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Kulturnachrichten

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Golden Globes-Nominierungen bekannt gegeben

In Beverly Hills sind die Nominierungen für die Golden Globes bekannt gegeben worden.

Unter den Favoriten sind mit jeweils sieben Nominierungen die US-Filme "12 Years a Slave" und "American Hustle". Im Wettbewerb um den besten internationalen Film steht unter anderem "Blau ist eine warme Farbe". Das Werk hatte bereits in Cannes die Goldene Palme gewonnen. Der deutsche Schauspieler Daniel Brühl kann sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung als bester Nebendarsteller machen, er ist für seine Rolle in "Rush" nominiert. Ebenfalls Chancen hat der Frankfurter Filmkomponist Hans Zimmer, der die Musik für den Film schrieb. Die Golden Globes werden von der Vereinigung der internationalen Presse in Hollywood verliehen. Sie gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscars.

Die vollständige Liste aller Nominierungen finden Sie hier

Pussy-Riot-Urteile sollen überprüft werden

Haben die Mitglieder von "Pussy Riot" ihr Punkgebet in einer Moskauer Kathedrale wirklich aus "Hass" aufgeführt?

Das soll jetzt überprüft werden. Russlands Oberster Gerichtshof hat den Fall zurück an das Gericht in Moskau verwiesen. Demnach gebe es vor allem Zweifel an den Motiven der Frauen. Außerdem sei beim Strafmaß nicht berücksichtigt worden, dass beide kleine Kinder hätten und bei ihren Taten keine Gewalt angewandt hätten. Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina waren im August 2012 wegen Rowdytums und Anstiftung zu religiösem Hass zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Sie sollen im März freikommen.

Frankreich erwägt Ausleihe von Kunstwerken an China

Eugène Delacroix´ Werk "Die Freiheit führt das Volk" soll nun doch nicht von Frankreich nach China ausgeliehen werden.

Das französische Kulturministerium hatte ursprünglich erwogen, das Meisterwerk zusammen mit anderen wichtigen Kunstwerken in die Volksrepublik zu schicken. Kulturministerin Aurelie Filippetti erklärte nun, Kuratoren hätten von einem Transport abgeraten, weil das Bild dadurch zu stark geschädigt werde. Der Präsident treffe zwar die endgültige Entscheidung, sie selbst schließe sich aber der Meinung der Kuratoren an. Das Bild habe schon bei letzten Transport im vergangenen Dezember gelitten. Zur Zeit ist das Werk im Pariser Louvre zu sehen.

Israelischer Filmemacher will Anne Franks Tagebuch verarbeiten

Es ist für ihn eine "fantastische Chance und Herausforderung".

Der israelische Produzent und Regisseur Ari Folmann will das Tagebuch der Anne Frank als Animationsfilm in die Kinos bringen. Es sei wichtig, die Erinnerung an das jüdische Mädchen und ihre Familie durch neue künstlerische Formen am Leben zu erhalten, sagte Folman dem "Hollywood Reporter". Sein bislang bekanntestes Werk ist der Animationsfilm "Waltz with Bashir" über seine eigenen Erfahrungen als Soldat im ersten Libanonkrieg.

Wissenschaftler in Türkei suchen nach Übersetzungsstandards

Wenn türkische Verlage Klassiker übersetzen lassen, nehmen viele es mit der Text-Treue offenbar nicht so genau.

So hat beispielsweise eine Übersetzung von Victor Hugos "Les Misérables" im Türkischen gerade einmal 300 Seiten - während das Original 1.500 Seiten hat. Miserabel sollen auch einige Klassiker von Fjodor Dostojewski übersetzt worden sein. Das Thema ist in der literarischen Szene der Türkei mittlerweile so präsent, dass sich jetzt eine Konferenz an der Istanbuler Bosporus-Uni damit beschäftigen will. Experten wollen zwei Tage lang nach Qualitätsstandards bei Übersetzungen suchen.

Zentralrats-Vize: Beschneidung trotz Gesetz weiter in Debatte

Die Debatte um die religiös motivierte Beschneidunge von Jungen ist noch lange nicht abgeschlossen.

Dieser Ansicht ist der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Der Bundestag hatte vor einem Jahr ein Gesetz verabschiedet, das die Beschneidung auch aus anderen als medizinischen Gründen erlaubt. Schuster sagte dem Evangelischen Pressedienst, damit habe der Gesetzgeber zwar mehr Rechtssicherheit für Juden und Muslime geschaffen. Dennoch würden männliche und weibliche Beschneidungen in der Diskussion zum Teil noch gleichgesetzt. Zudem sei die Kritik oft mit versteckten antisemitischen Aussagen vermengt worden.

Görlitzer Bischof kritisiert Trend zu früheren Gottesdiensten

An Silvester würde schließlich auch niemand auf die Idee kommen, den Jahreswechsel ein paar Stunden früher zu feiern.

Mit diesem Hinweis hat der katholische Bischof von Görlitz den zunehmenden Trend zu frühen Weihnachtsgottesdiensten kritisiert. Wolfgang Ipolt sagte der Katholischen-Nachrichten-Agentur, in vielen Gemeinden werde die Krippenfeier, die eigentlich für Kinder eingeführt wurde, zur Hauptfeier. Zur Christmette kämen immer weniger Gläubige. Damit, so der Bischof, laufe man Gefahr, etwas Wesentliches preiszugeben. In der katholischen Kirche findet der eigentliche Weihnachtsgottesdienst in der Nacht vom Heiligen Abend auf den Ersten Weihnachtsfeiertag statt.

Kölner Kirche droht Strahlenkranz zu verlieren

In Köln droht ein Stück Kirche auf den Bahnhofsvorplatz zu fallen.

Auf dem Dach der katholischen St.Mariä-Himmelfahrt-Kirche hat sich nach Angaben des Erzbistums der goldene Strahlenkranz gelöst. Er drohe nun auf den Platz zu stürzen. Die Polizei habe das Areal abgesperrt, ein Dachdecker solle nun das Teil bergen. Die Kirche St.Mariä Himmelfahrt ist eine der wenigen Barockkirchen Kölns.

Freie Kirchenmusiker fordern einheitliche Honorare

Die evangelische und katholische Kirche müssen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden.

Die Kirchenmusiker im Deutschen Musikrat fordern Mindesstandards bei der Honorierung von Freiberuflern. Die Deutsche Orchestervereinigung hatte entsprechende Mindeslöhne erarbeitet. Der Generalsekretär des Rates, Christian Höppner, sprach von einem zukunftsweisenden Schritt. Nun müssten die Entscheidungsträger in den Kirchen reagieren. Die Lage der freien Musiker sei vielfach "desaströs".

Türkei lässt Frauen mit Kopftuch Diplomatinnen werden

Die Türkei könnte sich bald von Frauen im Kopftuch auf dem internationalen Parkett vertreten lassen.

Die Regierung in Ankara hat die Diplomatenausbildung auch für religiös gekleidete Bewerberinnen geöffnet. Mit der Reform setzt das Außenministerium ein kürzlich beschlossenes Gesetz um, mit dem das Kopftuchverbot im Staatsdienst aufgehoben wurde. Die islamistisch-konservative Regierungspartei AKP strebt mit ihren Reformen eine Öffnung der weltlichen Staatsideologie in der Türkei an.

Antisemitisches Weihnachtslied sorgt für Skandal in Rumänien

Ein antisemitisches Weihnachtslied hat in Rumänien einen Skandal ausgelöst.

Das staatliche Fernsehen TVR hatte eine Chor-Darbietung des Liedes gesendet. Darin wird die abwertende Bezeichnung 'jidov' für Juden verwendet und indirekt der Holocaust verherrlicht. In einer Textzeile heißt es: "Nur im Schornstein, im Rauch, ist der 'jidow' gut." Rumäniens Außenminister Titus Corlatean verurteilte die Ausstrahlung und rief Staatsanwaltschaft und Parlament auf, gegen die Verantwortlichen vorzugehen. Israels Botschaft in Bukarest äußerte sich "besorgt" über den Vorfall.

Vermeintlicher Gebärdendolmetscher verteidigt falsche Übersetzung

Er sei kein Hochstapler gewesen, sondern habe Stimmen gehört und halluziniert.

Mit dieser Begründung hat der Gebärdendolmetscher bei der Trauerfeier für Nelson Mandela die Kritik an seiner Übersetzung zurückgewiesen. Der Mann sagte der südafrikanischen Zeitung "Star", er leide unter Schizophrenie und nehme Medikamente gegen die Krankheit. Gehörlose hatten unter anderem bemängelt, der Dolmetscher habe immer wieder die gleichen Gebärden wiederholt. Er habe versucht, sich zu kontrollieren und der Welt nicht zu zeigen, was mit ihm los gewesen sei, verteidigte sich der Übersetzer.

Autorin Langer: Munch hat Menschen direkt und ungeschönt dargestellt

Munch hatte so viele Facetten in seiner Persönlichkeit und in seinen Bildern, dass er geradezu danach schreit, beschrieben zu werden.

So erklärt die Autorin Tanja Langer ihr Interesse an dem norwegischen Maler Edvard Munch, der heute vor 150 Jahren geboren wurde. Langer sagte im "Deutschlandradio Kultur, ihr Buch "Der Maler Munch" könne allerdings nur eine Momentaufnahme eines Bruchteils dessen sein, was es über Munch zu erzählen gebe. Für sie sei das Schreiben eine abenteuerliche Reise in ein anderes Universum gewesen. Munch habe die Menschen bewusst in einer extremen Direktheit und ungeschönt dargestellt. Ihm sei deshalb bewusst gewesen, dass sie einer Ideologie wie dem Nationalsozialismus, die alles beschönige, entgegenstehen mussten. 1937 hatten die Nationalsozialisten die Werke des Malers als "entartete Kunst" beschlagnahmt.

Litauen gewährt Staatsrente für Retter von Juden

Die öffentliche Kritik hat offenbar gewirkt.

Wie die Nachrichtenagentur BNS meldet, will die Regierung Litauens Rettern von Juden während des Zweiten Weltkriegs nun doch eine staatliche Sonderrente gewähren. Die Mitte-Links-Koalition hatte ein Renten-Gesetz ursprünglich wegen fehlender Gelder aufschieben wollen. Nun hob sie diesen umstrittenen Beschluss auf. Die Betroffenen sollen den Status von Freiheitskämpfern erhalten und damit Sonderrenten bekommen können. Nach Angaben des Sozialministeriums müssen für die rund 150 Menschen umgerechnet knapp 250.000 Euro pro Jahr aufgebracht werden.

Kult um Nelson Mandela ist "populäre Heiligsprechung"

Der Kult um den gestorbenen Nelson Mandela erinnert inzwischen an Heiligenverehrung.

Der katholische Theologe Hubertus Lutterbach von der Uni Duisburg-Essen bezeichnet das als "Heiligsprechung durch die Weltöffentlichkeit". Im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst erläutert Lutterbach die Voraussetzungen, die dafür nötig sind. Für eine populäre Heiligsprechung müsse ein Mensch eine beispiellose Menschenfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft gezeigt haben. Entscheidend sei, dass der moderne Heilige für seine Botschaft auch Leiden und Verfolgung auf sich nehme. Mandela habe durch seine langjährige Haft Glaubwürdigkeit erworben. Zudem habe er der Versuchung widerstanden, Rache zu nehmen, erläutert Lutterbach.

Historiker Müller kritisiert "Scheindifferenz" zwischen Homo- und Heterosexuellen im Koalitionsvertrag

Der Koalitionsvertrag von SPD und Union beharrt auf einer Scheindifferenz zwischen Hetero- und Homosexuellen.

Das kritisiert der Historiker Klaus Müller. Er sagte der "taz", dies gelte, so lange es Unterschiede im Eherecht gebe. Die zentrale Forderung, die sich aus der deutschen Geschichte ergebe, sei aber eine prinzipielle Rechtsgleichheit für Lesben, Schwule, trans- und intersexuelle Menschen. Müller betonte, dem Staat komme eine Schutzpflicht zu. Rechtlich wie symbolisch sei eine Gleichstellung enorm wichtig, weil damit die Behauptung der Andersartigkeit zumindest juristisch beendet würde. Forderungen nach Toleranz könnten erst mit Macht vorgetragen werden, wenn diese Gleichheit verwirklicht sei.

Bischöfe bei Protesten in Indien festgenommen

In Indien sind bei einer Demonstration mehrere Bischöfe, Priester und Ordensschwestern festgenommen worden.

Die Protestierenden waren gegen die Diskriminierung von christlichen Dalits auf die Straße gegangen. Insgesamt nahm die Polizei mehr als 400 Teilnehmer in Gewahrsam. Mindestens zwei Drittel der indischen Christen stammen aus der Gruppe der Dalits, der "Unberührbaren". Die Nachfahren der indischen Ureinwohner leiden bis heute unter Diskriminierungen. Sie stehen zum Teil außerhalb des Kastensystems oder auf dessen unterster Stufe. Seit Jahrzehnten fordern sie deshalb besseren Zugang zu Bildung und Arbeit.

Medien fordern besseren Schutz für Journalisten gegen Entführungen in Syrien

13 große Medienunternehmen reagieren auf die zunehmenden Entführungen von Journalisten in Syrien.

Mehrere Agenturen und große Zeitungen wie die Washington Post" oder der britische "Guardian" haben einen Brief an die syrischen Oppositionsgruppen geschrieben. Darin fordern sie unverzügliche Schritte gegen die Verschleppung von Reportern vor allem in den Rebellen-Gebieten. Ansonsten würde sich kein Journalist mehr bereit erklären, über die Vorgänge in Syrien zu berichten, warnen die Unternehmen. Erst am Dienstag war die Entführung von zwei spanischen Reportern bekannt geworden. Laut dem "Komitee zum Schutz von Journalisten" werden in Syrien derzeit noch 30 ausländische und einheimische Journalisten vermisst.

Anwaltverein warnt vor unkommentierter Verbreitung von "Mein Kampf

Eine kommentierte Veröffentlichung würde zur Aufklärung beitragen.

Mit diesen Worten kritisiert der Deutsche Anwaltverein das Nein der bayerischen Staatsregierung zu einer wissenschaftlichen Edition von Hitlers "Mein Kampf". Wenn die urheberrechtliche Bindung Ende 2015 auslaufe, sei die Gefahr groß, dass der Text unkommentiert verbreitet werde, erklärte der Verein. Eine kommentierte Veröffentlichung, wie sie das Institut für Zeitgeschichte plane, sei deshalb sinnvoll. Denkbar seien auch Absprachen mit dem Buchhandel und der Verwertungsgesellschaft Wort. Vor knapp zwei Jahren hatte die Landesregierung das Institut mit der kritischen Ausgabe beauftragt, war aber jetzt überraschend aus dem Projekt ausgestiegen. Das Institut hält dennoch an dem Vorhaben fest.

Offenes Feuer wohl Ursache des Brandes im Rigaer Schloss

Diese Erkenntnis könnte Einfluss auf die Finanzierung des Wiederaufbaus des Schlosses in Riga haben.

Ein Gutachten der staatlichen Immobilienverwaltung kommt zu dem Schluss, dass der Brand, der im Juni große Teile des fast 700 Jahre alten Wahrzeichens zerstörte, durch offenes Feuer ausgelöst wurde. Die Behörde leitet daraus ab, dass die Baufirma, die im betroffenen Gebäudeteil Arbeiten durchführte den Schaden ersetzen müsse. Er liegt bei geschätzten sechs Millionen Euro. Seit der Katastrophe streiten der lettische Staat, die Versicherung und die Baufirma darüber, wer den Wiederaufbau finanzieren muss. Im Rigaer Schloss sind mehrere Museen und die Residenz des Präsidenten untergebracht.

Haitianisches Nationalarchiv : schwere Verluste durch Erdbebenschäden

Das Erdbeben in Haiti vor knapp vier Jahren hat schwere Schäden verursacht - auch im haitianischen Nationalarchiv.

Darauf hat der Direktor des Archivs, Jean Wilfrid Bertrand, hingewiesen. Bei einer Tagung von Archivaren aus französischsprachigen Ländern sagte er, die Archivbestände der vergangenen 60 Jahre seien außer Kontrolle. Man könne nicht genau sagen, wie viel infolge des Erdbebens verloren gegangen sei, aber die Schäden seien enorm. Betroffen seien unter anderem die Personenstandsregister sowie die Dokumente der Regierung und Ministerien.

E-Book-Geschäft: Buchhändler scheitern mit Klage gegen Amazon

Drei amerikanische Buchhandlungen sind mit ihrer Klage gegen den Online-Versandhändler Amazon gescheitert.

Die Buchhändler hatten Amazon mit Blick auf das E-Book-Geschäft Geheimabsprachen mit sechs großen Verlagen vorgeworfen. Der Bundesrichter am Bezirkgsgericht in New York erklärte, dass die Verlage akzeptiert hätten, dass E-Books von Amazon auch nur auf E-Book-Readern von Amazon gelesen werden könnten, sei kein Verstoß gegen das Kartellrecht. Amazon habe nicht die Verpflichtung, Konkurrenten zu helfen. Dass die klagenden Buchhändler auf dem E-Book-Markt quasi chancenlos seien, sei nicht die Schuld des Online-Versandhändlers, so der Richter.

Protest gegen Arbeitsbedingungen in Katar in Live-Talkshow

Auf ihren Bäuchen stand unter anderem der Slogan "Spiele nicht mit Menschenrechten".

Zwei teils unbekleidete Frauen haben gestern Abend während der Live-Talkshow "Markus Lanz" im ZDF gegen die Fußball-WM in Katar protestiert. Die Frauen stürmten mitten in der Sendung mit nackten Oberkörpern auf die Bühne. Ein weiterer Aktivist, der mit einem Schild im Studio stand, kritisierte, in Katar würden die Arbeiter wie Sklaven behandelt. Die Fifa solle Druck auf das Land ausüben oder eine Weltmeisterschaft gar nicht erst "in so einem Land" ausrichten. Der Gastgeber der Fußball-WM 2022 war wegen der Arbeitsbedingungen auf den Baustellen in die Kritik geraten.

Oberstes Gericht in Australien kippt Homo-Ehe

Erst in der vergangenen Woche waren die ersten gleichgeschlechtlichen Ehen in Australien geschlossen worden.

Jetzt hat das oberste Gericht des Landes ein Gesetz zur Zulassung von Homo-Ehen wieder einkassiert. Das Parlament in der Region Canberra hatte im Oktober dafür gestimmt, dass Schwule und Lesben dort offiziell heiraten können. Ein solches Gesetz könne nicht neben dem Bundesrecht stehen, wonach die Ehe eine Sache zwischen Frau und Mann sei, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Geklagt hatte die australische Regierung. In den vergangenen Tagen hatten sich zahlreiche homosexuelle Paare in Erwartung des Urteils noch schnell das Ja-Wort gegeben.

Studie: Sozial Schwächere haben wenig Einfluss bei Wahlen

Je prekärer die soziale Situation in einem Stadtviertel, desto niedriger die Wahlbeteiligung.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Sie hat die Bundestagswahl 2013 analysiert und kommt zu dem Ergebnis: Die 17 Millionen Nichtwähler kommen überdurchschnittlich oft aus prekären Milieus. Demnach gehen Menschen aus Schichten mit hoher Arbeitslosigkeit und geringer Bildung seltener wählen und haben darum unverhältnismäßig wenig Einfluss auf das Wahlergebnis. Für die Studie analysierten die Forscher das Wahlverhalten in 28 deutschen Großstädten. In Köln ermittelten sie den größten Unterschied in der Wahlbeteiligung zwischen den einzelnen Vierteln. Im Stadtteil Chorweiler gingen nur knapp 43 Prozent der Bewohner wählen, in Hahnwald waren es fast 89 Prozent. Die Arbeitslosigkeit liegt in Chorweiler bei mehr als 19 Prozent, in Hahnwald nur bei einem Prozent.

Hobbit-Film: Weinstein-Brüder verklagen Time Warner

Ron und Harvey Weinstein fordern umgerechnet knapp 55 Millionen Euro.

Die Hollywood-Produzenten haben die Produktionsfirma Time Warner verklagt. Grund ist die Entscheidung des Unternehmens, die Verfilmung des Romans "Der Hobbit" in drei Teilen in den Kinos zu veröffentlichen. Zunächst wollte man das Projekt in einem einzigen Film verwirklichen. Die Weinstein-Brüder werden nach eigenen Angaben deshalb nur für den ersten Teil der Trilogie bezahlt. Warner Brothers wies die Vorwürfe zurück. Der Vertrag sehe klar vor: Die Weinsteins würden nur für den ersten Film ausgezahlt, der auf dem Hobbit-Roman basiert. Es sei allein der Fehler der Produzenten gewesen, die Filmrechte zu diesen Bedingungen zu verkaufen. Der zweite Teil der "Hobbit"-Trilogie nach den Büchern von J.R.R. Tolkien kommt heute in die Kinos.

Regisseur Peter Jackson über Drehbücher und seine Liebe zu Drachen

"Wenn ich den ersten Satz schreibe, dann beginne ich schon, Regie zu führen."

So begründet der Regisseur Peter Jackson seinen Grundsatz, nur eigene Drehbücher zu verfilmen. Der Zeitung "Die Welt" sagte der Macher der "Hobbit"-Filme, im aktuellen Teil sei der Drache Smaug seine Lieblingsfigur - auch, weil Drachen ihn seit seiner Kindheit fasziniert hätten. In Zukunft will sich Jackson von Blockbustern abwenden und, wie er sagt, Geschichten aus seiner Heimat Neuseeland erzählen. - Der zweite Teil der "Hobbit"-Trilogie nach den Büchern von J.R.R. Tolkien kommt heute in die Kinos.

Kate Berry gestorben

Die französische Fotografin Kate Barry ist tot.

Die 46-Jährige starb nach Angaben der Behörden bei einem Sturz aus dem Fenster ihrer Pariser Wohnung. Die genauen Umstände werden noch untersucht. Kate Berry war die Tochter der britischen Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin und des Filmkomponisten John Barry. Sie arbeitete unter anderem für Magazine wie "Elle" und "Paris Match".

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Fazit

Wolfgang Joops AutobiografieDie Prägungen der Kindheit
Wolfgang Joop blickt freundlich lächelnd in Richtung des Betrachters. (Christoph Soeder / picture alliance / dpa)

Wolfgang Joop ist neben Jil Sander der erfolgreichste lebende deutsche Modemacher und schuf mit seiner Marke JOOP! ein Imperium. Nun hat er eine Autobiografie geschrieben - ein Buch über seine Kindheit, Jugend und die ersten Schritte als Modemacher.Mehr

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