Seit 13:05 Uhr Sein und Streit

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Kulturnachrichten

Dienstag, 17. Dezember 2013

Staatsministerin Grütters: Kultur ist kein dekorativer Luxus

Für ihr neues Amt hat sich Monika Grütters eine Menge vorgenommen.

Die neue Kulturstaatsministerin sagte zu ihrer Vereidigung im Kanzleramt, sie wolle sich einsetzen für das Zusammenwirken von Bund und Ländern bei der Kulturplanung, für die Stabilisierung bei der Künstlersozialversicherung, die Reform des Urheberrechts und die Digitalisierung des kulturellen Erbes. Kultur, so Grütters, sei für sie kein dekorativer Luxus, sondern vor allem Ausdruck von Humanität und alles andere als ein Wert an sich. Die CDU-Politikerin war bislang Vorsitzende des Bundeskulturausschusses.

Sachsen will Rundfunkbeitrag senken

Der Rundfunkbeitrag könnte schrittweise sinken.

Dafür plädiert das Bundesland Sachsen. Die Dresdner Staatskanzlei schlug vor, die Haushaltsabgabe zunächst um 50 Cent pro Monat zu senken. In einem zweiten Schritt könne dann überprüft werden, ob es weiteren Spielraum zur Absenkung gebe. Die Opposition im Landtag kritisierte den Vorstoß. Solange keine konkreten Zahlen vorlägen, sei das "Populismus pur". Ministerpräsident Stanislaw Tillich hatte vor kurzem eine Debatte über die Höhe des Rundfunkbeitrags angestoßen. Grund war eine Schätzung, nach der die Einnahmen für ARD, ZDF und Deutschlandradio durch die neue Abgabe deutlich steigen könnten.

Münchner Stadtrat soll Vorwürfe gegen Gergijew prüfen

Er hat sein Amt noch nicht einmal angetreten, da gilt Waleri Gergijew bereits als eine der umstrittensten Münchner Personalien.

Mit einem Dringlichkeitsantrag wollen ÖDP, Bayernpartei und die Freien Wähler durchsetzen, dass der Stadtrat die Vorwürfe gegen den künftigen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker prüft. Der Antrag könnte morgen noch in der letzten Sitzung vor Weihnachten zur Abstimmung kommen. In dem Streit geht es um die Haltung des russischen Dirigenten zum russischen Präsidenten Wladimir Putin, mit dem Gergijew befreundet ist. Homosexuellen-Verbände werfen dem Musiker die Diskriminierung von Schwulen und Lesben und Transgendern vor. Er will sich demnächst zu den Vorwürfen äußern.

Einigung zwischen Gema und Betreibern von Video-Plattformen

Im Streit um die Verwendung von urheberrechtlich geschützen Musiktiteln im Internet hat die Gema einen ersten Erfolg zu verzeichnen.

Die Rechteverwertungsgesellschaft hat mit dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien einen Vertrag unterzeichnet. Darin steht, dass die Mitglieder des Verbandes mindestens knapp 0,4 Cent pro abgespieltem Musik-Stück zahlen. Dafür bekommen sie grundsätzlich 20 Prozent Rabatt auf die Gema-Gebühren. Mitglieder des Verbandes betreiben unter anderem die Plattformen MyVideo, Clipfish und tape.tv. Eine Einigung mit dem größten Anbieter - nämlich Youtube steht aber noch aus. In der Auseinandersetzung wurde Anfang des Jahres die Schiedsstelle des Patentamtes eingeschaltet.

Rumänien: Strafe für Verantwortliche von antisemitischem Lied

Ein antisemitisches Weihnachtslied im rumänischen Rundfunk hat für die Verantwortlichen jetzt Konsequenzen.

Der Nationalverband zur Bekämpfung von Diskriminiserung hat sowohl gegen das Musikensemble als auch gegen das zuständige Kulturzentrum eine Geldstrafe von jeweils umgerechnet rund 1.100 Euro verhängt. Zur Begründung hieß es, das Lied habe eine Atmosphäre geschaffen, die für die jüdische Gemeinschaft demütigend und feindlich sei. Die Ausstrahlung des Liedes hatte in der vergangenen Woche einen Skandal ausgelöst und unter anderem zu Protesten der israelischen Botschaft geführt. In dem Text wird der Holocaust verherrlicht.

Kölner Zentralmoschee könnte im Sommer eröffnet werden

Im Sommer könnte das Gotteshaus endlich fertig sein.

Das hat der Architekt der Kölner Zentralmoschee, Paul Böhm, angekündigt. Der Termin sei "machbar", auch wenn es noch viele Unwägbarkeiten gebe. Ursprünglich sollte die Moschee bereits in diesem Jahr eröffnet werden, Baumängel und Rechtsstreitigkeiten über die Umsetzung von Böhms Entwurf hatten aber zu Verzögerungen geführt. Die Kölner Zentralmoschee wird das größte muslimische Gotteshaus in Deutschland. Bauherrin ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, kurz DITIB.

Islamistischer Prediger wegen Bibelverbrennung verurteilt

Weil er öffentlich eine Bibel verbrannt hat, muss ein islamistischer Prediger in Ägypten ins Gefängnis.

Ein Berufungsgericht in der Hauptstadt Kairo bestätigte den Schuldspruch einer niedrigeren Instanz, reduzierte die Haftstrafe aber von elf auf fünf Jahre. Aus Protest gegen ein islamfeindliches Video hatte der Mann im Jahr 2012 eine Bibel vor der US-Botschaft verbrannt. Mitte Juni waren er und sein beteiligter Sohn verurteilt worden.

Münchner Stadtrat soll Vorwürfe gegen Gergijew prüfen

Er hat sein Amt noch nicht einmal angetreten, da gilt Waleri Gergijew bereits als eine der umstrittensten Münchner Personalien.

Mit einem Dringlichkeitsantrag wollen ÖDP, Bayernpartei und die Freien Wähler durchsetzen, dass der Stadtrat die Vorwürfe gegen den künftigen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker prüft. Der Antrag könnte noch am Mittwoch in der letzten Sitzung vor Weihnachten zur Abstimmung kommen. In dem Streit geht es um die Haltung des russischen Dirigenten zum russischen Präsidenten Wladimir Putin, mit dem Gergijew befreundet ist. Homosexuellen-Verbände werfen dem Musiker die Diskriminierung von Schwulen und Lesben und Transgendern vor. Er will sich demnächst zu den Vorwürfen äußern.

Liste aller möglichen Oscar-Preisträger veröffentlicht

Im Rennen um die Oscars sind sie noch nicht - sie könnten es aber bald sein.

Die Filmakademie in Hollywood hat eine Liste mit 289 Filmen veröffentlicht, die die formellen Anforderungen für den meistbeachteten Filmpreis der Welt erfüllen. Die aufgelisteten Werke müssen unter anderem mindestens 40 Minuten lang sein und in diesem Jahr in einem Kino in Los Angeles oder dem Umkreis mindestens sieben mal gelaufen sein. Die offiziellen Oscar-Nominierungen werden Mitte Januar bekannt gegeben.

RTL will bei digitaler terrestrischer Frequenz bleiben

Die Mediengruppe RTL Deutschland bleibt nun doch beim alten Übertragungsweg.

Wie ein Sprecher des Hauses bestätigte, will das Unternehmen auch über 2014 hinaus am digitalen Antennenfernsehen DVBT-T festhalten. Grund für die Entscheidung sei eine Ankündigung der Bundesregierung. Diese habe zugesichert, die Frequenzen für die digitale terrestrische Übertragung für das Fernsehen zu sichern. Anfang dieses Jahres hatte RTL angekündigt, aus der DVBT-T-Übertragung auszusteigen. Hintergrund war eine Ankündigung der Bundesnetzagentur. Diese wollte die Frequenzen ab 2020 an Internetanbieter versteigern.

Sandsteinfigur soll aus Spreekanal geborgen werden

Die Berliner Feuerwehr bereitet derzeit einen ungewöhnlichen Einsatz vor.

In der Nähe des Auswärtigen Amtes will sie am Mittwoch eine Skulptur aus dem Spreekanal bergen. Archäologen vermuten, dass die Sandsteinfigur zur ehemaligen Neuen Münze gehört. Das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert vom Baumeister August Stüler geplant. Entdeckt wurde das Kunstwerk bei technischen Arbeiten im vergangenen Jahr. Wie es ins Wasser gelangte, ist noch unklar.

Schweden: Rap-Song gegen Rechtspopulisten darf nur mit Kommentar laufen

Dieses Lied wird mit einem Sicherheitshinweis gespielt.

Der schwedische Rapper Timbuktu attackiert in seinem Song "Svarta duvor", zu Deutsch "Schwarze Tauben", den Chef der rechtspopulistischen Schwedendemokraten. In Anspielung auf die schwedischen Nationalfarben heißt es da zum Beispiel, man solle ihn "blau und gelb" schlagen. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist das zu viel: In seinem Jugendkanal darf das Lied zwar gespielt werden, aber nur unter Verlesen eines entsprechenden Kommentars. Der Programmleiter gab allerdings in einem Interview zu, dass solche Entscheidungen ungewöhnlich seien, da gewalttätige, brutale oder frauenfeindliche Texte keine Seltenheit sind. - Dem Erfolg des Lieds tut das keinen Abbruch: "Svarta duvor" steht seit Wochen in Schweden weit vorne auf der Hitparade.

Bankrottes Detroit erwägt, Museumskunstwerke zu verkaufen

Das bankrotte Detroit macht auch vor der Kunst nicht Halt.

Die amerikanische Metropole erwägt, die Kunstwerke aus dem städtischen Museum zu verkaufen. Damit will sie vor allem die Pensionskassen wieder aufstocken, berichtet der britische "Guardian". Zur Zeit werden rund 2.800 Werke vom Auktionshaus Christie's geschätzt. Christie's schlug auch Alternativen zum Verkauf vor: Die Objekte könnten als Sicherheit für einen Kredit genutzt werden oder an andere Museen verliehen werden.

Neues Besucherzentrum für Stonehenge

Immer wieder gab es Beschwerden, dass Stonehenge für Touristen nicht attraktiv genug präsentiert wird.

Das neue Besucherzentrum soll das Monument nun besser darstellen. Es eröffnet morgen und soll umfassend über den Steinkreis in Südengland informieren. Die Planung hatte Jahrzehnte gedauert. Das Haus ist Teil einer 32 Millionen Euro teuren Neuentwicklung der Stätte. - Rund eine Million Menschen besuchen Stonehenge jährlich. Der Steinkreis stammt vermutlich aus der Zeit um etwa 2.500 vor Christus.

Semiotiker: Wir sind in einer neuen Menschheitsphase

Wie kann man Atommüll so kennzeichnen, dass auch in 100.000 Jahren Menschen noch erkennen, dass davon Gefahr ausgeht?

Mit dieser Frage befasst sich der emeritierte Berliner Professort für Semiotik, Roland Posner. Er sagte im Deutschlandradio Kultur , man könne sich nicht darauf verlassen, dass eine blühende Kultur auch in 100 Jahren noch existiere und dass ihre Zeichen noch lesbar seien. Derzeit gerate die Menschheit in eine neue Phase, in der die Probleme der Zukunft zu Problemen des Alltags würden. Entscheidend sei, ob die Länder Europas in der Lage seien, dies zu erkennen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Staat darf Bürger nicht mit Drogenpolitik schädigen, sagt Strafrechtler

Mit seiner Drogenpolitik schädigt der Staat die Bürger - Konsumenten wie Nicht-Konsumenten.

Das betonte der Strafrechtler Lorenz Böllinger im Deutschlandradio Kultur. Zusammen mit rund 100 Kollegen hat Böllinger den Bundestag dazu aufgefordert, das Betäubungsmittelgesetz überarbeiten zu lassen. Der Staat zwinge mit seiner Politik Drogenkonsumenten auf den Schwarzmarkt, so Böllinger. Daraus resultiere Kriminalität - und die schädige auch den nicht-konsumierenden Bürger.

Das vollständige Interview mit Professor Böllinger hören Sie hier.

GB: Drei Kritiker verlassen aus Protest Theaterpreis-Jury

Der "Evening Standard Theatre Award" für Helen Mirren hat Konsequenzen.

Aus Protest gegen undurchsichtige Preisvergaben haben drei Theaterkritiker die Jury des britischen Theaterpreises verlassen. Einer davon, der "Daily Telegraph"-Kritiker Charles Spencer, zeigte sich in der Zeitung enttäuscht über Änderungen bei der Auswahl der Preisträger. Auch wenn Helen Mirren eine sehr gute Darstellerin sei, habe er doch das Gefühl gehabt, dass andere Schauspielerinnen in der Jury-Gunst deutlich vorne lagen. Vielleicht habe der "Evening Standard" Mirren bevorzugt, weil sie den Lesern der Zeitung eher ein Begriff sei. Der "Evening Standard" wies die Anschuldigungen zurück.

Christie's-Auktionator: Neue Ära auf dem Kunstmarkt

Das Jahr 2013 hat eine neue Ära auf dem Kunstmarkt eingeläutet.

So sieht es zumindest Jussi Pylkkänen, Chefauktionator von Christie's. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe weltweit immer mehr Interessenten und sie alle hätten das Ziel "das Beste zu kaufen". Der Markt werde nach wie vor von Käufern aus Europa und den USA bestimmt, aber neue Märkte in Asien würden wachsen. Pylkkänen hatte im November das Triptychon von Lucian Freud versteigert, das einen Rekordpreis von 106 Millionen Euro erzielte. Der Auktionator erwartet in Zukunft noch mehr solche Summen.

Papst Franziskus wird 77: Besuch vom Fußballclub

Große Feierlichkeiten sind nicht geplant, und das, obwohl es eine Schnapszahl ist.

Papst Franziskus wird heute 77 Jahre alt. Traditionell wird aber nur der Namenstag des jeweils amtierenden Papstes begangen. Dafür erhält der Papst heute Besuch von seiner Lieblings-Fußballmannschaft. Der Club San Lorenzo hat gerade die Hinrunden-Meisterschaft der argentinischen Liga gewonnen. Eine Delegation der Mannschaft ist gestern nach Rom geflogen, um den Papst heute zu besuchen. Franziskus ist ist seit seiner Kindheit Fan von San Lorenzo.

Irland sucht einen Schriftsteller des Jahres

Diese 150.000 Euro kommen nicht ohne Gegenleistung.

Der irische Kulturrat hat die Einführung eines neuen, hochdotierten Preises für Romanautoren beschlossen. Wie der britische "Guardian" berichtet, soll der Preis ab dem kommenden Jahr vergeben werden - zusammen vom Kulturrat, dem University College Dublin und der New York University. Der Preisträger soll dann das ganze Jahr über vermarktet werden, um Irlands Literatur international zu bewerben. Allerdings muss der Autor auch selbst aktiv werden: Er bekommt einen Blog, soll an Veranstaltungen teilnehmen und an beiden Unis Kreatives Schreiben unterrichten - und nebenbei natürlich an seinem eigenen literarischen Werk weiterarbeiten.

Islamische Staaten wollen Standards für Halal-Produkte

Das Ziel ist eine Art TÜV-Siegel für Halal-Produkte.

Die "Organisation für Islamische Zusammenarbeit" will weltweite Standards für nach dem Islam erlaubte Lebensmittel erarbeiten. Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoglu sagte, es ginge um einheitliche Richtlinen, Anerkennungsverfahren und Zertifikate von Nahrungsmitteln. Diese sollen nicht nur in den 57 Mitgliedsstaaten der Organisation gelten, sondern auch in den muslimischen Gemeinschaften in der Diaspora. - Laut Ihsanoglu hat der Markt für Hala-Produkte inzwischen ein Volumen von mehreren Milliarden Euro. Im Emirat Schardscha findet derzeit eine Konferenz zu Halal-Lebensmitteln statt.

US-Firmen müssen wegen alter Bleifarbe Milliarden-Strafe zahlen

Die Firmen hätten gewusst, dass Bleifarbe schädlich ist, urteilte der Richter.

Weil sie die Farbe trotzdem verkauft haben, müssen drei US-Unternehmen insgesamt 1,1 Milliarden US-Dollar Strafe an zehn Städte und Bezirke in Kalifornien zahlen. Das entschied ein Bezirksgericht in Santa Monica. Mit dem Geld soll die Farbe wieder von den Häuserwänden entfernt werden. Das Urteil konnte erst nach 13 Jahren gefällt werden, da die Firmen immer wieder Einspruch eingelegt hatten. - In den USA ist Bleifarbe schon seit 1987 verboten.

Universität Harvard nach Bombendrohung wieder geöffnet

Nach dem Anschlag auf den Boston Marathon im April ist die Polizei der Stadt in Alarmbereitschaft.

Als gestern an der Eliteuniversität Harvard in der Nähe von Boston eine eMail mit einer Bombendrohung eintraf, wurden sofort vier Gebäude evakuiert. Die Polizei durchsuchte die Hörsaale und den Schlafraum. Jetzt wurde Entwarnung gegeben: Es wurde kein Sprengstoff gefunden und die Gebäude sind wieder geöffnet. Für manche Studenten hat der Vorfall trotzdem Folgen: Ihre Prüfungen wurden wegen der Bombendrohung verschoben.

Grönland fordert Entschädigung von Dänemark für Kinder, die den Namen des Vaters nicht erfahren durften

Grönland fordert Entschädigung von Dänemark - für Tausende von Menschen, die nicht wissen durften, wer ihr Vater war.

Die Kolonialmacht Dänemark hatte unehelich geborenen Grönländern bis 1963 verweigert, die Namen ihrer Väter zu erfahren. Dänen in der gleichen Situation hatten dagegen ab 1938 ein Anrecht darauf. Eine Angehörige des grönländischen Parlaments sagte, Dänemark müsse zugeben, die Grönländer in diesem Fall diskriminiert zu haben. Eine Entschädigung sei daher eine "Prinzipienfrage" - die Höhe sei zweitrangig. Das Parlament will in dieser Woche über eine Gesetzesvorlage abstimmen, die Grönländer dabei unterstützt, die Namen ihrer Väter zu finden und auch Fragen im Erbrecht regelt.

Broll-Pape wird neue Intendantin des E.T.A.-Hoffmann-Theaters

Die Entscheidung für sie fiel einstimmig:

Die Leiterin des Bochumer Prinz-Regent-Theaters, Sibylle Broll-Pape, wird neue Intendantin des E.T.A.-Hoffmann-Theaters in Bamberg. Wie die Stadt mitteilte, tritt sie 2015 die Nachfolge von Rainer Lewandowski an, der altersbedingt ausscheidet. Broll-Pape überzeuge durch langjährige Erfahrung als Intendantin sowie ihre Vernetzung mit Theatern, Regisseuren und Autoren in ganz Deutschland.

Wasserknappheit: Klimawandel hat deutliche Auswirkungen, sagen Forscher

Der Klimawandel beeinflusst deutlich, wie viel Wasser wir in Zukunft zur Verfügung haben werden.

Das haben Potsdamer Wissenschaftler herausgefunden. Durch den Klimawandel seien voraussichtlich noch in diesem Jahrhundert 40 Prozent mehr Menschen dem Risiko von absoluter Wasserknappheit ausgesetzt als es ohne Klimawandel der Fall wäre. In einer Fachzeitschrift schreiben die Forscher, dass das Wasser besonders knapp werden wird, wenn die globale Erwärmung auf zwei bis drei Grad über das vorindustrielle Niveau steigt.

Laut Studie wird sich die Wasserknappheit regional unterschiedlich auswirken. So werde es im Süden der USA, im Nahen Osten und im Mittelmeerraum in Zukunft weniger Wasser geben. In Teilen Ostafrikas, im westlichen China oder Südindien dagegen eher mehr.

USA: Wissenschaftler wollen israelische Kollegen und Unis boykottieren

Sie wollen einen akademischen Boykott aus politischen Gründen.

Eine Gruppe von amerikanischen Wissenschaftlern hat sich dafür ausgesprochen, israelische Kollegen und Universitäten zu boykottieren. Damit wollen sie gegen die Politik des Landes gegenüber den Palästinensern protestieren. Rund 820 der Mitglieder der "American Studies Association" befürworteten den Antrag. Er hat allerdings keine bindenden Folgen für die Mitglieder oder amerikanische Institutionen. - Der Präsident des jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, kommentierte: Dieser Antrag zeige den Anti-Semitismus und den moralischen Bankrott der "American Studies Association".

"Vitia ciao!": Janukowitschs Gegner dichten "Bella ciao!"um

"Bella ciao" war ein Lied der italienischen Partisanen im Zweiten Weltkrieg, nun dient die Melodie den Gegnern des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch.

Umgetextet in "Vitia ciao" wurde das Lied bei den Massenprotesten in Kiew mehrfach vorgespielt und mit viel Schadenfreude bejubelt. "Vitia" ist eine Verniedlichungsform von "Viktor", wie Janukowitsch mit Vornamen heißt. Das zugehörige Video besteht aus Zusammenschnitten, in denen er unter anderem auf der Tanzfläche oder im Fußballstadion zu sehen ist, während die Polizei seine Gegner niederknüppelt. Produziert wurde das Video von ukrainischen Journalisten und Aktivisten, die der Oppositionsbewegung zu einem Motto-Song mit Wiedererkennungswert verhelfen wollten.

Das Video sehen Sie
hier.

Brasilien: Polizei räumt besetztes Indio-Museum

Die Indigenen hielten das verfallene Gebäude bereits seit 2006 immer wieder besetzt.

Die rund 40 Nachkommen der Ureinwohner wollten mit ihrer Aktion gegen einen möglichen Abriss des ehemaligen Indigenen-Museum im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft und der Olympischen Spiele in Brasilien protestieren. Nun hat die Polizei das Gebäude neben dem Maracana-Stadion von Rio de Janeiro geräumt. Die Landesregierung versicherte in einer Stellungnahme, das historische Gebäude solle erhalten bleiben und für ein Zentrum der indigenen Kulturen genutzt werden. Von 1953 bis 1977 war das Haus Sitz des "Indigenen-Museums" der Stadt.

"Medicus"-Premiere: Noah Gordon musste erst von Verfilmung überzeugt werden

Für diesen Film war viel Überzeugungsarbeit nötig.

Die Rede ist vom "Medicus", der gestern Abend in Berlin Premiere hatte. Die Produzenten Nico Hofmann und Wolf Bauer mussten nach eigenen Angaben mehrmals zu dem Romanautor Noah Gordon nach Boston reisen, um das Projekt mit ihm zu besprechen. Schließlich habe der europäische Ansatz ihn überzeugt. Gordon selbst erklärte vor der Premiere, er sei beeindruckt von den Darstellern. - "Der Medicus" kommt am 25. Dezember in die Kinos.

US-Countrysänger Ray Price gestorben

Der amerikanische Countrysänger Ray Price ist tot.

Er starb nach Angaben seiner Familie im Alter von 87 Jahren in Texas. Price galt als einer der einflussreichsten Vertreter der traditionellen Countrymusik. Seine Karriere erstreckte sich über sechs Jahrzehnte. In seinen Liedern verwendete er später auch Pop- und Klassik-Elemente. 1996 wurde Price in der "Ruhmeshalle der Countrymusik" aufgenommen. Zudem wurde er mit zwei Grammys ausgezeichnet.

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