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Kulturnachrichten

Samstag, 25. November 2017

Umstrittenes Mediengesetz in Russland in Kraft

Internationale Medien von Registrierung als "ausländische Agenten" bedroht

Die umstrittene Änderung des Mediengesetzes, wonach in Russland ansässige internationale Medien als "ausländische Agenten" registriert werden können, ist in Kraft. Das Gesetz wurde nach der Unterschrift von Präsident Wladimir Putin im Amtsblatt veröffentlicht. Medien, die Geld aus dem Ausland erhalten, müssen ihre Finanzierung offenlegen und den russischen Behörden vollständigen Einblick in ihre Aktivitäten gewähren. Unter anderem von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte es Kritik an der geplanten Gesetzesänderung gegeben. Sie bezeichnete die Registrierung als "Angriff auf die Meinungsfreiheit", um "Stimmen zum Schweigen zu bringen". Auslöser für die Änderung des russischen Mediengesetzes war ein entsprechender Schritt der USA, die den russischen Fernsehsender RT (früher Russia Today) Anfang November zur Registrierung als "ausländischer Agent" gezwungen hatten.

Reformationsfilmpreis in München verliehen

Filmstudenten aus den Niederlanden und Norwegen gewannen

Auf dem Internationalen Festival der Filmhochschulen in München sind drei Filme mit einem evangelischen "Reformationsfilmpreis" ausgezeichnet worden. Der mit 7.500 Euro dotierte erste Preis ging an den Niederländer Joren Molter für seinen Beitrag "Greetings from Kropsdam" über einen Mann, der wegen eines Fehlers von der Gesellschaft abgelehnt wird. Den mit 5.000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Filmemacherin Tessa Louise Pope aus Amsterdam für "The Origin of Trouble", in dem sie ein Interview mit ihrem leiblichen Vater dokumentiert, ohne den sie aufgewachsen ist. Der dritte Preis in Höhe von 3.000 Euro ging an Julia Lindström (Norwegen) für ihren Spielfilm "Mamma". Der Preis wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums einmalig vom evangelischen Kirchenkreis München und Oberbayern an Filmstudenten vergeben.

Synchronisierte deutsche Serie startet in USA

Produzenten nennen Synchronisation ins Englische eine Revolution

Die Produzenten Max Wiedemann und Quirin Berg sehen in der Synchronisation ihrer Serie "Dark" ins Englische für den US-amerikanischen Markt den Beginn einer Revolution. Dies äußerten sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: "Wenn das mit der Synchronisation sich auf dem US-Markt durchsetzt, wird das die Filmbranche nachhaltig verändern." Mit ihrem Mysterie-Mehrteiler "Dark" haben die beiden Münchner die erste deutsche Serie für den amerikanischen Internet-Streamingdienst Netflix produziert. Ihr erster Kinofilm "Das Leben der Anderen", bei dem Florian Henckel von Donnersmarck Regie führte, wurde 2007 mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet. Wegen der Untertitelung landen die meisten fremdsprachigen Filme in den USA jedoch in den kleineren Arthouse-Kinos oder es wird ein amerikanisches Remake gedreht.

Geschichtsinstitut erhält Aquarell Adolf Hitlers

Anonyme Spenderin wollte das Bild nicht zuhause haben

Eine unbekannte Frau hat dem Nationalen Institut für Kriegs-, Holocaust- und Genozidstudien in Amsterdam ein Aquarell von Adolf Hitler vermacht. "Die Frau wollte das Bild nicht bei sich zu Hause haben und zwei niederländische Auktionshäuser weigerten sich, es zum Verkauf anzubieten", berichtete die niederländische Tageszeitung "De Volkskrant". Das Aquarell zeige einen Turm in Wien. Der Spenderin zufolge habe ihr Vater das Bild auf einem Briefmarken- und Münzmarkt für 75 Cent erstanden. Er sei sich erst anschließend bewusst geworden, dass es die Signatur "A. Hitler" trug. Das Institut habe das Gemälde bereits vor einigen Monaten erhalten. Laut des Instituts hat ein anschließender monatelanger Verifizierungsprozess zu dem Ergebnis geführt, dass es ein Original aus der Hand von Adolf Hitler sei.

Regisseur Rosa von Praunheim wird 75

Pionier des queeren Kinos engagiert sich weiterhin

Rosa von Praunheim will an seinem 75. Geburtstag "gefeiert werden". Denn "man muss so Geburtstage natürlich nutzen, damit die Leute noch merken, dass man nicht tot ist", sagte der Regisseur und Autor. Gerade ist sein neuer Dokumentarfilm "Überleben in Neukölln" in die Kinos gekommen. Sein Interesse an den Menschen und ihren Geschichten ist nach wie vor groß. In den 50 Jahren seiner Karriere sagt Praunheim, habe er gelernt, direkte, unverschämte und liebevolle Fragen zu stellen, und er bekomme eigentlich immer sehr viel zurück. Der jüngeren Generation der Filmemacher rät der 75-Jährige: "Du musst selbst diese Lust dran haben, kreativ zu sein, und Du musst bei der Stange bleiben und Du musst halt ständig etwas machen. Ich schreibe jeden Morgen ein Gedicht."

Brandenburg verdoppelt Förderung für Musikschulen

Rund 5,1 Millionen Euro für 33.000 Musikschüler

Brandenburg unterstützt in diesem Jahr öffentlich geförderte Musikschulen mit rund 5,1 Millionen Euro - doppelt soviel wie im Vorjahr. Rund 33 000 Kinder und Jugendliche werden dort unterrichtet, sagte Kulturministerin Martina Münch in Potsdam bei einem Konzert der Projektes "Klasse:Musik" des Verbandes der Musik- und Kunstschulen. Dabei werden Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft musisch-kulturell betreut. Derzeit beteiligten sich mehr als 4000 Schüler aus rund 170 Musikklassen von 66 Grund- und Förderschulen. Sie lernen zwei Jahre lang ein Instrument und werden von Lehrern der Musikschule und der Grundschule unterrichtet. Jährlich stehen nach den Angaben für "Klasse:Musik" 1,2 Millionen Euro bereit.

Kölner Museum droht Verlust von Leihgaben

Medienbericht: Stifterin verlangt Bilder aus Wallraf-Richartz-Museum

Aus Ärger über die stockende Erweiterung des Kölner Wallraf-Richartz-Museums will Stifterin Marisol Corboud einem Bericht zufolge mehrere geliehene Bilder abziehen. Dabei soll es sich um Werke des Impressionismus aus der "Fondation Surpierre" handeln, wie sie dem Kölner Stadt-Anzeiger bestätigte. Der geplante Neubau auf dem benachbarten Gelände soll unter anderem zur Präsentation der Sammlung Corboud genutzt werden.

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