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Kulturnachrichten

Dienstag, 16. Dezember 2014

Alter Film von Heinz Erhardt entdeckt

37 Minuten "Geld sofort"

35 Jahre nach dem Tod von Heinz Erhardt ist in einem Wiener Nachlass ein unbekannter Film des Komikers aufgetaucht. Der Film mit dem Titel «Geld sofort» sei 37 Minuten lang, teilte der Norddeutsche Rundfunk gestern mit und sprach von einer "kleinen Sensation". In der Komödie spielt Erhardt einen jungen Mann, der heiraten will und einen Kredit für einen Fernseher und einen Kühlschrank braucht. Dabei gerät er in die Fänge eines betrügerischen Finanz-"Experten".

Kunstberater Achenbach als Zeuge im Zivilprozess seiner Frau geladen

Frau verlangt vier beschlagnahmte Bilder zurück

Der wegen Millionenbetrugs angeklagte Kunstberater Helge Achenbach soll im kommenden März als Zeuge in einem Zivilprozess seiner Frau aussagen. Das hat die 6. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf am Dienstag entschieden. Im dem Streit (AZ 6 346/14) fordert Achenbachs Ehefrau die Herausgabe von vier Kunstwerken im Wert von 530 000 Euro. Die Bilder hatte die Familie des 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht im Zuge einer Strafanzeige gegen Helge Achenbach beschlagnahmen lassen.

Im Strafprozess am Essener Landgericht wirft die Anklage Achenbach vor, Berthold Albrecht bei 22 Kunst- und Oldtimergeschäften um rund 23 Millionen Euro betrogen zu haben. Der 62-jährige Kunstberater hatte am Montag ein Teilgeständnis abgelegt.

Unveröffentlichtes Fragment von Anna Seghers vorgestellt

Drama "Die Feier" wurde nie aufgeführt

Das Dramenfragment von Anna Seghers (1900-1983) ist jetzt von der Zeitschrift "Sinn und Form" an das Licht der Öffentlichkeit geholt worden. Die von der Berliner Akademie der Künste herausgegebene Zeitschrift veröffentlicht in ihrer jüngsten Ausgabe Auszüge aus dem Manuskript. Die Germanistin Ute Brandes, Mitherausgeberin der Anna-Seghers-Werkausgabe, schreib eine ausführliche Vorbemerkung.
Seghers, die im April 1947 aus dem Exil nach Berlin zurückgekehrt war, beschreibt in der "Feier" eine Gruppe von gestrandeten Menschen, die während oder nach dem Krieg in einem Bunker hausen. Die Autorin stelle die Menschen realistisch dar in all ihrer Widersprüchlichkeit und lasse offen, ob sie für einen Neuanfang bereit sind, meint Brandes in "Sinn und Form". Verglichen mit anderen Texten der Zeit sei das Fragment eher der "Trümmerliteratur" als dem sozialistischen Realismus zuzurechnen und zeige eine verblüffende Nähe auch zu Wolfgang Borchert oder Heinrich Böll, schreibt Brandes. Anna Seghers hatte zunächst mit einer Aufführung am Deutschen Theater in Berlin gerechnet, wo ihr Freund Wolfgang Langhoff seit 1946 Intendant war.

Mandela-Memoiren erscheinen 2015

Erinnerungen komplettieren Autobiographie "Der lange Weg zur Freiheit"

Die Memoiren des südafrikanischen Freiheitskämpfers Nelson Mandela waren 1994 erschienen, als er nach 27 Jahren Haft der erste schwarze Präsident seines Heimatlandes wurde. Mandela habe das Manuskript 1998 begonnen und ihm den vorläufigen Titel "The Presidential Years" (Die Präsidentschaftsjahre) gegeben, teilte die Mandela-Stiftung mit. Bis 2002 habe er zehn Kapitel fertiggestellt. Zusammen mit der Regierung und Mandelas Partei ANC solle nun versucht werden, das Buch zu vollenden und sobald wie möglich zu veröffentlichen, hieß es. Mandela starb vor einem Jahr im Alter von 95 Jahren.

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