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Kulturnachrichten

Montag, 8. Dezember 2014

Karikaturistin Marie Marcks gestorben

Wohl bekannteste deutsche Karikaturistin starb mit 92 Jahren

Marie Marcks arbeitete unter anderem für die "Süddeutsche Zeitung", "Die Zeit" und die "Titanic". In ihren Karikaturen griff sie immer wieder gesellschaftspolitische und feministische Themen auf. Für ihre künstlerische Arbeit wurde Marie Marcks vielfach ausgezeichnet - unter anderem bekam sie 2008 den Deutschen Karikaturenpreis für ihr Lebenswerk.

Die Karikaturistin Marie Marcks ist tot. Sie sei am Sonntagmittag im Alter von 92 Jahren gestorben, sagte ihr Sohn der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit einen Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Marcks galt als bekannteste deutsche Karikaturistin. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin hatte unter anderem für die «Süddeutsche Zeitung», «Die Zeit» und für «Titanic» gearbeitet.

Marcks, die 1922 in Berlin als Sohn einer Kunstschulleiterin geboren wurde, arbeitete auch als Buch- und Kinderbuch-Illustratorin. Außerdem wirkte sie bei der Produktion von Kurz- und Trickfilmen mit.

Humboldtforum in Berlin : Neil MacGregor als Intendant im Gespräch

Angela Merkel habe dem Direktor des Britishen Museums in London das Amt angetragen

Für die Intendanz des künftigen Humboldtforums werden seit längerem Namen gehandelt, doch jetzt gibt es eine Meldung von Substanz. Wie die Londoner „Sunday Times“ in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, soll sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Neil MacGregor, dem Direktor des Britischen Museums, getroffen und ihm das Berliner Spitzenamt angetragen haben. Unlängst war Kulturstaatsministerin Monika Grütters in London, um die Ausstellung "Deutschland - Erinnerungen einer Nation" im British Museum zu eröffnen, ein deutliches Zeichen für das gute Einvernehmen.MacGregor führt das British Museum seit 2002 und er ist für die große Deutschland-Ausstellung verantwortlich. Bekannt wurde der Kunsthistoriker auch durch sein Buch "Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten". Das Humboldtforum wird im rekonstruierten Berliner Schloss eingerichtet. Der Schwerpunkt des Kunst- und Kulturforums wird auf außereuropäischen Kulturen liegen. Es soll 2019 eröffnet werden.

Neue Nationalgalerie Berlin - geplante Sanierung

Ende des Jahres wird das Museum geschlossen

Das berühmte Gebäude von Ludwig Mies van der Rohe braucht nach jahrzehntelangem Betrieb eine Generalsanierung. Die Museumsverantwortlichen Michael Eissenhauer, Udo Kittelmann und Joachim Jäger wollen morgen einen Überblick geben, was mit dem Haus geschieht und wo zumindest Teile der Sammlung weiter gezeigt werden können. Die Neue Nationalgalerie ist das wichtigste Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts in Berlin. Allerdings können die Bestände aus Platznot höchstens jeweils zu einem Drittel ausgestellt werden.
Deshalb ist jetzt ein weiteres Haus geplant. Die Sanierung des Mies-van-der-Rohe-Baus hat der britische Stararchitekt David Chipperfield übernommen.

Maler Arnulf Rainer wird heute 85 Jahre alt

Er galt als exzentrischer Provokateur und zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern Österreichs

Ganz sanft sei er geworden, sagte Arnulf Rainer kürzlich in einem Interview. Das klingt irritierend aus dem Munde eines Künstlers, der in den 1950er Jahren als junger Wilder die Szene betrat. Und doch gehörte das immer schon zusammen bei Rainer: das Kontemplative, Suchende war stets die andere Seite des wild Aufbegehrenden. Bekannt wurde Arnulf Rainer vor allem mit seinen radikalen Übermalungen. Seinen Weg zur Kunst fand er als Autodidakt. Sowohl die Universität für angewandte Kunst als auch die Akademie für bildende Künste verließ der junge Rainer bereits nach wenigen Tagen: er ließ die herrschenden Gesetze der akademischen Malerei nicht gelten und versuchte in Grenzüberschreitungen, zum Wesen der Kunst vorzudringen. Rasch erlangte Rainer internationales Renommee, nahm mehrmals an der Documenta in Kassel teil und 1978 an der Biennale in Venedig. Das Guggenheim Museum New York würdigte den Österreicher 1989 in einer Einzelausstellung. Diesem ersten Höhepunkt folgte ein Tiefschlag: Die Bilder, die er heute noch zu seinen wichtigsten zählt, wurden nach der Rückkehr nach Wien von Unbekannten zerstört. Der Vorfall wurde nie aufgeklärt. Den Geburtstag des einst als Rebell und Provokateur verschrieenen Künstlers würdigen unter anderem die Albertina Wien und das ihm gewidmete Rainer Museum in seiner Heimatstadt Baden bei Wien mit großen Einzelausstellungen.

Wowereit: Preußenstiftung bei Museum der Moderne am Zug

PA/Standortfrage nach wie vor ungeklärt

Der scheidende Berliner Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) sieht beim geplanten Museum der Moderne jetzt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz am Zug. "Derjenige, der baut, muss doch erstmal sagen, wo er hin will. Dann ist Berlin bereit, konstruktiv an einer Lösung mitzuarbeiten", sagte Wowereit in einem Abschiedsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Er erklärte, die für den Bau verantwortliche Stiftung habe sich bisher für einen Standort hinter der Neuen Nationalgalerie ausgesprochen. Wenn nun der größere und prominentere Platz an der Potsdamer Straße gewählt werde, müsse sich die Stiftung positionieren. "Diesen Beschluss gibt's so nicht. Der muss jetzt auch mal gefasst werden, damit Klarheit besteht und es nicht ein ewiges Hin und Her gibt." Der Bundestag hatte bei den abschließenden Haushaltsberatungen Mitte November überraschend 200 Millionen Euro für ein in Berlin schon lange erhofftes Museum für das 20. Jahrhundert zur Verfügung gestellt. Wowereit dankte ausdrücklich den Haushaltsexperten Rüdiger Kruse (CDU) und Johannes Kahrs (SPD) für ihr Engagement. "Im Haushalt der Kulturstaatsministerin stand für das Museum eine Null. Der Beschluss geht auf die Initiative der beiden Bundestagsabgeordneten zurück", sagte Wowereit. "Ich freue mich sehr, dass Berlin dieses Museum bekommt."

NeuerJames Bond Film - Drehbeginn in Österreich

Der 24. James-Bond-Film "Spectre" hat einiges
Österreichische zu bieten

Er spielt, zumindest für einige Minuten, in Österreich und der Österreicher Christoph Waltz wird den Bösewicht und Gegenspieler von Bond (Daniel Craig) mimen. Die österreichische Dragqueen Chonchita Wurst würde gern den Titelsong des Filmes singen, wenn man sie fragt. Gedreht wird ab heute in Tirol und in der Steiermark. Obwohl Einiges in die Luft fliegen wird, rechnet die österreichische Tourismusbranche mit Gewinn, schon jetzt gilt "007 als Steiermark-Botschafter."

Sonderausstellung : Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate

Berliner Ausstellung erinnert an die letzten Kriegsmonate von Weihnachten 1944 bis Mai 1945

Die Stiftung Topographie des Terrors zeigt die Schau ab morgen. Die Macher wollen ein "umfassendes Bild vom Wahnsinn der Zeit" und dem Terror der Staatsmacht gegen die eigene Bevölkerung zeichnen. An Aktualität gewinne die Ausstellung durch die Ukraine-Krise: "Die Möglichkeit, dass Krieg zurück nach Europa kehrt, ist nicht so weit entfernt", sagte Rolf-Dieter Müller, einer der wissenschaftlichen Berater der Kuratorin Claudia Steur.

Tom Hanks und Sting mit US-Kunstpreisen ausgezeichnet

Der Kennedy-Preis zählt zu den begehrtesten Kunstpreisen der USA

Oscar-Gewinner Tom Hanks (58), der britische Musiker Sting (63) und Soul-Sänger Al Green (68) haben am Wochenende den renommierten Kennedy-Preis erhalten. Die Preisträger hätten ihr Leben damit verbracht, "die kulturelle Lebendigkeit unserer Nation und der Welt" zu vergrößern, erklärte das Kennedy Center in Washington. Komödiantin Lily Tomlin (75) und die frühere Ballerina Patricia McBride (72) erhielten die Auszeichnungen für ihr Lebenswerk. Die Preisträger waren am Sonntag von US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus empfangen worden, bevor sie auf einer feierlichen Gala geehrt wurden. Bei der Veranstaltung traten Künstler wie Lady Gaga, Bruno Mars und Regisseur Steven Spielberg auf. Das nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy benannten Zentrum ist die größte Kultureinrichtung in der US-Hauptstadt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Schauspielerin Shirley MacLaine, Sänger Billy Joel und Oscar-preisträger Robert De Niro.

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