mit "Alright" in der Kategorie "Bester Song" im Rennen. Ebenfalls gute Aussichten haben die US-Popsängerin Taylor Swift und der kanadische R&B-Nachwuchsstar "The Weeknd" mit je sieben Nominierungen. Die Musikpreise werden bei einer Gala am 15. Februar in Los Angeles verliehen.

Andy Warhols transsexuelle Muse Holly Woodlawn gestorben

Woodlawn wurde als Haroldo Danhakl auf Puerto Rico geboren

Der Sänger Lou Reed hat sie einst im Lied "Walk on the Wild Side" verewigt: Holly Woodlawn, transsexuelle Muse von Pop-Art-Künstler Andy Warhol, ist tot. Woodlawn, geboren als Haroldo Danhakl auf Puerto Rico, starb nach Angaben der "New York Times" am Sonntag in Los Angeles an Krebs. Sie wurde 69 Jahre alt. Haroldo war mit 16 nach New York gekommen und wandelte sich in der Stadt langsam zu Holly. Sie lebte als Frau, war Tänzerin und Fotomodell, ließ aber nie eine Geschlechtsumwandlung vornehmen. Ihren Künstlernamen setzte sie, so schrieb sie in ihren Memoiren, aus dem Namen der Heldin aus "Frühstück bei Tiffany's" und aus dem Woodlawn-Friedhof in der Bronx zusammen.

Türken werfen Adele Plagiat vor

"Million Years Ago" ähnelt Ahmet Kayas "Acilara Tutunmak"

Mit ihrem neuen Album "25" hat die britische Sängerin Adele in den sozialen Netzwerken der Türkei einen Sturm der Entrüstung ausgelöst: Türkische Musikliebhaber sind davon überzeugt, dass "Million Years Ago" verdächtige Ähnlichkeit mit einem Stück des kurdischen Musikers Ahmet Kaya aufweist. "Adele hat von uns einen Song gestohlen", warf der Twitter-Nutzer Esra Nur Aydogan nun dem 27-jährigen Star vor. Kaya hatte das Stück "Acilara Tutunmak" (Sich an den Schmerz klammern) 1985 veröffentlicht, 15 Jahre später starb er mit 43 Jahren in Paris an einem Herzinfarkt. Seine Witwe Gulten Kaya sagte, sie könne sich kaum vorstellen, dass ein internationaler Star wie Adele plagiiere. Sollte die Sängerin aber "bewusst" kopiert haben, "wäre es tatsächlich Diebstahl", sagte die Witwe der türkischen Zeitung "Posta". Adeles drittes Studioalbum ist seit seinem Erscheinen am 20. November bereits millionenfach verkauft worden.

Gestohlene Gemälde wohl in Ukraine aufgetaucht

Kunstwerke waren 2005 gestohlen worden

Zahlreiche Gemälde niederländischer Meister aus dem 17. und 18. Jahrhundert sollen zehn Jahre nach ihrem Diebstahl aus einem Museum bei einer nationalistischen Miliz in der Ukraine wieder aufgetaucht sein. Nach dem Scheitern mehrerer Rückkaufversuche warnte das Westfriesische Museum in Hoorn nördlich von Amsterdam mögliche Interessenten. "Die Bilder gehören hierher", sagte Museumsdirektor Ad Geerdink in einer Videobotschaft. Unbekannte Täter hatten im Januar 2005 aus dem Westfriesischen Museum 24 Gemälde und 70 Silbergegenstände gestohlen. Das Museum teilte jetzt mit, im Juli 2015 hätten sich bei der niederländischen Botschaft in Kiew zwei Männer gemeldet, sich als Mitglieder eines nationalistischen Freiwilligenbataillons bezeichnet und die Kunstwerke zum Rückkauf angeboten. Die Verhandlungen seien jedoch gescheitert. Die Männer hätten falsche Vorstellungen vom Wert der Bilder gehabt und fünf Millionen Euro "Finderlohn" gefordert. Gutachten hätten den Wert jedoch auf maximal 1,3 Millionen Euro beziffert, wegen des mittlerweile schlechten Zustands habe man 500 000 Euro angeboten.

Geiger unter Mordverdacht verlässt Streichquartett

Stefan Arzberger war Ende März festgenommen worden

Der in New York unter dem Verdacht des Mordversuchs festsitzende Geiger Stefan Arzberger verlässt das Leipziger Streichquartett. Das schleppende Verfahren der US-Justiz zwinge ihn dazu, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die "leider mit größter Verzögerung" betriebene strafrechtliche Klärung durch die Justizbehörden mache zeitliche Abläufe nicht planbar. "Eine Rückkehr nach Deutschland, etwa im Frühjahr 2016, ist deshalb unsicher." Arzberger war Ende März während einer Tournee in New York festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, eine Frau fast erwürgt zu haben. Arzberger weist die Vorwürfe zurück. Seinem Anwalt zufolge hatte eine Unbekannte Arzberger unter Drogen gesetzt und ausgeraubt. "In einem unbewussten Zustand" habe er dann einen anderen Hotelgast angegriffen. Nach 30 Stunden im Gefängnis war der Geiger gegen 100 000 Dollar Kaution auf freien Fuß gekommen, darf die USA aber nicht verlassen.

Berliner Zoo arbeitet NS-Vergangenheit auf

Ausstellung über eigene NS-Geschichte soll eingerichtet werden

Der Berliner Zoo hat dargelegt, wie er seine Geschichte während der Zeit des Nationalsozialismus aufarbeiten will. Anlass war eine Studie, die Anfang des Jahres veröffentlicht worden war. Darin legte Antisemitismus-Forscherin Monika Schmidt dar, dass jüdische Aktionäre nach 1933 zu Verkäufen ihrer Wertpapiere gezwungen oder enteignet worden seien. Zuvor soll nach Schätzungen von Schmidt etwa ein knappes Drittel der 4000 Zoo-Aktien im Besitz jüdischer Eigentümer gewesen sein. Der Zoo plant nun eine permanente Ausstellung über seine Geschichte einzurichten, in der auch die NS-Zeit beleuchtet wird. Die Büste des ehemaligen Direktors Lutz Heck erhält einen Hinweis auf dessen Karriere im Nationalsozialismus. Heck hatte Juden aktiv aus den Zoo-Gremien gedrängt und mit Nationalsozialisten ersetzt. Darüber hinaus soll ein Fellowship-Programm für israelische Promotionsstudierende eingerichtet werden. Ziel ist die Stärkung des wissenschaftlichen Austausches zwischen Israel und Deutschland ist. Mit dem Programm soll Promotionsstudierenden aus Israel ein Forschungsaufenthalt in Berlin ermöglicht werden.

Britischer Turnerpreis wird vergeben

Deutsche Installations-Künstlerin Nicole Wermers nominiert

Der renommierte Turner-Preis für zeitgenössische Kunst wird am Montag Abend in London vergeben. Unter den vier Nominierten ist die in London lebende deutsche Installations-Künstlerin Nicole Wermers, deren Londoner Ausstellung "Infrastruktur" über das Thema Ästhetik und Konsum Beachtung fand. Der Turner-Preis gilt als die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst und ist mit 25 000 Pfund (35 600 Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr gewann der aus Irland stammende Künstler Duncan Campbell mit einer Video-Arbeit.

Wim Wenders berät Vatikan-Fernsehen

Eröffnungsgottesdienst für das Heilige Jahr mit neuer Fernsehtechnik

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen beginnt morgen in Rom das außerordentliche Heilige Jahr. Papst Franziskus wird im Beisein seines Vorgängers Benedikt XVI. die Türflügel der Heiligen Pforte am Petersdom öffnen und anschließend eine Messe feiern. Anders als bei Heilig-Jahr-Eröffnungen in der Vergangenheit wird dabei auf die drei symbolischen Hammerschläge verzichtet. Das Eröffnungsdatum fällt mit dem 50. Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils zusammen. Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit dauert bis 20. November 2016. Es solle eine "neue Etappe auf dem Weg der Kirche" sein, das Evangelium der Barmherzigkeit allen Menschen zu bringen, sagte der Papst bei der Ausrufung des Jubiläums im März. Erstmals gibt es auf Anordnung des Papstes Heilige Pforten, zu denen Katholiken pilgern können, nicht nur in Rom, sondern in allen Diözesen weltweit. Bei seinem Besuch in Zentralafrika hatte Franziskus am 30. November bereits in der Kathedrale von Bangui eine erste Heilige Pforte außerhalb Roms geöffnet. Der deutsche Filmregisseur Wim Wenders berät den Vatikanischen Fernsehdienst CTV . Wenders unterstütze die Übertragung des Eröffnungsgottesdienstes berichtet Radio Vatikan.

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