Seit 05:05 Uhr Studio 9

Mittwoch, 21.08.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Kulturnachrichten

Samstag, 13. Dezember 2014

Alexander Kluge mit Düsseldorfer Heine-Preis geehrt

Die Laudatio auf den 82-jährigen Kluge hielt der Bildhauer und Maler Anselm Kiefer

Der Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge hat den mit 50.000 Euro dotierten Heine-Preis der Stadt Düsseldorf erhalten. Oberbürgermeister Thomas Geisel überreichte die begehrte Auszeichnung am Samstag, dem 217. Geburtstag von Heinrich Heine, in einem Festakt. Der 1932 in Halberstadt geborene und in München lebende Kluge knüpfe "als wichtiger Vertreter der kritischen Theorie an das poetische, publizistische und politische Schaffen Heinrich Heines an", begründete die Jury ihre Wahl. Kluge gehörte 1962 zu den Initiatoren des "Oberhausener Manifests" junger deutscher Filmemacher, die sich damit von den Heimatfilmen und Schnulzen der 50er Jahre absetzten und den Neuen Deutschen Film begründeten. Nach dem Studium von Jura, Geschichte und Kirchenmusik wandte sich Kluge der literarischen Arbeit zu, er schrieb unter anderem Kurzgeschichten. Kluge erhielt in der Folge zahlreiche nationale und internationale Preise, unter anderem 1982 den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig, 2003 den Georg-Büchner-Preis und 2008 den Deutschen Filmpreis. Der seit 1972 vergebene Heine-Preis zählt zu den bedeutendsten Kultur- und Literaturauszeichnungen in Deutschland. Er wird alle zwei Jahren an Menschen verliehen, die "durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten".

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erhält Karlspreis 2015

Er sei ein herausragender Repräsentant für die Belebung der europäischen Demokratie, hieß es in der Begründung

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erhält für seine Verdienste um ein demokratisches Europa den Karlspreis 2015. Mit seinem Plädoyer für europaweite Spitzenkandidaten der Parteien bei der Europawahl 2014 habe er einen wichtigen Baustein für den Neustart der europäischen Demokratie beschrieben. Der SPD-Politiker habe schon vor seiner Nominierung als erster Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten die anderen Parteienfamilien unter Zugzwang gesetzt, sich für die Wahl ebenfalls auf einen Anwärter für das Amt des Kommissionspräsidenten zu verständigen. Als Vordenker habe sich Schulz um die Stärkung des Parlaments, des Parlamentarismus und der demokratischen Legitimation verdient gemacht, stellte das Karlspreisdirektorium in Aachen fest. In diesem Jahr hatte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Auszeichnung erhalten. Der Preis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen in Europa.

Kurt Krömer will sich vom Fernsehen verabschieden

"Ich habe mich dazu entschlossen, ab 2015 meinen künstlerischen Schwerpunkt ausschließlich auf die Bühne zu verlagern", sagte Krömer laut RBB-Angaben

Komiker Kurt Krömer will sich vom Fernsehen verabschieden und keine TV-Shows mehr produzieren. Das habe er dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Freitag in einem Schreiben mitgeteilt. Die parallele Arbeit auf der Bühne und für das Fernsehen sei nicht mehr vereinbar mit seinem Wunsch, dem Publikum Substanz und gut ausgefeilte Inhalte anzubieten. Nach Angaben eines RBB-Sprechers lief die jüngste Staffel der "Krömer- Late Night Show" im Herbst im Ersten. Sollte Krömer also 2015 nichts Neues mehr machen, sei das bereits die letzte Staffel gewesen.

Doch kein Rücktritt: Opern-Diva Caballé will "auf der Bühne sterben"

Die spanische Opern-Diva Montserrat Caballé hat Medienspekulationen über ihren Rücktritt eine klare Absage erteilt

"Ich habe vor, auf der Bühne zu sterben", sagte die 81-Jährige der Zeitung "El País". Zur Zeit sei sie trotz ihrer jüngsten gesundheitlichen Probleme mit der Vorbereitung ihrer Europatournee beschäftigt, die am 13. Januar im nordspanischen Bilbao beginnen wird, verriet sie. Caballé wird sich dabei unter anderem mit ihrer Tochter Montserrat Martí präsentieren. "La Montse" hatte sich erst im November einer Operation an der Schulter unterziehen müssen. Im Oktober 2012 hatte sie während einer Konzertreise in Russland einen Schlaganfall erlitten, war ohnmächtig geworden und hatte sich im Fallen einen Oberarmknochen gebrochen. Es folgte eine mehrmonatige Pause. Im vergangenen Mai sagte sie dann wegen einer Infektion weitere Konzerte ab. Caballé gilt nach mehr als 4000 Auftritten weltweit als eine der bedeutendsten Opernsängerinnen des 20. Jahrhunderts. Dem breiten Publikum wurde sie durch den Song "Barcelona" zu den Olympischen Sommerspielen 1992 bekannt. Sie hatte das Stück mit dem 1991 verstorbenen Queen-Sänger Freddie Mercury aufgenommen.

Ossietzky-Medaille für Whistleblower Snowden, Poitras und Greenwald

Gemeinsam mit dem US-Amerikaner zeichnet die Internationale Liga für Menschenrechte auch die amerikanische Dokumentarfilmerin Laura Poitras und den Journalisten Glenn Greenwald aus

Sie hätten die "umfangreichste verdachtsunabhängige Überwachung aller Zeiten" aufgedeckt und sich damit um Demokratie und Menschenrechte verdient gemacht, hieß es zur Begründung. Die Liga fordert Asyl für Snowden in Deutschland. Zur Verleihung wird Snowden aus Moskau zugeschaltet, Poitras wird persönlich an der Verleihung teilnehmen. Die Auszeichnung ist nach dem deutschen Pazifisten und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky benannt, der 1938 an den Folgen der Haft im Konzentrationslager starb. Die Liga für Menschenrechte vergibt die Medaille seit 1962.

Metzmacher soll Intendant der Kulturfestspiele werden

Voraussichtlich von der Saison 2016 an werde Metzmacher die Fäden in Händen halten, meldeten "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und "Neue Presse"

Der Dirigent Ingo Metzmacher soll Intendant der Kunstfestspiele Herrenhausen in Hannover werden. Die abschließende Entscheidung werde der Kulturausschuss der Stadt im kommenden Jahr treffen, hieß es in der "HAZ". Der Vertrag von Festivalchefin Elisabeth Schweeger war im Sommer ausgelaufen. Der 1957 in Hannover geborene Metzmacher war von 1997 bis 2005 Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und gilt als einer der international renommiertesten deutschen Dirigenten. Von 2007 bis 2010 war er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters in Berlin. Die international ausgerichteten Kunstfestspiele Herrenhausen wollen Musik, Theater, Kunst, Wissenschaft und Natur verbinden.

Erste Liste mit Deutschlands immateriellem Kulturerbe vorgestellt

Genossenschaftsidee wird für die Liste des internationalen Weltkulturerbes vorgeschlagen

Traditionen wie das Chorsingen, die Morsetelegrafie, die Flößerei und die Orgelbautradition zählen nun offiziell zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Auf der Liste, die in diesem Jahr erstmals für Deutschland erstellt wurde, stehen insgesamt 27 deutsche Bräuche und Wissensformen, wie die Deutsche Unesco-Kommission, Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und die Kultusministerkonferenz heute in Berlin gemeinsam mitteilten. Zum anerkannten Kulturerbe gehören unter anderem auch die deutsche Brotkultur, das Reetdachdecker-Handwerk sowie die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft. Das Verzeichnis war am Donnerstagabend von der Kultusministerkonferenz in Berlin bestätigt worden. Zudem wurde die Genossenschaftsidee für die internationale Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit nominiert und soll im März 2015 als Vorschlag aus Deutschland eingereicht werden. Bislang sei eine solche Form der gesellschaftlichen Selbstorganisation auf der internationalen Liste nicht vertreten, hieß es zur Begründung. Über die Aufnahme zum immateriellen Weltkulturerbe wird die Unesco erst im Herbst 2016 entscheiden.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2014
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur