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Kulturnachrichten

Dienstag, 3. Dezember 2013

EU-Mitgliedsstaaten wollen bis 2020 80 Milliarden Euro in die Forschung investieren

Für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit in der Forschung gibt die EU in den kommenden sechs Jahren rund 80 Milliarden Euro aus.

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben die Fördermittel genehmigt, die vor allem kleineren Forschungseinrichtungen und Firmen zugute kommen sollen. Die ersten Ausschreibungen sind noch in diesem Jahr geplant.

Das Programm mit dem Namen "Horizont 2020" ist nach Angaben der EU-Kommission das bisher größte zur Förderung der Forschung. Ziel ist es, Projekte zu bündeln, die auf EU-Ebene bislang parallel gelaufen sind.

Reaktionen auf die jüngsten Ergebnisse der PISA-Studie

Offenbar hat sich Deutschland vom Pisa-Schock des Jahres 2000 aufwecken lassen.

Mit diesen Worten hat die amtierende Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die Ergebnisse der neuen Pisa-Studie kommentiert. Schüler aus Deutschland liegen mit ihren Leistungen in allen Bereichen leicht über dem Durchschnitt. CDU-Politikerin Wanka betonte, auch die Bildungsgerechtigkeit habe sich verbessert.

Hingegen bemängelte das Deutsche Kinderhilfswerk, es gebe weiterhin eine starke Abhängigkeit zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Und die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände kritisierte, 18 Prozent leistungsschwache Schüler in Mathematik seien zu viele. Das Fach stand in diesem Jahr im Fokus der Erhebung. Die besten Testergebnisse erzielten Schüler aus Shanghai, Singapur, Hongkong, Taipeh und Korea.

Vatikan und Universität Oxford stellen kostbare Bibeln und Manuskripte ins Internet

Bislang hatten nur ausgewählte Wissenschaftler Einblick in diese Werke.

Jetzt sind unter anderem zwei Exemplare der Gutenberg-Bibel aus dem 15. Jahrhundert sowie mehrere griechische und hebräische Manuskripte aus dem Mittelalter im Internet frei verfügbar. Das Angebot ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universitätsbibliothek Oxford und der Vatikanischen Bibliothek. In den kommenden Jahren sollen insgesamt 1,5 Millionen Seiten fotografiert und als hochauflösende digitale Kopien kostenlos zugänglich gemacht werden. Unterstützt wird das Projekt mit umgerechnet 2,4 Millionen Euro von der Stiftung des britisch-jüdischen Unternehmers und Literaturwissenschaftlers Leonard S. Polonsky.

Hier der Link zum Projekt.

Stiftung Berliner Mauer soll die "East Side Gallery" übernehmen

Bisher gehört die "East Side Gallery" dem Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

2015 soll das Freiluft-Museum in die Obhut der Stiftung Berliner Mauer kommen. Das haben nach Medienberichten die Berliner Regierungsfraktionen von SPD und CDU im Zuge ihrer Haushaltsberatungen beschlossen. Der Bezirk sei mit der Aufgabe überfordert, hieß es zur Begründung.

Umstritten ist das Vorhaben, für zwei Neubauprojekte Teile der weltberühmten "East Side Gallery" abzureißen. Zudem werden die Kunstwerke immer wieder mit Graffiti übersprüht. Zu der Landesstiftung Berliner Mauer gehören bereits die Gedenkstätte Bernauer Straße und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde.

Hans-Jürgen Drescher soll die Bayerische Theaterakademie leiten

Hans-Jürgen Drescher wird neuer Präsident der Bayerischen Theaterakademie "August Everding".

Darauf hat sich das Bayerische Kabinett geeinigt. Kunstminister Ludwig Spaenle nannte Drescher eine Persönlichkeit mit überzeugendem Profil. Zurzeit leitet der 59-Jährige die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Sein Amt in München tritt er im September 2014 an.

Inklusion: Unesco-Kommission sieht deutlichen Nachholbedarf

Was die Inklusion betrifft, hat Deutschland im internationalen Vergleich einen deutlichen Nachholbedarf.

Darauf hat am heutigen Tag der Menschen mit Behinderung die deutsche Unesco-Kommission hingewiesen. Die Vorsitzende des Expertenkreises Inklusive Bildung, Ute Erdsiek-Rave, bemängelte, in Deutschland besuche nur jeder vierte Schüler mit besonderem Förderbedarf eine allgemeine Schule. In vielen südeuropäischen Ländern und in Skandinavien sei inklusive Bildung dagegen weitgehend umgesetzt. Nach Ansicht der Unesco-Kommission müssen deshalb zügig Aktionspläne erarbeitet werden, um beispielsweise Sonderschulen in das allgemeine Schulwesen zu überführen.

Umfrage: Deutsche für mehr staatliche Kontrolle im Internet

Die Deutschen machen sich zwar Sorgen um die Überwachung im Internet -

auf Kontrolle im Netz wollen sie aber trotzdem nicht verzichten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Allensbach-Instituts. Demnach sprechen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, dass der Staat strengere Regeln für die Anbieter von Internetseiten vorgibt. Trotz dieser Forderungen bezweifeln aber die meisten Befragten, dass solche Maßnahmen wirksam sind. Nur die Hälfte ist überzeugt, dass einzelne Länder im Netz effektiv durchgreifen könnten.

Gefragt wurde auch, wo Nutzer die größten Gefahren im Internet sehen. An erster Stelle wurden Computerviren genannt, gefolgt von der Überwachung der eigenen Aktivitäten und dem Diebstahl persönlicher Daten. - Die Studie wurde vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet in Auftrag gegeben. Das Institut hat die Deutsche Post gegründet, die mit dem E-Postbrief für sichere Kommunikation im Netz wirbt.

Gabriele Pfennigsdorf erhält Ophüls-Ehrenpreis

Der Ehrenpreis des Saarbrücker Filmfestivals Max-Ophüls-Preis geht an Gabriele Pfennigsdorf.

Damit wird die stellvertretende Geschäftsführerin des Film-Fernseh-Fonds Bayern für ihre Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film ausgezeichnet. Die Festivalleitung erklärte, die Unterstützung junger Filmemacher ziehe sich wie ein roter Faden durch Pfennigsdorfs langjährige Karriere. Die Auszeichnung wird am 20. Januar 2014 verliehen.

Schauspielerin Marga Heiden gestorben

Die Schauspielerin Marga Heiden ist tot.

Dem Norddeutschen Rundfunk zufolge starb sie bereits am Sonntag im Alter von 92 Jahren. Marga Heiden begann ihre Karriere in den 30er-Jahren beim Ballett - 1947 wechselte sie ins Schauspiel. Seit 1965 gehörte sie zum Ensemble der Fritz-Reuter-Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin. Bekannt wurde Marga Heiden außerdem mit einer plattdeutschen Variante des Fernsehklassikers "Dinner for One". Ihre Tochter ist die Schauspielerin Katrin Sass.

Bildhauer Rolf Szymanski gestorben

Der Berliner Bildhauer Rolf Szymanski ist tot.

Nach Angaben der Akademie der Künste starb Szymanski am gestrigen Montag in Berlin. Er wurde 85 Jahre alt. Szymanskis wichtigstes Motiv war der weibliche Körper. Seine Werke waren unter anderem bei der Kasseler Documenta und der Biennale in Venedig zu sehen. In den 80er-Jahren war Rolf Szymanski Vizepräsident der Akademie der Künste. Deren Präsident Klaus Staeck würdigte den Verstorbenen als politisch engagierten Künstler, der sich schon ganz früh praktisch für den Aufbau demokratischer Strukturen eingesetzt habe.

Die "Toten Hosen" übergeben 30.000 Unterschriften für Reform des Asylrechts

30.000 Fans der "Toten Hosen" fordern eine humanere Flüchtlingspolitik.

Die Band hat bei ihren Konzerten Unterschriften gesammelt - und diese heute gemeinsam mit der Organisation "Pro Asyl" an Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth übergeben. Seit 1988 seien mehr als 19.000 Menschen bei dem Versuch ums Leben gekommen, auf dem Weg über das Mittelmeer Schutz in Europa zu finden, betonte Sänger Campino. In dem Aufruf wird die EU aufgefordert, die, so wörtlich, "tödliche Abschottungspolitik" zu beenden.

Säure-Anschlag auf Bolschoi-Ballettchef: Startänzer zu sechs Jahren Straflager verurteilt

Pawel Dmitritschenko soll für sechs Jahre ins Straflager.

Ein Gericht in Moskau sah es als erwiesen an, dass der Startänzer zwei Bekannte zu einem Attentat auf den Ballettchef des Bolschoi-Theaters angestiftet hat. Durch den Säure-Angriff im Januar war Sergej Filin im Gesicht schwer verletzt worden.

Der Tänzer hatte sich am künstlerischen Führungsstil seines Chefs gestört. Den Säure-Anschlag habe er jedoch nicht in Auftrag gegeben, hatte Dmitritschenko mehrfach betont. Seine beiden Mitangeklagten wurden zu vier beziehungsweise zehn Jahren Haft verurteilt.

Seltener Fund in Jerusalem: Haus aus der Hasmonäer-Zeit entdeckt

"Dieser Fund schließt eine Lücke in der Architekturgeschichte Jerusalems."

So kommentiert die Israelische Altertums-Behörde die Entdeckung eines Gebäudes aus der Zeit der Hasmonäer. Der Bau in der Davidsstadt südlich der Altstadtmauern soll aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus stammen. Die Könige im unabhängigen Staat der Hasmonäer waren zugleich auch Hohepriester. König Herodes besiegte sie 37 vor Christus und ließ ihre Oberhäupter hinrichten. - Bisher waren in der Gegend zwar Befestigungsanlagen und Keramik, aber noch nie Häuser aus der Hasmonäer-Zeit entdeckt worden.

Israel richtet Pendelbus für Bethlehem-Pilger ein

Israel erwartet zu Weihnachten rund 75.000 Besucher, darunter etwa 25.000 Pilger.

Nach Angaben des Tourismusministeriums wollen viele von ihnen den Geburtsort von Jesus besuchen. Um ihnen die Reise zu erleichtern, soll über die Feiertage ein Bus zwischen Jerusalem und Bethlehem pendeln. Bethlehem liegt allerdings im Palästinensischen Autonomiegebiet. Der Ort ist der Tourismusbehörde 2013 eines der wichtigsten Besucherziele gewesen. Bis Jahresende werden schätzungsweise zwei Millionen Menschen dort gewesen sein, fast doppelt so viele wie 2012.

China schließt britischen Reporter von Pressekonferenz aus

Ein britischer Journalist ist von einer staatlichen Pressekonferenz in China ausgeschlossen worden.

Wie die Deutsche-Presse-Agentur mitteilte, war er nach Peking gereist, wo David Cameron den chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang gestern traf. Eine Sprecherin der britischen Regierung sagte, man sei tief besorgt über die "völlig unangemessene Entscheidung". Der Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg hatte letztes Jahr über den Reichtum von Staats- und Parteichef Xi Jinping berichtet und damit offenbar die chinesische Führung verärgert. Seitdem ist auch die Webseite der Nachrichtenagentur in China blockiert.

Waterstones: Fast vergessener Roman ist Buch des Jahres

Manchmal wird ein Buch erst über viele Umwege berühmt, wie zum Beispiel der Roman "Stoner" aus dem Jahre 1965.

Das Werk von John Williams erzählt die Geschichte von einem Schriftsteller, der mit seiner Karriere und auch seiner Ehe ringt. In den 60er Jahren wurden nur 2.000 Exemplare gedruckt, eine zweite Auflage gab es nicht. Erst vor zwei Jahren erhielt der Roman unerwarteten Zuspruch, durch einer französischen Übersetzung. In Frankreich und den Niederlanden wurde das Buch prompt als Bestseller gehandelt. Kurz darauf bezeichnete ihn die "New York Times" als perfekten Roman. Jetzt ist "Stoner" - nach mehr als 50 Jahren - in Großbritannien von der Buchkette "Waterstones" als Buch des Jahres gekürt worden.

Schriftsteller: Deutsch-französische Freundschaft ist ein Phantom

"Die deutsch-französische Freundschaft gibt es nicht, jedenfalls nicht in den kulturellen Kreisen Frankreichs."

Das schreibt der Autor Michael Kumpfmüller desillusioniert in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Immer wieder habe er erfahren, wie deutsche und französische Schriftsteller in Kulturinitiativen zusammengebracht würden. Von französischen Intellektuellen sei er aber regelmäßig ignoriert worden, zuletzt bei der Verleihung des Prix Jean-Monnet de littérature européenne. Kumpfmüller hatte den Preis erhalten. Er sei allerdings nicht zur Verleihung eingeladen worden; auch eine Laudation wurde nicht verlesen. Der Schriftsteller zeigte sich enttäuscht. Er sagte, die Arroganz der französischen Intellektuellen suche in Europa ihresgleichen.

Mainzer Kabarettist erhält den Salzburger Stier 2014

Der Mainzer Tobias Mann wird nächstes Jahr mit einer der wichtigsten Kabarett-Auszeichnungen der deutschsprachigen Rundfunkanstalten ausgezeichnet - dem Salzburger Stier 2014.

Mann erhält die Auszeichnung für Deutschland. Neben ihm werden auch der Österreicher Christof Spörk sowie der Schweizer Thomas Breuer geehrt. Der Salzburger Stier ist der einzige europäische Kabarettpreis. Er wird seit 1982 verliehen.

Gestiftet wird er von den öffentlich-rechtlichen Radiostationen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Frühere Preisträger sind unter anderem Harald Schmidt, Ottfried Fischer, Frank-Markus Barwasser, Urban Priol oder der Österreicher Josef Hader.

Bolschoi-Theater entlässt Chefdirigenten

Das Bolschoi-Theater ist krisengeschüttelt.

Seit Wochen ist es wegen des Säure-Anschlags auf Ballettchef Sergej Filin in den Medien. Gestern gab das Haus nun bekannt, dass der Chefdirigent des Hauses das Staatstheater verlässt. Wassili Sinajsski gehe auf eigenen Wunsch. Er habe selbst um eine Auflösung seines Vertrags gebeten, teilte Intendant Wladimir Urin mit. Der Chefdirigent des Bolschoi-Theaters in Moskau genoß keinen guten Ruf. Bei vielen Premieren stand er nicht am Pult. Wer Sinajsskis Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt.

Welt: Kreative Syrer verändern Kunstszene in Beirut

"In Beirut haben junge Künstler aus Syrien alle Chancen."

Das sagte der syrische Maler Shadi Abosada, der vor eineinhalb Jahren in die libanesische Hauptstadt geflüchtet ist, der Zeitung "Die Welt". Laut Bericht hat sich Beirut mittlerweile zum "Dorado der syrischen Intelligenz" entwickelt. Die jungen ausländischen Künstler veränderten die Szene nicht nur, sondern setzten eine öffentliche Zäsur, zitiert die Zeitung einen Galeristen. In den 90er Jahren seien sie als Tagelöhner und Spione verschrien gewesen, heute hätten sie ein völlig neues Image, würden als intelligent und talentiert angesehen.

Turner Prize an französische Filmemacherin Laure Prouvost vergeben

Die französische Filmemacherin Laure Prouvost ist mit dem Turner Prize für zeitgenössische Kunst in Großbritannien ausgezeichnet worden.

Die in London lebende Künstlerin wurde am Abend im nordirischen Londonderry für ihre Videoinstallation "Wantee" geehrt. Die Darstellung einer fiktiven Teestunde zwischen ihrem Großvater und dem deutschen Künstler Kurt Schwitters wurde von der Jury als herausragend und bewegend bezeichnet. Prouvost setzte sich gegen drei Mitbewerber durch, darunter der Deutsch-Brite Tino Sehgal. Der Turner Prize ist mit umgerechnet rund 30.000 Euro dotiert.

Drohungen gegen thailändische Medien : Reporter ohne Grenzen kritisiert Konfliktparteien

Im Konflikt in Thailand stehen die Fernsehsender offenbar zwischen allen Fronten.

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" hat sowohl den oppositionellen "Gelbhemden" als auch den regierungstreuen "Rothemden" vorgeworfen, die thailändischen TV-Stationen zu drangsalieren. Zunächst hätten Gelbhemden sechs Sender unter der Androhung von Gewalt gezwungen, Statements von Oppositionsführer Suthep Thaugsuban zu verbreiten, hieß es auf der "ROG"-Internetseite. Rothemden wiederum hätten einen Sender anschließend gedrängt, die Aussagen Thaugsubans nicht zu senden. "Reporter ohne Grenzen" verlangte, alle Seiten seien dafür verantwortlich, den Medien ein sicheres Umfeld zu ermöglichen.

Feuilletons würdigen verstorbenen Chris Howland

Er war stets ein wenig respektlos, blieb dabei aber immer Gentleman.

Mit diesen Worten würdigt die "Süddeutsche Zeitung" den verstorbenen Radiopionier und Fernsehmoderator Chris Howland. Er habe sich so bescheiden und charmant über das Nachkriegsdeutschland lustig gemacht, dass ihm nie jemand wirklich habe böse sein können, schreibt das Blatt. Der "Spiegel" bezeichnet Howland als Lieblingsbriten des Landes, weil er über sich und seinen Akzent lachen konnte. Er habe moderne Musik aus aller Welt ins vermuffte deutsche Nachkriegsradio gebracht. Die Zeitung "Die Welt" lobt vor allem Howlands glänzendes Timing, seinen beiläufigen Witz und seinen flapsigen Charme. Howland war am Samstag mit 85 Jahren in Rösrath bei Köln gestorben.

"Kunstgeschichte muss umgeschrieben werden": Museumsdirektor Jessewitsch zu Fall Gurlitt

Nach dem Fall Gurlitt muss die deutsche Kunstgeschichte umgeschrieben werden, meint Rolf Jessewitsch.

Der Leiter des Kunstmuseums Solingen sagte der F.A.Z., die Nazis hätten nach Schätzungen mehr als 20.000 Bilder aus den Museen geholt. Viele von ihnen seien damit aus der Kunstwelt verschwunden und hätten deshalb auch keine kunstgeschichtliche Würdigung erfahren. Nach Funden wie jenem in München müssten die Museen nun ausarbeiten, was diese verfemten Künstler an Innovationen hätten einbringen können. Er verwies auf Namen wie Milly Steger, Paul Kleinschmidt oder Bernhard Kretschmar, die in den Zwanziger Jahren bedeutend gewesen, inzwischen aber weitgehend vergessen seien.

"New York Magazine" erscheint künftig nur noch alle 14 Tage

Es gilt als eines der besten Stadtmagazine der Welt.

Das vielfach preisgekrönte "New York Magazine" wird ab März nur noch alle zwei Wochen erscheinen. Wie die Herausgeber mitteilten, soll die Ausgabe dafür aber deutlich dicker und das dazugehörige Online-Angebot gestärkt werden. Durch die Umstellung des bislang wöchentlichen Erscheinungsrhythmusses könnten umgerechnet etwa 2,6 Millionen Euro eingespart werden. Mitarbeiter würden nicht entlassen. Hintergrund ist die Krise auf den US-Zeitschriftenmarkt.

Medien: Ermittlungen gegen Dylan wegen mutmaßlicher Beleidigung von Kroaten

US-Musiklegende Bob Dylan hat offenbar Ärger mit der Justiz.

Wegen einer Äußerung über Kroaten in einem Interview vor mehr als einem Jahr wurde Medienberichten zufolge in Frankreich ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Dylan hatte in der französischen Ausgabe der Musikzeitschrift "Rolling Stone" über Rassismus in den USA gesprochen. Dabei verglich er die Verfolgung der Juden unter der NS-Herrschaft mit den Auseinandersetzungen zwischen Kroaten und Serben. Wie es heißt, hat der "Rat der Kroaten in Frankreich" deswegen Anzeige erstattet. Der 72-Jährige Musiker sei bereits Mitte November in Paris vernommen worden.

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