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Kulturnachrichten

Dienstag, 31. Dezember 2013

Moskauer Akademie schließt Kirchenkritiker Kurajew aus

Er hat seine Kirche offenbar zu oft kritisiert.

Der russisch-orthodoxe Priester Andrej Kurajew ist von der Moskauer Geistlichen Akademie ausgeschlossen worden. In seinem Internetblog hatte er der Kirche unter anderem eine zu harte Haltung gegenüber der Punkband Pussy Riot vorgeworfen, die in einer Moskauer Kathedrale protestiert hatte. Kurajew sagte der Agentur Interfax, sein Ausschluss sei wohl auch die Strafe dafür, dass er einen Sexskandal in einem Priesterseminar öffentlich gemacht habe. Von der orthodoxen Kirche hieß es dagegen, Kurajew habe bei Akademieterminen oft gefehlt.

Enwezor: Biennale darf nicht kommerzialisiert werden

Okwui Enwezor sieht die Kunstbiennale von Venedig nicht nur als Veranstaltung für Experten, sondern für ein breites Publikum.

Der Direktor am Münchner Haus der Kunst wird die Biennale im Jahr 2015 kuratieren. Enwezor sagte dem Fachmagazin "Monopol", Venedig sei ein sehr forderndes Terrain, deshalb wolle er keine falschen Erwartungen schüren. Wichtig sei für ihn, dass die Biennale nicht kommerzialisiert werde. Sie sei keine Verkaufsausstellung, sondern vielmehr eine Einladung, für einen kleinen Eintrittpreis eine Unmenge von Ideen, Angeboten und Konzepten kennenzulernen. Die Leitung der Biennale werde seine Arbeit in München nicht behindern, sondern ihr zugutekommen, versicherte Enwezor.

Rother: Filme gehören zum deutschen kulturellen Erbe

Im Bundesarchiv lagern hunderttausende Filmrollen, die teilweise vom Zerfall bedroht sind.

Der Leiter der Deutschen Kinemathek, Rainer Rother, sagte im "Deutschlandradio Kultur", bedauerlicherweise stelle sich in Deutschland nach wie vor die Frage, ob Filme überhaupt zu kulturellen Erbe gehörten. Aus seiner Sicht müssten die filmischen Überlieferungen aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Die Frage, wer welches Filmmaterial in 50 Jahren interessant finde, dürfe nicht der heutige Archivar beantworten, indem er das Material vorzeitig wegschmeiße. Die Digitalisierung sieht Rother zweispältig. Zwar müsse man die Filme digitalisieren, die ansonsten nicht mehr zu retten seien. Als grundsätzliche Maßnahme koste dies aber sehr viel mehr Geld als die Bewahrung des analogen Filmmaterials.

Trotz Regression - Bloggerin sieht gesellschaftliche Emanzipation in Tunesien

Die tunesische Gesellschaft ist zumindest auf dem Weg, sich zu emanzipieren.

Dieser Meinung ist die Bloggerin Lina Ben Mhenni. Die Internetaktivistin sagte der "tageszeitung", der Kopf des Regimes sei zwar weg, das System selbst sei aber immer noch da. Ben Mhenni erklärte, die Tunesier emanzipierten sich auf verschiedene Weise - einige öffneten sich und würden tolerant, andere wählten statt dessen die Regression. Laut der Bloggerin ist auch das eine Art, sich von der Diktatur zu befreien. Sie selbst werde sich weiter äußern, obwohl ihr Name auf Todeslisten stehe. Lina Ben Mhennis Blog erreichte während der Revolution in Tunesien weltweite Bekanntheit. 2011 wurde sie für den Friedensnobelpreis nominiert.

Italienischer Filmverleiher entschuldigt sich nach Rassismus-Kritik

Wir bedauern, dass es zu Missverständnissen gekommen ist.

Der italienische Verleih des US-Films "12 Years a Slave" hat sich für Werbeplakate entschuldigt, die als rassistisch kritisiert wurden. Darauf zu sehen sind die Nebendarsteller Brad Pitt und Michael Fassbender, dagegen nicht der Star des Films, der schwarze Schauspieler Chiwetel Ejifor. Die Mailänder Firma erklärte, man habe das "unangemessene" Material zurückgezogen. In "12 Years a Slave" spielt Chiwetel Ejifor einen Schwarzen, der in die Südstaaten der USA verschleppt und als Sklave verkauft wird. Der Film von Regisseur Steve McQueen startet in Italien im Februar. In Deutschland läuft er Mitte Januar an.

Äthiopien: Organisation fordert Freilassung eines Journalisten

Für einen Fehler sollte man nicht ins Gefängnis müssen.

Mit dieser Begründung fordert das internatioale Komitee zum Schutz von Journalisten die sofortige Freilassung eines äthiopischen Kollegen. Dieser war wegen Verbreitung falscher Behauptungen zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der ehemalige Mitarbeiter der äthiopischen Zeitung "The Reporter" hatte im September in einem Artikel über die Entlassung dreier Regierungsbeamter berichtet. Als sich die Behauptung als falsch herausstellte, reagierte das Blatt mit einem Widerruf auf der Titelseite und entließ den Reporter. Nach Ansicht der Journalistenorganisation ist der Mann damit genug gestraft.

Polen: Ermittlungen im Fall Sikorski eingestellt

Ganz läßt sich der Tod des polnischen Politikers Wladyslaw Sikorski wohl nie aufklären.

Sikorski war während des Zweiten Weltkriegs Premier der nach London geflohenen polnischen Exil-Regierung. 1943 kam er durch einen Hubschrauberabsturz bei Gibraltar ums Leben. Offizielle Unglücksursache: Blockiertes Höhenruder. Unter Polen brodelte allerdings die Gerüchteküche. Vermutet wurden etwa ein Anschlag des sowjetischen Geheimdienstes, ein Auftragsmord von Churchill oder politische Konkurrenten aus Polen. Jetzt hat die zuständige Behörde IPN ihre Ermittlungen endgültig eingestellt, denn ein Anschlag sei nicht nachzuweisen. Der Fall war 2008 neu aufgerollt worden. Es kam sogar zu einer Exhumierung der sterblichen Überreste.

Kirchenhistoriker Wolf: Papst-Stil ist revolutionär - konkrete Reformen müssen folgen

Es war ein sehr mutiger Schritt, jemanden von der anderen Seite der Welt ins Zentrum zu holen, um den Blick für die entscheidenden Dinge zu öffnen.

So beurteilt der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubertus Wolf die Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zum Papst. Wolf sagte im "Deutschlandfunk", Franziskus habe mit seinem Auftreten einen ganz neuen Stil etabliert. Seine sehr harsche Kritik am Kapitalismus sei so etwas wie eine Revolution. Jetzt müsse man schauen, ob die dringend notwendigen Reformen wirklich durchgeführt würden. Als Beispiele nannte Wolf die Reform der Kurie und die Frage: "Muss eigentlich alles in Rom entschieden werden?" Er sehe bei Franziskus eine mögliche Tendenz dahin, den Ortskirchen mehr Kompetenzen zu geben. Es sei nun spannend zu sehen, ob der Papst sich gegen die Beharrungskräfte der Kurie durchsetzen könne.

Dorgerloh: KMK muss weiter wahrnehmbare Stimme im föderalen System sein

"Wir müssen den Bund daran erinnern, dass eine angemessene finanzielle Ausstattung bei Kultur, Bildung und Wissenschaft eine gesamtstaatliche Verantwortung ist."

Darin sieht der scheidende Präsident Stephan Dorgerloh die vorrangige Aufgabe der Kultusministerkonferenz. Dorgerloh sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Themen Kooperationsgebot und Grundgesetzänderung mit Blick auf den Schulbereich tauchten im Koalitionsvertrag nicht auf. Da müsse die Konferenz ansetzen. Als wichtiges Thema für die Zukunft sieht der SPD-Politiker die Inklusion - den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Dorgerloh hatte die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz im Januar übernommen. Auf ihn folgt im kommenden Jahr die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann.

Niehuus: Politik muss Filmproduktionen unterstützen

Die Politik muss die Filmförderung in Deutschland stärker ausbauen.

Das fordert die Chefin der Fördergesellschaft Medienboard Berlin-Brandenburg, Kirsten Niehuus. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur, man habe es im Filmgeschäft an die Spitze geschafft. Wolle man das Niveau halten und international konkurrenzfähig bleiben, brauche man bessere Fördermöglichkeiten. Die Juristin kritisierte vor allem die Höchstgrenze des Deutschen Filmförderfonds von zehn Millionen Euro pro Vorhaben. Damit sei Deutschland schlechter gestellt als etwa England, wo gerade die Mittel erhöht worden seien. Um große internationale Projekte zu bekommen, müssten die Grenzen aufgehoben werden, betonte Niehuus.

Ägypten: Journalistenorganisation fordert Freilassung von Journalisten

Die ägyptische Regierung setzt seriöse journalistische Arbeit mit Terrorismus gleich.

Mit diesen Worten kritisiert das "Komitee zum Schutz von Journalisten" die Verhaftung von vier Journalisten des Senders Al-Dschasira. Die Behörden hatten die Festnahme damit begründet, die Reporter würden mit ihrer Berichterstattung die Sicherheit in dem Land gefährden und hätten Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Das Komitee teilte mit, durch diesen Schritt werde kritische Berichterstattung zensiert. Die Organisation forderte die sofortige Freilassung der Journalisten.

Weitere Sportler wegen "Quenelle-Gruß" in der Kritik

Die Affäre um den sogenannten Quenelle-Gruß unter französischen Sportlern zieht weitere Kreise.

Zunächst hatte der französische Fußballer Nicolas Anelka mit der als antisemitisch geltenden Geste für Aufsehen gesorgt. Bei einem Spiel seines englischen Clubs hatte er die linke Hand auf den durchgestreckten rechten Arm gelegt. Nach Kritik von muslimischen und jüdischen Vertretern will er auf den Gruß künftig verzichten. Nach Angaben der jüdischen Zeitung "The Algemeiner" forderte das Simon-Wiesenthal-Zentrum jetzt auch den französischen Basketballer Tony Parker auf, sich für einen solchen Gruß vor einigen Monaten zu entschuldigen. Parker teilte daraufhin mit, er habe damals nicht erkannt, dass die Geste kränkend oder verletzend sein könnte und entschuldige sich in aller Form.

In britischen Medien tauchten zudem zwei Fotos auf, auf denen die französischen Fußballer Samir Nasri von Manchester City und Mamadou Sakho von Liverpool bei dem Gruß zu sehen waren. Nasri erklärte, er sei nicht antisemitisch. Für ihn sei die Geste ein Zeichen des Protests "gegen das System". Sakho gab an, die Bedeutung des Grußes nicht zu kennen.

Israels Staatspräsident verurteilt Angriffe auf christliche Stätten

Israels Staatspräsident Schimon Peres hat Übergriffe auf christliche Stätten verurteilt.

Bei seinem traditionellen Weihnachts- und Neujahrsempfang für christliche Oberhäupter in Jerusalem sagte er,
Israel werde solche Taten nicht hinnehmen. Den Kirchenführern garantierte er weiterhin freien Zugang zu den heiligen Stätten. Zugleich rief Peres die christlichen Geistlichen auf, sich im Kampf gegen Extremismus zu engagieren.

Zu den Gästen beim traditionellen Weihnachts- und Neujahrsempfang für christliche Oberhäupter gehörten unter anderen der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III., der Lateinische Patriarch Fouad Twal, Franziskaner-Kustos Pierbattista Pizzaballa, der Propst der evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem, Wolfgang Schmidt, sowie Israels Innenminister Gideon Saar.

Kolat: Schlechte Willkommenskultur für Einwanderer

Er sieht noch große Defizite bei der Willkommenskultur für Einwanderer in Deutschland.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, sagte der "Saarbrücker Zeitung", zwar sei die "Tonlage" im schwarz-roten Koalitionsvertrag schon besser als früher. Aber die Wirklichkeit sehe immer noch anders aus. Als Beispiele nannte er unter anderem die restriktive Visabestimmungen des Auswärtigen Amtes oder den Umgang der Behörden mit Einwanderern. Er selbst habe kürzlich erlebt, dass Leute vor ihm - Zitat - "angeblafft" worden seien. Immerhin 62 Prozent der Deutschen würden Zuwanderung ablehnen, kritisierte Kolat.

Umfrage: Die meisten Israelis lesen nie die Bibel

Die meisten Israelis besitzen zwar eine Bibel, aber weniger als ein Drittel hat sie seit der Schulzeit benutzt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Jerusalemer "Bible Lands Museum", aus der die Zeitung "Jerusalem Post" zitiert. Auf die Frage nach dem Autor der Thora nannten 44 Prozent der religiösen und strengreligiösen Befragten Gott. Mehr als die Hälfte der säkularen Befragten gab an, die fünf Bücher Moses seien eine Textsammlung verschiedener Autoren. Die Leiterin des Museums, Amanda Weiss, sagte, das Ergebnis zeige, dass es eine deutliche Diskrepanz gebe zwischen der Bedeutung der Bibel und der Vertrautheit mit dem Inhalt. Bibelkunde gehört in Israel zu den Kernelementen der staatlichen und religiösen Erziehung.

Kritik von Hinterbliebenen: Beyonce nutzt Audio der Challenger-Katastrophe

Sieben Astronauten starben im Januar 1986, als die Raumfähre Challenger wenige Sekunden nach dem Start auseinanderbrach.

Verwandte der Opfer üben jetzt Kritik an Sängerin Beyonce. Sie hat einen Audio-Clip der Challenger-Katastrophe für ihren neuen Song "XO" genutzt. In der Aufzeichnung ist der ehemalige Pressesprecher der NASA unmittelbar nach dem Absturz zu hören. Dieser Moment sei ein sehr trauriger und emotionaler für die Hinterbliebenen, sagte die Witwe eines der Opfer. Andere Angehörige verlangten eine Entschuldigung von der Sängerin. Beyonce teilte mit, sie habe das Lied aufgenommen, um daran zu erinnern, dass man jederzeit seine Liebsten verlieren könne. Die Songschreiber hätten die Audio-Aufzeichnung genutzt, um auf die selbstlose Arbeit der Challenger-Besatzung hinzuweisen.

Ein Drittel der US-Amerikaner glaubt nicht an Evolution

Jeder dritte US-Amerikaner glaubt nicht an die Evolution.

Laut einer Umfrage des Washingtoner Pew Research Centers sind 33 Prozent der Auffassung, Menschen hätten seit jeher die gleiche Gestalt wie heute. Auch von denen, die die Evolutionstheorie bejahen, sehen nur 32 Prozent anonyme Mechanismen wie natürliche Auslese am Werk. Fast jeder Vierte geht statt dessen davon aus, Gott oder ein anderes höheres Wesen habe seine leitende Hand im Spiel.

Frinton-Sohn Steve: Mein Vater hat "Dinner for One" perfektioniert

"Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus."

Mit diesen Worten kommentiert der Sohn des Schauspielers Freddie Frinton, Steve, die ungebrochene Popularität des Sketches "Dinner for One". Freddie Frinton spielt in dem Schwarz-Weiß-Kultfilm den betrunkenen Butler James. Sein Vater habe den Sketch in Bühnenshows in englischen Seebädern aufgeführt und dort bis ins Letzte ausgefeilt, sagte Steve Frinton der "Berliner Zeitung". So habe er etwa "hier noch einen extra Stolperer über das Tigerfell eingebaut, dort ein paar Worte eingefügt". Der Sketch komme vermutlich bei Deutschen und anderen Europäern so gut an, weil man ihn auch verstehe, wenn man kein Wort Englisch spreche.

Nächstes Taize-Treffen zu Silvester 2014 in Prag

30.000 junge Christen sind zum Jahreswechsel nach Straßburg gereist - zum diesjährigen Taize-Treffen.

Beim nächsten Jahrenwechsel 2014/2015 werden die jungen Gläubigen nach Prag eingeladen. Das teilte die ökumenische Gemeinschaft mit. Der Prager Kardinal sagte, das Taize-Treffen sei eine große Chance für die säkulare, tschechische Gesellschaft. Nach 1990 ist Prag zum zweiten Mal Gastgeber des großen christlichen Treffens. Die Zusammenkünfte werden von der Brudergemeinschaft im französischen Taize organisiert. Bekannt ist die Taize-Spiritualität für ihren einfachen Lebensstil und ihre meditativen Gesänge.

Bon Jovi absolvierten umsatzstärkste Welttournee 2013

Die Rockband Bon Jovi hat die weltweit erfolgreichste Konzerttournee des Jahres 2013 hingelegt - zumindest was die Einnahmen angeht.

Wie die Fachzeitschrift "Pollstar" meldet, nahm die Band aus New Jersey umgerechnet rund 189 Millionen Euro ein. Platz zwei der Liste mit den einträglichsten Welttourneen belegte Sängerin Beyonce, gefolgt von Pink, Justin Bieber und Bruce Springsteen.

Feuilletons gratulieren Ben Kingsley zum 70. Geburtstag

Ben Kingsley kann beides verkörpern - gütige und niederträchtige Charaktere.

Der Schauspieler sei extrem wandelbar, lobt die "Berliner Zeitung" zum 70. Geburtstag des Briten. Die "Süddeutsche Zeitung" hebt vor allem Kingsleys Film "Gandhi" von 1982 hervor. Das Werk habe ihm ein Charisma beschert, das bis in seine heutigen Rollen hineinreiche. Und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung fasst zusammen: "Er misstraut seinen Rollen, deshalb vertraut ihm die Regie." Kingsley habe die Neigung, das Einfache komplex anzulegen, statt das Komplizierte zu versimpeln.

Helmut Thoma: Zuschauer entscheidend für Erfolgskonzept des Privatfernsehens

Wenn man einen Wettkampf damit beginnt zu sagen: "Vierter zu werden ist schön", dann hat schon das Antreten keinen Sinn.

Mit diesen Worten beschreibt der ehemalige RTL-Chef Helmut Thoma die Anfangszeit des Privatfernsehens in Deutschland vor 30 Jahren. Thoma sagte im "Deutschlandradio Kultur", über seinen Satz: "Ich will die Nummer Eins werden" hätten damals selbst seine Mitarbeiter gelacht. Seiner Meinung nach hat der Zuschauer bis dahin kaum eine Rolle gespielt. Wörtlich sagte Thoma: "Wenn die Bürger ihre Regierung wählen können, dann können sie auch ihr Programm wählen." Mit der Erfindung der sogenannten "werberelevanten Zielgruppe" habe er auch versucht, die damals übermächtigen öffentlich-rechtlichen Programme als Konkurrenz auszuschalten.

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70 Jahre FSK Was Kinder sehen dürfen
Ein Filmausschnitt aus "Gier nach Liebe" (1955), mit dem "zu" tiefen Dekolletee von Brigit Bardot und der dazugehörigen Zurückweisung der FSK (Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft). Aufgenommen am 10.09.2011 im Deutschen Filmhaus in Wiesbaden. Das Deutsche Filmhaus in Wiesbaden zeigte vom 20. September bis zum 31. Oktober 2011 unter dem Motto "Die erotischen 50er" Filmplakate, Ausschnitte und Werbematerial von "Skandalfilmen" aus den 50er Jahren. Viele der Filme lösten zum Teil politische Debatten über Erotik und Moral aus.  (dpa / Fredrik von Erichsen)

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, die Altersempfehlungen für Filme vergibt, feiert Geburtstag. Als erstes prüfte die FSK vor genau 70 Jahren den Film "Intimitäten". Wie der Prüf-Alltag heute aussieht, berichtet die Gutachterin Annette Lohse.Mehr

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